Verschollen am Berg. Weg für immer?

Hi zusammen,

am Brennkopf haben wir letztes WE den Fall gehabt, dass ein Segler "abging", irgendwo im Wald gelandet und nun dem "Berggott" als Opfer gereicht.
So hat er nun seinen Frieden und andere die Suche.

Die einzigsten Informationen die wir haben sind ca. -288 Meter unter Ausgangsniveau (Startplatz) sowie die ungefähre Richtung davon ausgehend.

Was aber hilft das alles um ihn wieder zu finden? Im Grunde rein garnichts.

Da stellt sich die Frage wie man überhaupt in so einem Fall ein Modell wieder findet. Schließlich geht es um teilweise sogar äußerst stolze Beträge die da verloren gehen.

Ich möchte diesen Thread gerne dazu verwenden, verschiedene Varianten heraus zu finden und euch bitten, Ideen mit ein zu bringen um am Ende gar eine passable, ja vielleicht auch zukünftige Lösung zu erhalten.

Mir ist durchaus bewußt, dass ich hier von noch nicht realisierten Ideen schreibe!

1.0 Vorschläge mit Vario Unterstützung:

1.1) Reversefunktion im Vario. Somit könnte man sich zumindest in Bezug auf die Höhenangabe dem Modell recht gut nähern und den zu suchenden Raum relativ eng eingrenzen da die Richtung der Außenlandung auch halbwegs bekannt ist. Die tatsächliche Entfernung zum Modell ist in der Tat sehr schwer ein zu schätzen.

1.2) Mitteilung der Entferung zum Modell. Das könnte eine Option sein die es jedoch in sich hat. Trotzdem ist die Trefferquote erheblich besser. Solange jedenfalls der Akku im Modell noch ausreichend Spannung hat. Denkbar wäre eine interne Notstromversorgung.


2. Vorschlag ohne Vario:

2.1) Rauchpatronen. Klingt jetzt vielleicht blöd, wenn man allerdings bedenkt, dass einige Modelle "aufgebleit" werden, also durchaus wieder eine Variante. Sie müßte halt über einen Schalter auslösbar sein. Ich kenne mich mit Rauchpatronen nicht aus, möchte aber sichergestellt wissen, dass nicht nach dem aktivieren ein Waldbrand ausgelöst wird.

2.2) Ortungspiepser. Geht natürlich auch, setzt aber voraus, dass man nicht all zu weit weg ist. Und genau das ist der Casus Knacksus.


3. Sonstige Hilfmittel (allgemein).

3.1) LED- Platine am Modell. Zuschaltbar oder nicht sei mal egal. Sollte das Modell aus den Augen verloren gegangen sein, ist das m.E. eine echte Hilfe zum schnelleren wiederauffinden.

3.2) Darüberhinaus gilt mit dabei zu haben: Fernglas und Funkgerät/Handy.

So, damit wäre ich erstmal durch.

Wie schaut es aus bei euch? Ideen/Vorschläge wie man das hinkriegt?

Äußert euch doch bitte mal dazu.
 
GPS-Modul zum Vario gibts ja schon, jetzt fehlt nur noch die Aktivierung durch einen Schalter und die Schnepfe kann einem die Koordinaten erzählen, wo sie liegt. Wenn sie denn noch funktioniert.

Viele Grüße

Volker
 
Antenne mit Richtwirkung fürs LPD

Antenne mit Richtwirkung fürs LPD

Hallo,
bei manchen LPDs kann man eine externe Antenne anschließen. Falls das Vario nach dem Einschlag noch sendet, könnte man vielleicht mit einer Richtantenne und Feldstärkeanzeige was machen, die Frequenz ist ja bekannt.
GPS ist hält nicht ganz billig.
Nur: Wissen, wo die Krähe liegt, heisst noch nicht, dass man da wieder drankommt... :D

Gruß, Thomas

PS: Am Gaugen werden die "Fetzenflieger" im Ortungshilfe gebeten, vielleicht gibt es bei Euch ja auch Gleitschirmflieger?
 
Ist bereits realisiert

Ist bereits realisiert

Hallo,
zu der Variante mit Vario kann ich ein bißchen was sagen.
Wenn Du ein Picolario mit GPS - Modul eingebaut hast, kannst Du Dir einfach die Koordinaten ansagen lassen. Sollte kein GPS Empfang mehr bestehen, werden Dir die letzten gültigen koordinaten angesagt.

Mit einem späteren Softwareupdate wird es möglich sein sich Richtung und entfernung zur Startstelle ansagen zu lassen. Ist Hardware dazu ist vorhanden, etwas Software gilt es noch zu erstellen.

Wer kein GPS drin hat, kann versuchen das Modell anzupeilen, funktioniert mit XP 400 und XP500 sehr gut. Man nimmt das LPD waagrecht und wenn man genau auf das Modell oder genau vom Modell weg zeigt, hat man ein Feldstärkeminimum. Von mehreren Punkten aus gemacht ergibt sich ein Schnittpunkt, und dort befindet sich dann das Modell.

Habe ich in Korn und Maisfeldern schon praktiziert.

Ich fand es übrigens ohne eine spezielle Peilantenne einfacher als mit.

Gruß
Thommy
 
"Nur: Wissen, wo die Krähe liegt, heisst noch nicht, dass man da wieder drankommt..."

Genau das ist mir vor zwei Jahren am Ahornboden im Berchtesgadener Land im Urlaub mit einem Eligo passiert. Nach einem Absaufer ist das Teil kurz unter der Spitze in der vorletzten(!) Tanne im Tal hängen geblieben, vielleicht in 13 Meter Höhe. Gesehen habe ich das Modell nach dem Abstieg. Von der benachbarten Alm habe ich mit auch eine Alu-Leiter (2,5m) ausgeliehen. Aber die reichte nicht, um in das Geäst einsteigen zu können. Und die Feuerwehr wäre mit der Drehleiter auch nicht da hin gekommen.
Jetzt war ich wieder da und bin herrlich geflogen. Bin auch mal nach Unten gestiegen und habe nach dem Eligo geschaut. Der war aber weg. Den hat wohl der Wind in den letzten zwei Jahren herunter geholt und irgend Jemand hat sich trotz Namensaufklebers über die "Neuerwerbung" gefreut.

Engelbert
 
Hm, so richtig komme ich nicht weiter.

Um ein geeignetes Vario komme ich nicht rum wenn es mir um eine komfortable Lösung geht.

Aber wie sieht es denn mit diesem Positionsblitzer (?Kombi mit Ortungspiepser?) aus?

Wenn das Modell im Tal rumkreist, dann fände ich das eine wichtige Sache. Schließlich bringt mir ein Vario nur dann so richtig was, wenn ich das Modell auch sehe. Es geht jetzt NUR um den Blitzer.

Ich stelle mir das so vor, dass man einen kleinen Schaltkreis mit 3-4 super hellen LED's hat, alles z.B. sauber in Schrumpfschlauch verpackt damit es flach bleibt und dann mit 2 Tapestreifen am Modell oben befestigt wird.

Das dürfte eigentlich nicht teuer sein. Kann sich jemand dafür begeistern?
Falls nicht, dann ist auch kein Bedarf da und wir vergessen das ganze.
 
Sichtbarkeit LEDs

Sichtbarkeit LEDs

Hallo Wolfgang,
ich habe mit solchen super-LEDs mit einem Styro-Flieger rumgespielt, um eine Nachtflugbeleuchtung hinzubekommen. Das wesentliche Problem dürfte sein, dass die LEDs nur in einer Richtung so richtig gut zu sehen sind. Es gibt keine einzelne Position am Flieger, die eine sichere Sichtbarkeit aus ALLEN Richtungen gewährleistet, Du bräuchtest also etliche LEDs.

Nebenbemerkung: Im Dunkeln sieht's zwar mit 13 LEDs knallig nach UFO aus, am Tag siehst Du aber so gut wie nix.

Gruß, Thomas
 
Ich habs!!!

Man müßte in sein Modell einen Summer (Hohes, lautes geräusch) einbauen -> Ich weiß gibt´s schon...
ABER
Jetzt schließt man das Teil irgendwie so an, daß es aus einer Knopfzelle versorgt wird und eine elektronische Schaltung aktiviert das Teil sobald die Bordspannung weg ist...

Nun kann man entweder das Vario orten -> Strom noch da
Oder dem Pfeifen nach gehen -> Kein Akku mehr da

So wäre das Drachenopfer wieder auffindbar gewesen...

Aber was sagen wohl die Tiere im Wald dazu ???

P.S.: Halte von der LED-Idee auch nix, denn unter nem Busch oder bei strahlender sonne wird das eh nix...
 
woher nur das plötzliche Interesse an so einer Problematik :rolleyes:

Wir gehen ja gerade von 2 verschiedenen Problemen aus. Das erste ist fliegen, wenn auch unter schlechten Bedingungen, z.B. blaues Modell vor grünem Wald und 200m tiefer als der Standort des Piloten. Nummer zwei ist das wiederfinden von gelandetem/eingeschlagenem Material aus einem Hang/Wald/Wiese.
 
Wolfgang Olm schrieb:
Aber wie sieht es denn mit diesem Positionsblitzer (?Kombi mit Ortungspiepser?) aus?

Wenn das Modell im Tal rumkreist, dann fände ich das eine wichtige Sache. Schließlich bringt mir ein Vario nur dann so richtig was, wenn ich das Modell auch sehe. Es geht jetzt NUR um den Blitzer.

Ich stelle mir das so vor, dass man einen kleinen Schaltkreis mit 3-4 super hellen LED's hat, alles z.B. sauber in Schrumpfschlauch verpackt damit es flach bleibt und dann mit 2 Tapestreifen am Modell oben befestigt wird.

Das dürfte eigentlich nicht teuer sein. Kann sich jemand dafür begeistern?
Falls nicht, dann ist auch kein Bedarf da und wir vergessen das ganze.

Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber was soll ein BLitzer bringen ?
Ich sehe mein Modell kaum noch, soll aber ein paar Leds noch sehen ?
Im Gegensatz zum Vario funktionieren Leds grantiert nur auf Sicht.

Also aus der täglichen Praxis kann ich mir nicht vorstellen , dass LEDs in irgendeiner Form weiterhelfen.

Schraub doch einfach mal welche auf ein Servo und lauf bei Sonnenschein 150m weg und beurteil dann, wieviel Aufmerksamkeit das erzeugt und wann sie überhaupt sichtbar sind.

Und einen Gedankengang kann ich überhaupt nicht bei Seite schieben, die Chancen mit Vario gar nicht abzusaufen sind immens groß.

Gruß
Thommy
 
Moin moin,

den Test brauche ich garnicht zu machen weil ich da praktische Erfahrungen habe. Ich habe eine Cessna mit Antikollisionslicht, Positionslampen und mit zuschaltbaren, doppelten Landescheinwerfern.

Es ist nur eine Frage, wie die Beleuchtung gekapselt ist (Reflektoren etc.).

Ich gehe mal gedanklich so 20 Jahre zurück. Da gab es mal ein Modul mit einem Lämpchen, welcher Art von Lampe genau weiß ich jetzt auch nicht mehr. Jedenfalls war das im Modell unten eingebaut und fing an zu blitzen sobald das Modell stieg. So ich mich recht erinnere konnte man das auch in recht großer Höhe noch gut erkennen. Damals war das in einem 6 Meter Segler eingebaut. Die 'alten' Langener können sich womöglich noch daran erinnern. Jürgen Alex war das.

Wenn man also z.B. 4 LED's Sternförmig aufbaut sehe ich das durchaus als möglich an, aus diversen Winkeln noch gut zu erkennen.

@Thommy, Du mit Deinen 'großen' Kisten hast damit wahrscheinlich nicht so ganz das Problem mit dem Erkennen. ;)
Das Vario ist zudem unbestritten der ideale Helfer, keine Frage! In dem Punkt reden wir glaube ich eh noch mal...

Ich habe aber bereits jüngst wieder mehrfach erleben dürfen, dass wir mit mehreren Leuten da standen und allesamt nach dem Modell geschaut haben, sogar mußten weil es des öfteren nicht mehr zu sehen war. Sebastian (Geier) und Claus (Dragon (t)) mögen sich wohl ungern mehr oder weniger schmerzhaft daran erinnern wollen. ;) Der Dragon hatte übrigens ein Vario.

Und genau hier stelle ich mir vor, hätte so ein Teil blitzender Weise positiv zu beitragen können.

Was schreibe ich hier eigentlich so viel. Am besten ich baue das Teil mal und dann sehen wir weiter.
 
Hallo,

grundsätzlich ist eine technische Lösung dann möglich, wenn es eine unabhängige, direkt auf der Platine eines GPS-Angaben verarbeitetenden Varios angebrachte, zweite Spannungsquelle gäbe.

Mein Vario hatte ich letztes Jahr in der ASH 26, die ich auch mit Hilfe der Peilung durchs LPD, unversehrt im Unterholz wiederfand - 360 m unterhalb der Startstelle.

Diesmal aber war die "ungesteuerte Blindlandung" mit dem Dragon 288 Meter tiefer so heftig, dass die Bordspannung ausgefallen ist.

Meine aktuelle Lösung wird sein, mit einem Freund einen Motorsegler chartern und die fragliche Absturzstelle systematisch fotografieren. Werden wohl ein paar Kurven am Hang werden :D

Edit:
Eines möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Tobi hatte vorgeschlagen über ebay anbieten und an "Selbstabholer" zu verkaufen. :D Da bekommt der Begriff "Selbstabholer" gleich eine ganz neue Dimension ;)
 
Wenn die Entfernung nicht so gross ist soll es moglich sein der Frequenz von Emfanger an zu peilen mit ein Handscanner ( erlaubt in Holland, Dld ??, Belgien nicht ?). Also dass habe ich schon irgendwo mitbekommen, noch nicht selbst getestet. Wäre doch eine billigere Lösung zum Vario-Alternative.
Selbst wenn mann ein Vario hat, steckt die doch immer nicht dass verlorene Modell ( glucklic, Vario = Euron !! ).

Also dass ist mein Anteil an Thema.
 
Hallo Hans,

spielst Du an auf das Anpeilen der 455kHz ZF des Empfängers? Soweit ich weiß, wurde das in den 70er Jahren schon probiert - durchgesetzt hat es sich bisher nicht ;)

Hat jemand praktische Erfahrungen damit? Ist zumindest ein vielversprechender Ansatz..

Grüße, Ulrich
 
Ich habe mich erinnert wo ich das gelezen habe !!

Ausschnit "Das Thermikbuch fur Modellflieger" Markus Lisken und Ulf Gerber Auflage 1999 Seite 163 vorletzte und letzte Alinea.

"Ein weggeflogenes Modell kann man aber mit manchen Kurzwellenemfängern in einer Entfernung von einigen hundert Metern noch orten, indem man den in Fernsteueremfänger vorhandenen Oszillator anpeilt.
Dazu sollte man sich voor dem Ersten Einsatz die genaue Frequenz des Emfängsquarzes notieren und einige Probepeilungen.. ..machen."

Hans.
 
zwei Fragen

an Hans N bzw allgemein wer hat das schon getestet ?

".....Kurzwellenemfängern in einer Entfernung von einigen hundert Metern noch orten, indem man den in Fernsteueremfänger vorhandenen Oszillator anpeilt....."

und die zweite Frage an Claus Eckert wie endet die Geschichte ?

Grüße Gerhard
 
Hallo Gerhard

Na da hast Du ja was ausgegraben ;)

Zu Deiner zweiten Frage: Wir sind zuerst mit dem MoSe und dann etwas später noch mal mit dem Doppeldecker drüber geflogen. Mit letzerem kann man näher an den Hang ran. Hat aber leider nichts geholfen.
Das "Drachenopfer am Brennkopf" wird wohl in die Geschichte der Tiroler Berge Einzug halten. ;) :)
 
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