HILFE / Blaster2-Fläche beschädigt, wie richtig reparieren?

Reinhard

User
Hallo Fachleute;)

Heute ist mir eine Missgeschick passiert.
Bin mir beim "Fangversuch" (ist total "daneben" gegangen) gegen mein Schienenbein geflogen.
Jetzt ist das mittlere Drittel der linken Flächenhälfte bis zum Holm "gefaltet", Nasenleiste gebrochen.
Die Fläche selbst ist aber noch "zu".
Könnte mir jemand Tipps geben, wie ich solch einen Schaden "richtig" reparieren kann?
Ich habe keine Idee, wie ich da innen ran kommen soll, um den Stützstoff zu kleben und Matte rein zu bringen.
Unten bewußt ein Loch fräsen (daumennagelgroß?) und da hindurch arbeiten?
Dann wieder verschließen und abschließend oben und unten von außen auch Gewebe drüber und "schön" schleifen/spachteln???
Mit was für Matte (Gewicht) sollte ich am sinnvollsten arbeiten? Kleiner 40g/m²?
 
Bilder?

Bilder?

Hi Reinhard,

ohne Bilder gesehen zu haben ist es schwer da ne passend Antwort zu geben.
Die Idee mit der Reperaturöffnung klappt bei nem kleinen Schaden ganz gut. Falls der Schaden aber größer ist, kann es auch Sinn machen ein neues Modell zu besorgen. Gerade wenn es der linke Teil ist, da wirken ja doch ganz schöne Torrsionskräfte drauf.

Viele Grüße
Peter
 

Reinhard

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Bilder

Bilder

Hi Peter,

ja, Bilder "helfen" vielleicht.
Auf der Oberseite sieht es genau so aus wie unten, nur kann ich wegen der gelben Färbung einfach keine "vernünftigen" Bilder machen (Spiegel).
Die Nasenleiste ist "weich" in dem Bereich (mind. drei Knicke).
Insgesamt ist die "D-Box" noch geschlossen, der Holm hat nichts abgekriegt.
 

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Hi,

die einfachste aller Reperaturmethoden wäre da vielleicht das "Einmassieren von Sekundenkleber".
Dazu muss man Styroporsekundenkleber unter die Oberfläche "spritzen" (zum Beispiel mit einer Kanüle) und dann sanft einmassieren. Dadurch wird die Fläche wieder einigermassen hart und stabil.
Bei der Nasenleiste kann man vielleicht mit etwas Bespannpapier und Harz für Festigkeit sorgen.

Das ist aber alles nur ne Ferndiagnose ;)

Peter
 

Reinhard

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"Die Braut die sich nicht traut".......oder so

"Die Braut die sich nicht traut".......oder so

Hallo,

erst mal danke für den Tipp Peter und die ausführliche Hilfe von Ralf (Flautz).
Ralf hat mir eine detaillierte Anleitung geschickt, ich will versuchen das hier wiederzugeben.
Ich habe mich aber lange nicht getraut an die Reparatur ran zu gehen........war schon eine Überwindung........

Mit einer Spritze (Kanüle) auf der Sekuflasche (dünnflüssig) habe ich subkutan (knapp unter die Oberfläche) so gut es ging den Bruchlinien folgend Kleber eingespritzt. Mittig im Schadensbereich habe ich vorher noch jeweils oben und unten ein 2,5mm Loch gebohrt.

Begonnen habe ich oben. Nach dem Klebereintrag dann einen Sprühstoß Beschleuniger (mit Verlängerungsröhrchen) von der Gegenseite. Dann die Fläche sofort plan aufs Baubrett gedrückt. Nach 10 Sek. und Wärmeentwicklung ist der Klebebereich hart.
Mit der Unterseite wird analog verfahren.
Der Stützstoff vom Blaster ist "resistent" gegen den "normalen" Seku.
Die Abplatzung der Deckschicht im Nasenleistenbereich wurde ebenfalls mit Seku angeklebt.

Danach vorsichtiges Schleifen des Schadensbereichs und Anschleifen des "Nachbarbereichs".
Abkleben mit breitem Krepband (verhindert Verschmieren von Epoxy).
25er "Glasmatte" (diagonal) zugeschnitten.
Auf den Rep.-Bereich eingedicktes Harz (bei mir 15min) DÜNN auftragen, Matte drauf, mit dem Finger sanft vollflächig antupfen. Dann mit einer Scheckkarte, bei mir war es die DMFV-Karte (wenn schon denn schon) glatt streichen und überschüssiges Harz ausstreichen.
Abschließend Frischhaltefolie drüber. Dabei tunlichst Lufteinschlüsse vermeiden.
Folie mit Klebestreifen am Rand "spannen".

Nach Aushärtung (24h gewartet) habe ich den Randbereich der Rep.-Fläche mit einer Abziehklinge (große Abbrechklinge) "egalisiert". Schleifversuche waren suboptimal.
Abschließend mit 800er Papier "geglättet".
Die Bilder zeigen diesen Zustand. Durch die Belichtung sieht das Ganze schlimmer aus als in natura.
Abschließend werde ich den Bereich noch mit "Bohnerwachs" polieren, dann sieht man die feinen Schleifspuren vermutlich nicht mehr.

Einen Schönheitswettbewerb gewinnt das Modell nicht mehr, aber die Fläche ist wieder absolut praxistauglich.

Gewicht:
Leider habe ich vergessen die Fläche vor der Reparatur zu wiegen, allerdings bräuchte es auf der rechten Seite 12g Ausgleich. Allerdings weiß ich nicht, ob die linke Seite (Wurfblade) nicht schon immer schwerer war.........
Harz habe ich 14g angerührt, und ca. 1/5 (Volumen) verbraucht, was aufgerundet 3g wären.
 

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Reinhard

User
Danke für die Blumen.....

Gestern war übrigens noch "Härtetest" am Hang bei Thermik mit Wind, der eigentlich mit dem Blaster schon keinen Spaß mehr macht.
Senkrechte Abstiege mit HARTEM Abfangen, Steilspiralen, Rollen........
Test bestanden.
 
Danke für den ausführlichen Bericht, genau das hatte ich gesucht !
Mittlerweile habe ich das leider schon deutlich rustikaler repariert, beim nächsten mal wirds dann besser ;)

Gruß Marcus
 
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