Interessante Erfahrungen zum Thema Antennenlänge des Empfängers...

bie

Vereinsmitglied
Hi,

vergangenes Jahr habe ich meinen großen Ventus2c insgesamt dreimal geflogen - Erstflug zu Pfingsten in der norddeutschen Tiefebene mit Ausklinkhöhe im F-Schlepp bei ca. 400 - 500 Meter und danach noch zweimal an der Wasserkuppe / Abtsrodaer Kuppe mit Entfernungen von etwa auch 400 - 500 Meter (möglicherweise mehr) zum Piloten.

Warum ich das erzähle? Weil ich gestern abend ein Vario eigebaut habe und dabei auf ein interessantes Detail gestoßen bin:

Ich hatte die Antenne des Graupner DS24 nicht entrollt! Sie lag noch so zusammengerollt im Rumpf, wie sie von Graupner in der Schachtel ausgeliefert wird! :eek:

Und das mir, wo ich bei jeder Gelegenheit auf Sicherheit hinweise und vor wirklich jedem Flug einen Rudercheck mache (hatte ich da natürlich auch). :rolleyes:

Da kann man nur sagen: Das Glück ist mit den Dummen... :D

Andererseits gibt mir das viel Vertrauen in die Fernsteuertechnik zurück.

Die anderen Rahmenbedingungen: Sender MC24 mit Becker-Kurzantenne und Doppelstromversorgung über Simprop Safety Control

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
 

bie

Vereinsmitglied
Ernie,

es steht dir natürlich frei, meinen Beitrag für eine Ente oder unglaubwürdig zu halten.

Nur: Was lässt dich an meiner Glaubwürdigkeit zweifeln?

Nur weil es deinem Erfahrungshorizont nicht entspricht, muss es doch nicht erfunden sein - oder?

Ich denke, gerade im Fernsteuerungsbereich findet man doch viele Beiträge, die von diametral entgegengesetzten Erfahrungen mit gleichem Equipment unter ähnlichen Bedingungen handeln.

Und was das Schätzen von Entfernungen angeht: Lass es von mir aus nur 200 bis 300 Meter gewesen sein (Höhe oder seitliche Entfernung) - erstaunlich ist es nichtsdestotrotz.

Ach so: Und woher weißt du, dass die Becker-Antenne nur 30 Prozent Abstrahlleistung hat? (Wir haben Versuche gemacht und sind auf ca. 50 - 70 Prozent gekommen).

Und selbst wenn sie nur 30 Prozent hat: Wie man sieht, reicht es. Ach ne, ich sollte mich verbessern: Bei mir hat es gereicht. (Keine Garantie, dass es bei gleichem Equipment und ähnlichen Bedingungen bei anderen funktioniert!)

@ Ingo: Tut mir leid für Dich mit dem Laser 200 - hast ne Menge Arbeit reingesteckt und dann das ...

Aber Deine Erfahrungen habe ich auch schon gemacht, als mir eine 3,75er-B4 beim sechsten Schlepp des Tages auf einmal in ca. 50 Meter Entfernung "weich auf den Rudern" wurde, nicht mehr reagiert und abstürzte (Totalschaden). Als ich zur Absturzstelle kam, funktionierte die RC-Anlage komplett. (Simprop-Der Kleine-Doppelsuper-Empfänger wurde natürlich zur Überprüfung eingeschickt.)

[ 22. April 2003, 14:25: Beitrag editiert von: bie ]
 
Hi Andy
du bist 20 Tage zu spät dran oder kannst keine Höhe schätzen. Und das mit 5cm wirksamer Empfängerantenne und einer Senderantenne, die nach Expertenmeinung eh nur 30 % der Abstrahlung der Originalantenne hat?? Bist mir nicht böse, wenn ich deinen Beitrag für eine Ente halte.
CU
Ernie
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo Andy,

habe ich, wenngleich exakt anders herum...

Letzte Woche war Erstflug meiner kleinen Laser 200. Empfänger DS24, Sender MC24. Motor an, kleine Zucker am Seitenruder beim Gasgeben festzustellen. Also Motor aus, und erstmal die Empfängerantenne direkt aus dem Rumpf raus und zum Höhenleitwerk hin abgespannt. Sieht zwar Scheiße aus, aber....
Motor wieder an, Kollege hält die Laser fest, ich wandere mit eingezogener Antenne fast 100m bis ans andere Ende des Platzes; Gasgeben etc ohne Zuckungen. Dann bin ich noch zweimal den Platz hoch und runter gerollt, um mich ans Seitenruder zu gewöhnen (giftig!!). Auch eingezogene Antenne, auch ohne Probs. Also durchatmen, Gas rein (natürlich mit ausgezogener Antenne!), geradehalten, abheben, 30° Steigflug bis ca. 50m Höhe. Dann ging nichts mehr, und meine nagelneue Laser ist in einem gleichmäßigen Abwärtsbogen senkrecht im Feld eingeschlagen :mad: :(
Beim Check auf dem Acker funktionierten sogar die in den Trümmern liegenden Servos noch, also wars wohl kein Stromausfall...

Bin immer noch ratlos :o . Empfänger ist auf jeden Fall eingeschickt zur Kontrolle.

Gruß,

[ 22. April 2003, 00:23: Beitrag editiert von: Ingo Seibert ]
 
Andy,
auch ich verstehe den Ernie recht gut!
Grund: auch ich habe einmal einen Segler mit eingerollter Antenne "probegeworfen". Er steckte keine 30 Meter vor mir völlig unsteuerbar im Dreck...
Aber Wunder gibt es immer wieder...
Gruss Jürgen
 
Tschuldigung Andy
muß an der Stelle mal gesagt werden, aber deine Geschichte klang wirklich nach Ente. Vielleicht war ich auch etwas angefressen, da ich derzeit ziemlich mit Störungen beim mikrojet kämpfe. Also, ich bin heute extra auf den Flugplatz gefahren und habe folgendes getestet: die E-Antenne in meiner ASH 26 habe ich außerhalb des Rumpfes in ca 5 cm Schlaufen aufgewickelt (Antenne geht direkt vom Empfänger durch die Rumpfwand nach außen) und an die Wand getapt. Ach ja, Empfänger ist MC20DS, Sender MC20 mit Becker Antenne. Den Rumpf hat ein Kollege gehalten und ich bin losmarschiert. Nach 250 m ging immer noch alles einwandfrei, das hat mir gereicht, du hast gewonnen ;) . Übrigens war gleichzeitig noch Flugbetrieb :confused: .
Bei den 30% mit der Becker Antenne hatte ich den Smily vergessen: Ich flieg nämlich nur Kurzantenne. Aber die wird regelmäßig in den Foren schlechtgeredet und es wird immer auf einen Bericht von Perkhuhn verwiesen, geh mal auf die Suchmaschine. Ich denke, die Meisten setzen die Becker Antenne gleich mit diesen lausigen Gummiknüppeln, die wirklich nicht funzen.
Und ich werde nie wieder an dem zweifeln, was hier geschrieben wird :) :) :)
CU
Ernie
 

bie

Vereinsmitglied
Ernie,

das ist doch ein Wort!!! Komm, sagen wir wieder "Du" zueinander ... ;)

Ich finde es toll, dass du den Versuchsaufbau nachgestellt hast! Die Arbeit hätten sich nicht viele gemacht. :)

Das Ergebnis ist echt verblüffend - oder?

Ohne hier zu viel hinein interpretieren zu wollen (und dafür verstehe ich von der Materie auch viel zu wenig): Vielleicht ist das eine auf mirakulöse Weise ideale Kombination mit der Becker-Antenne und der zusammengerollten Empfänger-Antenne - wer weiß?
 

Stephan2

User
Moin,

Stichwort Becker-Antenne.

Gibts da einen Link dazu, bin im Netz bisher
leider nicht fündig geworden.

Ich fliege bisher auch mit der Gummiantenne,
aber bei größeren Entfernungen doch mit einem
etwas unguten Gefühl.

Gruss Stephan
 

bie

Vereinsmitglied
Mensch, Spunki,

heller Kopf, das könnte des Rätsels Lösung sein!!! :)

Ich erinnere mich, dass es ja des öfteren auch bei Diskussionen um die Ferritringe hieß, man solle mindestens eine Servoleitung ohne Ferritring lassen, da das dann eine Art Dipol-Antenne mit derjenigen vom Empfänger geben würde.

@ Stephan:

Also eine Homepage von Becker kenne ich auch nicht. Aber die Diskussion um seine Antenne wird hier im Forum immer wieder mal geführt - mit den unterschiedlichsten Erfahrungen, Aussagen, Meinungen (wie halt bei jeder Diskussion um eine RC-Komponente).

Ich verwende die Antenne jetzt zwei Jahre am Hang und in der Ebene (ernstgemeinter Zuruf am Montag beim Start zum F-Schlepp vom Schlepppiloten: "Du musst die Antenne noch ausziehen!") und bin rundum zufrieden. Ich habe noch nicht die kleinste Störung gehabt. Vielleicht war es einfach Glück ...
 
Hi
also die Theorie mit dem Dipol klingt gut, kann aber bei mir nicht stimmen, da Höhen- und Seitenruderservo vorne beim Empfänger sitzen. Und die Flächen, in denen wirklich lange Kabel sind, hatte ich gar nicht angesteckt. Und sie Stahlseelen der Bowdenzüge haben ja keine Verbindung zum Empfänger. Muß aber eingestehen, daß ich elektronikmäßig auch Laie bin. Übrigens halte ich von den Ferritringen soviel wie von doppelter Stromversorgung und Digitalservos: Die einen brauchens unbedingt, die anderen fliegen auch ohne völlig problemlos. Ich gehöre zur letzten Gruppe.
CU
Ernie
 

rctoni

Vereinsmitglied
Hallo,

ich möchte ja nicht meckern, aber gibt es für die Becker-Kurzantenne eine Zulassung für z.B. MC-20?
Wie sieht es bei einem Haftpflichtschaden aus, wenn mit dieser Kurzantenne geflogen wurde?

Ist rein aus Interesse ...
 
Hallo Leute,

möcht da auch mal mitmischen.

@ archer: Leider gibt es keine Adresse im Netz von der Firma Becker. Hab die Kurzantenen zum ersten mal bei einem Piloten auf der Koralpe gesehen und wollte das Ding dann auch haben. In Österreich ist die fast nicht zu bekommen. Hab dann einen Händler gefunden der sie mir bestellt hat und war bis vor kuzem begeisterter Benutzer. Leider ist die Antenne aus mir noch nicht bekannten Gründen in die Jagdgründe eingegangen (von aussen kein Schaden sichtbar), werd Sie aber an Becker einschicken zur Überprüfung. Als noch alles ok war, konnte ich aber keinen Reichweitenverlust festellen und bin damit Segler und Elektrosegler ohne Probleme geflogen.

@Toni: Ob die Antenne zugelassen ist und wies bei Euch mit der Haftpflicht aussieht kann ich nicht sagen. Die Fa. Becker weist im Beipacktext der Antenne darauf hin, das es für verschiedene Sender (MPX,Graupner,Futaba) verschieden abgestimmte Antennen gibt. Zusätzlich gibt es noch einen leuchtorangenen Aufkleber direkt auf der Antenne der die passende Sendertype angibt.

lg Norbert :)

P.S. Werd nicht von Becker "gesponsert" :D
 

bie

Vereinsmitglied
Norbert,

wie hast Du festgestellt, dass die Antenne nicht mehr funktioniert?

Ich weiß aus anderen Threads - und wenn ich mich recht erinnere auch aus einem Telefonat mit der Firma Becker -, dass man die Antenne recht pfleglich behandeln muss. Es kann sein, dass es Gliederkontakte oder so etwas ähnliches gibt, die bei rauer Behandlung ihren Dienst einstellen.
 
Hallo Andy,

einmal jedes Jahr geh ich zu unserem "Chefelektroniker" im Verein und lass meinen Sender checken. Der hat ein Stehwellenmessgerät und da sieht man den Unterschied sofort. Ich hab eine MC3030, mit der originalen Antenne - Abstrahlung mit otimalen Wert, dann Becker Antenne - leider überhaupt kein Ausschlag am Messgerät. Tja das wars dann wohl. Werd die Antenne aber trotzdem einschicken denn ich möchte sie im Urlaub am Berg wieder einsetzen.

lg Norbert
 

Spunki

User
Im Falle von Andy (bie) muss irgend ein elektr. Leiter die Funktion der Antenne übernommen haben - ich vermute wie schon gesagt eine lange Servoleitung an der sich der Empfänger "lose eingekoppelt" hat!

Weiters dürften die Quarze bei Andy rein zufällig perfekt "gematched" gewesen sein - welche großen Unterschiede es da gibt siehe: http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=26;t=000028

Also Jungs, matched nicht nur Eure Zellen sondern auch Eure Quarze!

Grüße Spunki
 

Stephan2

User
@bie, ossi66

Merci, wie kann ich die Firma denn erreichen?
Habt Ihr die Telefonnummer oder eine Adresse von denen?

Gruss Stephan
 

bie

Vereinsmitglied
Et voila:

Ing. Horst Becker
Im Markwäldchen 1
64839 Münster 2
06071 - 35565
 

Stephan2

User
Moin bie,

Spitze, und gar nicht mal so weit weg
von meinem Elternhaus.

Werd da demnäx wohl mal vorbeifahren.

Danke und Gruss
Stephan
 

axman

User
Hallo Ossi 66,

nur mal aus reiner Neugier : kannst Du mir Einzelheiten zu der berühmten Stehwellenmessung Deines Chefelektronikers besorgen ? Ich glaube nicht so recht an die Möglichkeit, dass das mit einem käuflichen Stehwellenmessgerät bei den typischen Fernsteuersendern samt Antennentyp machbar ist... Verwechselst Du da vieleicht die Funktion Feldstärkemesser ? Manche dieser käuflichen Geräte haben das als Zweitfunktion. Diese Funktion lässt sich mit einfachsten Mittels auch anders darstellen und erlaubt tatsächlich einen Antennenvergleich.

Grüsse

Axel
 
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