Ugly Stick von Phil Kraft für 10cc Glühzünder

Bernd Langner

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Hallo

Kurz bevor das Wetter schlecht wurde hatte ich noch schnell den Plan des Mini Stik aus der RCM abgezeichnet
und die Teile gefräst. Zwischenzeitlich habe ich noch zwei weitere Kollegen angesteckt so ein Teil zusammenzukleben.
Standartgemäß kommt da ein .15 Hornet (ASP) ins Modell.

Da ich mehr Motoren als flugfähige Modelle habe suchte ich auf die schnelle etwas für einen 60er Motor und da das Mini Teil soviel Spaß macht
habe ich einfach ins Planregal gegriffen und das Modell einige Nummern größer gewählt.
Es ist der RCM Ugly Stik mit 1,5m Spannweite für 10cc Motoren Erscheinungsjahr ist 1985 http://www.outerzone.co.uk/plan_details.asp?ID=6801

Ugly.jpg

Ich habe die Fläche etwas gestreckt und ohne V Form gebaut.

Wie immer war zuerst das abzeichnen der Teile angesagt danach kam die Fräse zum Einsatz.

comp_Rumpf.jpg

Da bei der Größe keine Gummibandbefestigung wollte habe ich das Modell umgebaut auf Schraubbefestigung.
Dazu habe ich im vorderen Rumpfspant ein Schlitz gefräst in den ein Stück der Mittelrippen einhakt.
Hinten an die Endleiste kommen zwei 6mm Kunststoffschrauben


comp_Fläche.jpg

In der Mitte ist besagte Mittelrippe die aus mehrfach verleimten Sperrholz besteht. Den Rest baue ich genau nach Plan
wobei ich natürlich zwei Servos in der Fläche einsetze für Querruder.
Abweichend wird das Mittelstück der Fläche auch beplankt
Ach und fast vergessen diesmal wieder als Taildragger also ohne Bugfahrwerk

Den Rumpf und die Flächen sind im Grundgerüst fertig und trocknen gerade. Bilder davon sind auch gemacht
aber die kommen in den nächsten Beitrag.

Gruß Bernd
 

FFmartin

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Ugly Stick

Ugly Stick

Hallo Bernd,

auch bei mir entsteht gerade ein Stick. Allerdings der Middle Stick. der Rippenblock ist fertig und die Hauptholme im Bau. Hin und her habe ich überlegt wie ich die Tragflächenbesfestigung gestallte und auf Gummiringe wollte ich keinesfalls zurückgreifen.
Das mit deiner 6mm Mittelrippe ist eine Elegante Idee.
Finde ich gut, und ich brauch mir keinen weitern Gedanken machen.
Ich hoffe sehr das diese Idee nicht Urheberrechtlich geschützt ist und ich kann das auch in meinem Modell umsetzen.
Viele Grüße
Martin
 

Bernd Langner

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Hallo Martin

Ja den Middel Stik habe ich auch gebaut auch in vergrößerten Versionen. Aber die Flächenbefetigung war immer das Problem.
Entweder Gummis oder vier Schrauben oder das vordere Nasenteil hochziehen und Dübel verwenden (sieht nicht top aus)
Das mit der Rippe habe ich irgendwo im Netz gesehen es gab mal einen Bausatz vom Stick da haben die Hersteller diese Rippe
geplant und verwendet.


Jetzt aber neue Bilder von Bau das Fräsen der Teile habe ich nicht dokumentiert sollte vermutlich jeder wissen wie es von der Zeichnung
weiter geht über Fräsbahnkorrektur bis fertiges Frästeil.

comp_Ruflä.jpg
Als erstes mal der fertige Rumpf ist nichts weiter wie eine kantige Kiste mit 5 Spanten die beiden ersten aus 6mm Sperrholz
der Flächenspant 6mm Balsa und die beiden im Heck aus 5mm Balsa. Der Rumpfboden besteht vorne aus 3mm Pappel und im Heck
aus 3mm Balsa ebenso der Rumpfrücken. Löcher für Schubstangen wurden gleich mit eingefräst.


comp_Heck Seitrud.jpg

Das Seitenruder mit Steuerflosse besteht ebenfalls aus 6mm Balsa welches stumpf aus einzelnen Teilen verleimt wurde

comp_Sp Ripnase.jpg

Nun das Teil welches Martin vermutlich am meisten Intressiert die Flächensteckung vorn. Dazu bekommt der 6mm Sperrholzspant ein Rechteckloch
in welches die Nase der beiden Mittelrippen eintauchen.


comp_Ripnase.jpg

Hier die Mittelrippe mit der Nase. Aus der Bauweise ergibt sich das Problem das man die Fläche auf dem Rücken verkleben muß oder die Rippen
zum Schluß einsetzt. Ich habe die Fläche ohne V-Form gebaut mit durchgehenden Holmen damit hatte ich dann keine Probs die Fläche so zu bauen.

comp_Fl Li.jpg

Ansicht der linken Flächenhälfte (schon umgedreht nach dem kleben) . Da ich kein Bauplan drucken wollte habe ich den unteren Holm an einem Strich
auf dem Tisch ausgerichtet die Mittelrippe winklig dazu eingeklebt und hinten mit einer kantigen Leiste unterstützt.
Dann habe ich von der Mitte aus die Rippen aufgesetzt dazu verwende ich für den korrekten Abstand die Verkastung und hinten ein
auf Maß geschnittenes Brettchen als Abstandsmaß. Ab und an wird das Ausrichten mit einem Winkel kontrolliert.
Dann wird die hintere Beplankung verklebt und die Hilfsleiste für die Halbrippen eingesetzt und verklebt. Die untere Mittelpeplankung kann auch schon verklebt werden.
Ebenso die Nasenleiste aus 10 x 10 mm Balsa


comp_Mi Ripp oben.jpg

So sieht die umgedrehte Fläche dann in der Mitte aus unten sieht man ein Teil der Beplankung. An den Mittelrippen
sieht man eien verlorene Rippe die unten wo die Nase ist die Beplankung trägt.

comp_Dübeleinsatz.jpg

Bevor die hintere Endleiste verklebt werden kann habe ich im Bereich der hinteren Flächenschrauben das Material mit Resten von Querruderleisten
aufgefüllt damit bei Anziehen der Schrauben mehr Halt da ist.


comp_Endleiste.jpg

Danach kann dann die hintere Endleistenbepalnkung aufgeklebt werden.


comp_Halbrippe ausrichten.jpg

Bevor die zweite 5 x 5 mm Balsaleiste eingeklebt werden kann müssen alle Halbrippen eingesetzt werden auch hier richte ich die
Rippen mit einem auf Maß geschnittenen Balsabrettchen aus.

comp_Halbrippen.jpg

Nach dem Ausrichten und ankleben wird nun die zweite Leiste aus Balsa eingesetzt so sieht das dann aus.

comp_Verkastung.jpg

Die Holme habe ich aus hartem Balsa geschnitten über die Mitte wurde der 6 x 12mm Balsaholm durch
einen zweiten Holm verstärkt. Zusätzlich habe ich auf der gesamten Länge eine Verkastung aus 1.5mm Balsa
hochkant eingefügt.

comp_Beplankung Mitte.jpg

Dann kann auch das obere Mittelteil beplankt werden.

Heute habe ich auch wieder etwas weitergebaut. Das Dreibeinfahrwerk kommt nicht zum Einsatz ich baue mit Hecksporn.
Dazu habe ich vor den Flächenspant ein mehrfach verleimtes Sperrholzbrett eingeklebt dazu an den Rumpfseiten
Gegenlager für ein 4mm Drahtfahrwerk. Mit meienr Biegevorrichtung habe ich dann ein passendes Drahtfahrwerk
aus 4mm Federstahl gebogen. Dazu werde ich im nächsten Beitrag weitere Bilder einstellen.

Gruß Bernd
 
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Bernd Langner

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Hallo

Zwar wenig Resonanz auf den Beitrag aber ich berichte mal weiter. Der Bau geht zügig voran.
Ich habe heute den Rumpf gebügelt und das SLW.

Als Fahrwerk habe ich jetzt doch ein 2 Bein gebaut.

Dazu habe ich im Rumpf unten eine Nute eingesägt die 8mm breit ist und zwei Fahrwerksbeine aufnehmen kann.
comp_Fahrwnute.jpg

Im Rumpf habe ich ein 5mm Sperrholz verklebt und 8mm Klötzchen als Gegenlager. Das Fahrwerk habe ich mit meiner Biegevorrichtung
in 10min fertiggestellt.
comp_FW gegenlager.jpg

von unten wird dann durchgebohrt und die abgewinkelten Enden durchgesteckt.


So nun zwei Bilder vom gebügelten Rumpf

comp_Front.jpg

comp_Heck Slw.jpg

Der Motor durfte auch schon mal probesitzen. Was fehlt ist der Minivoxdämpfer oder eventuell doch ein Resorohr

comp_Motor.jpg

Gruß Bernd
 
Hi Bernd, ein toller Bau, viel zu gucken, irre gute Passungen. Und gleichzeitig eine super Baunleitung.
Ja, einen Stick will man schon haben und wahrscheinlich ist es besser, einfach 'Das Ugly Stick'
zu bauen, als ewig an Cunninghams 'Hooker' o.ä. Sticks herum zu planen... Wir sprachen ja schon
drüber
wink.gif


'Das Ugly Stick' stammt ursprünglich von Phil Kraft. Nach eigener Aussage war er über den späteren
Erfolg des Fliegers einigermaßen verwundert. Er hatte davon nie einen Plan gezeichnet, sondern hatte einen
schnell u. einfach zu bauenden Flieger zum Testen seiner Fernsteueranlagen benötigt.

Viele Konstrukteure haben dann diese Sticks gezeichnet, es war zeitweilig das klasssiche Zweitmodell.
Das Urviech aller Sticks ist aber natürlich der hier von Dir vorgestellte 'Das Ugly Stick'. Super Sache! (Neid..)
 

Rolf-k

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Hallo zusammen

ja das sieht sehr gut aus.
hab mir vor 2 jahren ein Graupner Middlestick nachgebaut.
die alten Flieger gehen mit der heutigen Technik noch besser als damals.

Gruß Rolf
 
Wow .. Klasse !

Wow .. Klasse !

Ciao Bernd,

Da hast Du einen schönen Ugly-Stik gezaubert - echt toll :)

Der Ugly-Stik würde mir auch gefallen, genauso wie der erste Puma von Robbe, beides Klassiker.

Mir gefällt Deine Vorgehensweise, darum gestatte mir ein paar Fragen ?

1) Da das Scannen von so grossen Plänen nicht ohne ist, hast Du den Plan von Outerzone 1:1 im *pdf-Format ins CAD übernommen ?
2) Zeichnest Du dort die Striche-Linien nach, bzw. die geometrischen Formen ?
3) ich nehm' mal an, die Holzdicken sind auch in Zoll ? Du wählst dann einfach ein entsprechendes metrisches Holz aus ?
4) die Querruder-Herstellung ist toll, verkastet man die nach dem Heraustrennen vorne - und wie wird des vorgesehen ? Kannst Du da für mich bitte eine Detailaufnahme hier reinstellen ?

Respekt, tolles Modell und sauberer Bau. Was ich nicht ganz verstehe, ist die Abneigung der meisten gegen die Befestigung mit Gummiringen, passt zur damaligen Zeit und die Befestigung des Flügels geht am schnellsten. Bei solchen Modellen sehe ich den Nachteil der Gummiringe vorallem im Bereich Langlebigkeit und natürlich dem Umstand, dass (Oel-) versabberte Gummiringe nicht Jedermann's Sache sind .. :D

Viele Grüsse,
Oliver

P.S: Witzig auch, die Bezeichnung der Amerikaner .. Deutsches Sprache, schweres Sprache :D .. das Ugly-Stik .. es gibt 4 Strudelen ins Kuolschrank (aus einem GMAT-Idiotentest - Multiple choice) .. Houbenteil ist in Kueler integrirt (Sticker für Bf-109 Midwest Baukasten, ca 1994) .. :D
 
Hallo Bernd,

das ist für mich ein sehr interessanter Bericht.
Ich hatte 1985 auch schon mal ein Ugly Stik mit einem 10 ccm OS Goldkopf und Graupner Resonanzrohr ausgerüstet.
Du schreibst, das Erscheinungsjahr deines Bauplan war 1985.
Wir im Verein hatten die "Ugly`s" schon Anfang/Mitte der 70er Jahre als "geht immer Modell" geflogen.
Eigentlich hatte jeder eines, oder mehrere, da die Halbwertszeit manchmal wegen Übermut recht kurz war.
Meistens hatten wir nicht mal eine V-Form im Flügel, ohne ging der Flächenbau einfach schneller.....
Aber mir gefiel es mit einer V-Fom besser.
Standard war der Einfachheit halber bei uns immer ein Zweibein Fahrwerk.

Vielleicht sollte ich auch mal wieder eines auflegen, es hatte außerordentlich gute Flugeigenschaften und ich erinnere mich gerne an das Modell.
Anbei zwei überlieferte Bilder von damals.
Der Rumpf war aus 3 mm Pappelsperrholz gemacht und mit Papier bespannt, die Fläche war mit WIK Nylon und Spannlack bespannt, anschließend lackiert.
Das seitliche rot gerahmte Fenster war ein Guckloch zum Tank, damit man(n) zwischendurch mal den Füllstand checken konnte. (Ein 500 ml Tank war drin.)
Ursprünglich war das Ugly für einen 40er Motor ausgelegt, da wir aber die schwereren 60er Motoren verwendeten hatten wir immer die "Schnauze", den Tankraum kürzer gemacht. Somit konnten wir mit dem Schwerpunkt besser hinkommen. Ein schwerer Motor, der volle 500er Tank und die lange "Schnauze" erforderte sonst hinten am Höhenleitwerk etwas Bleigewicht. Sowas wollte man natürlich gerne umgehen.

Viele Grüße, Dieter
 

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Bernd Langner

Moderator
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Hallo Dieter

Mein Nachbau setzt auf ein Plan aus der RCM (Radio Control Model) von 1985 auf. Der ältere Plan von Ugly Stik findet man hier.
http://www.outerzone.co.uk/plan_details.asp?ID=1253. Auch der Plan vom Middel Stik basiert auf dem Ur Stick wurde aber abgeändert.

Oliver ich habe den Plan von Outerzone genommen und habe die Pixelgrafik aus dem PDF File gewonnen (Tiff). Diese Grafik lade ich
in Corel auf eine Ebene (geht auch direkt als PDF). Dann zeichne ich die Umrisse nach und setze dafür dann auch metrische Hölzer ein (aus 1/4" wird 6mm usw)
Auch die Materialien bzw Dicken paße ich auf meine Belange an. Die Querruder bestehen aus 6mm Vollmaterial wie im Plan nur ich fräse die
Rundungen nicht ein den das kostet jede Menge Zeit beim Bügeln.

Auch wenn Corel kein Cad Programm ist kann man schon auf 0,1mm genau zeichnen muß halt mit Hilfslinien arbeiten. Deshalb muß eine 6 x 6 Balsaleiste
auch eine Aussparung von 6,2- 6,3 mm bekommen sonst bekommst du das nicht zusammengesetzt. Bringst du dann noch Weißleim ein quillt das sehr
schnell dann geht nichts mehr;)
Nach diesem Schema habe ich schon etliche Modell gebaut (wobei ich einige FMT Pläne habe scannen lassen)auch die Sabrebat Two oder Tanzers Speedwing

Vom den Stick habe ich fast alle Größen gebaut hatte sogar früher mal ein Big Stik von Bud Nosen (Baukasten) mit 31cc Evra geflogen.
Eien Middel Stik habe ich auch noch flugfertig.

Gruß bernd
 
Super Info - Danke ..

Super Info - Danke ..

Ciao Bernd,

Danke für die Info, ich dachte, dass Du es irgendwie hinkriegst, das Ganze (*pdf) in einem CAD-Progamm hochzuladen, aber Corel-Draw geht auch und stellt meines Wissens wohl auch die entsprechenden Dateiformate für die spätere Fräserei zur Verfügung :)

Das mit dem Leim, der quilt, ist absolut richtig, ich berücksichtige da immer + 1/10 pro Seite, also wie Du. Zusätzlich bestreiche ich immer beide Klebehälften, da gerade Weissleim recht schnell ins Holz eingesaugt wird. Gerade Anfänger haben zu Beginn keinen Leim an den Kontaktstellen, dafür quillt es an den Rändern raus . Bei Kanten berücksichtige ich dies entweder im CAM und/ oder ich schleife (Anphasen) die Leisten mal kurz an den Kanten, dann spielt es keine Rolle mehr, wenn der Fräser keine eckigen Kanten schafft.

Ich habe, vor ca. einem halben Jahr, mal nach Vektorgrafik-Programmen Ausschau gehalten. Waren leider noch zu teuer, aber eines Tages wird dies sicherlich erschwinglich sein und man kann dann die Pläne, z.B von Outerzone, vektorisieren. Damit hätte man dann mit wenig Aufwand einen vollständigen Plan digitalisiert und im CAD zur Verfügung für Änderungen/ Anpassungen und schlussendlich der Gestaltung der Teile auf den Holz-Werkstücken. Damit müsste man dann fähig sein, innerhalb weniger Stunden einen Bauplan und Teile zur Verfügung zu haben :)

Cool Dein Projekt, lese gerne, wie es weiter geht ..

Viele Grüsse und Danke für Deine Infos,
Oliver
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Oliver

Corel hat ja ein Vektorisierungsprogramm an Bord welches ich auch versucht habe.Nur es wird nicht optimal man muß sehr viel nacharbeiten damit es geschlossene
Verbindungen gibt die auch gefräst werden. Etliche andere Modellbauer mit Zugriff auf höherwertige Programme berichten ähnliches. Also das Optimum ist noch nicht
erreicht. Und dann das Problem das viele Pläne in Zoll gezeichnet sind ;)
Corel kann in DWG odr DXF exportieren ebenso direkt in PLT was mein Win PCNC direkt verarbeiten könnte in Zusammenarbeit mit dem Corel Designer kann ich
somit fast alles bearbeiten.
Nachdem ich mit Corel exportiert habe in DWG bearbeite ich die Files mit Werner seinem BoCNC welches für meine Belange optimal ist mehr brauche ich nicht für 2D
und nach höherem strebe ich nicht.

Aber nun weiter zum Stick
Das Höhenleitwerk habe ich wie im Plan vorgesehen aus einem Rahmen mit Beplankung erstellt einzige Änderung in der Mitte zum Rumpf hin etwas mehr Balsa im Kern.
comp_HLW.jpg

Für die Querruder mußte ich mir etwas einfallen lassen da die Umlenkung mit Winkelhebel nicht mehr auf Höhe der Zeit ist. Also bekommt der Stick zwei Servos in die Fläche
Da ich genügend Standartservos habe wurden die vorgesehen aber es gehen auch Servos der 20g Klasse nur bei Verbrenner gehe ich auf Nummer sicher bei der Technik.
Den Einbau habe ich erst vorgenommen wo die Fläche fertig war nach dem Muster wie es beim Four Star von Sig gemacht wurde. Die Bohrungen für die Servoleitungen
hatte ich den Rippen vorher verpaßt.

comp_servorahmen.jpg
Hier das Ergebnis zwei Rippen bekommen Holme darunter längst eine Hartholzleiste zur sicheren Befestigung der Holme und zum aussteifen der Rippe nochmal längst
ein 6 x 6 Balsaholm es könnte auch weniger sein.
comp_servorahmen.jpg

In diesen Rahmen kommt dann eine Pappelsperrholzplatte die einen fertig gefrästen Ausschnitt hat für den Servohebel. Das Servo wird auf dem Deckel mit zwei
Hartholzklötzen befestigt. Das ganze kann dann mit 4 Stk Holzschrauben in der Hartholzleiste verankert werden.
comp_querservo.jpg

Den Deckel kann man gut als Montagehilfe nehme für die Leisten dann wird derRahmen auch passig für den Deckel:D ich muß das jetzt noch in den Plan einzeichnen.
Am Wochenende werde ich wohl den Rest bügeln und die Technik einbauen.

Gruß Bernd
 
Hallo Bernd,
schön, dass du uns an deinem Bau teilhaben lässt. Die Unterschiede zwischen Ugly und Middle Stick sind wohl recht gering?
 
Hallo Bernd,

Corel hat ja ein Vektorisierungsprogramm an Bord welches ich auch versucht habe.Nur es wird nicht optimal man muß sehr viel nacharbeiten damit es geschlossene
Verbindungen gibt die auch gefräst werden. Etliche andere Modellbauer mit Zugriff auf höherwertige Programme berichten ähnliches. Also das Optimum ist noch nicht erreicht.

Ja, das ist ganz niedlich. Ein Bekannter verdient sein Geld in einer Firma, die für Prototypenbau im Autobereich Kleinserien herstellt. Er zeichnet dann neue Ansaugkrümmer und sowas. Er meinte mal, daß es durchaus Software gibt, die Körperkanten von Maßhilfslinien und Beschriftungen unterscheidet und schon ernsthaft brauchbare Dateien rausgibt. Aber die wolle man nicht bezahlen, da kauft man sich fürs gleiche Geld einen (letztendlich mit darauf beruhenden ;-) Mercedes mitsamt dem Führerschein und Erste-Hilfe-Kurs dazu (zu der Software gehören - wie so oft im gewerblichen Bereich - laufende Updates, Zusatzmodule und vor allem die dazugehörigen Schulungen).

Für die Querruder mußte ich mir etwas einfallen lassen da die Umlenkung mit Winkelhebel nicht mehr auf Höhe der Zeit ist.

Wo siehst Du gerade bei einem Ugly Stick da ein Problem? (Unter Deinen "Winkelhebeln" verstehe ich eine Torsionsanlenkung mit Servo stehend in Flügelmitte und den Anlenkungen der Endleisten-QR im Rumpf)

servus,
Patrick
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Patrick

Nein keine Torrossionsanlenkung sondern im Plan ist ein Linearservo eingezeichnet welches über ein Gestänge
ein Winkelhebel betätigt.Übrigens über die Winkelhebel wurde ein Querruderdifferenzierung realisiert
Das Problem ist das du für die Torosionsanlenkung nach hinten Schwenkraum brauchst in der Rumpfmitte
bzw die Flächenbefestigung entsprechend aussparen mußt.
Bei meinen anderen Modellen mit Querruderendleisten setze ich die Torosionsanlenkung noch oft ein.

middelstick.jpg

Middel Stik nach Graupnerplan mit Gummiringbefestigung

comp_DSCN0017.jpg
Abgeändert und vergrößerter Middelstik mit ZG 38 zum schleppen


Gruß Bernd
 
Hallo Bernd,

Nein keine Torrossionsanlenkung sondern im Plan ist ein Linearservo eingezeichnet welches über ein Gestänge ein Winkelhebel betätigt.

Absolvo te!

;-)

Das einzige Mal, daß mir diese Ausführung tauglich erschien, war beim kleinen Wonder von Höllein/Andreas Decker. Beim Neuaufbau habe ich dem aber doch zwei einzelne Servos spendiert


Mein Häßlicher Stecken war der:

BoxFly20S_Simprop-Version_Fluegelausschnitt.jpg

Meiner durch die zeitliche Entfernung ausgedünnter Erinnerung nach habe ich den auch so gebaut, auch mit Gummis an Dübeln. Nach hinten stehende Hebel hätte ich ziemlich wahrscheinlich (aus getätigter Erfahrung ...) nicht gemacht, aber eine Differenzierung wäre ja durch entsprechendes Einhängen in einer Steuerscheibe auch möglich. Ich weiß nicht mehr, wie ich's damals ausgeführt hatte.

Bei Betrachten dieses Plans bin ich über die Motorempfehlungen gestolpert, daß ein normaler Dreieinhalber die unterste Grenze darstellen solle. Meinen HB 25 hatte ich (u.a. dafür) gekauft, weil er eben ein Quentchen mehr Leistung bei gleicher Einbaugröße und Gewicht wie der 20er bot. Gut, der Reißer war es bei dem Modell dennoch nicht, ein Looping durfte nicht allzu groß sein und bedurfte vorher eines "intensiv durchdachten" Geradeausflugs ;-) Anheizen durch einen Sturzflug wäre mir peinlich gewesen, solange ich den nicht als Abschwung o.ä. tarnen konnte. Ich hatte den im Winter '76 auf '77 gebaut, Modellbau-Wissmann in Lindau hatte IIRC erst '75 dort neu eröffnet, ihn gab es aber schon vorher in Ravensburg, es hätte also ein leichter "Altbestand" sein können.

Auch noch aus ein paar anderen Bemerkungen in der BA frage ich, wann denn die Wiederauflage durch Simprop "nach einjähriger Pause" erfolgte? Denn ich kann mich noch daran erinnern, daß dieser Flieger auffallend schnell und zwangsläufig gerade aufgebaut werden konnte, was ich von Graupner, Hegi, Robbe, Top Flite überhaupt nicht in dieser Form kannte. Und daß der Plan nicht so aussah, als ob man den "mal eben ähnlich schnell" nachbauen könnte. Wenn ich mir im Vergleich den Tief- und den Doppeldecker anschaue, von denen mir die Pilot-Originalpläne vorliegen, kommen mir die durchaus vertraut vor. Der oben gezeigte 20S-Plan ist ein Eigenscan meines vor einiger Zeit erst bestellten Simprop-Papierplans, die beiden anderen stammen von den yblichen Verdächtigen.

servus,
Patrick
 
Hier die aktuelle Version von OK-Model/Pilot.

Lustig auch die Übersetzung von Google Chrome zu diesem Thema: Allein Aileron Servo 2 Servo-Typ von rechts und links. Da die Bindung zu lenken beseitigt auch spiel klein Flattern Sorge. Angesichts des Mangels an eigener japanischer Sprachfähigkeit sollte ich mich besser nicht daran belustigen, sondern dankbar für diese Hilfe sein ;-)

servus,
Patrick
 

Ay3.14

User
Motorsturz und -seitenzug?

Motorsturz und -seitenzug?

Hallo Bernd,

und danke für deinen tollen Bericht zum Ugly Stick.
:)

Da ich mir momentan einen "Classic Ugly Stick" (nach Jason Niemier, 2007) baue und kurz vor dem Einbau des Motorträgers für einen O.S. MAX 65 AX bin, würden mich deine erprobten Werte vom Motorsturz und Motorseitenzug sehr interessieren.
(Ich hoffe doch das du diese Daten für dich dokumentiert hast?)

Holm- und Rippenbruch
Albert
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Albert


Der Niemeyer hat ein anderes Profil verwendet (S8035) mein Nachbau nach Plan von RCM
verwendet etwas anderes. Trotzdem es liegt alles auf 0° kein Seitenzug so habe ich es gebaut
und fliegeauch so. Ehrlich gesagt bin ich eher der Modellbauer wie Flieger deshalb noch keine
weiteren Flugerfahrungen.

Es sind schon die nächsten Modelle gebaut bzw in der Planung :D

Gruß Bernd
 

Ay3.14

User
Hallo Bernd,

vielen Dank für schnelle Information! :)
Werde ich erstmal auch so probieren und dann bei Bedarf den Sturz und Zug mechanisch korrigieren.
Viel Spaß beim Bauen und Fliegen!

Viele Grüße
Albert
 
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