Empfängerkonzept

Hallo Allseits!

Ich habe in letzter Zeit die Beiträge zur Empfänger- (Servo)- Stromversorgung in größeren Modellen, Antennenverlegung, usw. aufmerksam verfolgt, und komme zu dem Schluss, dass es ab einer gewissen Anzahl Servos unerlässlich ist, eine abgesetzte Stromversorgungseinheit zu installieren. Da gibt es ja schon einige Produkte. Störend dabei scheint der Verkabelungsaufwand zu sein, da jeder Kanal zwischen Empfänger und Servoverteiler extra verkabelt werden muss. Es wäre doch denkbar, dass man einen Empfänger baut, der als Ausgangssignal nicht die schon nach Kanälen sortierten Impulse, sondern das Summensignal aller Kanäle, wie es im Sender generiert wird, zur Verfügung stellt. Dann braucht es noch eine "Endstufe", die über EIN Kabel mit dem Empfänger verbunden wird. In der Endstufe findet dann die Separation der Kanäle und die Verteilung an die Servos statt. Bei den Endstufen könnte man, an die verschiedenen Modellkategorien angepasst, verschiedene Größen ausführen. Gibt es so ein Konzept schon?

Grüße, Wolfgang
 

Thommy

User †
Hallo,
also Deine Lösung setzt aus meiner Sicht am falschen Punkt an. Du verlagerst das Problem in den Verteiler. Mein Lösungsansatz wäre, daß die Empfänger einen vernünftigen Akkuanschluss bekommen, und das Problem ist gelöst.
Gruß
Thommy
 

wolf

User
Servus

'Gibt' ist vielleicht nicht das richtige Wort,
'GAB' wäre besser. Bei den Graupner/Varioprop
aus den 70ern hiess das Empfänger+Schaltbaustein.

Vielleicht springt ja ein Hersteller wieder auf diesen Zug auf, aus Deinem Blickwinkel betrachtet, wäre das Konzept interessant

Gruß
wolf
 
Hallo!

Ich denke, dass es Sinn macht, den Leistungsteil vom Empfangsteil räumlich zu trennen, und über EIN hochwertiges Kabelsystem zu verbinden. Die eigene Servostromversorgung (z.B. Duobatt) im Empfänger ist aber für Flieger mittlerer Größe auf jeden Fall schon eine gute Lösung. Bei der "Endstufenlösung" hätte man aber noch den Vorteil der möglichen galvanischen Entkopplung von Leistungsteil und Empfänger, damit minimale Rückwirkungen. Mehrere Servobuchsen pro Kanal wären natürlich auch Teil des Konzeptes. Bei der Varioprop gab es weder eine räumliche Trennung, noch eine eigene Servostromversorgung, noch mehrer Buchsen pro Kanal.

Grüße, Wolfgang
 

Thommy

User †
Hallo,
@Ulrich
warum in Gottes willen muß ein Empfänger in einem Großsegler oder F3A-X klein sein. Er muß gut sein, er kann so aufgebaut sein daß HF und der Rest saubergetrennt sind. Aber er muß nicht klein sein.
Wer sagt ausserdem dass ein Empfänger bestimmte Kanäle nicht mehrfach zur Verfügung stellen kann ?

Bei so einem Wahn Empfänger klein zu Bauen kommen dann Empfänger raus wie ein ds24, wo an jedem Ende und in Jeder Richtung Servos angesteckt werden, und man kaum mehr rankommt. Das ist Quark so etwas, denn in einem HLG brauch ich keine 12 Kanäle und warum muß ich mich im Ventus mit so einem Mist rumärgern.
Meine Meinung
Thommy
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

auf meinem Wunschzettel steht ein sehr guter Empfänger mit
- Stromversorgung +/-
- Antennenanschluß
- 10-12 Signalanschlüsse
auf einer Seite
+ ein Adapterkabel in Ausführungen mit und ohne Akkuweiche und angelöteten Servokabeln zum Aufstecken.

Nur welcher Hersteller kann das wollen? Ein (mit Ersatz zwei) Empfänger für fast alle Modelle.

ACT hat mit dem Duobatt sowas ( http://www.acteurope.de/html/hauptteil_duo-batt.html ) bis auf den Antennenpin und die angelöteten Kabel und leider nicht für meinen SCM20DS (wäre sonst schon bestellt ;) ). Naja, ist ja bald wieder Weihnachten :D .

Übrigens würde das Format des DS24 mit 6*3 = 18 Pins auf einer Seite mit dem Adapterstecker für 15 Kanäle reichen. Und der ist bis auf die HLGs und die Hallenmücken für alle anderen Modelle klein genug. An dem Empfänger die Servos anzustecken ist jedesmal ein Gefummle.

Hans
 
Ich glaube auch, dass es nicht besonders wichtig ist, ob der Empfänger ein wenig größer oder kleiner ist, aber weit weg von allem, was viel Strom zieht, sollte er sein. Ist aber nur so ein Gefühl von mir. Und wenn das mit EINEM Kabel als Verbindungselement geht, wäre mir das ungleich lieber, als wenn ich drei oder vier Kabeln brauche, um die Verbindung aufzubauen. Wenn man davon ausgeht, dass die räumliche Trennung zwischen HF und Leistungsteil eine untergeordnete Rolle spielt, dann braucht es so ein Konzept natürlich nicht.

LG, Wolfgang

Grüße,
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Moin,

Wolfgang's Ansatz hat was. Im Gegensatz zu Thommy sehe ich hier keine Verlagerung, sondern ein Konzept, zumindest für Großmodelle mit ihren hohen Servoströmen.
Gesehen habe ich sowas noch nicht, aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt, bietet sich eine Reihe von Vorteilen:
  • die Schaltteile könnten mit der fast kompletten Verkabelung im Modell verbleiben
  • die Schaltteile könnten nach Anforderung ausgelegt sein (wie die Servoverteiler)
  • da der Verkabelungsaufwand entfällt, kann man leicht den Empfänger von einem Modell in ein anderes umbauen. Dadurch braucht man nur einen Empfänger, und der könnte dafür entsprechend hochwertig und dennoch klein (kein Leistungsteil) ausgelegt sein
  • die Störsicherheit läßt sich verbessern
Die Lösung von Bichler geht ein Stück in die Richtung, ist aber ein Verteiler, d.h. die Decodierung wird nach wie vor im Empfänger durchgeführt.
Grüße, Ulrich Horn
 

Ka6E

User
Hallo alle zusammen !

Ich habe auch schon seit langen die immer Wiederkehrende Frage wie mache ich es bei den Großseglern .Ich baue gerade an einer DG 800 mit 6 Metern .Die klappen habe nicht ganz Scale pro Seite Dreigeteilt .Und schon komme ich bei diesen Flieger auf 12 Servo .
Was oder wie ist denn nun besser .Einen dieser Stromverteiler oder doch vielleicht einen zweiten Empfänger mit doppelter Stromversorgung .Oder Stören sich vieleicht die Empfänger .

MFG.Dirk
 
Hallo Dirk
Ich bin nicht Seglerspezialist sondern fliege fast ausschliesslich mit Motorflugzeugen.
Dennoch, bei etwa 60 Servotests in der Werkstatt mit 20 verschiedenen Servos hatten wir immer auch ein Auge auf den Stromverbrauch unter Last.
Bei moderaten Servoausschlägen und Knüppelbewegungen, wie sie meines Erachtens beim Segelflug hauptsächlich vorkommen, blieb der Stromverbrauch selbst bei stärkeren Servos weit unter 1 A. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass man im gemächlichen Segelflug, allenfalls verbunden mit einfachem Kunstflug, mit dem traditionellen Empfänger-Servo-Equipment gut auskommt.
Ansonsten eine Bemerkung zu den 12 Kanal-Empfängern:
a) um ACT 12 K Empf. gibt es meines Wissens auch so eine Art aufsteckbaren Externadapter mit sep. Stromkabel;
b) der 12 K Empf. von MPX hat gleich 2 Akkueingänge und eine integrierte Akkuweiche sowie 2 sep. Steckerleisten, was ja die Stromschiene auch entlastet. Bleibt noch der 12 K von Grpn. JR, der diese Features meines Wissens noch nicht hat, aber vielleicht gibt es auch hierfür schon ein Extra auf dem Markt. Also zusammenfassend würde ich bei einem 6m Segler 2 Akkus, 4 Schalter (jeder Akku über 2 Schalter) und ein handelsüblicher 12 K Empfänger nehmen. Immer vorausgesetzt du besitzt entweder eine MC24 oder eine MC4000 mit wirklich 12 Kanälen. Futaba wird sicher demnächst nachziehen, da bin ich fest davon überzeugt.

Bei einem F3AX 3M Geigenkasten würde ich sicher ein DPSI oder Adäquates einbauen, das ist schon klar, aber da sind die Servowege und Stellgeschwindigkeiten auch limitierender Faktor. Ich glaube, heute orientieren wir uns teilweise auch bei den übrigen Modellen zu stark an diesen Torque-Ungetümen. Ein Akroflugzeug, das den heutigen Anforderungen gerecht werden soll ist aber physikalisch gesehen einfach eine ganz andere Ruder-Leistungskategorie als alle anderen Abteilungen des Modellfluges. Nehmen wir z.B. einen 16 kg schweren Warbird (AT6, Mustang, Spitfire, Me109, P40 etc. ) mit 100ccm unter der Haube. Wer schon mit so einem Kahn geflogen ist weiss, dass hier nur minimale Auschläge z.B. auf Höhe und Seite nötig sind. Die QR sind hinsichtlich Ruderkraft ohnehin nicht sehr kritisch, da sie zumeist vergleichsweise klein sind. Für Landeklappen sind möglichst langsame Servos optimal. Wenn ich hier also mit 15° Ruderausschlag statt 45° benötige, dann muss das Servo bei gleichem Fluggewicht auch nur etwa 1/3 Power haben. Solche Überlegungen scheinen derzeit durch die Servopower-Euphorie etwas aus der Mode gekommen zu sein.
Gut, zuviel Power ist immer besser als zuwenig.

Gruss

Kurt

Gruss

Kurt
 

k_wimmer

User
Hallo Kurt,

bei den Seglern muss ich Dir leider widersprechen:
ich hatte in meinem MPX Condor mit 4,20m im Flügel alles ProfiMC Servos eingebaut (n=6kg/cm), da alle kleineren Servos bei höherer Geschwindigkeit entweder die Klappen nicht mal mehr Neutral halten konnten, oder nicht in der Lage Waren die Klappen zu einem ordentlichen Ausschlag zu bewegen. Ich hatte hierbei 4 Klappen mit ca 7*100cm Grösse.
Beim Segler haben wir normalerweise kein neutrales Profil, sonder immer irgend etwas Tragendes. Und diese Profile haben die Eigenschaft, auch in der Neutralstellung Servokraft zu benötigen!

Auch einen Akro-Segler im Massstab 1:3 oder 1:2,5 würde ich auch nicht unbedingt mit C5007 ausstatten!
Hier benötigt man halt etwas mehr Dampf!

Also Du siehst, auch Segler können grosse Kräfte auf den Servos benötigen.
Also ich fliege z.B. in meinen grossen Seglern mit Akkuweiche, elektr. Schalterkabel und mehrfach gespeisstem Empfänger. Die Kabelquerschnitte zu den Flächenservos sind bei mir immer mit 1qmm für die Powerleitung ausgeführt. Die normalen Servokabel reichen da halt einfach nicht mehr!
Als Akkus werden bei mir NUR hochstromfähige NiCd-Akkus verwendet (vorz. RC2400) Akkuweiche und elektronischer Schalter im Eigenbau (in Zukunft ACT-PowerSwitch :) ) und als Zuleitung zum Emfänger nehme ich 1,5qmm Litze, an die ich immer 2 Servostecker anschliesse (wie ACT-SPS10).

Zum Empfängerkonzept kann ich eigendlich nur sagen, dass ich den ACT DSQ12 derzeit als fast ideal bezeichnen will, da hier die Powereinspeisung nicht mehr über die popeligen Servosteckerchen geführt wird, sondern über einen separaten Anschluss, der für max. 5A ausgelegt ist. Wenn jetzt dieser Empfänger auch noch MPX Servobuchsen hätte, statt der JR-Sch..., dann wäre er perfekt.
Das gleiche Konzept dann noch in 9-Kanal für die kleineren Modelle, und das Programm ist rund!

Den Duo-Batt gibt es derzeit halt nur für den Smart-Scan und für die Futaba PCM-Empf. Ist aber für den 12er unter diesen Umständen wohl auch nicht zwingend erforderlich.
 
hallo Kai

bei den Seglern muss ich Dir leider widersprechen:
Gut, da fehlt mir vielleicht doch die Erfahrung mit Seglern. Also bei meinem einzigen Segler (Hänel B4 Spw. 3,75m) habe ich JR 4021 auf Höhe, MPX Profi auf Seite, MPX Power auf LK. Ich merkte da nie etwas von Stellschwäche und wenn ich damit mal fliege, wird nicht geschont. Aber wie gesagt, meine Bemerkungen zu den Segelmodellen besitzen eher ein Fragezeiche als ein Ausrufzeichen.

Gruss

Kurt
 
Nun gut, ich spinne mal an dem Konzept herum ...

Der Empfänger-Teil (m.E. bereits mit Aufteilung der Kanäle) gekapselt und geschirmt, mit Quarz (na no na ned ;) ) wird im (Flug-)Modell in einen Sockel gesteckt (vergleichbar mit den HF-Modulen der teureren Sender).

Dieser Sockel enthält die weitere Elektronik - je nach Modell(größe) und Geldbeutel mehr oder weniger aufwändig - und die Antenne.

In diesem Sockel könnten im einfachsten Fall Anschlüsse für 4 Servos und eine Stromversorgung vorhanden sein.

In einer sehr hohen Ausbaustufe könnte ich mir dann Dinge wie doppelte Stromversorgung, extra Stromversorgung für den Empfänger, Analyse-Elektronik (Störungen, Akku-Spannungsprüfung), zusätzliche Elektronik-Gimmicks (Modellfinder, Failsafe-Programmierungsmöglichkeit), Kabelpeitschen mit ordentlichem Querschnitt in ein- bis dreifacher Ausführung je Servo, usw. vertreten sein.

Damit ließe sich für jedes Modell (auch für HLGs) wohl ein in Bezug auf Gewicht, Platzbedarf, Funktionsumfang und 'Sicherheit' vertretbarer Zustand erreichen. Jetzt noch den Sockel normieren (herstellerübergreifend), dann wären überhaupt alle glücklich :D

Außerdem ließe sich auf diese Art und Weise die Entwicklung der eigentlichen Empfängerelektronik und der zusätzlichen Gimmicks trennen, was Gesamtkosten senken dürfte (nicht für jedes Feature muß ein komplett neuer Empfänger entwickelt werden). Wenn nun bei den High-Tech-Varianten des Sockels auch noch die Software update-fähig wäre (z.B. über serielle Schnittstelle oder über Einsenden, wie bei Piccolario ...), könnten die Hersteller sehr schnell bei vergleichsweise geringem Aufwand auf Kundenwünsche und Probleme (die es natürlich nie gibt :p ) reagieren.

lg
Klaus
 
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