Bitte um Hilfe, bin ratlos !

Hallo liebe Kollegen,
habe ein großes Problem. Meine wunderschöne selbstgebaute 2,8m EPP-Hercules (4-mot) ist zum 2ten Mal mit dem gleichen Problem gecrasht.Jetzt weiß ich leider nicht mehr weiter.

Das hat sich beidemal so abgespielt:
Nach ca. 4 min. Motorlaufzeit stellen die Höhenruderservos auf tief und die Maschine saust unaufhaltsam bis unter die Erde. Alle anderen Servos bleiben normal in 0-Position.

Das merkwürdige an der Sache:
Beim ersten Absturz hatte ich eine Multiplex MC1010 in Verwendung und einen biligen Empfänger (PICO 5).
Beim zweiten Mal flog ich die Maschine im PCM-Betrieb mit einer MC-24 und einem SMC14-Empfänger und hatte auch Fail-Safe programmiert (natürlich nicht diese Positionen).

Leider kann ich den Fehler mit den gleichen Komponenten am Boden nie reproduzieren, anscheinend nur in der Luft ...

BITTE UM HILFE !!!
Vielen Dank
 
Bec?
 
Ja mit SUN4001-Regler, 2 A

hab den Strom gemessen, max. 1.3 Ampere wenn alle Servos gleichzeitig laufen, das passiert aber nie, im Flugbetrieb max 0,8 Ampere !

Betreibe die Maschine mit einem 8-Zellen-Akku, NimH PANSAN 3800mAh
 
hab den Strom gemessen, max. 1.3 Ampere wenn alle Servos gleichzeitig laufen, das passiert aber nie, im Flugbetrieb max 0,8 Ampere !

Das ist ein Trugschluß!

Hier die Faktoren, die da eventuell zusammenkommen:

1. Am Boden hast Du keine auf die Ruder einwirkende Kraft ausser der Schwerkraft, in der Luft schon. Servos liegen schnell mal bei 0,5A je Servos. Blockierströme sind fast immer höher.
2. Du sprichst von Höhenruderservos (Mehrzahl, also tippe ich auf 2) und 2,8m Spannweite. Querruder dürfte die Kiste daher auch haben und so komme ich geschätzt auf 5+x Servos an ordentlichen Ruderflächen. Kontronik empfiehlt daher nicht mehr als 4 Servos an ihren 2A BECs zu betreiben.
3. SUN-Regler eventuell dauerhaft im Teillastbetrieb, 4-Motoren an einem Regler mit Vollast nahe der 40A Grenze (oder gar darüber? bei 8 Zellen = 8,8V unter Last ergeben 40A gerade mal 350W. Nicht viel für eine 2,8m Hercules; was die wohl wiegt?) treibt den Regler evt. an seine thermische Grenze oder darüber hinaus. Die SUN-Regler (wie alle einfacheren Regler im unteren Preissegment) haben im Gegensatz zu den teureren StarBEC-Reglern im Teillastbetrieb größere Verluste, die sie in Wärme umsetzen müssen.
4. EPP-Modell: gute Wärmeisolation und oft kleine Kühlöffnungen ? verhindern, dass der Regler seine Wärme loskriegt.
5. ....?


Da kann es dem SUN-Regler schon zu warm werden. Also bitte diese Möglichkeit prüfen.

Hans
 
BEC und Servoströme

BEC und Servoströme

Ein Hitec Servo HS81 hat z.B. sogar 800...850mA Blockierstrom, wenn ich mich recht entsinne. Bei mehreren Servos kommt da schnell einiges zusammen.
Laut Schulze sollte man diesen Blockierstrom auch wirklich bei der Rechnung ansetzen. Die Werte sind aber selten angegeben und müssen oft erst erfragt werden.

Leider sind die Regler-BEC-Empfehlungen der Modell-Hersteller oft so,
dass es eigentlich nur mit Zudrücken aller Hühneraugen funktioniert, was nicht im Sinne der Sicherheit sein kann.

Viele Grüße,
Maistaucher
 
Hallo Maistaucher,

ich bin selbst schon mit 10-Zeller und 6 Servos am Kontronik-2A-BEC ohne Probleme geflogen. Unterschied zu oben: Seglereinsatz, d.h. 20-30sec Vollgas und dann segeln. Servos waren Graupner 1*C341 und 4*351 und ein C507. Die sind alle recht genügsam im Strom.

Die 4 Servoangabe von Kontronik ist eigentlich auf der sicheren Seite. Ich sehe hier eher den Teillastbetrieb als problematisch an. Bei Teillast verwende ich teurere, teillastoptimierte Steller (JAZZ bzw. Vorgänger) und mache bei der Stellergröße mindestens 25% Sicherheitszuschlag. D.h. bei einem 40A Steller darf dann bei Volllast (!) nur maximal gut 30A fliesen.

Hans


Hans
 
Na wenn das so ist, das kann natürlich sein !

Habe (hatte) folgende Servos im Einsatz:

2 x Höhenruder (11mm) über V-Kabel
2 x Querruder (13mm) getrennt
2 x Klappen (11mm) über V-Kabel
1 x Seitenruder (11mm) und Bugfahrwerk(13mm) zusammen über V-Kabel

Wie gesagt habe ich den BEC-Strom aber max. auf ca. 1,3 Amp gebracht, von da aus dachte ich es sollte sich ausgehen.

Das merkwürdige an der Sache ist auch dass es gar nicht im Volllast-Betrieb passiert
ist, sondern beide Male bei Halbgas (Stromaufnahme gemessen ca. 15-20 Ampere).

Für mich ist es unlogisch warum nur die Höhenruderservos auf tief gestellt werden und die anderen Servos so bleiben wie sie sind, auch die Motoren liefen weiter.
Anderseits sind auch der Regler bzw. Servos die einzige Komponenten die ich vom ersten Absturz mit übernommen habe, da ich dachte es läge an der Anlage.

Vielen Dank für eure Posts !
 
Wer lesen kann ist klar im Vorteil :)

Volllast: passiert nix, Regler bleibt kühler.
Teillast und zuviel Strom am BEC: BEC schaltet ab.


Aber auch bei Volllast kann dir es passieren, dass das BEC bei dem Regler ausfällt.

Also Empfänger-Stützakku montieren.
 
Der Sun hat auch nen aktiven Freilauf, wir habens nur nie erwähnt ;) und der PIX hat es entgegen den Angaben auf unserer HP auch...sollte ich glaub mal ändern...
Die Servoanzahl ist einfach zuviel, ohne Puffer würde ich das nicht fliegen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage zu Freilauf

Frage zu Freilauf

"Blöde" Frage @Motormike von einem Nicht-Elektriktrick:

Was bedeutet aktiver Freilauf bei einem Steller/Regler ?
Wozu ist der da? Was hat er für Vor-/Nachteile?

Danke schon mal,
viele Grüße,
Maistaucher
 
Das ist eine Schaltung zur Reduzierung der Schaltverluste im Teillastbereich auf nahezu 0 im Vergleich zum durchgeschalteten Steller.
Bsp. 40A Steller mit 40A bei Vollgas dann auf Halbgas gedrosselt wird heisser, mit aktiven Freilauf nicht mehr bzw. nicht viel mehr Erwärmung je nach Reglertyp.
Nachteil ist, daß mehr Bauteile benötigt werden und somit teurer in der Herstellung sowie ein deutlich höherer Programmieraufwand.
 
Na, dann dankeschön für die vielen Tipps.

Noch ne Frage: Wenn ich eine Akkuweiche hernehme, kann ich dann den Regler noch weiter verwenden, oder soll ich ein anderes System verwenden (wegen Stützakku mein ich)?

Was könnt ihr mir da empfehlen ?

Vielen Dank
 
Bei Kontronik darfst du einen geladenen 4 Zelligen Empfängerakku einfach an dem Batterieeingang des Empfängers anstöpseln.
Falls nichts mehr frei ist dickes V-Kabel benützen.
 
Hab's gerade nachgelesen, stimmt tatsächlich !
Dann leg ich nen 4x2000er SC Akku noch dazu, damit sollts dann wohl keine Troubles mehr gebe, so hoffe ich !

Ihr Jungs seit schwer auf Zack !

VIELEN DANK !
 
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