Feuer

Hallo Jungs
Folgendes Scenario, Lipo-Akku Saehan 2500mah in Funjet geflogen bis Motor abgeregelt. das heißt lipo leer. NICHT GELADEN. Akku auf Werkbank gelegt und 14Tage vergessen, Resultat FEUER !!!! Wie ist es möglich dass ein Lipo nur durch eine eventuelle Unterspannung zubrennen beginnt, wohlgemerkt kein Absturzschaden, der Lipo ist noch nie unsanft behandelt worden und war auch nur 4 Monate alt.
wer hat ne Erklärung dafür ?
happy landings
Fritz
 
Was soll so eine Antwort ?
Fliegst Du deine Akkus nur 20sec oder bis die Abschaltspannung erreicht ist, ein bisschen lesen wäre besser
Fritz
 

Julez

User
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Was soll so eine Antwort ?
Die Wahrheit darstellen?:rolleyes:
Wer seinen Lipo fliegt, bis der Regler dicht macht, ist selber schuld. Diese Abregelung ist bloß der letzte Notanker, und sollte keinesfalls regelmäßig beansprucht werden. Verantwortungsvolle Piloten fliegen ihre Akkus nur zu etwa 80% leer.
 
Friedrich,

Nein nur 20sec flieg ich meine Akkus nicht, aber je nach Strom, hole ich aus meinen Akkus nur 60-70% der Kapazität raus.

Fliege zb einen Pylon mit rund 85A Dauer, da hole ich aus einem 3200er Akku nur 2000-2100mah raus. Der Akku dankt es einem mit hoher Lebensdauer.

Bei 40A würde ich 2500-2600mah rausholen.

Bis in die Spannungsabschaltung bin ich noch nie reingeflogen (deswegen find ich die sogenannten "Liporegler" auch Blödsinn). Und ich flieg nun auch schon einige Jahre Lipos.
 
Moin,

Darf ein Akku brennen wegen Unterspannung oder nicht.
Darf oder darf nicht ist hier eigentlich nicht die Frage.

Die Technologie hat nunmal den Nachteil, dass es bei unsachgemäßer Behandlung (zb. zu tief entladen) passieren kann. Das ist eine Eigenschaft der Akkutechnologie Lithium Polymer.
Die kann man nciht wegdiskutieren. Die ist einfach da.

Und man muss sein eigenes handeln und seinen Umgang mit der Technologie danach ausrichten, dass es nicht passiert. Eben zum Beispiel nicht zu tief entladen.

Wenn du also mich fragst, darf ein Akku brennen wegen Unterspannung, dann sage ich ein deutliches JA!

Auch Benzin kann anfangen zu brennen, wenn man beim tanken an der Tankstelle raucht.
Auch da, es ist eine Systemeigenschaft, dass Benzin brennen kann. Man muss sein handeln halt darauf ausrichten, dass das nicht passiert (eben nicht an der Tanke rauchen). Und genauso wenig darf/soll man seinen Lipo zu tief entladen.
 

udogigahertz

User gesperrt
Aber merkwürdig ist das schon, wie ich finde. Wenn der Akku leer war, woher nimmt er dann die Energie, die nötig ist, um zu brennen? Immerhin ist dazu eine ganz schöne Energie nötig, damit das Material brennt.

Also nochmal die Frage an die Experten: Woher stammt die Energie?

(Dass man LiPos pfleglich behandeln sollte und niemals nicht "leerfliegen" sollte, ist klar, darum gehts nicht.)


Grüße
Udo
 
HI Udo,

Das ist allerdings eine Frage die ich mir auch schon gestellt habe, woher die Energie kommt.

Gesehen hab ich es auch schon, dass ein leerer Akku angefangen hat brennen.
Provozieren konnte ich es selbst mit einem vollen Akku nicht.

Die Chemie, bzw Physik dahinter ist mir auch noch nciht klar.
 

udogigahertz

User gesperrt
Julian Holtz schrieb:
Die Energie, die beim Akkubrand frei wird, ist nicht die elektrisch gespeicherte Energie, sondern die chemisch gespeicherte Energie der Chemikalien da drin.
Aha. Und wieso wird diese chemisch gebundene Energie durch die Tatsache des "Entladenseins" in Gang gesetzt? Anders herum gefragt: Ist jeder LiPo-Akku ein potentieller Brandsatz, wenn er entladen ist?

Grüße
Udo
 
Na das Problem ist nicht das Entladen, sondern wenn der Akku derart stark ausgast (dick wird) das die Schutzhülle Schaden nimmt. Das Lithium reagiert dann mit dem Luftsauerstoff und brennt, so zumindest hab ich das verstanden. Hab´ bei mir im Schuppen schon ein Jahr lang einen toten 2s 300mAh liegen, der ist auch dick geworden, hat aber niemals Feuer gefangen. Also ist das tiefentladen nur der erste Schritt zum Wohnungsbrand.

Ich fliege auch nach Timer, ich taste mich Langsam an 70 - 80 % Kapazitätsentnahme ran und den Rest lass ich dann drin. Bei nem 30 Euro Akku kann man den Verlust verschmerzen, bei 5s oder mehr mit großer Kapazität sind schon leicht Hunderter im Ar.... Deshalb ist Vorsorge besser wie Nachsicht.


Gruß

Chrischan
 

Knut

User
Hallo,

ja nachdenklich stimmt die Sache schon. Wie hoch ist vor allem die Wahrscheinlichkeit das dies passiert? Sicher nicht sehr hoch, ansonsten hätte man wohl schon mehr davon gelesen. Fritz, gab es noch irgendwelche andere Randbedingungen die das hätten begünstigen können?
Ich fliege nach Liopeinzelspannungsmessung, was für ein Wort. Bei 3,3 V bei der ersten Zelle regelt der Motor hörbar runter. Dann ist Schluß. Timer am Sender habe ich extra noch. Meistens warte ich nicht mal bis zum abschalten.
Mit der Abschaltspannung, denke ich mal, liege ich nicht so falsch.

Tschüß
Knut
 

Julez

User
udogigahertz schrieb:
Aha. Und wieso wird diese chemisch gebundene Energie durch die Tatsache des "Entladenseins" in Gang gesetzt? Anders herum gefragt: Ist jeder LiPo-Akku ein potentieller Brandsatz, wenn er entladen ist?

Grüße
Udo
Je tiefer der Akku entladen ist, desto mehr leidet das Elektrolyt. Verlässt man das Spannungsfenster, in dem es stabil ist, zersetzt es sich. Sodann ist es gefährlicher als normal, und es können unverhersehbare Sachen eintreten.
Deswegen: Akkus nicht vollkommen entladen, und nicht entladen lagern.
 
Hallo
Der Regler war auf 3,2 Volt pro Zelle eingestellt, also im absolut grünen Bereich.
Muss dazu sagen dass das meinen väterlichen Freund passiert ist, der bisher NiCad im Elektroflieger geflogen ist und ich ihn überredet habe endlich auf leichtere Lipos umzusteigen. Er war gewohnt die Akkus erst vor Gebrauch zuladen. Meine Vermutung war ebenfalls eine chemische Reaktion wegen einer Tiefentladung, stimme damit mit Julian überein.
Glaube aber in keiner Lipobeschreibung so etwas gelesen zuhaben, dass eine Tiefentladung so brandgefählich wird. Nochmal der Akku hatte einen Multiplexstecker und ist auf dem Tisch mit keinem Metall oder einer Flüssigkeit in Berührung gekommen und ist noch nie abgstürzt oder sonstwie beschädigt worden. Nur nach dem Flug nicht geladen und am Tisch ca 14 tage nicht beachtet worden.
happy landings
Fritz
 

eman

User
Mir kommt so vor, daß solche Sachen meist Produktionsfehler sind...

Seies Zellenchemie verunreinigt..oder auch Alutüte Haarriß/Schweißnaht def.
oder was auch immer...
Bestätigen kann man so etwas natürlich nicht, aber was soll es sonst sein..
Wenn sonst nichts passiert ist: Pech gehabt.
Aber normalerweise sollte da echt kein Brand entstehen.

Wäre es ein NoName Akku gewesen hätten alle geschrien "ehkloar Klumpert kauft" aber so ist es halt doppelt blöd für das Vertrauen.

Gibt es eigentlich für die Lipoerzeugung irgendwelche Standart`s?
z.b. Alutütenstärke?
Schweißnaht qualität ?
Chemiereinheit?
Selektion?
Verbindung einzelner Zellen im Pack?


Wäre ja ein neuer Markt für eine Aufkleber die auf dem Lipo klebt..nach Iso ???? geprüft.

Jeder hat Angst und mit Angst kann man gute Geschäfte machen :rolleyes:
 
Lipos werden nun schon seit über 5 Jahren auch im Modellbau eingesetzt. Ich habe zwar schon gelesen und gesehen, dass leere Lipos dick wurden, aber dass ein leerer LiPo brennen sollte, halte ich für ein Gerücht - da hätte es a) sicher schon häufiger gebrannt und b) würde man da einen entsprechenden Warnhinweis finden.

:) Jürgen
 
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