Was ist das ideale Modell und Kamera für schöne Luftbilder?

TobyK

User
hi,
habe heute zum ersten Mal ein Luftbild mit dem Twinstar I gemacht.
Hat super Spaß gemacht, leider ist mir das Servo verrutscht, sodass nur ein Bild rauskam.
Aber ich glaub mich hats erwischt....
Ich habe eine Nikon Coolpix 3100 genommen, leider war es einigermaßen neblig, sodass die Farben nicht so toll rauskommen.
Ich hoffe bei Sonnenschein wirds besser

Aber: welches Modell ist denn besser für solche Sachen? Es sollte wieder eine Schaumwaffel sein - Wingo?

Und welche Kamera?

Danke Euch
Ciao

twinicam.jpg

Tobias
 
Hallo.

Ich hoffe das wird interessant hier. Ich habe vor über den Winter einen Fotoflieger zu bauen der etwas besser ist als die zur Zeit verwendeten Modelle.

Das ideale Modell und die ideale Kamera, das wird es nicht geben. Aber man kann recht nah an seine Vorstellungen herankommen.

mfg Warp seven
 
idealmodell, schwere Frage.
Eigentlich gibt es das nicht.
Ich muss auch manchmal wechseln.
Eigentlich gehen die Luftaufnahmen mit meiner Solo von Simprop recht gut.
Doch das Gewicht und die Spannweite wollen gelandet werden, dies geht nicht auf jedem kleinen Fleck Wiese.
Dafür kann ich in Höhen und Entfernung fliegen, da träumen andere von.
Als Alternative für enge Plätze ( z.B. kleiner Fussballplatz ) wird einfach der Twin Star genommen. Wendig, kleiner Landeanflug und im Notfall auch mal in der Hand landbar.
Aufgrund meiner Kameragröße, ist der eigentlich perfekte Wingo von ehem. Conzlemann für mich ungeeignet.
Ich fliege mit einer Coolpix 2200 - die ist schwer und groß.
 
Habe mir bei E-Bay eine Aiptek 2 MP mit SD Slot ersteigert, dafür eine Kabinenhaube für den Easy Glider bestellt. Ich will dann die Haube abschleifen und auf einer Plattform die Kamera draufkletten, jawohl, nix kleben. Das geht sicher, hab sie letztens mal uaf den K10 geklettet, geht alles. Hoffentlich kommt die Haube bald!!!!


Gruss Holger
 
mini spy cam im easy glider

mini spy cam im easy glider

Hallo!

Mein Vater und ich haben beim easy glider einen kleinen Ausschnitt in die Haube gemacht und eine minispycam zum direkt "live" Übertragung eingebaut. (Die Kamera bekommt man von PEARL oder billiger bei ebay) :D

hat echt gute Ergebnisse gemacht allerdings hört man immer die Servos knacksen. :eek:

Gruß

Stefan
 
Ich hab mir mal die Fotos hier angesehen. Ich werd das wohl auch mal probieren. Leider hab ich kein geeignetes Modell. Vielleicht bau ich mir mal sowas:

kameraflieger.jpg

Hat jemand ne Idee, wo man so ne Plexiglaskugel herbekommen könnte (Bonbonverpackung?)
 
@ Micha,

bin mir da nicht so sicher ob dies ein alltagstaugliches design fuer Fotoflug darstellt.

1. umstaendlich zu bauen /transportieren mit doppelrumpf ausleger.
2.selbst mit plexiglashaube ist die kamere ziemlich exponiert und das plexiglas verzehrt Bilder.
3. ohne V- form nicht eigenstabil genug usw.


Versuch lieber etwas simpler zu denken /konstruieren, einfacher (leichter landsam fliegender und eigenstabiler) Hochdecker mit einer hoeherwertiger Kamera unter den Tragflaechen bringt bei normalen bedingungen nach meiner Meinung die besten resultate, da man sich aufs fotografieren konzentrieren kann und nicht staending korrigieren muss.



Bild mit Pentax Optio 6 und Styro Hochdecker

sample IMGP0301.JPG



Gruss

Thomas
 
@ Wakuman:
Deine Einwände sind durchaus berechtigt. Ich hab das Modell mal schnell als Grobentwurf aufm Rechner zusammengezimmert, quasi nur als Idee. Die Auslegung sollte schon mehr in Richtung gemütlicher Motorsegler erfolgen. Grundlage der Idee mit der Kugel war, daß so die Kamera in fast jeder Richtung montiert werden kann und freies Bild hat. Wird die Linse auch noch im Zentrum der Kugel platziert gibts keine Verzerrungen. Natürlich liegt die Kamera an ziemlich exponierter Stelle und ist wahrscheinlich schon bei nem kleinen Crash hin. Ein fetter Minuspunkt also. War ja auch nur ne Idee, aus der sich Teile aber vielleicht für einen zukünftigen Entwurf verwenden lassen.
Die Verkleidung um die Kamera sollte auch nicht unbedingt zu ihrem Schutz sein sondern hat eher aerodynamische Funktion.

PS: Ich hatte einfach keine Lust ne V-Form mit reinzuzeichnen. Bauen würde ich natürlich mit V

PPS: Vielleicht gewinn ich ja nen Preis für den Entwurf des hässlichsten Flugzeuges
 
Wenn wir gerade bei diesem Thema sind... Ich habe mir die neue Pentax Optio 60 für Luftaufnahmen gekauft. Bei dieser Kamera kann ich per Infrarot auslösen.

(@ Jürgen - ich habe den Link zu diesem Switch gefunden ;)) Nun meine Frage: Hat bei dieser Firma schonmal jemand bestellt oder gibts da jemanden, der diese Dinger in Deutschland oder sogar in der Schweiz vertreibt? Habe bis jetzt noch nie etwas aus der USA bestellt und bin darum ein bisschen skeptisch.

Hier der Link zu diesem Produkt: http://www.hexpertsystems.com/prism/

Die Infrarot-Auslösung wäre mir sehr sympatisch und ich würde gerne auf ein Servo zur Auslösung verzichten.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruss Stefan
 
Du kannst deine schweizerische Skepsis bei diesem Anbieter beruhigt ablegen.
Der ist auf RC-Groups sehr bekannt und gut gelitten :)
Und die Bezahlung per Paypal funktioniert absolut reibungslos. ;)
 
Hallo.

Meine Erfahrung zeigt mir, daß man mit nur einem Modell auf Dauer nicht klar kommt.

Idealerweise bräuchte man eine etwas größere Maschine, 2 Meter Spannweite oder mehr, Gewicht unter 5 Kilogramm, als Segler oder mit 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Motoren, ein Modell eben, welches problemlos ein halbes Kilo oder meinetwegen auch ein ganzes Kilo zusätzliches Gewicht schleppen kann. Und nicht gleich von jeder Windböe abgetrieben wird.

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Hochwertige Kameratechnik, die dann auch (entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten des Operators vorausgesetzt) für wunderschöne Luftaufnahmen garantiert.

Nachteil : Es wird teuer. Und man ist wegen dem Modell auf einen geeigneten Platz angewiesen. Nun liegen Modellflugplätze oft mindestens 1,5 km von den Wohngebieten weg (Bannmeile). Und damit liegen sie auch weit von den interessierenden Fotoobjekten entfernt.

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Das andere Extrem wäre ein möglichst kleines, leichtes und wendiges Modell, und wenn es einen Antrieb hat, dann elektrisch. So kann man praktisch überall damit fliegen. Und alles, was das Herz begehrt ins Visier nehmen ...

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Nachteil : Diese Modelle vertragen leider keine allzu großen zusätzlichen Lasten. Und die kleinen und leichten Schnappschußkameras liefern nicht unbedingt eine gute Fotoqualität.

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Ich bin nicht davon überzeugt, daß sich die Wahrheit irgendwo in der Mitte finden läßt. Dafür ist die eigentliche Aufgabenstellung viel zu komplex. Gut, der eine oder andere mag eine Lösung gefunden haben, die für ihn optimal ist, aber für andere trifft dies wiederum nicht zu. Sonst würde man hier nicht darüber diskutieren. Kurz und klar : Man könnte ein Teil bauen, welches für die eine oder andere Aufgabe gut geeignet ist, aber das ideale Modell wird es nicht geben.

Hier wäre mein Lösungsansatz : Eine Motor-Maschine mit Fahrwerk, idealerweise ein etwas älteres Teil mit dem man bereits bestens vertraut ist. Und da wird dann die Kamera entweder eingebaut oder angeschraubt. Mit dem oben beschiebenen Nachteil, nur Flugplätze und Umgebung.
Und zusätzlich eine zweite, kleinere und leichtere Maschine, ein Segler, E-Segler oder Slow-Flyer. Mit dem Vorteil, auch außerhalb der Plätze fliegen zu können und dem Nachteil daß einfach keine gute Kamera passt ...
So wie ich die Beiträge hier im Forum beurteile, verwenden die meisten Foto-Piloten ein bereits vorhandenes Modell und rüsten die Kamera nach. Und ich möchte ebenfalls unbedingt für die ersten Versuche zu dieser Vorgehensweise raten. Ein Fotoflieger, der von Beginn an mit Kamera konstruiert und gebaut wird, nur zur Verwendung als Fotoflieger, ja das wäre mal reizvoll.
Nun zur Kamera : Zur Zeit benutze ich den Typ "AIPTEK SCHLIMM CAM 3000" mit lichtschwachem Nadelöhrobjektiv und 1200 x 1600 Pixel Auflösung. Eine einfache und billige Schnappschußkamera. Die damit gemachten Bilder sind ganz brauchbar, solange man 1.) nicht gegen die Sonne fotografiert, 2.) ausreichend Fotolicht vorhanden ist, 3.) langsam fliegt und 4.) die Bilder am PC nachbearbeitet.

05.jpg

Zur Zeit bin ich eben noch auf der Suche nach dem richtigen Gerät, unter anderem bei ebay. Die Kamera sollte ein Fixfocosobjektiv haben, aber ein lichtstarkes. Und 2048 x 1536 Pixel Auflösung. Und sollte klein und leicht sein, und nicht allzu teuer ...
Zwei Tipps noch : Bringt die Kamera, wenn möglich, unter der Fläche an. So wird das Objektiv gegen die Sonne abgeschattet. Und benutzt eine Kamera, bei der die Garantie bereits abgelaufen ist.

mfg Warp seven

Anmerkung : Zur Zeit versuche ich ein Fluggerät zu konstruieren, welches sich so gut als möglich als Fotoflieger eignet. Es wird wohl eine Art E-Segler sein, möglichst leicht und einfach aufgebaut, langsam und wendig zu fliegen, aber mit einem guten Antrieb, und ausreichend Nutzlast für eine bessere Kamera als die "SCHLIMM CAM" ...

... Das wären dann 1 Meter Spannweite mindestens, vorzugsweise ein Rechteckflügel mit Zweifach- oder Dreifachknick und 25 bis 30 cm Profiltiefe und ganz wichtig eine harte Nasenleiste, ein Brettrumpf vorne mit Aussparungen für die Technik, hinten ein Kohlerohr mit Kreuz- oder V-Leitwerk, 500er Motor hoch untersetzt mit großer Luftschraube und 6 bis 8 kleine Zellen. Startmasse unter 700 Gramm, etwa 500 Gramm für den Flieger und ca. 200 Gramm Kamera wären nicht schlecht. Steuerung mindestens über Höhe und Quer, mit einem kleinen Querruderkreisel denn das teil wird wegen dem geringen Gewicht nicht besonders ruhig fliegen ...

So, das wars. Und nun her mit Euren Erfahrungen und Euren Ideen, ich habe noch eine Menge zu lernen.

w.s.
 
Also ich mach mir das "Fotoleben" (seit kurzem) ein bisschen einfacher. Habe mir den bekannten EasyStar von Multiplex gekauft und zum Fotoflieger umgerüstet. Das Modell hat als Fotoflieger seine Vorteile:

- Der Motor sitzt hinten, also keine Bild-Störungen durch den Prob oder den Motor selbst.

- Der Rumpf bietet sehr viel Platz für die Kameraaufnahme und der Akku kann im Rumpfinnern um mehrere cm verschieben, sodass der Schwerpunkt (fast) immer wieder hergestellt werden kann.

- Das Modell trägt Kameralasten bis zu 220gramm ohne Propleme. Mehr hab ich noch nich ausprobiert. Werde es irgendwann mal mit 500gramm versuchen. Mal sehen, ob es den ES dann noch gibt...

- Das Modell ist günstig, ideale Spannweite, einfach zu fliegen, viel Platz für den RC-Einbau, einfach zu flicken, fliegt ruhig... - ein Anfängermodell halt!

- usw.

Der EasyStar wiegt bei mir etwas um die 730 Gramm, inkl. Kamera und steigt dank dem Brushless-Antrieb (MEGA 16/15/4 an 10 Zellen) seeehhhrr zügig nach oben. Bin bis jetzt sehr zufrieden. Und dank dem E-Antrieb kann ich fast überall meine Bilder knipsen (leider gibt es noch keine Luftbilder mit der neuen Pentax S60).

Noch ein paar Bilder vom Einbau:

S4300001.JPG


S4300004.JPG


Ein OnBoar-Video vom Steigflug gibts es hier (hab ich glaub schonmal gepostet).

Fazit: Zur Zeit (!) ist der ES mein Trägerflugzeug und ich bin damit absolut zufrieden.

Gruss Stefan
 
Sehr praktisch ist es auch, wenn man eine dreh- und schwenkbare Kameraaufnahme hat.

Drehbar, damit man auch mal "in die andere Richtung" Aufnahmen machen kann, bzw. die Kamera so montieren kann, daß die Aufnahmen in die gewünschte Richtung gemacht werden können, wenn das Modell optimal im Wind steht, d.h. langsam ist.

Aufnahmen die im steilen Winkel nach unten gemacht werden haben ebenfalls ihre eigenen Reize.

Ich habe das sehr einfach und absolut gewichtsoptimiert mit einem Billigst-Stativ realisieren können, das mit den Aiptek Kameras geliefert wird.

Fotos folgen.
 
Hallo.

EasyStar von Multiplex, scheint nicht schlecht zu sein.

Und die Kamera, eine Pentax S60, wurde schon öfter positiv erwähnt.

Eine dreh- und schwenkbare Plattform, da bin ich neugierig auf die Fotos.

mfg Warp seven
 
Wahl der Kamera

Wahl der Kamera

Hallo Jürgen,

Bei der Wahl der Kamera könnte eine Infrarot Fernbedienung intressant sein.
Ich habe ein Produkt gefunden, welches die Infrarot-Fernbedienung ersetzt. Das Teil kann direkt an den RC-Empfänger angeschlossen werden und steuert die Kamera mit Infrarotsignalen.

http://www.gentles.ltd.uk/gentled/
 
Um für die Nachwelt präzise zu bleiben: Das ist keine Fernbedienung!
Die gibt es nämlich auch, hat aber mit dem Einsatz für Modellflugaufnahmen wenig zu tun.

Der Prism-Switch ist eine kleine Platine mit einer IR Led, die vor den Empfangsensor der Kamera befestigt wird. Ausgelöst wird der Switch durch direkten Anschluß an den FErnsteuerempfänger im Modell.

Was viele nicht wissen: Der Sitch ist programmierbar auf Einzel- oder Intervallauslösung und es könnte damit bei Bedarf auch vom Sender aus der Zoom der Kamera verändert werden. Im praktischen Einsatz ist das ohne Videobild und Operator eher für Zufallsergebnisse gut.
 
Hallo Jürgen,

Ja natürlich. Die Fernbedienung steht nicht zur Diskussion. Es ist mehr die Eigenschaft der Kamera, dass man sie fernbedienen kann. An Stelle der Fernbedienung kommt eben das Teil, welches wie ein Servo an den Empfänger angeschlossen wird und dann so tut, als ob es die Fernbedienung währe. :D
 
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