Balancer Kabel - leidiges Thema...

Hallo Zusammen,

hoffe ich bin hier richtig. Mit der Suche bin ich erstaunlicherweise nicht weiter fündig geworden zu dem Thema.

Ich nerv mich total darüber, dass jeder Hersteller meint, er müsse sein eigenes Süppchen kochen was die Balancerstecker angeht.

Da ich kein Marken Fetischist bin, nehme ich diejenigen Akkus die mir im Kaufzeitpunkt die für meinen Zweck geeignetsten scheinen. Dadurch hab ich e-tec, Kokam, TP, Hyperion etc Akkus.

Die neueren Modelle haben natürlich alle den herstellerspezifischen Balancerstecker dran. Wunderbar... nur hab ich keinen Bock auch noch von jedem Hersteller einen Balancer zu kaufen o.ä.

Ich habe mittlerweile zwar ein ganzes Sammelsurium von Akku- und Balancerstecker fast aller Hersteller vor mir liegen, aber wenn ich mir das ganze so anschaue (z.T. via Platinen mit dünnen Leiterbahnen etc) dann weckt das in mir nicht gerade Vertrauen, wenn ich vor habe mit bis zu sagen wir 5A zu laden...

Wollte zuerst ein "Multiadapter" basteln, damit jeder mit jedem passt... aber das wird nix...

Ich habe mich mittlerweile entschlossen, für die grösseren Akkus den 12er JE Tech Balancer zu verwenden und werde mir wohl mit MPX Steckern (wie das in der Anleitung vorgeschlagen wird) die Balancer Kabel machen. Diese sind überall erhältlich und haben als Gegenstücke nicht nur Buchsen, die lediglich auf eine Platine gelötet werden können (wie bei Schulze und TP)

Andererseits möchte ich meine Lipocard ja auch nicht wegschmeissen und für die kleinen Akkus bis 3sXp weiter verwenden... Damit kann ich auf dem Flugfeld nix falsch machen, einfach einstecken und los gehts... aber leider eben nur bis 4 Zellen...

Bleibt wohl nichts anderes übrig als noch einen Adapter herzustellen zw. Schulze und MPX... der liegt dann garantiert zu Hause wenn ich ihn auf dem Flugplatz brauche :rolleyes:


Notabene daher meine Frage an Euch: Wie löst Ihr das Problem?


Mein Aufruf an dieser Stelle an die Hersteller... hört doch endlich auf mit dem "Süppchen kochen" und einigt Euch auf EIN System. Bei den Servos/Empfänger könnt ihr das ja auch...

So das musste nun mal endlich raus... ;)

Grüsse
MiCHael
 
Hi,

dein Frust ist verständlich.

Ich habe das Problem so zwar (noch) nicht, aber es wird dann wohl wie bei allen anderen Stecksystemen gelöst.
Für ein Stecksystem entscheiden, und die neuen Akkus immer darauf abstimmen.

Andi
 
Hallo Michael,

ich habe das gleiche Problem und zerbreche mir gerade den Kopf, welches Zweitsystem ich mir kaufen soll. Bis jetzt habe ich den Jtech-Balancer i.V.m. dem Spectra Lader. Optimal finde ich das noch nicht, weil keine Rückmeldung zum Lader besteht.
Als Zweitsystem habe ich mir den Orbit Pocketlader mit dem neuen Balancer ausgesucht. Damit hätte ich auch die gewünschte Rückmeldung.

Für den Orbit müßte ich mir Adapterstecker zwecks Balanceranschluss löten.

Sind die Abgriffe an den Akkus eigentlich immer gleich?? Also wie bei Jtech das erste Kabel + , das zweite - der ersten Zelle und + der zweiten usw.?

Wie soll denn dann eigentlich der Anschluss des neuen Robbe-Laders

http://www.der-schweighofer.at/web/...10&PHPSESSID=ed56f52d71495024b4a393c66c894c54

ohne Kurzschlussgefahr funktionieren können? Man kann doch nicht bei oben beschriebenem Abgriff der Zellen jede Zelle einzeln laden!?

Ansonsten wäre der Robbe-Lader das non plus Ultra, ohne großes gehampel mit Equalizern. Mir fehlt allerdings noch die Angabe, mit welchem Strom der Lader jede Zelle einzeln laden kann.
 
Hi Zusammen,

ich habe mittlerweile im Vereins- und Freundeskreis das Thema auch diskutiert, und "wir Lipo-Piloten" haben uns jetzt auch auf den MPX Stecker geeinigt.

Vorteile der MPX Stecker:
Kann bis 5sXp verwendet werden,
Stecker ist verpolsicher
verträgt (Annahme 30-40A ganzer Stecker) pro Pin sicher 5A
ist überall erhältlich
braucht keine speziellen, teuren Crimp Zangen
etc etc...

Nachteile:
Kein Hersteller bietet MPX Stecker am Akku an, d.h. alle Akkus umlöten.
Bei Schockies o.ä. scheint der Stecker etwas gross zu sein, aber das "Mehrgewicht" scheint uns dennoch nicht der Rede wert.

Ergo überwiegen die Vorteile der MPX Stecker ;)

Wir werden unseren Standard der Polbelegung noch definieren. Werde das hier noch posten wenn Interesse besteht.
Bei der Farbkodierung der Kabel werden wir das Schema von Thunderpower verwenden, da einige unserer Akkus mittlerweile von dem Hersteller kommt, und somit lediglich der alte Stecker abgetrennt und der MPX angelötet werden muss.
Kabelquerschnitt wird 0.5qmm sein. (0.34 verwendet TP aber das gibt es fast nirgends zu kaufen, daher das nächst Grössere)

Akkus die grösser als 5sXp sind werden entsprechend "geteilt" d.h. 2x 5s in Serie geschaltet, damit ist eine breite Nutzung der Zellen gewährleistet (z.B. eben als 5s in nem kleinen Flieger oder kombiniert als 10s für den DS-94 oder F3A etc)

Basis Balancer wird der JE Tech sein mit dem 15pin Sub D Stecker. Lader Schulze 636 oder das grosse von Orbit. Um eine Verwechslung der Stecker zu verhindern wenn 2 5s Pack als 10s geladen werden, muss vermutlich noch eine Markierung der Stecker in irgend einer Form erfolgen. (Stecker 1 Zelle 1-5, Stecker 2 Zelle 6-10)

Durch diese Kopplung der 5er Packs kann auch schneller geladen werden... dann sind 2 Packs gleichzeitig voll... :D

Vieleicht müsste man diesen Gedanken weiterspinnen und ggf. noch ein Kabelsatz für 4 Akkupacks machen, sodass z.B. 3mal 3sXp oder 2mal 2s plus 1x3s geladen werden können... ich denke da z.B. ans Turbinenfliegen mit Lipo für Empfänger (2x 2s1p) plus Turbinenakku (1x 3s1p) damit könnte man den ganzen Akkusatz des Fliegers in einem Ladevorgang laden...
Bedingt natürlich dass man entsprechend gleiche Zellen dazu einsetzt, was aber oft gemacht wird z.B. auch mit Konions.

Die unterschiedliche Entladung z.B. des Turbinenakkus ggü. Empfängerakkus würde ja dann vom Balancer erkannt und entsprechend ausgeglichen...

Macht das Sinn?

Grüsse
MiCHael

PS: Den Robbelader kenn ich nicht.
Ein kaskadiertes Ladegerät das jedes Pack einzeln und direkt lädt, egal wie die Konfiguration ist wäre perfekt. Ist aber preislich nicht interessant herstellbar. Mein Kollege hatten in den Pre-Lipocard-Zeiten schon mal einen Prototypen dazu gemacht, aber es benötigt bei 10s 5 Netzteile und gewisse Komponenten die so teuer sind, dass selbst wenn Du das selber herstellst, teurer kommst als mit (mittlerweile kaufbaren) Geräten die nebenbei auch noch andere Zellentypen laden können. Zudem wird es dann aufwändig, wenn es auch noch bei 12V auf dem Feld laufen soll... Ich denke nicht, dass für ein 300-400EUR teures deratiges Gerät ein Markt da ist... zumindest so lange die Akkus so teuer sind... da wird dann vermutlich lieber beim Lader gespart...

Im Paralleluniversum (RCL) wurden solche Lader auch mal ausgiebig diskutiert glaub ich.
 
Hallo MiCHael,
mir sind bisher lediglich 2 Typen Balancerstecker an fertigen Lipo Packs untergekommen:

- der Graupner / Robbe
- der dicker weisse mit Verriegelung an den schwarz eingeschweissten Lipos (im Moment fehlt meinem alten Hirn der Name), X-Cell hat die auch dran

Ich habe mich nach Testen des Robbe Balancers mit dem Graupner Balancer Plus angefreundet . . . und die dicken weissen Stecker lassen sich einfach umbauen damit sie auf den Robbe/Graupner passen:
- Verriegelung abschneiden
- 2 kleine Fuehrungen abschneiden
- Kabel einzeln aus dem Stecker ziehen (mit einem spitzen Gegenstand die Zunge druecken und am Kabel ziehen)
- nach Schema Robbe/Graupner wieder einfaedeln, nachmessen, fertig.

Die von dir beschriebenen Lader (jede Zellen einzeln laden) sind am kommen . . . Thundertiger hatte so ein 4-Zellen Ladegeraet am Stand in Nuernberg. Dann brauchen wir keine Balancer mehr . . .

Die MPX Stecker kann ich nicht nehmen, sind bei mir am Regler und den Zellen dran. Obwohl, die gibts ja auch in rot . . . geht also doch . . . bis zum naechsten Feuerwerk :)
 
@Herbert: Gerne, sobald die Stecker fertig sind. Muss ich aber zum Kollegen, er hat den Orbit, ich hab den Schulze. Ist aber kein Problem.

Jürg Rehm führt das System so schon lange. Durch ihn sind wir vor einem Jahr in Grenchen am EDF Meeting überhaupt auf den Balancer von JE Tech gekommen.

@radioglitch: Ja das wären mir die sympathischsten Lader. Balancer von Graupner oder Robbe kauf ich mir nicht... die Polyquest sind ja auch nicht kompatibel wenn ich es recht im Kopf hab mit dem Graupnersystem.

Grüsse
MiCHael
 
Turbo MiCHael schrieb:
@radioglitch: Ja das wären mir die sympathischsten Lader. Balancer von Graupner oder Robbe kauf ich mir nicht... die Polyquest sind ja auch nicht kompatibel wenn ich es recht im Kopf hab mit dem Graupnersystem.

Grüsse
MiCHael


Moin MiCHael,
Polyquest ist der mit dem dickeren weissen B-Stecker. Der passt wenn man ihn wie oben beschrieben modifiziert.

Gruss
Frank
 
Ein kaskadiertes Ladegerät das jedes Pack einzeln und direkt lädt, egal wie die Konfiguration ist wäre perfekt. Ist aber preislich nicht interessant herstellbar

Der Robbe Lader kostet 69,90!

Der Preis würde ja dann darauf hindeuten, dass jeder Ladeausgang vielleicht höchstens über 500mA verfügt??!

Hat denn noch keiner Daten zu dem Gerät gefunden?
 
Hallo tebi,
ich nehme an: 1, 2 und 4A pro Ausgang (Zelle). Das ist u.U. nur möglich durch 5 Ladestufen bzw. 5 Step-down Wandler. Für höhere Ströme (steht in Beschreibung) sollen dickere Sensor-Kabel (Balancer-Kabel) verwendet werden.
Jetzt muss man noch wißen wie hoch ist die max. Ladeleistung!

Grüße
Milan
 
Tebi,

aber auch dieser Robbelader nützt mir nicht wirklich wenn er nur bis 5 Zellen geht...

Eine Lipocard bis 10 oder 12 Zellen wäre perfekt... die ist in dem Bereich von 1-4 Zellen für mich absolut das Mass der Dinge. Kein sep. Balancer sondern alles in einem... aber eben auch wieder mit so einem doofen Stecker, der nur ein Gegenstück hat, das man auf ne Platine löten muss... :rolleyes:


Eine andere Überlegung wäre halt nach wie vor: 3 Lipocards parallel verwenden... fragt sich nur wie gross die Streuung unter den einzelnen Lipocards ist... wenn diese z.B. unter 0.005V wäre könnte man damit vermutlich leben... und auf diese Art auch bis zu 12S in einem Aufwisch an 3 Ladern laden.

Grüsse
MiCHael
 
Hallo!
Für meinen Kumpel (der hier nicht posten kann) mit ähnlicher Anschluss-Problematik
folgendes kleines Problem zwecks Umlöten Robbe --> auf Polyquest System:

Weiß jemand, wie ich den robbe anschluss
robbe5nj.jpg

an einen alten, verfügbaren Polyquest-Anschluss verlöten/und oder stecken muss?
poly6nb.jpg


Ich habe die Leitungen mal durchnummeriert auf den Fotos, vielleicht kann mir
der mitlesende Fachmann hier sagen, wie das anzustellen ist. Also zum Beispiel

Robbe4 --> Poly1
Robbe3 --> Poly2 ......

Ich habe da keinen Plan, würde mich über Hilfe sehr sehr freuen !! :ok

Ach ja: Es handelt sich um ein 3S Akku !

Danke !! :)
 
Hallo Loopsy,

Leider kenne ich nicht mehr die Originalbelegung der Poly-Quest genau, da ich meine alle auf Graupnersystem (wie radioglitch beschrieben hat) umgesteckt habe.

Aber Du hast ja anscheinend beide Typen zur Verfügung, da ist es einfach, mit einem DVM nachzumessen. Rot ist Plus des gesamten Akkus an beiden Typen. Bei Graupner/Robe ist es einfach: vom äußeren schwarzen (bei Dir der ST) ist immer das Minus der nächsten Zelle (= plus der gleichen Zelle) gesteckt.

Damit mißt Du bei Graupner/Robbe beim 3S vom äußeren schwarzen (ST) an gegen 2 3,7V (Zelle 1), von ST nach 3 7,4V (Zelle 1 und 2) und zu Rot 4 11,1V (Zelle 1-3) (V ungefähr je nach Ladezustand).

Beim PQ sollte m.E. von 4 nach 3 3,7V (Zelle 1), von 4 nach 2 7,4V (Zelle 1 und 2) und von 4 nach 1 (rot) gemessen 11,1 V anliegen (bitte unbedingt noch mal nachmessen).

Wenn Du dies so nachgemessen bestätigen kannst, dann sind

Grp = PQ

ST = 4
2 = 3
3 = 2
4 = 1

P.S: Auf Seite 4 der Graupner-Anleitung siehst Du nochmal, wie der Graupnerstecker belegt ist: graupner.de/anleitungen

Gruß Bernd
 
Hallo Bernd !

Habe alles wie beschrieben durchgemessen und die Werte sind genauso, wie
von Dir vermutet ! Prima!

Damit kann ich mir ja dann die Polyqueststecker an den Akku löten.
Nochmals Danke für die Hilfe!

Was ich immer noch unbefriedigend finde: Daß jeder Hersteller sein
eigenes Süppchen kocht....
 
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