Suche etwas ausgefallenes Ladegerät/Plan

Georg Funk

Vereinsmitglied
Hallo

Hat zwar nicht direkt mit Modellbau zu tun, aber ich glaube daß im Modellbau das Wissen über die Ladetechnik mit am größten ist.

Folgendes Problem:
Wir haben 7 Segelflugzeuge, alle mit 12V Bleiakku um Funkgeräte, E-Varios, Streckenrechner und Logger zu betreiben. Jetzt ist für einen Bleiakku das ständige Entladen-Laden ja nicht optimal, und wir haben hier auch regelmäßig Probleme und müssen die Akkus daher ständig austauschen.

Meine Idee wäre, hier auf NiMh Akkus auszuweichen, Kapazität 5-8Ah (Monozellen), 10 Zellen. Die Entladung der Zellen erfolgt mit ca 1/10C, die Zellen werden sich also "Langweilen"

Wir haben am Platz keinen 230V Anschluß (alleine das Kabel zu uns würde laut EON eine 6 Stellige Summe verschlingen) Sondern nur eine 12/24V Solaranlage mit entsprechend Dimensionierter Pufferbaterie.

Wir würden also 7 Ladegeräte mit Entlade/Ladeautomatik für 12 oder 24V Betrieb (eins von beiden reicht) benötigen. Die Entlade/Ladeströme können auch sehr Moderat sein, Die Batterien sollten so 12-14h (über Nacht) nach dem Anstecken entladen und dann wieder geladen sein. So etwa 1A Entladen/Laden dürfte reichen

Wie üblich solls natürlich so wenig wie möglich kosten. Gibts irgendwo solche Ladegeräte als Fertiggerät/Bausatz/Bauplan? Eigentlich müßte ja eine Schaltung,an 24V angeschlossen die beim Anstecken den Akku mit 1A auf 8V entläd und danach mit Strombegrenzung auf 1A auf ca 15V hochlädt, dann einfach abschaltet.

Danke schon mal

Schorsch
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Hallo Georg,

ich weiß nicht, ob NiMH da wirklich eine gute Idee sind. Eine vernünftige Zyklenzahl bei ordentlicher Kapazität haben die nur, wenn sie entsprechend behandelt werden. Neben hochwertiger Ladetechnik gehört dazu, dass man sich um die Akkus "kümmert".
Das ist bei dieser Anwendung wohl eher unwahrscheinlich. Dann noch einfache Lader, und die Akkus werden nicht alt.

Meine erste Wahl wären zyklenfeste Bleiakkus. Li-Ion Akkus sind auch eine Alternative. Beide benötigen nur eine einfache Ladetechnik und bieten so die Voraussetzung für einige Jahre Nutzdauer - was mit Ni-Technik nicht so einfach sein dürfte ;)

Grüße, Ulrich
 

Steffen

User
Moin Ulrich,

Hm, das Problem ist, dass die Akkus im allgemeinen nicht nur schlecht behandelt werden, sondern teilweise gar nicht.

Da wird gefunkt auf Teufel komm raus, obwohl die Warnanzeigen schon sagen, dass der Akku bei Senden zusammenbricht.
Akkus stehen wochenlang ungeladen rum und dann muss geflogen werden ohne zu laden.

Ich tendiere inzwischen dazu, unseren Fliegern zu den Bleiakkus Schutzschaltungen zu verpassen, die bei unterschreiten einer bestimmten Spannung einen Warnton von sich gegen (was dann beim Senden passieren wird) und wenn man das ignoriert, kappt die Schaltung bei Unterschreitung einer Grenzspannung den Akku ab.
Bleibt die Frage ob man durch das dadurch entstehende kurze Abschalten der Geräte diese nicht schädigt...

Jedenfalls sind LiPos ganz sicher nur mit Schutzschaltung verwendbar.

Blei ist eigentlich schon ganz gut, aber eben auch schnell über den Jordan.

Ich glaube, die Akkutechnik ist egal, die kriegen das immer kaputt :rolleyes:

Ciao, Steffen
 

Eckehard

User
Hai,

Warum macht man das nicht so wie im Auto? Was ich damit meine ist, warum man nicht während man fährt/fliegt über einen Generator die BleiBatt aufläd/puffert.
Dann könnte bei entsprechender Auslegung selbst ein Notbetrieb (alle unnötigen Verbraucher aus) und schlapper / defekter BleiBatt Funkbetrieb gesichert sein?

Ist es wirklich der Luftwiederstand eines solchen Propellergetriebenen Generators?

man würde also die Akkus immer dann "pflegen" wenn man fliegt....
ok, im Hangar, sollten die BleiBatt einfach konstant gepuffert werden.

Eckehard
 

Gerhard_G

Vereinsmitglied
Hallo Schorsch

warum nehmt Ihr nicht Nickel-Cadmium Zellen? Noch gibts die ja.
Ich selber habe 7Ah Zellen im Einsatz.
Die sind zuverlässig, haben keine Probleme mit Tiefentladung, können lange Zeit entladen rumliegen und notfalls schnell geladen werden.
Ladegeräte für 12V Eingangsspannung mit kleinen Strömen gibts dafür auch für wenig Geld.

Grüße

Gerhard
 
Servus
da muß ich meinen Vorrednern zustimmen: Ohne Pflege tuts kein Akku! "Aber wir sind ja Flieger und keine Akkupfleger". :D
Spaß beiseite: die pflegeleichtesten Akkus, die auch gegen Tiefentladung ziemlich unempfindlich sind, sind NiCd Akkus. Gute Ladegeräte für den Zweck gibt es unter 100€, z.B. das Intelli von Simprop. Damit kann man einen 8 Ah Akku in gut 1,5 Stunden laden. Das langsame Laden mögen die NiCd Akkus gar nicht so gerne und es bringt auch nichts. Vielleicht kann man ja die Hälfte der Akkus auch schon am Vortage laden, dann braucht man nur halb so viele Ladegeräte.*grins* Die andere Hälfte kann man Morgens laden. Bis so eine Halle ausgeräumt ist, Flieger zusammengesteckt sind, eventuell Winde aufgebaut ist, vergehen locker 1,5 Stunden. Oder sind die Piloten heute schneller als früher?? Ich denke, das wäre ein gangbarer Weg.
Noch was finde ich bei der großen Fliegerzunft zum Kopfschütteln: da fliegen sie Segelflugzeuge zum Stückpreis von 50 k€, sind aber zu geizig für Solarzellen für 200 €. Die oben auf den Rumpf geklebt und der Akku ist immer voll (ein 25 Watt Panel liefert bei guter Einstrahlung fast 2 A!!!)
cu
Ernie
PS Darf ich jetzt als Belohnung für meine vielen guten Vorschläge mal mitfliegen?? Halte auch Vortrag über die richtige Akkupflege und bringe all meinen Elektrokrempel mit, von Blei bis Lipo. ;)
 

HaraldH

Vereinsmitglied
Hallo Schorsch,

wenn Du sieben Akkus ohne Aufsicht laden willst solltest Du dir mal die Threads über den Ladegerät Expander hier im Forum ansehen. Damit kann man bis zu 8 Akkus nacheinander laden und braucht nur ein Ladegerät. Einfach mal nach Expander suchen.

Harald
 
Wozu jemanden in die Irre schicken? Den Ladeexpander gibt es ja hier auch noch immer nicht.
Ich bin Nichtelektroniker, der alte ist nicht mehr verfügbar gewesen, und die Neukonstruktion bleibt hängen.
Ich würde auch verzweifelt auf einen warten.
 
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