Speed 400 6V oder Speed 400 7,2V ???

Hallo Leute,

als relativ unbedarfter Elektroflieger der zwar Elektrokenntnisse besitzt ist es mir unklar warum es verschiedene Motoren des Typs 400 oder anderer Klassen in verschiedenen Nennspannungen gibt.
Warum ist das so ? (Da man ja wohl die Motoren über eine gewisse Spannungsbreite betreiben kann?)
Wie verhält es sich dann mit den jeweiligen Stromaufnahmen und Leistungsabgaben ??
Welchem Motor ist zu welchem Zweck den Vorzug zu geben ?

Vielen Dank vom lernfähigen
Frank
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steht bei den E-Motoren
HWE

[ 01. April 2003, 17:32: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]
 
Hallo Frank!

Ich wollt´s auch mal genauer wissen und habe ein paar Angaben in das Programm ELEKTROANTRIEB von W. Geck getippt.
Als Beispiel für einen kompakten Segler mit der Graupner 6x3 Klapplatte an 8 Zellen:
Sp400 7,2V 13950U/min 45W 8,3A Eta 57,4%
Sp400 6,0V 15430U/min 61W 13,0A Eta 51,3%
Oder ein kleiner schnellerer Flieger mit Günther Prop an 7 Zellen:
Sp400 7,2V 12920U/min 34W 6,9A Eta 58,6%
Sp400 6,0V 14310U/min 46W 10,8A Eta 52,5%

Mit anderen Propeller-/Akkukombinationen sind die Relationen ähnlich.
D.h. Du holst bei gleicher Propeller-/Akku-Kombination aus dem Speed400 6V mehr Leistung heraus mit höherer Drehzahl bei deutlich höherem Stromfluß und geringerem Wirkungsgrad und das geht auf Kosten der Flugzeit bei gleichem Akku.
Nicht unerwähnt sollte die Tatsache bleiben daß man mit dem Speed400 6,0V Ströme (> 10A) erreicht werden die die Lebensdauer des Motors sicher nicht verlängern.

Ob man die Leistungsunterschiede im Flug spürt habe ich aber noch nicht erflogen.

So, jetzt mußt Du entscheiden was Du mit einer bestimmten Flugzeug-Motor Kombination machen willst und welche Leistungscharakteristik Dir wichtiger ist.

Grüße aus Graz,
Rainer
 
Wenn du was dazwischen haben willst nimm einen Speed 400 6V mit Rückschlussring
an 8 Zellen und z.B. mit dem Güntherprop. Dann wird der Strom nicht zu hoch.
 
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