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"Unser Choach der Copilot"

Liebe Wettbewerbskollegen Nah und Fern!

Dieses Jahr habe ich es besonders erleben dürfen, wie viel Freude und Sinn ein gut zusammengewachsenes Team macht. Und tatsächlich finden sich ja immer neue Paare zusammen, die auf dem Flugfeld kaum mehr auseinander zu denken sind. Wenn ich auch erst eines kenne, dass zwischen den Runden knutscht ;), so sind doch überall fast durchgängig Zeichen der Zuneigung zu erkennen, die aus vielen gemeinsam bestrittenen Wettbewerben erwachsen ist. Nicht umsonst habe ich schon mehrfach den Satz gehört; "Die Hälfte eines Erfolges ist dem Helfer geschuldet" und es ist das Bild durch die Szene gegangen, wie sich Henrik Vogler alias "Schulte" nach seinem WM-Sieg vor Dirk Weiss tiefstens verbeugt hat. Wirklich eine Leistung und ich erinnere mich, wie ich auf einem meiner ersten Wettbewerbe noch schüchtern Dirk gebeten habe mir zu helfen und erlebt habe, was es bedeutet wirklich professionell wärend des Fluges begleitet zu werden! Da kommt es auf einiges an und alle von uns sind ja mindestens so oft Helfer wie Piloten. Da Freuen wir uns mit und leiden wenn es nicht gut läuft und die reuigen Pilotengeschichten sind zahlreich, die von zusammengestauchten "Zeitnehmern" erzählen, die mal wieder versagt haben. Meistens verträgt man sich rasch wieder, aber die Anspannung wärend des Fliegens kann gelegendlich zu spontanem Vergessen der eigenen Anstandsregeln führen. Kurz, man lernt sich schnell und facettenreich kennen.
Ich danke an dieser Stelle einmal gründlich Ole, mit dem nun auch ich endlich jemanden in der Nähe gefunden habe, der meine Begeisterung teilt. Wir haben heute begonnen uns gewissenhaft und diszipliniert auf die nächste Saison vorzubereiten :):):) und es ist erstaunlich was da alles so herauszufinden und zu entwickeln ist.
Dieser Thread soll dazu dienen die Frage des "Helfens" einmal genauer und umfassend unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden welche Ansagen wann und wie wichtig und sinnvoll sind, in Bezug zu welcher Aufgabe was zu viel und was zu wenig ist, usw., usw.
Da kann jeder zu Worte kommen, es gibt auch sicher viele Anekdoten ;)

Herzliche Grüsse,
Johannes
 
Zum Beispiel:

Da haben haben wir heute bei so einem fast windstillen Grau-in-Grau Wunderwetter 1,2,3,4 Minuten geübt. Wunderwetter, weil gleich vorweggenommen, die vier Minuten voll und ganz gleich als erstes geflogen werden konnten, Ole hat das Ding sogar wie es sich gehört umgekrempelt; 4,3,2,1!
Diese Aufgabe stellt hohe Anforderung an die Voraussicht und taktische Entscheidungsfähigkeit des Piloten. Sie gehört, auch wenn alles gut geht, sicher zu den Aufgaben bei denen die Anspannung am höchsten ist. Glücklich eben der, der die "Batzen" gleich hinter sich bringt und nicht beim vierten Flug noch drei, oder vier Minuten fliegen MUSS. Lange Rede, kurzer Sinn, da müssen die Angaben des Helfers sitzen und ungefragt zur Verfügung stehen, damit der Pilot immer eine solide Entscheidungsgrundlage hat.
Für uns hat sich heute ergeben:
Grundsätzlich alle 30 Sekunden die Zeit ansagen. Immer ab 45 Sekunden vor dem Erreichen der nächstmöglichen Zielzeit im 5-Sekundentakt herunterzählen. Ab 15 Sekunden im Sekundentakt herunterzählen. Das Herunterzählen des Zeitnehmers wird ERST durch die Ansage des Piloten gestopt, dass er auf mindestens das nächte Ziel erhöht. Dann geht der Zeitnehmer bis 45 Sekunden vor Erreichen des nächsten Zieles wieder auf das 30-Skundenschema über. Wenn diese Ansagen in freundlich-gelassenem Tonfall den Hintergrund des Fluggeschehens bilden, so habe ich das Fliegen als sehr angenehm empfunden und mich immer "gut versorgt" gefühlt.
Diese Vorgehensweise erfordert natürlich gerade auch vom Helfer eine grosse Konzentration, da er auch einen Überblick über das gesammte Flugfeld bewahren sollte, um GEGEBENENFALLS und nur auf ANFRAGE DES PILOTEN Aufwindalternativen in brenzligen Situationen bereithalten zu können. Diese Ansagen müssen dann knapp und dennoch bestmöglichst zielführend sein, damit die Zeitansage nicht durcheinander gerät.
Fazit für 1,2,3,4: Der Pilot soll sich auf das fliegen konzentrieren können, im besten Falle braucht er NUR die Zeitansage. GEFRAGT muss eine Antwort zur Verfügung stehen, sei sie auch: "Ich kann Dir gerade nichts sagen". Vor der Landung sollte der Helfer sicherstellen und kurz weitergeben, dass genug sicherer Raum für einen Turnaround zur Verfügung steht.

P.S. ein kurzes, motivierendes Lob ist immer erlaubt:)
 

Peer

User
Ich hatte mich allerdings auch schon gefragt, wann ihr beiden zum Altar schreitet ? :D

André hat ja auch so einen Spitzen-Weltklasse-Edelhelfer, der immerzu raucht, nie weiß, wieviel
Rahmenzeit noch übrig ist und welche Aufgabe jetzt überhaupt geflogen wird - und ständig so
Sachen fragt, wie: "Welcher war jetzt nochmal Dein Flieger ?" ...... "Ach, da gaaanz hinten ?.....
"Oh, Kacke!"

Aber André will ja auch nicht erst 40 Jahre alt werden müssen, bis die grauen Haare kommen......

Wir machen bei 1,2,3,4 immer 30 Sek. vor der vollen Minute 'ne kurze Ansage - daraufhin entscheidet
der Pilot, ob er die nächsten 90 Sek noch schafft, oder (Vorsicht: neues Wort!) "turnaroundet". Wenn
Durchstarten angesagt ist, wird er ab 20 Sek. runtergezählt. 20-18-16.....10-9-8-7.... Lässt er den
Flieger fallen, gibt's einen Tritt gratis :)

Mein Top-Pilot fliegt natürlich auch immer 4,3,2,1 - damit der Helfer geschont wird !

Was für die "Neuen" wichtig ist: Sucht Euch einen Helfer, der weiss wie es geht - oft genug lungern
erfahrene Helfer gut versteckt auf irgendwelchen Stühlen rum und haben schreckliche Langeweile.
Wenn Ihr abgewiesen werdet mit Worten wie "Nö, keinen Bock!", könnt Ihr gleich zu mir kommen,
dann werden die Burschen erstmal hübsch "gezündet" ! Und bitte rechtzeitig auf Helfersuche gehen -
immer schon, wenn die letzte Gruppe noch fliegt, dann gibt's keine Hektik. Hilfreich ist die Gruppenübersicht,
anhand derer man dem Wunschhelfer schon sagen kann, dass er in der nächsten Runde weder selbst fliegt,
noch seinem Standard-Piloten helfen muss.

Bin raus, muss meine blutenden Finger kühlen !

Gruß
Peer
 
Tatsächlich haben wir in unserer noch jungen "Hobbyehe" schon so manches fliegerische Taal meinerseits überwunden, sind gleich zu Beginn einer infernalen Flammenhölle auf der Autobahn entsprungen und haben, so wahr uns Gott helfe, endlich nach einer langen zähen Saison die Johannes immer wieder irritierenden "3 Sekunden zuviel" bei den 5mal2 entdeckt und sind bei mir nach akribischer Kleinstarbeit zu dem Entschluss gekommen, dass ein völlig labberiges SLW nicht gerade tolle Wurfhöhen unterstützt! :) Freue mich jetzt schon riesig auf die neuen Erkenntnisse im kommenden Jahr zur gleichen Zeit ...

Nun aber mal eine nüchterne Frage technischer Natur, die ich mir nach den letzten Wettbewerben immer häufiger Stelle: Was ist das optimale Setup zum Zeitnehmen für den Copiloten?
Bin mir sicher, dass sich hieran die Apfelgeister scheiden werden, und nicht gleich jeder auf die altbewährte Palme zurückspringt. Vielleicht sind hier nur zwei oder drei einstellbare Stoppuhren auf einem kleinen Pult in der Hektik des Zeitnehmens am Einfachsten zu bedienen? Eine für die Rahmenzeit, eine die gerade die Flugzeit stoppt und eine weitere zum Einstellen der nächsten Flugzeit (z.B. große Leiter). Dann könnte man immer zwischen diesen beiden Uhren hin und verwechseln.
 
Sehr zu empfehlen ist es eine Frau zu heiraten die dann auch noch so nett ist Coach/ Helfer zu sein.
Es hat neben ein paar Nachteilen (trink nicht so viel und rede kein dummes Zeug) nur Vorteile.
Frühstück und meistens Mittagessen sind bestens versorgt.
Während die lange Anreisreiszeiten kann man reden über Taktik, welches Modell zu fliegen.
Während die lange Zurückreiszeiten kann man reden über warum nun wieder ich nicht die vorher besprochenene Taktik genutzt habe, nicht zugehört habe, unsw.

Auch wichtig ist dass mein Coach/Helfer mich kaum verbieten kann zu trainieren. :p
Welche Coach würde das verbieten?

Was ich wirklich nicht mehr machen soll ist mehrere Fragen zu stellen während dem runterzählen.
Mit ein paar Verbesserungen meinerseits hoffe ich nächstes Jahr als 60-jährige euch alle mal gut unter den Arsch zu treten.:rolleyes:

Loet
 
Lieber Loet!
So ein Glück wie Du muss man erst mal haben und es ist ja deutlich zu sehen, was das für ein Gewinn ist! Aber so einen schönen und weltbekannten "Arsch zum reintreten" wie Du, haben wohl die wenigsten von uns :D;).
Schön, dass Du dieses Jahr so oft mit uns geflogen bist!
Herzliche Grüsse,
Johannes
 
Tja...Helle können wir ja nicht mehr heiraten, verdammt!
Ich heirate am nächsten Donnerstag....aber ein Coach wird meine
zukünftige Frau nicht werden....ist das bereits ein Scheidungsgrund?:D
 
He he...wem sagst Du das...es ist schon der zweite Versuch nach jahrelangem Scheidungskrieg:D
 

VolkerR

User
@ Peer

Der Wahn ist kurz - die Reue lang
Du solltest auf deine Rechtschreibung achten!!!

Richtig heißt es:

Der Wahn ist kurz - die Treue lang

Mensch, das könnte hier falsch verstanden werden.

Grüße Gerald
 
Moin moin,

mit der mir bisher unbekannten F3K-Stoppuhr von Armsoar möchte ich noch einmal das Thema Zeitmessung ansprechen. Gibt es schon Erfahrungen im Umgang mit dieser optisch sehr einfach gehaltenen und technisch bestimmt sehr durchdachten Uhr?

Viele Grüße
Ole
 
Hi Olli,

vielen Dank für deinen Tipp! Für die nächste Saison wollte ich als Coach einfach nur zwei Stoppuhren und dazu einen Timer benutzen - so nach dem Motto "keep it simple". Tatsächlich hat sich meine Timer-App (RC-Timer Pro für IOS) schon ein paar mal während eines Wettbewerbes aufgehängt, was mich in Sachen Zuverlässigkeit verunsichert hat. Von daher würde mich interessieren, ob schon jemand Erfahrungen mit der F3K-Stoppuhr gemacht hat?

Viele Grüße
Ole
 
HI

HI

Erfahrungen mit der F3K Stopuhr sind durchaus vorhanden. Sie läuft meines Wissens nach solide ist aber nicht für ios verfügbar. Alle Apps aktuell für Android und Win Mobil.

Lg Olli
 
Minuten und Sekunden

Minuten und Sekunden

Moin moin,

so schaut jetzt mein "Zeitnehmerbesteck" für diese Saison aus: die Rahmenzeit ist gut ablesbar durch den großen Timer, die F3K Stoppuhr von Armsoar hoffentlich agil im Handling bei schnellen Turn-Arounds, ein wenig Platz zum Schreiben und optional ein Windfähnchen zum Orten durchziehender Blasen an ruhigen Tagen. Bin gespannt, wie es sich bewährt..... :)

Viele Grüße
Ole

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Moin moin,

so schaut jetzt mein "Zeitnehmerbesteck" für diese Saison aus: die Rahmenzeit ist gut ablesbar durch den großen Timer, die F3K Stoppuhr von Armsoar hoffentlich agil im Handling bei schnellen Turn-Arounds, ein wenig Platz zum Schreiben und optional ein Windfähnchen zum Orten durchziehender Blasen an ruhigen Tagen. Bin gespannt, wie es sich bewährt..... :)

Viele Grüße
Ole

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Was noch schade ist an den Armsoar Stopuhr dass man nicht ein Aussenlandung registrieren kann. Oder ist dass schon behoben?
 
Außenlandungen sind in der "Loet-Wakkerman-Edition" nicht vorgesehen:D
 
Was noch schade ist an den Armsoar Stopuhr dass man nicht ein Aussenlandung registrieren kann. Oder ist dass schon behoben?
Naja, weißt heißt schon behoben? Laut Armsoar ist die Uhr erst seit letzten Oktober auf Wettbewerben in China, Taiwan und Neuseeland im Einsatz gewesen - also fast noch brandneu. Dennoch freuen sich die Jungs bestimmt über solche Rückmeldungen. Persönlich würde ich mir ein größeres Display wünschen. Mal schauen, wie die ersten Wettbewerbe mit der Uhr werden...

Viele Grüße
Ole
 
Moin zusammen,

wie heißt es so schön: Nach der Saison ist vor der Saison! Und sofern bleibt mir jetzt ein wenig Zeit, um die vergangenen Wettbewerbe mit der F3K-Stoppuhr Revue passieren zu lassen. Mein Wunsch war es, eine einfache und simple Methode zum Zeitnehmen zu finden, um stets aktuelle Auskünfte über die Zeiten geben zu können. Außerdem war mir ein richtiger "Start-Stopp-Start-Knopf" wichtig, um sich voll und ganz auf den Piloten mit seinem Modell zu fokussieren. Mein Zeitnehmerbesteck hat da richtig gute Dienste geleistet und ich bin mit der Bedienbarkeit und der Zuverlässigkeit der F3K-Stoppuhr voll zufrieden. Natürlich muss man sich einarbeiten und gerade schnell wechselnde Flugzeiten, wie bei den Leiteraufgaben, im Kopf mitdenken, damit die Restflugzeiten korrekt angesagt werden können. Die unter #15 abgebildete Stoppuhr kann nämlich "nur" die aktuelle Flugzeit und die geflogenen Zeiten (auf Zehntel genau) anzeigen, was für mich aber völlig ausreicht.* Sofern werde ich dieses Equipment in der nächsten Saison weiterverwenden!
Momentan wird dieses Modell weiterentwickelt und der erste Prototyp war schon auf einem Wettbewerb im Einsatz. Die Uhr soll ein größeres Display haben und mehr Einstellmöglichkeiten bekommen, wie ich auf Thomas Facebookseite gelesen habe:

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Viele Grüße
Ole

*Ergänzung: Falls Wettbewerbe mit einem speziellen Sendemodul arbeiten, wird auch noch zusätzlich die Rahmenzeit auf diesen Uhren einheitlich angezeigt.
 
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