Scale Cockpit F-100F Super Sabre extrem detailiert

Auf Grund meines Mirage 2000 und F-100F Super Sabre Bauthreads habe ich sehr viele PN's unter anderem betreffend Bau von Cockpit und Schleudersitz erhalten. Fragen und Anliegen ähneln sich meist und jedesmal einzeln im Detail darauf einzugehen ist sehr Zeitintensiv. Daher dieser Thread.
Zwei Dinge vorweg: Meine Bauausführungen und Techniken sind kein Geheimnis und ich lasse mir durchaus in die Karten schauen. Und nein, ich handle weder mit den digitalen CAD- und Fräsdaten noch baue ich im Kundenauftrag.
Wie z.B. aber im Miragethread stelle ich gelegentlich auch brauchbare Ansichten ins Netz, die mit wenig Aufwand digitalisiert werden können.

Aktuell bin ich am Bau des Cockpits für meine zweite F-100. Der kleine Massstab von 1:7 stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Wünsche spannende Unterhaltung, Rainer Willisch
 

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Als erstes ein paar Eindrücke vom Original.
Für ein perfektes Endresultat sind zwei Dinge Match entscheidend: Gute Bildunterlagen und die Freude am Bauen.
 

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Haken & Ösen

Haken & Ösen

Die Kabinenhaube wird später per Servo geöffnet bzw. geschlossen. Die Mechanik ist bereits einbaufertig. Beim Original sitzen die Verrieglungshaken starr am Cockpitrahmen. zum Verriegeln/Entriegeln gleitet die ganze Kabinenhaube im geschlossenen Zustand nach vorne bzw. hinten. Hier tut es das Modell dem Original gleich.
Haken und Ösen sind im Modell nur gerade mal ein paar Millimeter gross, sollen optisch aber exakt dem Original entsprechen und müssen eine hohe mechaniscshe Festigkeit aufweisen. Da Funktionalität vor der Optik steht, habe ich mich diesem Part als erstes gewidmet. Im Flug eine Kabinenhaube zu verlieren kann fatale Folgen haben. Daher habe ich diesen "Scaleteilchen" ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
 

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Die Haken sind aus 2mm Carbonplatten gefräst und fast unzerstörbar. Auf den Bilderen sieht man die Hacken vor und nach dem Altern und auch dass die einzuklebende Fläche nocht lackiert sind.
 

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Querstrebe

Querstrebe

Die Querstrebe mit dem Verschluss-System ist inzwischen einbaufertig.

ÜBRIGENS: Die Mechanik funktioniert.
 

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Aufbau

Aufbau

Das erste Bild zeigt die Strebe in meiner ersten F-100. Hier noch ohne die aufwendige Verriegelungsmechanik.
Auf konsequenten Leichtbau lege ich übrigens genau so viel Wert wie auf Funktionalität und Look.
 

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Instrumentenpanel

Instrumentenpanel

Jedes einzelne Instrument ist orignalgetreu nachgezeichnet. Bis an kleine Justierungen müsste selbst jede einzelne Zeigerpositin gegenüber der Vorlage identisch sein. Da ich die genaue Orignalschrift nicht gefunden habe,durfte ich auch noch die Zahlen selber erstellen. Die grösste Herausforderung und Zeitaufwand stellte das genaue Reproduzieren der Zifferblätter (Sakalaabstände und Anzahl Skalalinien) dar. Die schrägen Aufnahmen verzerren manchmal die Draufsicht. Dies verdeutlicht das dritte Bild. Auch der schwarze Aussenrand ist auf dem Bild unterschiedlich dick in Warheit aber vollsymetrisch. Bei den Zifferblättern war das nicht immer so leicht zu erkennen da die Skalenabstände in Wirklichkeit nicht immer gleich sind. Teilweise werden sie enger oder grösser.

Alle Instrumente vom vorderen Panel sind fertig nachgezeichnet. Jetzt werden die Instrumente, Schrauben, Beschriftungen und Lämpchen noch auf die genaue Position geprüft und dann geht das Panel in die Produktion. Das Zeichnen der Instrumente hat mich bisher gut 30 Stunden gekostet. Für die Produktion für das vordere Panel benötige ich noch rund 20 Stunden.
 

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Rainer, zu Deiner extrem beeindruckenden, akkuraten, präzisen und exakten Bauausführung des gesamten Modells wollen aber diese Instrumentenskalen nicht so recht passen.
Nehmen wir mal als Beispiel den Höhenmesser.
Da sind die Proportionen der Zeiger nicht ganz stimmig, weil etwas kurz geraten. Die Striche der Skala sind im Verhältnis zu den Ziffern etwas zu groß. Die Ziffern selbst entsprechen nicht so ganz den Originalen, besonders deutlich an der "2" zu erkennen.
Bei der Beschriftung hast Du zwei Einzelheiten übersehen. So fehlt eine "1" bei den "00 FEET", der Beschriftung der Subscale fehlen die Dezimalpunkte. Dort wird das QNH in "in.hg" angezeigt, also 29.8 - 30.1 usw.! Zudem hat die Subscale selbst auch wieder radiale Skalenstriche und keinen durchgezogenen Kreisbogen.

Und damit Du siehst, dass ich nicht von Dingen rede, von denen ich keine Ahnung habe, hier meine "Interpretation" einer ähnlichen Höhenmesserskala als Vektorgrafik, bei der die Subscale aber "hPa" anzeigt, deshalb hier kein Dezimalpunkt:


HM-002-klein.jpg


Und dann ist da noch der RADIO MAGNETIC INDICATOR. Dessen grün unterlegte Skala enthält nur alle 10° einen Strich, der aber etwas nach innen über den grünen Bereich hinausragt...! Mehr Striche gibt es auf dieser Skala nicht. Die übrigen Skalenstriche beruhen vermutlich auf einer optische Täuschung durch die Vorlage...

Gruß
Eckart, der natürlich von Deiner übrigen Bauweise gewaltig beeindruckt ist!
 
Hallo Eckart

Danke für dein konstruktives Feedback. Ich bin dankbar dafür und verfeinere die Instrumente sicher noch. Als Vorlage habe ich das Foto vom Original und da ist nicht alles so deutlich. Auch die Perspektiven verzerren einiges. Hier gilt es, sich mit der Matereie auseinander zu setzten ind schrittweise die Zeichnungen zu optimieren. Einige Fehlerchen habe ich bereits erkannt und auch angepasst (10° Skala passe ich noch an). Sicher sind diese Skalen noch nicht meine finale Version. Auch stand der G Meter bei null. Richtig wäre eins.
 

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Übrigens, auf dem Beschleunigungsmesser steht
ACCELERATION
g UNITS

nicht "METER"! :D
 
ÜBRIGENS: Die einzelnen Instrumente haben einen Durchmesser von ca. 8mm Die Schrift g Units ist rund zwei Zehntel hoch oder 0.9 Punkt Zeichenhöhe. und mit dem Zeichnen alleine ist es bei weitem nicht getan. das Panel will noch hergestellt werden.
 
Ich helf' Dir gerne...musst nur was sagen!

Kennst Du Ralfs Eurofighter-Cockpit schon? Er kann Dir bestimmt auch wertvolle Tipps geben.

Gruß
Eckart
 
Danke für den Link, beeindruckend. Meine Seitenpanelen möchte ich auch mittels Ätztechnik erstellen. Da bin ich aber noch am pröbeln und optimieren.
 
Die vorderen Seitenpanels sind soweit auch gezeichnet. Die Texte der Warnanzeigen (linkes Panel) dienen als Platzhalter und stimmen noch nicht da ich die Texte auf meinen Vorlagen nicht entziffern konnte. Hierfür muss ich noch kräftig googeln.

By the way: Ich weiss, IFF CAUTION ist auch noch zu klein. Proportionen und genaue Positionierung nehme ich vor, wenn ich die ersten Schablonen im Cockpit habe.
 

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Da mein Foliendrucker zur zeit in Reparatur ist, konnte ich das Instrumentenbrett noch nicht fertig stellen. So bin ich jetz am Zeichnen und Herstellen der Ventile, Druckleitungen, Gurte sowie Gurtschnallen des hinteren Schleudersitzes. Hier noch ein paar Bider vom rohbaufertigen Sitz.

Bishheriger Aufwand vom hinteren Schleudersitz 40 Stunden. Etwa 20 Stunden folgen noch bis zur Vollendung. Das Instrumentenbrett ist an einem Abdend Einbaufertig.
 

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Der hintere Schleudersitz ist bis an den Fallschirm mit Gurtzeug und etwas Finetuning fertig.
 

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!!!WOW!!!

!!!WOW!!!

Hallo Rainer,

wenn ich oft sehe was unter dem Namen "Scale" so alles gezeigt wird, kommen mir oft die Tränen......... (...Baupunktrichter halt...)

Was du hier zeigst ist einfach der Wahnsinn!!!
Der Schleudersitz, als ob das Original vor einem steht, 1A.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der weiteren Arbeit und sehe mir jetzt mal deine anderen Bauberichte an.

Gruß, Rainer.
 
Cockpit

Cockpit

Guten Abend Rainer

Also ich bin hier nur zufällig gelandet,da Jets eigentlich nicht meine Liga ist.
Aber was du da baust ist einfach phänomenal.Sehr detailgetreu und sehr sauber ,RESPEKT:eek:

Ich finde es immer beeindruckend,das man mit so viel Liebe und Aufwand sein Hobby betreibt.

Also ich wiederhole mich gerne : Super.

Liebe grüsse Detlef
 
Danke Rainer & Detlef für die Blumen, das motiviert zusätzlich.
Das vordere Instrumentenbrett ist nächstens auch einbaubereit. Was noch fehlt sind die winzigen Knöpfe und Schalter. Hier stosse ich auch so langsam an die Grenzen des machbaren, da ich hier auf die Kommastelle hinter dem Milimeter arbeite. Da praktisch alle Bilder in Makro Aufnahme sind, scheint alles wesentlich grösser und einfacher. Das gesamte Instrumenten Panel ist kleiner als eine Visitenkarte.! Auch wenn die eu.zelnen Teile noch so winzig sind und von blossem Auge kaum mehr erkennbar, habe ich den Anspruch sauber und präzise zu Bauen.
 

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