Wer möchte die DM zurück?

Wer will noch die DM?

Hallo zusammen!

Jetzt sind knapp zwei Jahre vergangen, und der Euro befindet sich seitdem in unseren Geldbörsen. Das Einzige was vielleicht noch in dem einen oder anderen Portemonnaie zu finden ist, die lose DM, für den Einkaufswagen.

Jetzt mal meine Frage dazu:
Habt ihr Euch daran gewöhnt, oder sehnt ihr Euch doch wieder nach der DM zurück?
Unser Gehalt hat sich halbiert, die Mieten, Abträge für Eigentumswohnung oder dem Haus natürlich auch. Und der Sprit sieht bei über einem Euro schon fast normal aus.

Aber.....
Die Modellbauartikel erscheinen, ich spreche von erscheinen, nun in ersten Augenblick irgendwie günstiger aus. Rudermaschinen für 15.-€, das hört sich doch gut an, oder nicht? Ein Mittelklassemodell, so um die 7,5cm³ Hubraum. Gibt es nun statt etwa 299.-DM, für 149.-€. Stimmt doch, oder? Und wenn man zu Hause nach einem Kauf, die Sachen der Frau oder Freundin zeigt, meckert sie gar nicht mehr so wie vor dem Euro. Kommt uns Modellbauern nicht der Euro in der Sache entgegen?
Noch ein Beispiel:
Hat eine gute Fernsteuerung vor zwei Jahren noch 1.000.-DM verschlungen, benötigen wir heute „nur“ 499.-€. Und die 499.-€ erscheinen für manchen so günstig, das man schon wieder meint, die wäre nicht das Richtige, denn sie ist ja „nur“ 499.-.

Wie seht ihr das?

Viel Spaß an der Diskussion,

wünscht euch Kai :)
 

Gerald Lehr

Moderator
Teammitglied
Kai,

du mußt nur Deinen Verdienst in Relation zum Preis setzen und Du wirst feststellen, daß alles teurer geworden ist.
 
Hi..

einen sinnvillen Beitrag zur Diskussion kann ich nicht so recht liefern. Mit den Euros geht´s mir wie mit den D-Marks.. ich hab immer zuwenig davon.
Ich hatte ja gehört, dass der Euro kommt und mich gefreut - mir waren grad die D-Mark ausgegangen :D
Da man aber nie weiss was die Zukunft bringt, habe ich einige D-mark nach dem Arche-Noah-Prinzip gerettet.

Hier ist sie, die D-Mark-Arche.



mfg
andi
 

plinse

User
Moin,

wie weit jetzt verschiedenes teurer geworden ist und ob das ursächlich am Euro liegt oder nicht - den festen Wechselkurs im Vergleich zu den beteiligten Währungen hatten wir ja auch vorher schon etwas, nur dass wir noch nicht den Euro an sich hatten - sogesehen war er ja schon da.

Ansonsten ist der Euro schon ne tolle Sache, beim letzten Segeltörn - im Ausland das eigene Geld in der Tasche und alle Preise vergleichbar - super! Und ein weiterer Grund nicht mehr nach Skandinavien zu segeln ;) .

Alle, die öfterst (z. B. dienstlich) ins europäische Ausland müssen, merken diese Vorteile sehr.

Ansonsten läuft momentan dermaßen viel komisch, so dass ich das momentane Preisgefüge... nicht einfach auf den Euro schieben will, das wäre zu einfach.
 

Milan

User
Tach,

seit zwei Jahren denke ich darüber nach, warum wir den €uro überhaubt haben ( müssen ?).

Ich stelle fest, das mich diese " Kohl "- Mark ausserordentlich teuer zu stehen kommt.

Das ich im Urlaubsland mit der gleichen Währung zahlen kann, haut mich nicht aus den Socken.

Kläre mich doch bitte einer darüber auf, warum die Mark keine Lebensberechtigung mehr hatte ?!

Gruß

Harry

[ 09. Dezember 2003, 13:25: Beitrag editiert von: Milan ]
 
Hi Folks !

<ernst>
Ich habe kein wirkliches Interesse mehr an der DM. Ich finde den EUR wirklich gut. Die Probleme kommen nicht vom EUR - sie werden dadurch höchstens augenfälliger. Viele (nicht alle) Dinge, die man beobachtet liegen an der "Euro-Falle".
</ernst>

Falls es aber doch zu einem gewissen Separatismus kommen sollte, bin ich dafür, dass wir hier in Bayern wieder einen König bekommen und uns vom Rest-Deutschland abspalten. ;)

Grüße TurboSchroegi
 

Motormike

Vereinsmitglied
Ich habe noch ca. 500 DM fuer Notfaelle, man weis snie was kommt....
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
und ich noch ein paar hundert Dollar - oder gibt es den noch? :D :p :D

<Ernst>
Kai, Dein Beispiel mit den nominellen Zahlenvergleichen spiegelt das derzeitige Preisempfinden, welches man bei vermeindlichen Schnäppchen verspürt, zum Teil wider.

Nach wie vor rechnet man im Kopf in DM um. Und das ist gut so. Allerdings sollte man es auch gegenüber dem Verkäufer artikulieren, wenn einem ein Artikel zu teuer erscheint. Um ihm damit zu sagen, wie "günstig" seine überteuerte Offerte wirklich ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, auszurechnen wie lange man dafür arbeiten muss. Beim Ausrechnen des Stundenlohns den Nettolohn nehmen.

Ich will aber niemanden die Geschäfte oder das Einkaufen vermiesen. Manchmal hilft es aber zu sparen, wenn man sich an die "gute alte D-Mark-Zeit" erinnert.

[ 09. Dezember 2003, 14:51: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 
Hallo zusammen!

Ich meine auch, dass vieles teurer geworden ist, aber gerade deshalb schauen wir alle gezielter beim Einkaufen auf die Preise. Das Umrechnen in die gute alte Deutsche Mark werden wir wohl alle noch eine Zeitlang machen. Aber es lässt doch schon teilweise nach. Ich habe mittlerweile auch so manches reduziert, damit ich für andere Sachen mehr übrig habe. Als da wären: Bezahl-Fernsehen abgemeldet, den Handy-Anbieter gewechselt, und so weiter. Das Geld wird auch weiterhin ausgegeben, aber eben für andere Sachen und auf was verzichten tue ich nicht.

Mein Fred zielt jetzt mal gedanklich auf unser Hobby. Geben wir nun mehr oder weniger aus? Ich denke es ist geblieben. Was wir möchten, wird angeschafft, aber es „hört“ sich dann weniger an. Und unser Gehirn meldet dann: Ach, war ja gar nicht so teuer!“

Überlegt noch mal:
Ein Fliegerchen für 600.-DM, oder schlappe 300.-€, was liest sich besser?

Grüße von Kai :)
 
Hi Folks !

Original erstellt von Kai Jansen:
... Ein Fliegerchen für 600.-DM, oder schlappe 300.-€, was liest sich besser?...
Genau DAS ist die Euro Falle! 300 EUR sind eben nicht 600 DM sondern nur 586,75 DM.

So denkt mancher: WAS ! 600 DM !? FRÜHER war das HÖCHSTENS 580 oder 585 ! Also darf das jetzt HÖCHSTENS 290-292,50 EUR kosten. Kostet aber 300. Das sind ja ca. 3% mehr ! Am Abend am Stammtisch ist das Ding dann irgendwie fast 5% teurer. Überall in den Aussagen ist dann der kleine Rundungsfehler und dann ist alles teurer ...

Fazit: 1,95583 <> 2

Nix für ungut + Grüße TurboSchroegi

P.S. Sehrwohl weiß ich, dass man nur der Statistik glauben soll, die man selbst gefälscht hat ;)
 

Steffen

User
Nöö, finde ich nicht. Aber ich musste auch genau lesen, um zu wissen, ob Du nun gegen den Euro, oder gegen das Eurogeheule argumentierst :)

Habe schon manchen gesehen, der über den Euro herzieht, Beispiele nennt und nicht merkt, dass er sich verrechnet hat.

Weiss ja auch keiner, Was Kai uns überhaupt sagen wollte. Oder doch? Der lobt ja, denn in seinen Beispielen ist ja alles billiger geworden.

Ciao, Steffen
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Die DMark hat etwas geschafft, was im Promi-Business der Stoff zur Legende ist: sie ist rechtzeitig abgetreten.

Und so behalten wir sie in Erinnerung: Stahlhart und etwas Wert in der Welt!

Gleichzeitig blieb uns die Erfahrung erspart, zuzusehen, wie unsere Währung wachsweich wird und gegenüber dem Gulden, der Pesete oder gar dem Escudo dramatisch an Wert verliert.

Das hält uns natürlich nicht vom jammern ab. Schließlich war ja früher alles besser. Und was ist heute? Der Euro.. und alles andere, was es vor zehn Jahren noch nicht gab. Alles davon ist schuld, nur wir nicht.

Unsere europäischen Freunde sehen das etwas anders. Sie haben, durchaus auf Druck der dicken Deutschen mit ihrer starken Mark, quälende Reformprozesse durchlaufen, durch die sie inzwischen erfolgreich sind.
Und jetzt kommen wir, werden langsam zum Fürsorgefall, und bremsen sie in ihren Erfolgen. Wenigstens könnten wir ja anerkennen, dass inzwischen Länder wie Portugal oder Griechenland die Impulse in der europäischen Wirtschaft geben.. aber stattdessen gefallen wir uns darin, nichts zu tun und lieber der guten alten Mark nachzutrauern.

Inzwischen würden einige europäische Länder uns ganz gerne die DMark zurückgeben.. und sei es nur, damit wir merken, was dann passieren würde ;)

Grüße, Ulrich
 
Hi Folks !

@Ulrich: Full Ack!

Vor allem ist ja sooo neu der EURO auch nicht. Was ist den der EURO zuerstmal ? Ein fixer Wechselkurs zur alten DM wenn man so will. Das gab es früher auch schon mal. Wir hatten in der EWU schonmal (70er ?) fixe Wechselkurse und zuletzt (vor 1998) hatten wir einen Wechselkurskorridor (also fix +/- delta). Das neue daran ist vor allem der gemeinsame Wirtschaftsraum und die gemeinsame Geldmarktpolitk (EZB) und diese (blöden) Maastrichkriterien. Deshalb ist das auch ganz richtig, wass der Ulrich schreibt: Der EURO als Währung ist überhaupt nicht ursächlich!

In Zukunft wird noch viel ursächlicher ( :D - schönes Wort) werden: Die Aufnahme der 10 neuen EU Mitglieder überwiegend aus dem osten Europas (die deshalb noch lange keinen EURO haben !) und später dann die Aufnahme (ich sage jetzt mal das kommt) unserer guten Freunde vom asiatischen Kontinent (man kann ja schließlich nicht nur die in die EU aufnehmen, die diesseits des Bosporus leben). Dann brummt's hierzulande so richtig !

Grüße Helmut
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo,

Uli schrieb:

Schließlich war ja früher alles besser
Je stärker der Druck zur Veränderung ist, um so stärker ist die Sehnsucht nach Vergangenem.

Passt schon irgendwie zum Zeitgeist, der Blick zurück in eine andere vermeintlich bessere Zeit.

Die Helden und Heldentaten der Vergangenheit kann man im Kino oder Fernsehen sehen. "Das Wunder von Bern" und "Das Wunder von Lengede" sind mal nur zwei Beispiel aus der Zeit des Aufbruchs. Trotz größter Probleme die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Gemeinsam retten was zu retten ist und vor allem gewinnen - sei es den Kampf gegen den Tod oder im sportlichen Wettbewerb auf dem Fussballplatz.

Und heute?
Wie identifizieren wir uns? Haben wir Angst in einer Art europäischen Einheitsbrei unterzugehen?
Es liegt die Vermutung nahe, als ginge es bei der in der Öffentlichkeit bereits diskutierten Remineszenz an die D-Mark, um mehr als "nostalgische Preisvergleiche".
Wir sollten wachsam sein. Europa sind wir alle.

Nein, die D-Mark brauchen wir nicht mehr.
 
Hallo zusammen!

Der Euro ist immer wieder eine Diskussion wert. Unsere unterschiedlichen Sichtweisen zeigen auf, dass der eine Teil der guten alten DM nachtrauert, der andere Teil hier versucht, die Vorteile des Euros auszumachen. Steffen, ja ich lobe in gewisser Hinsicht den Euro. Zunächst aber, weil er mir eine Summe suggeriert, die in meinen Augen als günstig dargestellt wird. Klar der Wert ist nach knapp zwei Jahren nicht mehr der genaue Umrechnungswert zur DM, weil der Einzelhandel schnell die 0,09 am Ende der Gesamtsumme eingeführt hat und mittlerweile nicht mehr so genau umrechnet. Was sind genau genommen 0,09 Cent? Ach ja, es sind 0,18 Pf. Aber wir sollten jetzt nicht zu pingelig sein.

Ich frage mich, wie es wohl in den nächsten zwei Jahren aussehen wird. Ich meine in unseren Köpfen, sowie dem Wert des Geldes in Bezug zur Ware?

Wollen wir denn wirklich die DM zurück? Wo doch unsere Lieblingsartikel, nämlich die im Modellbau, rein optisch einen Wert darstellen, der uns im glauben lässt, dass Modellbau günstiger geworden ist. Auch die Computerbranche, bzw. die Elektronik-Industrie hat für sich daraus einen Vorteil geschaffen. Ein Programm für 30.- € ist schnell im Einkaufskorb, aber das gleiche für 60.-DM, ja da wird viel mehr drüber nachgedacht.

Auf der anderen Seite ist gerade für die Konsumgüter, die Aufmerksamkeit gewachsen. Ich bin der Meinung, dass ich im Supermarkt seitdem mehr vergleiche, damit man mich nicht über den Leisten zieht. Unser Geldbewusstsein ist doch noch ausgeprägter als vor der Währungsumstellung. Oder nicht?

Sparen, das haben wir durch den Euro noch mehr gelernt. Aber sparen tun wir besonders dort, wo es uns am meisten schmerzt. Bei unserem Hobby, ja da wird schon mal gesagt: „Das nehme ich mit, sind ja „nur“ 149.-€“

Geben wir in Wirklichkeit nun mehr für unser Hobby aus, oder denken wir viel stärker über den Preis nach?

Ob ich die DM wieder möchte? Ich weiß es heute nicht mehr richtig. Das wird sich in den weiteren zwei Jahren zeigen. Für Gesprächsstoff sorgt er allemal.

Stellt Euch mal vor, morgen könntet Ihr Euer Geld in die alte DM umtauschen, was löst das für ein Gefühl bei Euch aus? Ist schon komisch, wie schnell sich doch unser Denken verändert....
Grüße von Kai :)

[ 10. Dezember 2003, 12:14: Beitrag editiert von: Kai Jansen ]
 
Servus Kollegens,

das augenscheinliche Problem mit dem Euro ist die einfache Transparenz in der Gastronimie oder auf dem Gemüsemarkt. Die Gastronomie hat aus der 10 Mark Pizza ein 6 Euro Essen gemacht. Das ist oberflächlich beurteilt inflationär. Bedenkt man, wie lange der Pizzabäcker den Preis gehalten hat, verstehe ich diese Preiserhöhung.

Isst man eine 14.000 Lire Pizza in Rom 1999, kostet die heute 6,50, da sonst der Tourist keine Pizza mehr essen will.

Da ich nicht jeden Tag zu Italiener gehe, und nicht jeden Tag in Rom bin, ist das rudimentär.

Positiver wird es in der Wirtschaft, da wir innerhalb der EU einfachere Exportvoraussetzungen vorfinden. Allerdings wird es auch für die anderen EU Partner, leichter in Deutschland Ihre Waren einzuführen.

Wenn also die östlichen Länder leichter Ihre Waren einführen können, müssen sie z.B. auch die Umweltauflagen nach EU Norm erfüllen. Dann wird die Sache für die beitrittswilligen Oststaaten etwas komplizierter. (Chemie, Kunststoffverarbeitung, auch GFK-Modellbau)

Der Euro ist nicht die Wurzel des Übels, sondern zu hohe Verwaltungskosten in Deutschland. Wir brauchen eine Regierung die unternehmerisch denkt. Allerdings hat am 22. September letzten Jahres "keiner" diese Regierung gewählt. :D

Bin mal gespannt, wie sich das 2006 verhält.

Beste Grüße
Jörg Peter
 
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