Wärmeentwicklung bei Bürstenmotoren

Hallo Zusammen
Bislang ging ich immer davon aus dass die Wärme in einem Bürstenmotor auf der Kollektorseite entsteht. Dabei habe ich mich von meinen Erfahrungen aus den Anfängen der Elektrofliegerei leiten lassen, sind mir doch damals mehr als ein Lagerschild durch die Hitze "geschmolzen" (verformt) was dann mit fürterlichem Krach zur Motorblockade (und schäden an der Motorbefestigung) geführt hat. Weitere Gedanken zur Hitzeentwicklung habe ich mir damals nicht gemacht.

Nun habe ich mein altes Modellschiffchen (Commodore von Graupner) mit neuen MaxPower 500 von Krick bestückt (an 3S Lipo) und war über die Wärmeentwicklung überrascht. Dachte ich doch, dass die Commodore mit 2 solcher Antriebe eigentlich übermotorisiert sei. OK die montierten Schiffsschrauben haben einen Durchmesser von 35mm (3-Blatt, Steigung unbekannt) womit sie abgeht wie nachbars Lumbi. Das entspricht sicerlich nicht der ursprünglichen Auslegung, waren doch vorher noch die originalen "Monoperm Super 5 Pol" verbaut (6V; Imax(1h) =3A; Imax(5min) = 4.5A)
Soviel zur Geschichte:
Jetzt zu meiner Frage: Ich habe heute mit meinem Infrarotthermometer an der Oberfläche gemessen: Kollektorseite = 30/35 GradC
Abtriebsseite 60/65GradC Ist das normal? (scheint mir so)

Zusatzfrage Wie warm oder wie heiss darf ein solcher Bürstenmotor (oberflächlich) werden ohne schaden zu nehmen? Das Lagerschild scheint mir ja nicht mehr der Schwachpunkt zu sein, diese sind ja aus aus Metall.
 

Wattsi

User
Wärme entsteht durch Verluste. Also durch den Widerstand der Wicklung. Die "Verlustleistung" [P] = Strom² x Wicklungswiderstand und Wirbelsrtöme im Rotor. Die Temperatur der Wicklung darf dabei 100°C erreichen(oder mehr, je nach Lack des Drahtes)
 

FamZim

User
Hallo

Ja Wärme entsteht überall wo Strom fließt.
Auch am Kolektor durch das schleifen der Kolebürsten.
Auch das Büestenfeuer trägt dazu bei.
Bei ersten Motoren war die Wicklung noch weich verlötet und löste sich bei abfliegendem Lot.
Es kamen dann " Hakenkolektoren zum Einsatz, die dann gequetschte Anschlüsse haben..
Ich habe auch 2 Monoperm im Einsatz in einem Feuerlöschboot.
Das wurden nach ein paar Minuten etwas langsamer und Ich tippte auf heise Motoren.
Die bekamen dann Radiallüfter auf die Welle die für Durchzug sorgten, dann war das Problem gelöst.
Das waren 5 mm dicke Kunststoffscheiben die zum Motor hin Nuten eingefeilt hatten, 4 mm tief.
Die schleudern nun die warme Motorluft hinaus.

Gruß Aloys.
 
Hallo Ihr beiden
Vielen Dank für eure Antworten.

Ich werde mich wohl erst mal auf die Suche nach Kühlkörpern machen. Wasserkühlung nachrüsten ist mir im Moment zu aufwänding (und der Speed macht halt schon spass)
 

FamZim

User
Hallo

Külkörper klingt gut sollte aber die Wärme an die Luft abgeben, geht ohne Bewegung nicht so gut.
Ich hoffe das Bild komt mit rüber.
Ist aber ein Aussenläufer.
Der Lüfter ist also fest am Aussenrotor.
So etwas muß auf die Motorwelle mit 1 mm Abstand.
Das kann eine Plastikscheibe sein wie schon beschrieben.
Diese saugt die erwärmte Luft, und das ist nicht wenig, aus dem Motor direckt über Kolektor und Wicklung (ganz wichtig) aus dem Motor.
Der Külkörper ist dann die Wicklung selber, besser geht es nicht
Habe leider kein anderes Bild .

Gruß Aloys.
 

Anhänge

  • 65,15-in-DD-02..jpg
    65,15-in-DD-02..jpg
    39,5 KB · Aufrufe: 59
Hallo Aloys
Vielen Dank noch für deine Anregungen. Werd mir da was Überlegen. Leider ist beim MaxPower 500 die Abtriebswelle recht kurz.
 
Hallo,
Du darfst auch nicht vergessen, dass Du mit 3S etwa 12 V auf den Motor loslässt. Die Nennspannung des 500er Motors liegt bei 7,2 V. Das sind also fast das 1,7 fache der Nennspannung. Dementsprechend müsste auch ein kleinerer Prop an den Motor. Bei großer Wärmeentwicklung würde ich hier erstmal ansetzen. Wenn Du Speed möchtest, dann lieber mit anderen Motoren experimentieren.

Thomas
 

FamZim

User
Hallo

Na ja , 7,2 V Motor, ist ja ein Langsamläufer, meist werden sogar die 6 V Motore eingesetzt, auch mit 12 V .
Der Strom ist da schon wichtiger , sollte 10 A nicht überschreiten.
Es kommt eben auf die Wärmeabfur an.
Mantelkülung oder auch Wasserkülung kült wie gesagt den Aussenmantel.
Darin sind die Magnete , dann kommt der Luftspallt dann das Dynamoblech und erst dann die Wicklung mit der grösten Wärmeendwicklung.
Eine ganz schöne Kette der Wärmeübertragung!!
Mit eine intensiefen Durchlüftung kann der Motor den max Strom auf dauer schon ab.
Eine Radialküler kann man auch auf die Kuplung mantieren , das die Welle sehr kurz ist ist mir schon bewust , meine waren lang genug.

Gruß Aloys.
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten