Fokker E-III ARF 1600mm von Dancing Wings

Nachdem ich lange Zeit nichts mehr "gebaut" hatte, war es Anfang Januar wieder einmal soweit. Ich habe mir den ARF Bausatz des Fokker Eindeckers der Firma "Dancing Wings" gegönnt.
Trotz intensiver Suche, fand ich, außer zwei, naja, "fragwürdigen" Videos, absolut nichts im Netz, was dieses Modell beschreibt. Also tue ich es hiermit 🙂
Den Bausatz gibt es schon längere Zeit am Markt und er wird von einigen Anbietern, unter anderem Pichler, angeboten. Ich habe meinen aus der Bucht, zu einem günstigeren Preis als üblich.
Nachdem die Lieferung da war, wurde natürlich zuerst der Inhalt inspiziert und reichlich Fotos geschossen.
 

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Wie im Thread Titel bereits angedeutet, hat der Eindecker knapp 1600mm Spannweite und eine Länge von 1200mm. Die einzelnen Teile sind, entsprechend asiatischer Baukunst, soweit ordentlich gefertigt und bespannt. Es gab eigentlich nichts, was nachzubügeln gewesen wäre. Hier war lediglich mein eigener, recht hoher Anspruch, mal wieder im Weg😁
Was mich allerdings sehr gestört hat, war der Verzug der beiden Flächenhälften. Sie waren sozusagen nach oben gebogen und das ging mal gar nicht!
Mit Bügeln war nichts auszurichten, also habe ich sie an beiden Enden unterlegt und mittig mit schweren Gewichten belastet. Das hat sie zwar nicht ganz zu 100% begradigt, aber zumindest ansehbar gemacht. Einen Eindecker mit V-Form? Absolutes No-Go!
Die beigefügte Anleitung machte vordergründig einen guten Eindruck. Farbig, Hochglanz, Fotos ordentlich groß. Wie es sich dann aber herausgestellt hat, war sie mehr eine Art Leitfaden, denn wirklich, gerade in Detailfragen, extrem aussagekräftig.
 

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Das Modell, man sieht es ja deutlich, ist mit silberner Folie bespannt. Das schrie natürlich nach einer "Farbanpassung". Da es das Original nicht nur in CDL (Clear Doped Linen), gab, sondern auch in Grau und einer Art Olivgrün, nahm ich die silberne Folie sozusagen als Grundfarbe für eine graue Lackierung. Das war von der Deckung der Farbe her am passendsten.
Bevor ich also mit dem Bau begann, rauhte ich erstmal sämtliche Bauteile mit Schleifvlies auf, um zum einen die Haftung der Farbe zu verbessern und zum anderen- ich habe jeweils im 90° Winkel zueinander geschliffen- eine Art Leineneffekt zu erzielen. Danach erfolgte der Lackauftrag aus der Spraydose.
 

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Einen Antrieb braucht das "Ding" natürlich auch. Hier habe ich mich für einen "Joker 4250-6" mit 680kv entschieden. Geregelt von einem Hobbywing ESC mit 60A Dauer und 80A Kurzzeitbelastung. Diese Art von Antrieb verwende ich schon seit vielen Jahren in meinen 1:6er WW-I Warbirds. Dies ermöglicht mir, Luftschrauben von annähernd Scaledurchmesser an vier Zellen mit 3000mAh, zu betreiben.
In diesem Maßstab ist das die Größe 16x8 Zoll, dabei liegen die Stromwerte immer zwischen 45/50 Ampere, bei entsprechen kräftigem Schub.
Die Werte vom Eindecker liegen z.B., bei 690 Watt und 51A Standstrom. Das sollte zum Fliegen ausreichend sein 😁
Der von DW vorgeschlagene Antrieb würde vielleicht zum Betrieb genügen, aber Reserven wären keine vorhanden und ein 12" Propeller vor einer solchen Haube.....naja.
Der Propeller des manntragenden Originals hatte übrigens 2,53 Meter Durchmesser. Mein Propeller, sechsmal vergrößert, käme auf exakt 2,436 Meter. Sehr nah dran also.
Als Servos fungieren durchweg solche mit Metallgetriebe. 13 Gramm in den Flächen und 17 Gramm für je Seite und Höhe.
 

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Ich habe das Modell nicht strikt nach Anleitung gebaut, sondern bin sozusagen "hin und her gehüpft", je nachdem was im entsprechenden Moment besser war.
Am Heck zum Beispiel. Da wurde lapidar gesagt, man solle das Vierkantholz, welches das Heckrad und die Scharniere des Seitenruders aufnimmt, in die entsprechende Öffnung kleben.
Toll, erstens lag lediglich ein Stück mit weißer Folie bespanntes Holz bei und zweitens war dies in keinster Weise vorbereitet.....und zu groß im Querschnitt war es auch noch. Der Ausschnitt im Rumpfende hat 8x6mm, das Holzteil aber 8x8mm. Also, Bespannung entfernen, auf Passung hobeln und....auf keinen Fall sofort einkleben!
Das Holz ist ziemlich hart und es wäre, da ja nicht vorbereitet, eine Heidenarbeit, den Schlitz für die Scharniere des SR's einzubringen. Es sei denn mit einer Maschine. Ich habe also, trotz entsprechendem Elektrowerkzeug, den Schlitz bereits im Vorfeld von Hand eingebracht und das ganze überhaupt so bearbeitet, dass ich einen gefederten Holzsporn umsetzen konnte. Heckrad bei einem WW-I Flieger....😂
Ein zurechtgebogenes Stück 2mm Stahldraht fungiert als Verschleißschutz, da ich auf einem geteerten Feldweg Starte und Lande.
 

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Da ich, wie bereits erwähnt, nicht in der "richtigen" Reihenfolge gebaut habe und auch sonst so manche Änderung vorgenommen habe, komme ich jetzt einfach zu den Rädern.
Die bestehen im Kern aus zwei lackierten Sperrholzscheiben, auf die dann Moosgummiringe als Reifen aufgezogen werden sollen. Nun ja, alles Geschmackssache, mir gefiel das gar nicht.
Die Räder sind im Durchmesser zu klein und da die Sperrholzscheiben total flach sind, sieht das ziemlich bescheiden aus. Kein Vergleich zu einem kegelförmigen Speichenrad.
Ich hatte das Glück, über die Bucht zwei gebrauchte Vintage Räder im passenden Durchmesser für einen Eindecker zu bekommen. Der hatte nämlich im Original kleinere Räder als die, die später im Krieg verwendet wurden. Das heißt, meine sind 110mm groß, während später 118mm dem Maßstab 1:6 entsprechen. Die "läppischen" 8mm mehr machen optisch ganz schön was aus!
Bei der Befestigung bin ich zum ersten Male einen vollkommen neuen Weg gegangen. Da die Tiefe der Scaleräder doch um einiges größer ist als die des Baukastens, waren jetzt natürlich die Achsstummel zu kurz. Ich habe diese deshalb mit passenden Abschnitten von MS Rohr verlängert, in diese Abschnitte ein durchgehendes Loch gebohrt und dann die Räder mit Splinten gesichert. Zum Abschluß wird alles natürlich noch schön mit Schmiere eingesaut, sprich geweathered 😉
 

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Peter2

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Hallo Frank
Bei Dir entsteht wieder ein richtiges Schmuckstück, bravo 👍
Ich verfolge Deine Beitragsreihe gerne und bin stets auf's Neue von Deinen Lösungen begeistert.
Liebe Grüße,
Peter
 
Entschuldigt bitte die lange Verzögerung, aber mein PC hat sich verabschiedet. Bin gerade am neu Aufsetzen.
Und ja, Detlef, das FW ist gefedert. Dazu komme ich aber noch.

Gruß,
Frank
 
So, nachdem ich einen neuen PC brauchte und außerdem die Mittelalter Saison angefangen hat, geht's jetzt endlich, wenn wahrscheinlich auch nur stückweise, weiter.
Als erstes, es hilft dir hoffentlich noch, zeige ich dir, Detlef, wie das mir der "Federung" gelöst ist. Ich setze das Wort Federung bewusst in Anführungszeichen, da sie zwar vorhanden, aber in keinster Weise sinnvoll ist.
Da man am fertigen Modell nicht mehr so gut dransieht, habe ich zwei Fotos aus der Anleitung genommen und eines, das den Aufbau von außen zeigt.
Man sieht unter anderem, dass in der Anleitung, am unteren Rand vom ersten Foto erkennbar, nach 15mm selbstschneidenden Schrauben verlangt wird. Hier sucht man sich im Baukasten allerdings zu Tode. Es sind nämlich im Spant 3mm Einschlagmuttern verbaut, in die dann 15mm lange Maschinenschrauben eingeschraubt werden. Wer das nicht auf Anhieb realisiert....naja, ich kenne einen 😂
Wie auf den Fotos zu sehen, handelt es sich um einen Wippenmechanismus, der von außen über das obere Ende der Hauptfahrwerksstrebe betätigt wird- zumindest betätigt werden soll. Die verbauten Federn haben eine dermaßen harte Kennline, dass das Modell wahrscheinlich so einige Kilos wiegen müsste, um diese zur Arbeit zu überreden.
Ich habe testweise einmal versucht, durch Druck auf das Modell, die Federn zu betätigen. Nachdem es dabei geknackt hat und eine der beiden V-Streben auf der Rumpfunterseite sich gelöst hatte, habe ich bisher davon abgelassen. M.M. nach ist das Modell eh langsam und leicht genug um ohne derlei Spielereien auszukommen.
Auf dem ersten Foto liegt der Rumpf auf dem Rücken, auf dem zweiten sieht man in Normallage hinein. Im Übrigen musste ich die Aussparungen in dem Bodenspant, in dem die Federn arbeiten sollen, um einiges mit der Feile und dem Messer bearbeiten. Die Federn blieben bei ihrer Bewegung ständig am Rand der Aussparungen hängen.

Gruß,
Frank
 

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Kleiner Nachtrag. Wer genau hinsieht, erkennt, dass der Wippenarm zur FW Strebe genau in der Mitte der Aussparung läuft. Baut man das FW so, wie angegeben, streift die Wippe am Spant. Ich habe daher dort, wo die Schraube als Lagerung dient, zwei dicke Unterlegscheiben platziert, damit alles reibungsfrei läuft....auch wenn's im Nachhinein sinnlos war. Aber das konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen.
 
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