Blasen in der Kraftstoffleitung

Hallo!

Ich habe ein Problem mit einem 7,5er Magnum und bin mit meiner Weisheit am Ende.
Wie im Titel bereits steht, habe ich Blasen in der Leitung zwischen dem heckmontierten Düsenstock und dem Vergaser.
Der erste Gedanke war ein Loch im Schlauch, das war aber nicht der Fall. Dann habe ich den Tank ausgebaut und festgestellt, dass die Messing-Röhrchen im Tank regelrecht zerfallen waren. Es gab viele haarfeine Risse in Längs- und Querrichtung, die offensichtlich nicht mechanischer Ursache waren. (Für die, die sich dazu berufen fühlen: War das interkristalline Korrosion?) Auf jeden Fall habe ich die Röhrchen komplett ausgetauscht und bei der Gelegenheit auch gleich den Düsenstock neu abgedichtet.
Beim nächsten Probelauf lief der Motor erst ganz gut, dann tauchten wieder Blasen auf. Als ich die Düsennadel rausgeschraubt habe, siegen Blasen auf - es kochte quasi im Düsenstock. Meine Vermutung war sofort, dass der Schlauch, den ich der besseren Montage wegen zum Teil unter dem teilverkleideten Motor liegen hatte, zu gasblasenbildung fürte. Daraufhin habe ich dann den Schlauch so gekürzt, dass dies nicht mehr der Grund sein konnte.
Trotz all dieser Massnahmen habe ich immer noch blasen in der Leitung zwischen Düsenstock und Vergaser (den Teil des Schlauches, der vor dem Düsenstock liegt, kann ich nicht sehen). Ich habe sogar probeweise den Tank durch den Schlauch zum Vergaser abgetankt (also quasi so, wie der Motor ansaugt: aus dem Tank durch den Düsenstock) es traten aber dabei keinerlei Blasen auf!
WAS IST DAS?

Ich habe schon etliche Motoren gehabt, aber das ist mir noch nicht untergekommen. Hat vielleicht jemand von Euch ein Tip für mich?

Viele Grüsse,
Falk
 
Hallo Falk,

war es besonders warm? Hast du mal gefühlt, wie warm dein Düsenstock am Motor war. Ist der Düsenstock termisch gegenüber dem Motor isoliert oder direkt mit dem Motorgehäuse verbunden. Die Blasen können auch vom siedenen Treibstoff kommen. Wenn du den Motor bisher bei kälteren Umgebungsbedingungen betrieben hast, kann es eventuell gerade noch gut gegangen sein und jetzt nicht mehr.

Viele Grüße

Volker
 
Hallo!

Ja, es war recht warm und bei den Magnum-Motoren ist der Düsenstock in einem Alu-Guss Teil montiert und am hinteren Gehäusedeckel verschraubt.
Ich habe den Tigershark nach ein paar Jahren reaktiviert. Interessanterweise kann ich ich mich an derartige Probleme bei den vorhergehenden Flügen nicht erinnern, es ist aber einfach zu lange her, als dass ich noch wüsste, was damals für Wetter war.
Ich werde mir mal eine thermisch isolierte Montage des Düsenstocks überlegen. Der ist derzei mit zwei der vier Gehäusedeckelschrauben verschraubt. Um den Montageort beibehalten zu können würden mir nur Pappscheiben und Kermikschrauben (gibt´s die überhaupt?) einfallen ;-). Da muss also wohl ´ne andere Lösung her...

Viele Grüsse,
Falk
 
Hi,
der Schlauch im Tank könnte porös sein und ich habe nach sochen erfahrungen angefangen entweder Sinterpendel oder Filzpendel einzusetzen ...
Bei dem Filzpendel bestücktem Tank habe ich schon geschafft blasenfrei auch den letzten Tropfen Sprit aus dem Tank zu nutzen.

Von thermischen problemen habe ich in dem zusammenhang auch schon gelesen... dann müsste meiner Meinung nach der Motor aber zu heiss laufen weil ja eigentlich das Luft/Spritgemisch das Kurbelgehäuse von innen her kühlt...

Dann wurde vor Jahren mal diskutiert das evtl der Schlauch zwischen Düsenstock und vergaser selber die Ursache für die Blasen seien ... vielleicht den auch mal tauschen, evtl. in etwas überlänge damt der Schlauch weiter um den Zylinder herum geführt wird.
 
Hmmm wie sieht es mit Vibrationen aus ist der Tank in Schaumstoff gelagert die die Gummi Dichtung am Tank ok?????????

Mfg Manuel
 
Hallo Frank

Ich hatte das gleiche Problem mit meinem 46er Magnum.
Bei mir war die nach hinten verlegte Düsennadel undicht. Dort hat er Luft gezogen. Dreh mal die Düsennadel ganz heraus und ersetz den 0-Ring auf der Düsennadel durch ein Stück Spritschlauch. Das ganze dreht sich dann etwas schwerer aber bei mir hats geholfen :D

Gruß
David
 
Hi!

Danke für die Antworten!
Am und im Tank ist alles dicht, der Tank ist im Schaumstoff gelagert und ein Sinterpendel ist auch drin.
Der Tip mit dem O-Ring an der Düsennadel ist gut! Ich habe schon überlegt, ob ich probeweise den Ring tausche, es ist mir aber kein adäqater Ersatz eingefallen.
Das sind ja schon mal ein paar Ansätze, die werde ich bei nächster Gelegenheit probieren.

Danke!
Falk
 
Hallo Falk ,
ich habe das gleiche Problem. Ein OS 50SX mit am hinteren Deckel befestigter Düsennadel. Der Motor läuft zwar auch mit den Blasen tadellos, ich möchte es aber ganz perfekt. So habe ich mir einen Tank von Stückerjürgen gekauft (den Schalldämpfer habe ich auch von dort und bin begeistert) und heute Nacht eingebaut. Voller Erwartung dann Nachmittags auf den Platz... und weiter Blasen! Der Nullring ist dicht. Was nun? Hast Du das Problem gelöst?
Haben hier andere Experten einen Tipp?

Mit Fliegergruß
Bernd
 
Hi !
Wenn die Blasen nur im Schlauch zwischen Vergaser und Düsenstock auftreten , hilft , wie weiter oben bereits gesagt , den Düsenstock an den Motorspant zu versetzen . Mögliche Ursachen könnten sein , feine Vibrationen der Düsennadel , aufkochen des Sprits im Düsenstock ,drehzahlbedingte Resonanzen im Schlauch , die zu Undichtigkeiten an den Nippeln führen.
Noch eine Möglichkeit sind oftmals , Spritfilter in der Zuleitung .

Ich habe diese Blasen bei meinem 25 FX auch erst nach dem Befestigen des Düsenstocks an den Motorspant beseitigen können . Da ich auch auf einen BubblesTank umgerüstet hatte , habe ich in die Zuleitung einen Spritfilter gesetzt und wieder Blasen gehabt , Spritfilter raus => Blasen weg .
 
Die Blasen sind weg!

Die Blasen sind weg!

Hallo,

ich habe heute den Orginaldüsenstock gegen eine separten und vom Motor getrennten Düsenstock ersetzt und hatte damit vollen Erfolg! Es bilden sich keine Balsen mehr. Also eindeutig eine Frage der Überhitzung.

OS 50 SX mit 13X4W APC, 11.000 U/min, Schalldämpfer von Stückerjürgen,
Madness2 mit 2,3kg (Trocken) = Torquen ohne Ende und das Superleise und ohne Blasen, Tank auch von Stückerjürgen mit 200ml reicht für 12 Min. Dann befinden sich noch 70ml Reserve im Tank.


Vielen Dank für Eure Hinweise

Bernd
 
Wenn Du ihn im Stand mit Pumpe übers Tankpendel blasenfrei leerzapfst hast Du folgende Unterschiede zum Motor-Vergaser-Betrieb:
  1. keine Vibrationen
  2. niedriges Temperaturniveau
  3. kein Druck im Tank (sogar Unterdruck!)

zu 1.) a)anderes Tankpendel: wie ich Dich kenne, hast Du das schon längst gemacht
b) Tank weicher lagern. Versteh ich den Sinn nicht wirklich, denn es gibt sogar Leute die machen ne ungepolsterte harte Spantmontage. Das scheint auch zu klappen. Und Sprit entspannt sich sehr schnell. (nicht-stabiler Schaum)
c) Vielleicht schüttelt sich nur ein kleines Stück Leitung durch Resonanzeffekte auf.

zu 2.) Wo sitzt denn Deine Druckabnahme am Auspuff. Wenn da Hochdruck drauf ist und ne kurze Leitung (kühlende Oberfläche im Luftstrom). Probeweise Abhilfe: ein Stück MS-Rohe als "Kühlschlange" in die Druck-Zuleitung.

zu 3.) Die Düse wirkt doch als Druckminderer. Vielleicht gibts da nen Zusammenhang. Wobei das höhere Druckniveau im Tank eine Blasenbildung eher verringern sollte. (Grüße vom Esch!)
Mal ne ganz naive Zwischenfrage: Stört die Blasenbildung überhaupt das Laufverhalten des Motors? Ich hatte früher zweimal diese Blasen beobachten können. Aber den Motor (6,5er Webra Speed mit Dynamix-Schieber. JAWOLL, ICH HABE AUCH SCHON VERBRENNER GEFLOGEN!! :) ) hat das garnich gejuckt. Ich war nur erstaunt darüber, weil ich glaubte daß der Tank fast leer sei. War er aber nicht.

Müsse mer mal reingucken die Woche.
Hab schon lange keinen Methanolmief geschnüffelt...
Servus und Mahlzeit!
 
Also bei meinem Hype Eagle (160cm Schulterdecker) ist der Tank (320ml) fest eingebaut.
Dank Sinterpendel habe ich keinerlei Blasen im Spritschlauch.

Das Sinterpendel ist auch kein original, sondern eigendlich ein Abluftschalldämpfer von FESTO.

Klappt prima ;)
 
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