Styro-Flachs-Holz Beplankung -> wie unebenheiten im Kern augeleichen für Faule?

amoc

User
Moin zusammen,

baue gerade an einem Surfboard, bei dem ich den Stryo-Kern mit Flachs und Holz beplanken möchte.

Allerdings hat der Styro-Kern an ein paar Stellen gelitten und ist nicht mehr überall so eben wie er sein sollte.
Nun stelle ich mir die Frage, wie ich damit am besten umgehe...

Meine erste Idee war, das Ganze mit dem guten, alten Fermacell aufzukleben (nur auf Holz auftragen und leicht mit Wasser benetzen) und die Unebenheiten durch den Kleber von selbst ausfüllen zu lassen.
Allerdings hat er das Flachs-Gewebe (ca 130g/m²) nur sehr schwer durchtränkt und des Gewebe wurde auch nicht so richtig "fest".

Jetzt würde ich das Ganze gerne mit Epoxy machen und das Flachsgewebe separat tränken.
Das Epoxy füllt mir dann natürlich nichts, daher drei mehr oder weniger gleiche Varianten einer Idee mit denen ich mir gerne den Arbeitsgang Spachteln, Aushärten lassen, schleifen sparen würde:
a) Direkt vorm Auflegen des Flachs/Holz den Kern mit "genug" Epoxy/Glassbubbles spachteln und dann alles in den Vakuumsack
b) Direkt vorm Auflegen des Flachs/Holz den Kern mit Epoxy/Thixo/Schaumtriebmittel spachteln und dann alles in den Vakuumsack
c) siehe a) & b), aber als Kombination von Thixo, Glassbubbles & Treibmittel


Was haltet ihr von den Ideen?

Mir geht es dabei nicht um minimales Gewicht, sondern um Delaminations-Sicherheit.

Viele Grüße,
Andi
 
Wenn die Beplankung durch das Vakuum kompaktiert wird, dann ist die darunterliegende Spachtelschicht sicherlich bis zur Gelphase in Bewegung und es eher Zufall, ob der gewünschte Effekt eintritt. Du hast ja keine externe Formgebung, bis zu der der EP-Schaum expandieren könnte. Da das keine Serienproduktion ist, würde ich zu einem wasserbasierten Acrylspachtel raten und lieber mehrmals auftragen. Sehr gut funktioniert dafür Sem-Light von Semin. Als Füllstoff sind hier auch Mikro-Glashohlkugeln drin, durch das acrylatbasierte Bindemittel lässt sich das aber bedeutend besser schleifen, und darum geht es letztendlich.
 
Aus meiner wilden Surfboard-Bau-Zeit als Jugendlicher - lang ist's her - würde ich empfehlen, kein Styropor zu nehmen, sondern einen geschlossenzelligen Schaum, also Styrodur, Styrofoam uns was es da alles gibt. Warum? Weil es bei einer kleinen Macke nicht sofort Wasser zieht und sich nicht so leicht unter den Fußschlaufen weich tritt... Aber vielleicht ist das auch mit "Styro" gemeint gewesen.
Christoph

PS: Was übrigens ganz gut funktioniert, ist einen Styrofoam-Quader per Schneiderippen (seitliche Draufsicht mit Scoop und Rocker) und Heißdraht in Form zu bringen. Habe zuerst Styro-Tragflächen gebaut, dann Surfboards und jetzt wieder Tragflächen ;-)))
 
Aus meiner wilden Surfboard-Bau-Zeit als Jugendlicher - lang ist's her - würde ich empfehlen, kein Styropor zu nehmen, sondern einen geschlossenzelligen Schaum, also Styrodur, Styrofoam uns was es da alles gibt.

Geschlossenzellig sind die alle. EPS = expandiert, XPS = extrudiert. Über die Zellgröße lasse ich gerne mit mir reden.

Hier gibt es ein ganz gute Übersicht zu den üblicherweise verwendeten Schäumen und deren Raumgewichte: http://www.buster-surfboards.com/d/surfboard-blanks.html
 
ok, dann bleibt mir wohl doch nichts anderes übrig als zu spachteln und schleifen :(

Werde es mit Epoxy und Glassbubbles machen, dann muss ich nicht noch neues Material besorgen.
Wird wegen Werkstatt-Auflösung vorerst mein letztes Board, da möchte ich mit dem Material auskommen, das da ist.
 
Epoxy und Glass Bubbles sind IMHO die schlechteste Wahl, um damit spachteln und vor allen Dingen anschließend schleifen zu können. Das wir einfach zu hart und es werden beim Schleifen die umliegenden Stellen stattdessen abgetragen.

Sem-Light oder vergleichbare Spachtelmassen sind ebenfalls mit Glass Bubbles gefüllt, das Bindemittel aber bedeutend leichter schleifbar. Die Möglichkeit, es mit Wasser verdünnen zu können, macht es zudem sehr einfach mit dem Pinsel auftragbar.
 
Sem-Light oder vergleichbare Spachtelmassen sind ebenfalls mit Glass Bubbles gefüllt, das Bindemittel aber bedeutend leichter schleifbar. Die Möglichkeit, es mit Wasser verdünnen zu können, macht es zudem sehr einfach mit dem Pinsel auftragbar.

Hab mich überzeugen lassen und mir Sem-Light im Baumarkt besorgt. War jetzt ja auch nicht so die wahnsinnige Investition :-)
 
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