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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baubericht: Jaguár von Paco Modell



Oliver.Prinz
16.08.2014, 16:31
Vor einigen Wochen war zu Gast bei retroplane.net (http://www.retroplane.net/forum//), die ihre Jahrestreffen in den Vogesen abhielten.
Es waren fantastisch schöne Scale-Modelle zu sehen. Unglaublich, wieviele zig Tausende von Baustunden
da in der Luft unterwegs waren. Und alle folgen trotz ziemlich heftigem Wind hervorragend.

Zu Besuch war dort auch Gábor Paco von PacoModell (http://www.pacomodell.hu/rc-modell/antik-modellek-sam/jaguar-877.html), der seinen Jaguár im Rohbau dabei hatte.

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Es ist eine Kontruktion von István Grohmann aus dem Jahr 1943, die Gábor auf die heutige Zeit mit viel
guten Ideen umkonstruiert hat.

Eckdaten vom Bausatz:
Spannweite = 2,18m
Länge = 1,22m
Gewicht = 700g
Fläche = 36,8 dm² und damit ca. 19 g/m² Flächenbelastung
RC = Höhe, Seite, Hochstarthaken


Mich hat dieses super exakte Holzmodell so sehr fasziniert, dass ich noch auf der Rückfahrt einen
(gelaserten) Holzbausatz bestellt habe.

Ich hoffe, ich wecke wieder reges Mitlese-Interesse beim Bau eines wunderschönen Antikmodells.

Viel Spaß dabei,
Oliver.

Oliver.Prinz
16.08.2014, 19:19
Man kann den Jaguar auch gleich mit Servos bestellen. Ich habe mich ohne diese entschieden,
da ich die Servos selbst aussuchen möchte.
Wer nicht bauen möchte, bekommt bei Paco auch ein Fertigmodell. Alles eine Preisfrage.
Wäre aber schade, nicht selbst zu bauen.

In der Schachtel ist wirklich alles dabei, was für das Modell gebraucht wird:
Ein großer Plan, eine CD mit Bau-Fortschrittsbildern, Leisten, usw., usw. Das "ovale Rumpfstück" zum
Leitwerk ist sogar schon vorgebaut.
Die Bauteile sind für die verschiedenen Bereiche in Plastik verschweißt. So gibt es also eine Tüte für's
Höhenruder, eine für's Seitenruder, Flächen, Rumpf, Bespannmaterial ...
Ein Beschreibung fehlt zwar, aber die Fortschrittsbilder sind aussagekräftig genug und auch die einzelnen
Teile können eigentlich nicht falsch zusammengebaut werden.

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Roter Milan
17.08.2014, 11:54
Habe auch großes Interesse am Jaguar.

hier der Link auf die englischsprachige Seite

www.pacoscalemodels.com

Holm und Rippe

Andreas

Oliver.Prinz
17.08.2014, 13:08
Es gilt die "Pendelleitwerk-Tüte" zu öffnen. Erstaunlich wenig Teile, die für dieses Ruder benötigt werden.

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Schönes Detail: die einzelnen Rippen werden in den Holm "hineingedreht".
Alle Rippen dann rechtwinklig zum Holm einkleben.

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Kleiner Hinweis:
Wer mich kennt, weiß, ich bin überhaupt kein Freund von Sekundenkleber und verwende fast ausschließlich Holzleim.
Nachdem dieser Bausatz aber lasergeschnitten ist, sind alle Schnittkanten verbrannt und haben als oberste Schicht
verbranntes leicht staubiges Holz. Darauf perlt der Holzleim ab. Deswegen muss man sehr sorgfältig diese Klebeflächen
am besten mit einem feinen Holzstäbchen mit Leim bestreichen.


Wieder eine gute Idee des Konstrukteurs: Es wird ein kleines Gummi-Schlauchstück in die Holmverstärkung mit eingeklebt.
Dadurch wird später der Flächenrundstab geschoben und hält die Pendelleitwerkshälften in Position. Das bietet genügend
Reibung und hindert die Leitwerkshälften am herausrutschen.
Funktioniert hervorragend einfach.

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Die Endleisten habe ich hochkant verklebt mit Hilfe von Winkeln. So sieht man leicht, ob man die Endleiste mit den Rippen
schön "gerade" verklebt.

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Oliver.Prinz
18.08.2014, 20:54
Während die Nasenleisten des Höhenruders gewässert wird, kommt jetzt schon das Seitenleitwerk d'ran.

Mich reizt schon immer, Dinge (besonders Ikea-Schränke&Co) ohne Anleitung zusammen zu bauen.
So konnte ich auch hier nicht widerstehen und habe das Seitenleitwerk schon einmal probegesteckt.

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Stück für Stück werden wieder die Rippen von Dämpfungsfläche und Ruder rechtwinklig verleimt
und die Nasen- bzw. Endleisten hinzugefügt. Geht alles recht flott von der Hand.

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Der Kasten für die Pendelleitwerksmechanik muss sehr exakt verleimt werden, ansonsten baut man
schon hier eine "schiefstehende Fläche" des Höhenleitwerks, das ja darin geführt wird.
Der Ansteuerhebel des Pendelleitwerks ist in diesem Bausatz aus Holz vorgesehen. Davon weiche ich ab.
Hier möchte ich ein GFK-Teil haben, das ich mir fräsen lasse werde (dazu später mehr). Deswegen wird
der Kasten noch nicht komplett verleimt (muss ja später noch 'was rein).

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piperemilio
19.08.2014, 16:33
Für diesen Bericht und den Link zu diesem tollen Hersteller!
Oliver bitte zeig uns weiter deinen Bau! Es ist ein Genuss deine Arbeit zu sehen! Ich werde auch bald bestellen müssen...

Elfman
19.08.2014, 17:30
Ein echt schöner und informativer Baubericht Oliver:)
Nur nicht nachlassen, und vom Maiden wollen wir natürlich ein Video:cool::cool:

Günti
19.08.2014, 19:16
Hallo Oli,
hier ist noch einer der mit großer Freude mit liest.
Grüße von
Günti :)

Oliver.Prinz
19.08.2014, 22:03
Danke für Eure Rückmeldungen.
Freut mich wirklich sehr.

Nachschub gibt's bald wieder.

Oliver.

Oliver.Prinz
20.08.2014, 19:04
Damit die spätere Bespannung nicht all zu sehr zwischen den Rippen einfällt,
ebenso der Spalt zwischen Dämpfungsfläche und Ruder etwas kleiner ausfällt,
habe ich mich entschieden diese Zwischenräume mit leichtem Balsa auszufüllen.

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Und nach etwas Trockenzeit dann feines Konturschleifen, entlang dem Rippen-
und Endleistenverläufen.

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Oliver.Prinz
22.08.2014, 18:48
Die Idee, die Nasenleiste aus einem Bambusstäbchen zu machen, hat mich fasziniert.
Sie wäre zwar nicht meine erste Wahl, aber ausprobieren wollte ich es dennoch.

Schon seit ein paar Tagen wässeren die Leisten (sie sind allerdings nicht besonders quell- bzw. biegwillig)

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Zuerst zeichne ich die Kontur des späteren Nasenleistenverlaufs. Denn es wir eine Nagelleiste brauchen,
in der die Leisten trocknen (mind. 1 Tag).

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Die Leisten sind widerstandfähiger als z.B. hartes Balsa. Sie federn doch ziemlich stark zurück. Ich habe
sie deswegen über einem heißen Bügeleisen noch weitere verformt. Soweit, dass die Form "von allein"
erhalten blieb.
Dann wurde eingeklebt, unter Beachtung, dass die Rippen sich nicht verschoben und schön gerade in
Flugrichtung bleiben. Das Ganze dann mit mehreren Klebestreifen fixieren und in Ruhe austrocken lassen.
Das Resulat ist ... ;)

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Oliver.Prinz
24.08.2014, 09:57
Wieder erst einmal die Bauteile sortieren und sich eine Übersicht verschaffen, was da so auf einen zukommt.

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Um ein Ungleichgewicht der Flächenhälften schon vorzubeugen, wiege ich die Bauteile jeder Seite und
tausche einige solange aus, bis beide Hälften gleich "leicht" sind. Hier passte es allerdings schon sehr
gut, es waren nur 3g Unterschied, was sich durch Tausch der Nasen-/Endleisten ausgleichen ließ.

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Zum exakten Ausrichten benutze ich gerne eine Unterlage mit passenden Linien, die es zu skizzieren gilt.
Auf diese Weise schleicht sich kein Winkelfehler beim Zusammenkleben ein.

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Und dann geht's auch schon los: Zuerst wird die Flächensteckung verklebt, auf der dann der erste Holm
eingefügt wird.
Eigentlich wird in diesem Bauschritt gleich die Hülse der Steckung verklebt. Davon weiche ich ab, weil
ich erst ganz zum Schluss, wenn Flügelhälften und Rumpf fertig sind, die komlette Steckung eingeißen
werde. Wird sicherlich etwas schwieriger, aber dafür kann ich die exakte Ausrichtung besser kontrollieren.

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Nun Rippen auffädeln und den Holm sauber an den Linien ausrichten.
Der Bausatz macht es einem leicht: sämtlich Rippen stehen auf Füßchen und bestimmen den Flächenverlauf.
Bem.: Keine Sorge, die scheinbar stark gebogenen Rippen sind wunderbar gerade, sieht nur auf dem Bild so aus.

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Mit Ausdauer und Fleiß werden nun nacheinander die vorbereitete Verkastung und die Rippen eingeklebt.
Schön ist: der Holmabstand zwischen oberen und unteren Holm verjüngt sich. Das wurde ebenfalls berücksichtigt
und die gut gekennzeichneten Verkastungsstücken liegen alle bei.

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Dank der Unterlage geht's recht flott und "gerade" vonstatten.
Hier sieht man die rechte Flächenhälfte noch ohne oberen Holm und noch ohne Knickflügel.

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Tim Kleinschmidt
24.08.2014, 11:52
Hallo Oliver,

ich freue mich sehr über deinen Baubericht dieses wunderschönen Modells! Mir ist der Jaguár schon einmal in einer Publikation begegnet und ich war fasziniert von den vielen pfiffigen und perfekt zuende gedachten Detaillösungen wie z.B. der Hochstarthaken, aber auch das Dreh-/Stecksystem der Leitwerksrippen.

Ich werde eifrig mitlesen und freue mich über viele Bilder!

Gruß, Tim

Oliver.Prinz
25.08.2014, 18:08
Nun kommt der obere Holm noch oben d'rauf.
Und dann schön verpressen.

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Als eigentlicher Vertreter des Nicht-Cyan-Kleber-Verwenders muss ich mich aber geschlagen geben. Ich habe gestern
die Nasen- und die Endleiste mit Holzleim eingeklebt. Weil das filigranst geschnitte Balsa aber mit Holzleim leicht
aufgequollen ist, war es fast unmöglich die Rippen auf die Leisten zu schieben. Mir sind dabei fast alle Füßchen abge-
brochen.

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Somit empfehle ich etwaigen Nachbauern nun doch beim Einkleben der End-/Nasen-leisten, die Leisten und Rippen
unverklebt zusammen zu stecken und dann mit Sekundenkleber zu verkleben
(dass ich das jemals schreiben werde, ts, ts, ts :eek:).

Mein gestriges Resultat: der vorerst fertige rechte Mittelflügel (Knick fehlt noch).

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Oliver.Prinz
28.08.2014, 19:29
Wie schon einmal früher erwähnt, möchte ich als Pendelleitwerkshebel ein GFK-Teil haben.
Dazu habe ich einige Teile fräsen lassen (Danke lieber Alex :)).

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Ebenso werde ich die Stahlachsen und die Bronzebüchse durch CFK ersetzen, um Gewicht
zu sparen. Die auf Maß abgelängte Stahlachse von 96mm wiegt ca. 2,4g, ein 1m langer
CFK-Stab aber nur ca. 4,9g.

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Bevor ich aber die Einzelteile/Abstandstücke miteinander verklebe, werden sie zuerst lose
eingebaut und sauber ausgerichtet. Erst dann fixiere ich die Einzelteile ein wenig mit Sekunden-
kleber. Da es nur wirklich wenig Sekundenkleber braucht, reicht ein kleiner Tropfen, der mit einer
längeren Nadel gut platziert werden kann. Die Einzelteile bzw. der Ausrichtung sollen nur etwas
zusammenhalten, damit sie so dann mit Harz vergossen werden können.

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Alle Teile sauber mit Harz vergossen, alle Achsen exakt abgelängt und dann kann der Hebel an seinen
finalen Platz und die Box verklebt werden.

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Wieder ein Stück fertig, was mich sehr freut :D

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Holofernes
29.08.2014, 09:14
(...) Die auf Maß abgelängte Stahlachse von 96mm wiegt ca. 2,4g, ein 1m langer
CFK-Stab aber nur ca. 4,9g.(...)

Also wöge der 96mm lnge cfk-stab dann nur mickrige 0,47g

Oliver.Prinz
30.08.2014, 10:45
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Holofernes
31.08.2014, 11:10
Aha, der Unterschied zwischen Theorie und Praxis beträgt also exakt 4/100stel Gramm! :D
Oder hast du deinen Pin 8,2 mm zu lang gemacht? ;)

Oliver.Prinz
02.09.2014, 19:28
Zum kompletten Flügel fehlt noch das "Ohr" bzw. das Endstück nach dem Flügelknick.

Nasen- und Endleiste sind vorgefräste Holzteile, zwischen die man die einzelnen Rippen
einkleben muss. Ähnlich wie beim Mittelflügel wird auch schon der untere Holm vorbereitet.

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Anschließend kann man diesen unteren Holm in die Rippenaussparungen einschieben
(diese Mal habe ich das ohne Leim gemacht). Wichtig dabei, die Knickrippe sollte sehr
gerade angeklebt werden. Am besten an einem Lineal ausrichten. Die Schiefstellung
wird durch die Verkastung vorgeben:

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Beim Mittelflügel hatte ich Rippe und dann die Ausfüllung nacheinander eingeklebt.
Hier bei dem Ohr aber zuerst alle Rippen und dann erst die Ausfüllung, weil es ja nur
ein paar wenige Rippen sind UND, weil die Nasen- und Endleisten Aussparungen haben,
die den passenden Abstand vorgeben.

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Nachfolgend wird der obere Holm eingeklebt.

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Jetzt folgt Fleißarbeit: alle Zwischenräume (zwischen den Rippen) an Nasen und teilweise
an den Endleisten auffüllen, grob vorschleifen und dann konturgenau dem Rippenverlauf
fein verschleifen. Viel Arbeit, aber sie wird beim Bespannen bzw. mit dem Nicht-Einfallen der
Bespannung belohnt.

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Das gleiche Prozedere braucht der Mittelflügel natürlich auch. Ist aber noch umfangreicher.
Durchhalten, es lohnt sich :rolleyes:

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Jetzt war auch der Zeitpunkt, die Füßchen abzuscheiden.
Gute Idee des Konstrukteurs: man kann sie grob abschneiden und dann leicht bis auf
"Holm-Niveau" sauber zurecht feilen (kürzen).

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Ein fast bespannfertiger Flügel ... Richtfest des rechten Flügels :D

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Jetzt wird's eine Weile brauchen, bis ich hier wieder weiterberichte. Denn in den nächsten
Wochen wird die linke Flügelhälfte gebaut. Also fast alles nochmals, das ich schon beschrieben habe.
Bitte darum um Geduld....

Oliver.Prinz
24.09.2014, 18:03
Hallo zusammen,

Die Flächen sind komplett im Rohbau fertig.
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Testweise habe ich die Ohren mit eine PUR-Kleber angeklebt. Wollte ich schon immer einmal ausprobieren.
Man muss zwar etwas aufpassen (keine Kleberreste an den Fingern) und auch nicht all zu langsam arbeiten
(Kleber bläht sich auf, spaltfüllend), aber an sich eine feine Sache.

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gerhard48
26.09.2014, 11:03
Hallo Oliver,

habe mir deinen Baubericht angesehen, einfach super!!!
was mich noch interessiert, welche Materialien werden verwendet, für Rippen , Randbogen, Holme usw.
Gruß
Gerhard

Oliver.Prinz
26.09.2014, 17:16
Hallo Gerhard,

Diese Materialien werden wie folgt verwendet...

RUMPF:
Spanten = 2mm Abachi, 3mm Flugz.sperrholz
Rumpfkeule = div. Kieferleisten
Rumpf zum Leitwerk = vorgebogenes 1,2mm Flugzeugsperrholz

Flügel:
Rippen = 2mm Abachi + Balsa
Holme = div. Kieferleisten
Nasenleisten = 2x5 Kiefer + 2mm Abachi (Ohren)
Endleisten = 2mm Abachi

LEITWERK:
Holme + Rippen = 2mm Abachi
Nasenleisten = 3mm runder Bambus
Endleisten = 2mm Abachi


Liebe Grüße,
Oliver.

Oliver.Prinz
27.09.2014, 16:56
Relativ einfach lässt sich das Gestell für die Rumpfkeule zusammenstecken und verkleben.

Nicht verwirren lassen: die Formteile links und rechts der Streben dienen nur zum
Höhenausgleich für die schwarzen Metallklötzchen.

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Es wurde sogar an eine kleine Auflage für das Rumpfende gedacht, damit später das schon
vorgebogene Rumpfrohr in der richtigen Höhe an die Rumpfkeule angeklebt werden kann.

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Sowohl Spanten als auch Gestell haben schon kleine Löcher, in die einfach Zahnstocher eingesteckt
werden können. Simpel und doch präzise.

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gerhard48
28.09.2014, 09:31
Danke Oliver,

für die Materialangaben, ja, nur was leicht ist fliegt, lange und gut.
Diese Rumpfhelling ist auch eine gute Idee.

Gruß
Gerhard

Oliver.Prinz
28.09.2014, 15:32
12 Kiefernleisten später ist die Keule "halbfertig".

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... und auch ein sehr passables "Zwischengewicht"...

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Oliver.Prinz
04.10.2014, 18:22
An die Zentralrippe (dort, wo die Flächenverbinder untergebracht werden) werden noch
die einzelnen Rippen angebracht, sowie die "geschwungende Endleiste.
Auch hier wieder an Nasen- und Endleiste mit Balsa auffüllen und kontur-verschleifen.

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Oliver.Prinz
09.10.2014, 18:37
Die Verstrebung an den Spanten allein würden nicht reichen, um einen "Lande-Aufprall" aufzufangen.
Deswegen werden noch einzeln angepasste Aussteifungen im unteren Keulenteil eingefügt. Ist etwas
Fleißarbeit, aber versteift enorm.

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Hier liegen alle angepassten Teile nur 'mal so d'rin und warten auf's Einkleben:

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Im Kit liegt ein besonderer Hochstart-Verschluss mit bei. Ist ein super Ding, muss aber mittels extra
Servo entriegelt werden. Davon weiche ich ab, denn ich möchte das Gewicht sparen und greife auf
den alt-bewährten Hochstarthaken zurück.

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Als Haken verwende ich einen Inbus, von denen ich mehrere rumliegen habe. Die sind schon gebogen
und auch hart genug.
Diesen Haken gieße ich ein und baue dazu eine Art Holzgehäuse, in das dann das mit Mirkoperlen oder
Stoffflocken angedicktes Harz eingefüllt wird.

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Holofernes
10.10.2014, 10:17
Nur mal so als Gedanke: Wäre nicht eine um 90° gedrehte Faserrichtung der Balsaaussteifungen im unteren Keulenteil besser gewesen?

Überlegung: Wenn die Kufe bzgl. "Lande-Aufprall" verstärkt werden soll, dann treten doch im Falle eines Falles Kräfte quer zur jetzt gewählten Faserrichtung auf.

Madebo
10.10.2014, 14:42
Hallo, Oliver,
Als "stiller Mitleser" möchte ich Dir mal wieder für Deine Bau-Beschreibung ein dickes Lob aussprechen. Bauen, nachdenken und auch dokumentieren, gelingt Dir vorzüglich, das hast Du schon mit der Bau-Beschreibung der Miss Bavaria bewiesen!
Der Jaguár ist natürlich für Dich als "Holzwurm" was Besonderes, an dem Du Dich voll auslassen kannst. Ich muss sagen, ich bin auch über den beschriebenen Bausatz begeistert, da steckt wirklich viel "Hirnschmalz" des Konstrukteurs drin, klasse!
Ich denke auch, wer Holz-Bausätze mag, zunächst -nur nach Plan- baut, dann gelaserte Teile verbauen kann, die so gut durchdacht sind, wie beim Jaguár, dem macht das Bauen viel Freude. Die wünsche ich Dir natürlich auch wieder bis zur kompletten Fertigstellung! Natürlich werde ich weiter freudig mitlesen.
Beste Grüße Manfred

Oliver.Prinz
10.10.2014, 18:51
Hallo Siegi,


Nur mal so als Gedanke: Wäre nicht eine um 90° gedrehte Faserrichtung der Balsaaussteifungen im unteren Keulenteil besser gewesen?
Überlegung: Wenn die Kufe bzgl. "Lande-Aufprall" verstärkt werden soll, dann treten doch im Falle eines Falles Kräfte quer zur jetzt gewählten Faserrichtung auf.

Jetzt will ich ganz ehrlich sein: ich habe die Faserrichtung nicht ins Kalkül gezogen. Denn ich erwarte keine so kräftigen Landungen,
als dass dies eine Rolle spielen wird (denn dann ist/wäre nicht nur die Keule hin, sondern bestimmt noch mehr).

Betrachte ich jetzt aber spaßeshalber den Extremfall einer "Bummslandung", treten Kräfte entlang der Spanten auf. Das hätte zur Folge, die Spanten möchten sich qausi
wie ein Parallelogramm gegeneinander verschieben. "Spinnen" wir das Beispiel nun weiter und gehen davon aus, die eingesetzten Balsa-Stücke stünden mit der Faser senkrecht,
dann würde die Faser im Faserverlauf leichter aufreißen, als mit dem Faserverlauf wie in meinem Fliegerchen (also horizontal).
Sicherlich werden auch Kräfte horizontal entstehen, wenn die untere Kufe nach oben ausweicht. Der "Bumms" -so denke- wird in horizontaler Richtung aber überwiegen.

Danke für Deinen Hinweis. Finde ich schön, wenn jemand so mitdenkt.

Liebe Grüße,
Oliver.

Oliver.Prinz
05.11.2014, 08:28
An der Keule gibt es unzählige Stellen, die für die spätere Bespannung vorbereitet
werden müssen, damit dort dann der Übergäng möglich wird.

Hier die Stelle am Keulenende, an der auch die Bespannung aufhören wird:

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Besonders aufwendig ist/war der Übergang von Keule zu Flügelansatz:

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Oliver.Prinz
08.11.2014, 13:30
Nun ist "die Nase" d'ran. Laut Bauplan aus Balsa.

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Hier habe ich es aber mit meiner (völlig sinnlosen) Materialersparnis zu gut gemeint und mir damit
beim Verschleifen ein hauchdünne Stelle geschaffen => die Nase ist unbrauchbar :mad:

Dieser Baufehler hatte dennoch seine guten Seiten: es gab eine neue Nase :p
Da mir die vom Bausatz vorgegebene Form eh nicht 100% gefallen hat, so habe ich mit Hilfe der
Kurvenlineale eine neue Rundung gesucht/gefunden.

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Mein lieber Freund Emil überzeugte mich noch, deutlich mehr Fleiß in diese neue Nase zu stecken
und "irgendwas Besonderes" zu schaffen.
Da der Bausatz aus gelaserten Teilen besteht, deren Schnittkanten braun-schwarz sind, so würde
doch eine Nase ebenfalls in Braun/Schwarz und Weiß sehr gut dazupassen. Im Internet konnte ich
dafür passendes Holz finden: Wenge + Ahron. Beides als Brettchen in 5mm (x100x1000).

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Das Rohteil wog 107g. Bei einem Flieger mit geplantem Abfluggewicht um die 800-900g ist das ein Unding
(das Wenge-Holz ist ungeheuer dicht/schwer). Jetzt war ich schon fast wieder am Aufhören, habe aber dann
aus Neugierde (wie diese Schichtnase sich erarbeiten lässt) weitergemacht. Nach stundenlangem Raspeln
und Feilen ist dann diese Außenkontur entstanden. Das Teil wog nun 68g. Deutlich besser, aber noch nicht genug.

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Mit einer Minifräse ging's anschließend "dem Innenraum" an den Kragen. Ein Höllenlärm, vom Staub ganz zu
schweigen. Final wiegt diese Nase nun 47g. Kommt mir zwar noch etwas schwer vor, aber das riskiere ich.
Mit (Wasser-)Parkettversiegelung, 3-Anstriche inklusive Zwischenschliff, sieht doch das Ganze "passabel" aus, oder ?

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montcorbier
08.11.2014, 21:13
Spitzenklasse!

Gruß
Monti

gerhard48
08.11.2014, 21:58
mehr als passabel, etwas Besonderes
Gruß
Gerhard

Oliver.Prinz
09.11.2014, 16:42
Flächen und Rumpf "eben positioniert" und schon konnte das Leitwerk exakt dazu
ausgerichtet werden. Damit ist's an seinem finalen Platz.

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Der Rohbau ist abgeschlossen. Richtfest :D

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doloebig
09.11.2014, 17:37
schöner Flieger, gratuliere.....

Gruss
jo

gerhard48
08.12.2014, 20:25
Hallo Oliver,
was macht der Jaguar??? zeige doch Bitte noch ein paar Bilder
Gruß
Gerhard

Holzwurm
09.12.2014, 20:35
Hallo Oliver,

jetzt muss ich auch mal meinen Sempf dazu geben:
Sieht super aus dein Jaguar - besonders auch die schicke Nase!

Hätte ich doch besser beim Retroplane am Schlossberg einen mitgenommen - grrrrr.

Gruß und weiterhin viel Spaß damit.

Johannes

Oliver.Prinz
10.12.2014, 17:03
Hallo ihr lieben Mitleser,

Ja, es ging und geht weiter: ich kämpfe derzeit aber mit einem Problem beim Bilder-Einbinden ins RCN:
Plötzlich werden mir meine Bilder "verdreht" und bisher habe ich nur einen wirklich mühsamen Umweg
gefunden, um Bilder einbinden zu können.

Sobald ich etwas mehr Muse finde, kommt wieder Nachschub. Versprochen.

Soviel vorab: RC ist d'rin, es fehlt nur noch bei einem Flügel die Bespannung und dann geht die
Spannlack-Stinkerei los (zwischen Weihnachten und Neujahr).

Danke für Eure Geduld,
Oliver.

Oliver.Prinz
13.12.2014, 15:41
Eigentlich sieht es der Bausatz vor, dass sämtlich RC-Komponenten über die Nase zu erreichen sind.
Dazu hat der Konstrukteur die Nase mit Magneten befestigt vorgesehen. Doch dieser fast nur
"endoskopisch" erreichbare Zugang ist/war mir zu "fummelig". Eine größere Öffnung musste her.

Kurzerhand habe ich einige Spantenstücke verdoppelt und so eingeklebt, dass ich mit einer feinen
Säge die Verstrebungen durchsägen konnte.

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Ein Hinweis noch für die, die das ev. ebenfalls einmal machen:
Am Besten wäre es gewesen, die Kiefernleisten vor dem Einkleben vorher 1-2 Tage zu wässern und noch
im feuchten Zustand in die Spanten einzulegen und trocknen zu lassen. Denn damit hätten sich Spannungen
sehr viel leichter ausgleichen können.
Als ich nämlich die Säge angesetzt habe, sprangen einige Leisten wieder in eine geradere Position zurück.
Das wäre mit Wässern vermeidbar gewesen. Nun denn.
Ich musste mir dann mit einigen Versteifungen behelfen, die die Leisten dann in der Form halten.

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Als Haubenverschluss habe ich ein GFK-Reststück verwendet und mit einer kleinen Führung in die Keule
eingeklebt. Letztendlich ist eine Haube über zwei Spantenzwischenräume entstanden. Groß genug (für mich) :rolleyes:

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Oliver.Prinz
15.12.2014, 17:57
Trotz meiner Mühe das Abfluggewicht gering(er) zu halten, musste ich noch 100g zuladen,
um den vorgegebenen Schwerpunkt zu erreichen. Sehr schade :(
Aber ich will nicht herumjammern, das bisherige Abfluggewicht -noch ohne Spannlackanstriche-
liegt derzeit bei 697g, was ja auch ganz passabel ist.

Hier noch ein paar Eindrücke meiner RC-Unterbrinung:

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Irgendwann einmal bin ich darauf gekommen, die feinen empfindlichen Empfänger-Antennen
mittels kleiner Rohre zu verlegen. Dadurch werden sie nicht nur sauber ausgerichtet, auch
ein nachträgliches Entfernen und wieder Anbringen des Empfängers ist so sehr leicht möglich.
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Jetzt geht's unter die Gas-Maske für die Spannlackanstriche ...

Gusto
15.12.2014, 21:13
...Jetzt geht's unter die Gas-Maske für die Spannlackanstriche ...
Hallo Oliver,
wegen der Gasmaske ...
Ich habe gelesen, dass es von Krick einen Spannlack OHNE Lösungsmittel gibt. Dieser Spannlack heißt EZE Dope Spannlack. (Krick 44043).
Erfahrungen habe ich damit aber noch nicht gemacht.
Siehe auch http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/111758-FF-Scale/page3
Grüße, Gusto

Oliver.Prinz
16.12.2014, 19:46
Hallo Gusto,

Danke für den Hinweis mit "exe dope".
Funktioniert mit Papier wirklich gut, mit Vlies (meiner Meinung nach) aber nicht wirklich gut genug.
Hier ist der Lösemittel-Spannlack nach wie vor unschlagbar.

Bis bald,
Oliver.

Gast_49295
17.12.2014, 10:36
Hallo Oliver,

du hast bei der Miss Bavaria mal die Weißleimmethode als Alternative zum Spannlack beschrieben. Bist du von der Methode abgekommen? Ist es mit dem Weißleim ähnlich wie mit Eze Dope, dass die Spannung nicht ausreicht?
Hier im Forum berichtet übrigens ein Teilnehmer, dass er auch Vlies mit Eze Dope gut spannen konnte.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/432667-EZE-DOPE-Spannlack?highlight=eze+dope


Der Nachteil dieser Methode ist aber wohl, dass man die Bespannung nicht mehr runterkriegt, wenn was schief gelaufen ist.

Grüße Rudi

Oliver.Prinz
17.12.2014, 17:40
Hallo Rudi,

Nachfolgen meine Erfahrung, die sich nicht mir anderen decken müssen:
Eze dope funktioniert wirklich prima bei Papier. Bei Vlies wird die Spannkraft zwar ebenfalls erzeugt,
doch ist mir die "Festigkeit" z.B. beim Landen auf Strohhalmen nicht gut genug. Ebenso verbindet
sich das Vlies mit den Holz (Rippen) mit Spannlack deutlich besser, was wiederum zur z.B. Flächen-
steifigkeit beiträgt.
Bei der Miss Bavaria wollte ich unbedingt eine Lösemittel-freie Methode ausprobieren. Hat auch
funktioniert. Doch -wie schon oben erwähnt- wirken die Flächen "empfindlich" auf Spitzes.

Vielleicht gebe ich aber Eze dope nochmals eine Chance und versuche es noch einmal
an einem Testaufbau. Melde mich ggf. wieder dazu.

Bis bald,
Oliver.

Gast_49295
20.12.2014, 23:13
Hallo Oliver,

hab die Weißleimmethode damals auch ausprobiert und war eigentlich sehr zufrieden. Vorteil natürlich die Geruchsfreiheit, aber auch eine sehr saubere Oberfläche, die auch frei von Flecken ist. Nachteil, man kriegt die Bespannung kaum runter, wenn man einen Fehler gemacht hat und ich finde wie du, dass man mit Spannlack eine wesentlich härtere und stärker gespannte Oberfläche erhält.

Grüße
Rudi

Patrick Kuban
21.12.2014, 18:22
Hallo Rudi,


Der Nachteil dieser [Weißleim-]Methode ist aber wohl, dass man die Bespannung nicht mehr runterkriegt, wenn was schief gelaufen ist.

Weißleim (http://de.wikipedia.org/wiki/Holzleim#Formaldehydarmer_Dispersionsleim) hieß früher u.a. "Kolloidkleber", da die einzelnen KU-Teilchen ein ebensolches bilden, das im Dispersionsmedium "Wasser" verteilt ist. Daher können die einzelnen Teilchen sich erst miteinander (per Wasserstoffbrückenbindung) verbinden, wenn sie sich nahe genug gekommen sind (wie romantisch ;-) Der klassische Weißleim ist nicht wasserbeständig, da die KU-Teilchen aus PVA bestehen, und dieser Kunststoff eben Wasser (und Alkohole) als Lösemittel hat. Bei wasserfestem Weißleim werden stattdessen Acrylteilchen verwendet: "Polyacrylat" > Klick < (http://www.kleber-klebstoff-beratung.de/infos/einfuehrung-03-dispersionsklebstoffe-leime.php)

Also kriegst Du das Zeugl entweder schon mit Wasser runter, aber auf jeden Fall mit Wärme. Das bringt Thermoplaste immer zum Schmelzen (nicht nur zur Weihnachtszeit ;-), und das freundlicherweise weit vor irgendwelchen thermischen "Markierungen" des Holzes darunter. Da das Weißleimkleid das erste ist, was der Föhn erwärmt, gehen ebenfalls weißleimgeklebte Holme und Endleisten bei entsprechender Umsicht nicht gleich mit ab.

HTH und servus,
Patrick


[edit]
Warum geht denn einklich was schief, mit dem Weißleim hat man doch alle Zeit der Welt zum Geradeziehen?

Gast_49295
22.12.2014, 12:31
Hallo Patrick,

du hast recht, der absolute Katastrophenfall, der eine Totalentfernung zur Folge hätte, ist bei mir auch noch nie eingetreten.
Die 10-Meterrolle Vlies, die ich bei dir gekauft habe ist übrigens bald aufgebraucht, werde wohl 2015 bei dir in Legau auftauchen. Hoffe, du hast noch genug Vorräte.

Grüße
Rudi

Oliver.Prinz
22.12.2014, 15:29
Hallo zusammen,

Bitte seid so gut und beendet jetzt diesen kleinen Ausflug in verschiedene Bespanntechniken.
Am besten startet einer einen neuen Beitrag, dem sich dann "viele" mit anschließen können & werden.

Danke euch,
Oliver.

Oliver.Prinz
24.12.2014, 16:34
Eigentlich habe ich es ja gewusst (und gekonnt missachtet):
der Spannlack spannt halt doch ziemlich gut und die untere Seitenleitwerksrippe
ist dafür deutlich zu schwach ausgelegt.

1274631


Dann muss das Vlies wieder 'runter und es müssen ein paar Verstrebungen 'rein.
In dem Fall 5x5mm Flugzeugsperrholz, um der Spannkraft entgegen zu wirken.

1274634 1274635


Noch sauber bespannen und schon ist's erledigt:

1274636

gerhard48
24.12.2014, 17:03
Hallo Oliver,
auch ich schaue dir ständig über die Schulter bei deinem Jaguar,
aber jetzt erst einmal, wünsche ich Dir und deiner Familie schöne Feiertage und alles, alles nur Gute!

Gerhard

Oliver.Prinz
04.01.2015, 22:23
Voller Stolz melde ich mich heute zurück: Der Jaguár wurde heute mit 705g Abfluggewicht vollendet :)

1280537


Hier noch einige Eindrücke der letzten Details:

1280538 1280539 1280540

hollyglane
04.01.2015, 22:38
...da muss man nicht viel sagen - einfach SCHÖN !!

Wenn er ähnlich gut fliegt wie er aussieht, kann man nur "neidisch" gratulieren ;-)
Halt uns weiter auf dem Laufenden...

LG,
Holger

antikos
05.01.2015, 07:59
Respekt!

Gratuliere zu deinem gelungenen Modell. Bin sehr viel bei unseren ungar. Kollegen geflogen,habe aber kaum ein Modell in dieser perfekten Ausführung gesehen.Bin auch begeistert von deiner Ausdauer,für mich ist die Bauzeit auch sensationell.Hoffe du hast auch soviel spass beim Fliegen dieser Orchide

Beste Wünsche für 2015.

ANTIKOS

falko1964
06.01.2015, 07:55
Hallo,

habe fleißig mitgelesen.
Dein Flieger ist wunderschön geworden.
Und natürlich Danke für deinen ausführlichen Baubericht.
Vielleicht kannst du mal irgendwann ein Video vom Flug einstellen.
Ich bin noch nicht soweit so einen schönen Flieger zu bauen. Habe gerade meinen ersten Balsabausatz geschafft.
Was du da gebaut hast ist schon sehr schöner MODELLBAU.

Viel Spaß beim Fliegen. Falko

Walter L.
06.01.2015, 18:30
Hallo Oliver,

herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Modell! Ich wünsche dir alles Gute für den Erstflug, aber das sollte bei dem Modell kein Problem sein....

Ich habe am Schlossberg auch überlegt, mir den Bausatz zu kaufen und ärgere mich heute, dass ich es nicht getan habe. Ich werde ihn mir wohl schicken lassen.

Viele Grüße
Walter

SchmittStefan
07.01.2015, 16:01
Hallo Oliver,
auch ich habe mit Interesse Deinen Baubericht verfolgt und wünsche Dir keinen „Holm- und Rippenbruch“ mit diesem wunderschönen Modell.
Ich würde mich freuen Dein Modell mal bei einem AMD-Treffen in der Luft zu bewundern.
Viel Erfolg beim Einfliegen.
Schade dass ich Dich nicht beim Retroplane-Meeting auf dem Schweissel kennengelernt habe. Dort habe ich auch Deinen großen Strolch bewundert.
Wenn Du noch Interesse am OsGe-S3 haben solltest, ein altes Bild habe ich noch gefunden.

Gruß, Stefan

Oliver.Prinz
07.01.2015, 17:27
Lieben Dank für Eure netten Rückmeldungen & Glückwünsche.

Versprochen, ein Video folgt.

Bis dahin,
Oliver.

roger
12.01.2015, 04:42
Hallo Oliver,

von mir ebenfalls Glückwünsche zu diesem herrlichen Modell.
Und Danke für die Inspiration: Habe mir heute den Star 13 Bausatz von Paco bestellt... :)

Gruss
Roger

Oliver.Prinz
04.03.2015, 19:54
Hallo liebe Mitleser,

Zwischenzeitlich war ich nicht untätig und habe mir noch eine Transportkiste für diesen schönen Segler gebaut.
Zumal dieses Jahr in Sinsheim auf der Faszination MODELLTECH mein Jaguár zu sehen sein wird
(ev. inkl. Kiste, weiß ich aber noch nicht).

Schon lange wollte ich Baufortschritte mittels Video in RCN einstellen, doch gibt es diese Option noch nicht, außer
den "Umweg" über YouTube. Doch für diesen Baufortschritt gehe ich den Weg und stelle ein Video zur Kiste ein. Da
sieht man doch etwas "mehr".

Bitte schreibt mir, ob ihr liebe Bilder anstatt des Videos sehen möchtet.

Viel Spaß beim "Guggen",
Oliver.


http://youtu.be/V45YYvdWtNs

Gusto
04.03.2015, 21:03
...Bitte schreibt mir, ob ihr liebe Bilder anstatt des Videos sehen möchtet...
Wenn ich etwas anmaßend sein darf: Bitte sowohl Bilder als auch Videos. ;)

Wird der Jaguar auch in Kottspiel zur Saisoneröffnung zu bewundern sein?

Oliver.Prinz
05.03.2015, 18:43
@Gusto: Ja, sowohl Kiste als auch Inhalt kommen nach Kottspiel und auch zuvor nach Türkenfeld.


Wie gewünscht noch ein paar Eindrücke per (Stand-)Bilder...

Zuerst die "graue Theorie", was der Jaguár an Platz abverlangt:

1311895


Dann Holz zuschneiden (lassen) und "einen Sarg" bauen:

1311903 1311904


Danke meiner lieben Frau hat dann das Holz sowohl Beize als auch Parkettversiegelung abbekommen.
Und zeitgleich ging's an die Innereien, wie die Einzelteile gut und "schonend" untergebracht werden können:

1311905


Eine Besonderheit:
Der Flieger kann ganz bequem und in aller Ruhe in der Kiste aufgebaut werden, ohne dass ein Windstoß
einem den Segler gleich auf den Rücken legt:

1311906

Oliver.

Oliver.Prinz
11.04.2015, 08:01
Nun war es soweit: Herrlich warmes Wetter, wunderbar laminarer leichter Wind. Perfektes Einflugwetter für den Jaguár.

Schon das Werfen aus der Hand verlief fantastisch. Ein 100m langes Abgleiten und nicht mehr Landen-wollen.
Also weiter ans Hochstartgummi. Auch dort keinerlei Schwierigkeiten.

Der Flug ist völlig unkompliziert. Das Modell fliegt wunderbar, nimmt jede kleine Thermikblase an. Ein Genuss (nicht nur für den Piloten) :cool:

Hier ein erstes Video vom gestrigen Jungfernflug:



https://www.youtube.com/watch?v=0W713f0D2Fs&feature=youtu.be

Diese modernisierte Konstruktion ist hervorragend gelungen. Meine Hochachtung an Gabor Paco !

Oliver.

hastf1b
11.04.2015, 11:29
Ist es nur bei mir so das viele "schwarze Löcher" im Video sind, man sieht nicht viel aber was man sehen kann sieht gut aus.
Ich meine er wäre etwas "flott" unterwegs oder täuscht das?

Heinz

Oliver.Prinz
11.04.2015, 12:06
Hallo Heinz,

Du hast völlig recht: das Video taugt nichts mehr, seitdem YouTube "eine Optimierung" vorgenommen hat.
Diese Optimierung nehme ich wieder zurück.

Der Jaguar fliegt aber ganz ruhig und gemächlich. Aufgrund der hohen Zoom-Stufe sieht es wirklich aus, als "rase er durch die Luft".

Bis bald,
Oliver.

hastf1b
11.04.2015, 12:44
Nun ist es völlig O.K. Ich wünsche dir noch viele schöne Flüge mit diesem tollen Modell.

Heinz

Gast_49295
12.04.2015, 11:09
Hallo Oliver, wunderschönes Modell mit hervorragenden Flugeigenschaften. Liegt richtig satt in der Luft. Gratuliere,
Rudi

Walter L.
25.04.2015, 17:30
Hallo Oliver,

herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Erstflug. Das Modell sieht in der Luft ganz phantastisch aus!

Ich werde mir auch eins zulegen....

Viele Grüße
Walter

eberhard1507
20.05.2015, 07:34
Ich habe diesen Bericht mit grossem Interesse gelesen und bin nun ganz fienrig, meinen Jaguar anzufangen.
Allerdings handelt es sich bei meinem um den von Fritz Egger aus dem Jahr 1942, ich glaub, den hat noch der dicke Hermann persönlich abgesegnet.