Banggood Gyrokopter Luobo V2S

Hallo liebe Fliegerfreunde,
ich habe mir vor 6 Wochen bei Banggood einen

Gyrocopter Luobo V2S

bestellt, der nun gestern eingetroffen ist. Es ist ein Bausatz, alle Teile sind vollständig. Leider fehlt die Betriebsanleitung.
Auf der Internetseite von Banggood kann man sich zwar die Bedienungs- und Betriebsanleitung herunterladen. Dafür gibt es auf der Seite zwei Links.
Diese kann sie nicht öffnen!
Hat jemand diese Betriebs- und Bedienungsanleitung schon einmal herunterladen können?
Für einen Tipp bin ich sehr dankbar.
Nun darf ich nur noch allen Piloten" Holm und Rippenbruch" wünschen.
Ulrich
 
Gerade ausprobiert. Download klappt für beide Links problemlos. Ergibt zwei .rar-Archive. Nach Entpacken erhält man ganz viele Baustufenfotos.
 
Hallo Ralf,
danke für den Typ, hat mir sehr geholfen. Es gab hier ein paar ungereimtheiten die aber jetzt, dank der Baustufenfotos, ausgereumt sind.
Also, nochmals meinen Dank für den Tipp.
Gruß Ulrich
 

GC

User
Hallo Ulrich,
kannst Du evtl. etwas über deine Erfahrungen mit dem Luobo posten? Ich will mir evtl. auch einen zulegen.
 
Hallo Ralf,
habe den Gyrocopter fertig gestellt, aber noch nicht geflogen. Modifizierung, größere Räder, Spornrad vom Hautfahrwerk und eine Rumpfhaube. Hier war keine vorgesehen. Im Youtube gibt es eine Menge Videos. Er ist ganz leicht zu bauen.
MfG Ulrich
 

swoop

User
Na ja, die videos vom Gyrocopter Girl gefallen mir besser ;);):D:D
 

Franck

User
Hallo zusammen, ich habe heute auch mit meinem Luobo den Erstflug absolviert; habt ihr Tipps zum Schwerpunkt und dem korrekten Anstellwinkel des Rotors. Und Ausschläge? Habe ihn mit viel Glück wieder heil gelandet...
Viele Grüße
 
Hänge das Modell am oberen Ende der Rotorwelle auf (bequem ohne Rotorblätter / ohne Rotorkopf). Nun soll der Rumpf so weit nach vorne geneigt hängen, dass das Höhenleitwerk 15°-18° nach unten zeigt. Akku entsprechend verschieben. Falls zusätzlich Blei erforderlich: Statt Blei besser einen Akku mit mehr Kapazität nehmen. Viele fliegen sogar mit 2200mAh (3S).
Im Flug möchte man, dass der Rumpf des Modells möglichst horizontal unter dem Rotor hängt. Dementsprechend ist der Rotor im Flug um 15°-18° nach hinten gekippt (Anstellwinkel in Bezug auf das Höhenleitwerk(!). Nicht in Bezug zum Rotormast, denn der steht bei manchen Tragschraubern schräg nach hinten auf dem Rumpf. Ich weiß nicht, wie es beim Luobo ist).

Ganz wichtig - egal ob Bodenstart oder Handstart: Immer genau gegen den Wind und erst Losfliegen, wenn die Rotorblätter "zwitschern". Im Gegensatz zum Bodenstart eines Flächenmodell laaaaaangsam gegen den Wind rollen, damit der Rotor auf Touren kommt. Dann wird das Modell nach einer gefühlten Ewigkeit plötzlich leicht und hebt von selbst ab und steigt horizontal geradeaus gegen den Wind.
Versucht man dagegen einen schnellen Start mit viel Gas und Ziehen am Höhenruder, hebt das Modell hebt, kippt sofort zur (linken) Seite und zerschellt am Boden. Man hat meist keine Chance, das mit Roll/Quer auszusteuern.
Noch ein Tipp zum Bodenstart: Den Tragschrauber vom Ende der Startbahn anrollen lassen und selbst etwa dort stehen, wo der Tragschrauber abheben wird. Dann sieht man, wie er sich verhält. Stellt man ihn dagegen vor seine Füsse und lässt ihn dann Anrollen, hebt er erst in recht großer Entfernung ab und man kann schlecht erkennen, wie man Steuern muss, damit der Start gelingt.
 

StephanB

Vereinsmitglied
(..)
Ganz wichtig - egal ob Bodenstart oder Handstart: Immer genau gegen den Wind und erst Losfliegen, wenn die Rotorblätter "zwitschern". Im Gegensatz zum Bodenstart eines Flächenmodell laaaaaangsam gegen den Wind rollen, damit der Rotor auf Touren kommt. Dann wird das Modell nach einer gefühlten Ewigkeit plötzlich leicht und hebt von selbst ab und steigt horizontal geradeaus gegen den Wind.
Versucht man dagegen einen schnellen Start mit viel Gas und Ziehen am Höhenruder, hebt das Modell hebt, kippt sofort zur (linken) Seite und zerschellt am Boden. Man hat meist keine Chance, das mit Roll/Quer auszusteuern.
Noch ein Tipp zum Bodenstart: Den Tragschrauber vom Ende der Startbahn anrollen lassen und selbst etwa dort stehen, wo der Tragschrauber abheben wird. Dann sieht man, wie er sich verhält. Stellt man ihn dagegen vor seine Füsse und lässt ihn dann Anrollen, hebt er erst in recht großer Entfernung ab und man kann schlecht erkennen, wie man Steuern muss, damit der Start gelingt.
Super Anleitung! Ich möchte noch ergänzen, dass das mit dem Abheben in weiter Ferne nicht unbedingt sein muss. Bei ordentlichem Gegenwind kann man nach ein-zwei Metern schon abheben, wenn der Rotor ins Zwitschern gekommen ist. Das Zwitschern ist das A und O beim Start. Rotordrehzahl ist alles, Rollgeschwindigkeit auf der Bahn ist bedeutungslos.

Gruß
Stephan
 

Franck

User
Guten Morgen,
vielen Dank für die wertvollen Tipps! Welche Ausschläge könnt ihr empfehlen? Habt ihr den Rotor mit Gas gemischt?
 
Hallo Gyro-Freunde,
da bei einem Tragschrauber der Rotor lediglich durch den Fahrtwind im angestellten Zustand in Rotation versetzt wird, ist hier ein Mischen von Funktionen nicht möglich. Wie oben schon bemerkt, ist die ausreichende Rotordrehzahl entscheidend für den Auftrieb. Diese kann, wie bei einigen angebotenen Modellen, sogar mit einem E-Motor vorbeschleunigt werden. Hierzu muss allerdings ein Freilauf im Rotorkopf eingebaut werden, damit der kleine Antriebsmotor das System nur in eine Drehrichtung bewegen kann. Ist die Betriebsdrehzahl erreicht( zwitschern 🤣), läuft der Rotor frei durch den Fahrtwind angetrieben. Ich habe vor einigen Jahren einmal die Manntragenden Exemplare in einem Betrieb in Niedersachsen gebaut; hochinteressante Technik!!! Bei präzise austarierten Maschinen sind enorme Flugleistungen möglich. Dabei hat sich die Auslegung mit Pusherantrieb besser bewährt, als ein Nasenantrieb. Die Lage der Kraftachse im Verhältnis zum Mast ist so günstiger. Ein weites Feld zum experimentieren bietet sich, wenn man sich näher mit diesen Fluggeräten befasst. Einfach mal gockeln, z.B. autogyro gmbh hildesheim etc. .....
Viel Spass und Flugerfolg mit den "Rübenschneidern"
Gruß, holzwurm
 

StephanB

Vereinsmitglied
(..) Hierzu muss allerdings ein Freilauf im Rotorkopf eingebaut werden, damit der kleine Antriebsmotor das System nur in eine Drehrichtung bewegen kann. (..)
Ich habe dazu vor Jahren auf der InterEx eine geniale Konstruktion gesehen. Der Pre-rotator war ein bürstenloser Aussenläufer, der oben am Kopf saß. Zum Auskuppeln wurde über eine Hebel-Lösung die Glocke vom Stator abgezogen. Die Glocke drehte dann frei mit dem Rotor mit.
Das hatte Stil. :)
Gruß
Stephan
 
Hallo Stefan, ja, auch eine interessante Lösung. Da ist der kreativität keine Grenze gesetzt. Viel Spielraum zum experimentieren und ausprobieren...Bei einigen "großen" geht das Vorrotieren über einen Riemenantrieb (wird über Spannrolle ausgelöst) und 90° Winkeltrieb von der Motorwelle. Oben am Kopf dann ein "BENDIX" Anlasserfreilauf, der durch Drehzahlfliehkraft eingespurt auf einen Zahnkranz wirkt. Ist relativ aufwändig, funktioniert aber zuverlässig und problemlos.
Bilder von Endi 018.jpg
Bilder von Endi 003.jpg
 
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