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Welche Reglerart ist zu empfehlen?

Hallo.
Ich betreibe schon lange Flugmodellbau mit dem Schwerpunkt auf E-Segler.
Da unserem Verein unerwartet die Pacht nicht verlängert wurde sind wir momentan ohne Flugplatz, und der nächste Nachbarverein ist mal gleich für mich 30 Autominuten weiter entfernt. Da ich auf dem Dorf wohne und dort mit Erlaubniss der Besitzer auf genügend Wiesen fliegen kann, habe ich mich mal an einen Quadcopter herangetraut und habe mir in der Bucht einen gebrauchten Copter mit 650mm Diagonale und ca 2kg Gewicht (inkl Gimbal) ersteigert. Der Copter hat einen APM2.8 FC und ist mit 4 NoName 40A ESC`s ausgestattet. Beim Kalibrieren und Anpassen meiner Fernsteuerung mit dem Mission Planner habe ich auch die Motoren laufen lassen (ohne Prop natürlich), um auch zu sehen ob sie richtig herum laufen. Nach ca. 1 1/2 Minuten machte ein Motor Geräusche, beim genaueren hinsehen stoppte der Motor ruckartig und lief dann wieder weiter :confused:. Ich dachte zuerst an einem Lagerschaden oder das es an der geringen Drehzahl lag die ich gerade eingestellt hatte unmd er Regler aus dem Takt gekomen ist, aber dem war wohl nicht so, 5 Sekunden später gab der dazugehörige Regler Rauchzeichen von sich :eek: . Woran es genau lag weiss ich noch nicht, ich vermute das es am Regler lag, oder das ein Motorkabel durchgescheuert sein könnte (Der Kopter ist mit einklappbaren Armen ausgestattet), das werde ich noch überprüfen. Die anderen 3 Regler waren nichtmal lauwarm, und an einem Lagerschaden von dem Motor lag es auch nicht, das habe ich schon überprüft. Fakt ist nun, ich brauche neue Regler, denn ich glaube nicht das ich den gleichen Regler wieder bekommen kann. Der einzige Aufkleber den die Regler haben ist ein 40A Aufkleber, ob er für 2S-3S, 2S-4S oder sogar für 2S-6S ausgelegt ist, OPTO oder mit BEC, keine Ahnung.

Nun gibt es ja diverse Regler zu kaufen, 4 in1, einzelne Regler in normaler Größe so wie momentan verbaut, und ziemlich kleine und schlanke Regler mit hohen Ampere Angaben.
Die kleinen Einzel-Regler finde ich interessant (wie z.B.Flycolor Raptor Slim 40A), nur kann so ein Regler mit unter 10 Gramm auch tatsächlich 40A Dauerstrom verkraften? Ok, so viel wird der Kopter pro Regler nicht verbrauchen, und ich würde die Regler dann auch am Arm im Luftstrom verbauen, zur Zeit sind die Alten im Mittelteil verbaut. Oder sind die kleinen Regler trotz hoher Ampereangaben tatsächlich nur für Racekopter geeignet?
Dann meine nächste Frage, welche Firmware sollte der Regler haben, Simonk, BL-Heli oder ist das egal. Dann habe ich noch oft etwas von "Unterstützung Dshot1200, Dshot600, Dshot300, Dshot150, Oneshot125, Multishot-modus, PWM control signal " gelesen, was hat das genau auf sich? Und mir ist auch noch aufgefallen das die kleinen Regler überwiegend keine Kondensatoren verbaut haben, sind die nicht nötig oder lötet man da einen Kondensator zentral an der Stromverteilerplatine an? Falls die schlanken leichten Regler für einen 2kg Kopter nicht geeignet sein sollten, dann würden mir die Hobbywing X-Rotor oder Emax blheli mit 30A oder 40A vorschweben, wären die eine vernünftige Wahl? Ich weiss, es gibt bessere Regler, aber es sollte auch nicht zu teuer werden, vielleicht liegt mir die Kopterfliegerei ja nicht, da möchte ich also nicht unnötig Geld versenken.

So, erstmal genug Fragen, über Antworten würde ich mich freuen.

Gruß Andreas


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Hi,

Bei dem Copter kann man getrost auf einen Regler mit Simon-K Firmware zurück greifen.
Nimm keinen der ganz kleinen Regler sondern einen großen mit vernünftigem Kühlkörper. Der kann auch schon mal über 30 g wiegen aber die laufen dafür auch ohne Probleme.
Die haben in der Regel auch vernünftige Eingangskondensatoren verbaut. Zusätzliche Kondensatoren brauchst Du nicht.
Wenn die Regler im Mittelteil sitzen ( da gehören Sie auch hin) dann sind nur die Kabel vom Regler zum Motor lang und das ist unkritisch.

Der maximale Strom ist in der Regel nicht das Problem, denn Copter dieser Art fliegen meist im Teillast Bereich und dann bekommt der Regler richtig Arbeit. Achte darauf, dass die Luftschrauben so ausgewählt sind, dass der Motor bei ca. 50% Gasstellung abhebt. Hebt der wesentlich früher ab, dann quält sich der Regler und wird warm.

In der Größenklasse sind meist Regler ohne BEC eingebaut und der Empfänger wird über ein separates BEC versorgt.
Wenn die Regler ein BEC haben, ist das nicht optimal. Wenn die BECs nicht genau die gleiche Ausgangsspannung haben, dann fließt Strom zwischen den BECs und dann werden einige Regler warm. Kann man aber einfach mit einem Multimeter messen. (Rote und schwarze Ader des Servokabels). Ich hatte immer ein externes BEC und Regler ohne BEC verbaut.
 
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BOcnc

User
Hallo Andreas,
Dshot1200, Dshot600, Dshot300, Dshot150, Oneshot125, Multishot-modus, kann die Regler schneller ansteuern wie die Signale vom Empfänger kommen. Dadurch reagiert der Copter eher auf Bewegungen. Die Hauptplatine muss das aber unterstützen sonst geht das nicht. Ich habe einen Dshot300 in meinem Adler. Die schnellere Ansteuerung brauche ich um den Flügel in der Gleitstellung anhalten zu können. Sonst wird das viel zu ungenau. So einen kleinen wo ich schon fast eine Lupe brauche um den zu sehen mit BLHeli32. Bei 2S wird der im Teillastberech nicht warm. Die FETs haben einen sehr geringen Innenwiderstand. Ich habe einen zusätzlichen Kondensator gebraucht. Allerdings benutze ich jetzt einen der eine Handvoll kleiner SMD Kondensatoren hat.
 
Hallo.
Danke für die Antworten. Als "Hauptplatine" ist ein APM2.8 verbaut, keine Ahnung ob dieses Teil irgendeinen einen Dshot-Modus unterstützt. In der Zwischenzeit habe ich mir 4 neue 40A Hobbywing X-Rotor Regler zugelegt, ich hoffe doch das ich damit nichts verkehrt gemacht habe. Als BEC ist ein separates Power-Modul verbaut. Falls ich irgend Etwas wichtiges beachten sollte, wäre ich über entsprechende Infos sehr dankbar.

Zum ausprobieren habe ich mir dann noch einen der winzigen 30A Copterregler zugelegt, den werde ich mit einem passenden Motor aus einem Racecopter in einem kleinen Flächenmodell testen (Taschenflitzer). Mal sehen wie gut diese verhältnissmäßig kleinen Regler wirklich sind. Wäre es da ratsam einen extra Kondensator anzulöten? Betrieben werden soll der an 3s mit einem 2207 2450KV Racekoptermotor mit einem 4.75x4.75 Prop.

Gruß Andreas
 

mipme_kampfkoloss

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Hi Andreas,

ich habe meine RES-Flieger seit einem Jahr komplett mit copter Reglern - alles Versionen von der Stange. Und die halten das gut aus. Von der Sensibilität her kann ich nicht viel berichten, da ich auf den E-Seglern das Gas auf einem 3-Positionsschalter habe - also 0-65-100%. Meist fliege ich damit jedoch mit 65%, da das zum gemütlichen Steigen locker reicht.

Bzg. dem 2207 mit 2450kv - das ist sicher kein Problem - allerdings würde ich sagen, das der Prop zu klein ist. Da verschenkst du sicher etwas Leistung. Und pass mit der Drehzahl auf, dass es dir den Prop nicht zerlegt...
 
Hi Andreas,

ich benutze alle möglichen Regler bei meinen Coptern. Egal ob teuer vom Fachhändler oder extrem günstig vom Chinesen...

Schau einfach auf die Ampere-Zahl, dass die so 10 A über Deinem Maximum liegen und gut ist.

Viel wichtiger ist, dass Du die Lötstellen der Kabel in den Reglern auf der Platine checkst. Ich hatte schon 3 Regler, egal ob vom Fachhändler oder vom Chinesen, bei denen diese schlecht waren, und sich die Kabel bei etwas stärkerem anziehen gelöst haben.

Beim ersten mal hat sich bei meinem Hexacopter ein Kabel im Flug gelöst, so dass dieser abgeschmiert ist. Bei der Kontrolle der Regler hat sich dann eben eine unsaubere Lötstelle gezeigt...

Ich fliege alle meinen Copter mit APM 2.6 bis 2.8

Gruß Jürgen
 
Hallo.
Erstmal vielen Dank für die Antworten, das hilft mir schon ein ganzes Stück weiter.

@mipme_kampfkoloss
Da ich mit diesen Coptermotoren keine Erfahrungen habe wollte ich nicht mit einem zu großen Prop anfangen, Hauptsache das Modell fliegt damit erstmal.
Und wie sieht es mit einem Kondensator aus, tut der nun Not oder braucht da keiner ran?

Gruß Andreas
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
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Hi Andreas,

also Kondensator brauchst du wohl nicht - habe auf keinem eingesetzten einen verlötet.
Prop solltest du irgendwas um die 7 Zoll nehmen. zB 7x4 oder 7x6 könnte ganz gut passen... Dann sollten die Drehzahlen nicht zu hoch werden, aber der Motor das auch noch verkraften.
 
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