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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Timing und Schaltfrequenz



Gerhard_Hanssmann
23.08.2002, 14:36
Hallo
Möchte einen TM LRK 350-20-14W mit Jeti Master 70 A Regler betreiben.
Welches Timing muß ist einstellen ? (30 Grad ?)
Welche Schaltfrequenz ist optimal (8; 16, 32 kHz) ?

Könnt Ihr mir auch erklären, warum man das so einstellen muß ?

Christian Lucas
23.08.2002, 21:27
Hallo Gerhard,
ohne genauere angaben zum Strom und zur Drehzahl kann keine genaue einstellung angegeben werden.
Aber als Faustformel sozusagen kann man sagen das
das Timing nur soweit vorgestellt werden sollte das der Steller ohne zu murren arbeitet je weniger frühzündung desto besser für den Wirkungsgrad.Leider brauchen die meisten Steller minimum 30° um richtig zu kommutieren da es durch die hohe Inductivität relativ lange braucht bis sich die Spannung in der Spule in der gemessen werden soll abgebaut hat.
Bei der Schaltfrequenz ist es am besten Du stellst die 8 KHZ ein,dabei hilft uns jetzt die hohe Inductivität der Spule nicht die hohen Frequentzen verwenden zu müssen,da das höhere Schaltverluste in den Stellern ergiebt.
Noch etwas zum Timing,der winkel ist eigentlich vom Strom abhängig will heisen kleiner Strom kleiner winkel großer Strom großer.
Das ist alles nur so eine Richtschnur nach der Du
eigentlich verfahren solltest.

Gerhard_Hanssmann
23.08.2002, 21:46
Hallo Christian,
Stromax: ca 50 A
Strom durchschnittlich ca 20 A.
Drehzahl max. ca 5000 U/min
Also 30 Grad Timing und 8 kHz Schaltfrequenz ?
Danke für deine Ausführungen.

Andreas Maier
29.08.2002, 23:57
was wird mit der schaltfrequenz gemacht???????
vor-nachteile?
warum,wiso,......was ist das?
mfg.:andreas

Frank R
30.08.2002, 21:07
Hallo Andreas,

die Schaltfrequenz ist die Frequenz, mit der der Strom im Teillastbetrieb zerhackt wird. Dabei wird die jeweils aktive Wicklung z.B. alle 1/8000 Sekunde für eine von der Knüppelstellung abhängigen Zeit (zwischen 0 und 1/8000 Sekunde lang) von der Batterie getrennt und während ihrer aktiven Zeit kurzgeschlossen. Durch die Induktivität fließt der Strom dann (mit abnehmender Stärke) weiter. Wenn der Motor wieder an der Batterie hängt, steigt der Strom dann langsam wieder an. Im Mittelwert stellt sich ein Strom (und Spannung) ein, der kleiner ist als bei Vollast. Ferner fließt durch die Batterie weniger Strom als durch den Motor.

Nachteil hoher Schaltfrequenz:
Schaltverluste im Regler. Die kommen zustande, weil man die Regler nicht beliebig steilflankig schalten lassen darf, da sonst hochfrequente Oberwellen entstehen, die die Fernsteuerung stören. Bei flacheren Flanken ist der Verweilzeit im nicht-ganz-ein-nicht-ganz-aus-Zustand länger, und genau da entstehen ohmsche Verluste. Also ist seltener schalten besser (niedrige Schaltfrequenz).

Nachteil niedriger Schaltfrequenz:
wenn man zu selten schaltet, werden die Stromschwankungen im Motor größer, besonders bei Motoren kleiner Induktivität (z.B. mit eisenloser Wicklung). Diese Strom- und damit Magnetfeldschwankungen bewirken zusätzliche Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste.

Gruß,
Frank

Gerd Giese
31.08.2002, 08:07
... mmmh ?

Bei welchem Motor (Typ) sind nun 8/16/32khz optimal? Gibt es da eine Faustregel - Luftspulen - Windungszahl - Innenwiderstand

Gruß
Gerd

[ 31. August 2002, 08:08: Beitrag editiert von: gegie ]

Andreas Maier
31.08.2002, 18:46
oha,
hmmmmm,
nun weshalb regelt man nich einfach erst die volt runter(für teillast)und macht dann das drehfeld?ist dies zu aufwendig,oder einfach nicht machbar?
naja früher da war noch alles aus holz.
mfg.:andreas

KradComTec
03.09.2002, 12:08
Hallo

Je mehr Induktivität desto weniger Schaltfrquenz.
Meister aller Induktivitäten dürften wohl die LRK-Motoren sein, die benötigen also am wenigsten.

Dann kommen fürs Mittelfeld so die Eisenarmen Motoren wie Lehner, Hacker und Kontronik Fun.

Am wenigsten Induktivität haben dann wohl die Tango's und Simba Motoren von Kontronik (da dreht dann sogar der Rückschlussring mit), die müssen mit mindestens 32kHz betrieben werden.

Christian Lucas
03.09.2002, 21:20
Hi Elo-Gustel,
zuerst die Spannung reduzieren und dann das Drehfeld erzeugen ginge schon aber dann hast Du einmal die Verluste im Leistungsteil deines Spannungsreglers und dann nochmal die Verluste im Leistungsteil zur Drehfelderzeugung,Zuviel Verluste.Aber Du kannst es ruhig mal ausprobieren und zwischen Akku und 3 Phasen Steller noch einen
Drehzahlsteller für Bürstenmotoren einbauen.
Ich mache so etwas ähnliches mit einem Steller an meinem Prüfstand dort läuft mein 3 Phasiger steller immer auf vollgas und ich verändere nur die Spannung am Netzteil.Geht wunderbar.

Andreas Maier
03.09.2002, 22:07
hallo christian,
das heißt ja dann(bei deinem prüfstand)
daß der dreiphasenregler fast verlustfrei arbeitet.dadurch wird er dann auch nicht so heiß/warm.
der gleichstromregler ist gegenüber dem drehstromregler im teillastbereich besser.
mir ist natürlich bekannt daß bei 2 reglern
der gesammtverlust größer ist,wie an einem.
--------------
das währ mal ne anregung für die elektonikfreaks!
dann noch varibles timing(je nach bedarf,schnell
von teillast auf volllast/oder nur teillast halten.)
mfg.:andreas