Nasenantrieb Fox: Motorsturz und Seitenzug?

akafly

User
Hi, wer kann berichten, welcher Motorsturz und welcher Seitenzug bei einem eletrifizierten Fox am besten passen?
Bitte Modellgröße, Prop und Bezugslängsachse mit angeben,
idealer Weise was optimiert wurde wie z.B. Übergang vom Steig- zum Segelflug oder Elekro-Kunstflug.
Geht nicht um Schaumzeugs.
Gruß
Rene'
 

akafly

User
Nase bleibt, kein Spinner.
Ich mach schon paar Jahrzehnte Modellflug und merke wenn Sturz und Zug nicht stimmen. Spanten für Motor und Fernwelle werden fest eingeharzt, verstellen nicht mehr möglich. Deshalb meine Frage.
 
Nasenantrieb Sturz

Nasenantrieb Sturz

Hallo Rene,

ich habe den großen Fox von Rödel.
Aus irgend einen Grund hatte ich zuviel Sturz eingebaut .Optisch war alles o.K. aber der Sturz war einfach zuviel.
Ca. 6 - 7 Grad.Mit dieser Einstellung war kein Bodenstart möglich. Das Modell bohrte sich beim Start sofort in den Boden.
Jetzt habe ich den Sturz auf 3 Grad geändert. Bezug Spitze / HLW.
Damit startet und fliegt der Fox völlig problemlos .Seitenzug habe ich keinen .

Gruß Manfred
 

Gast_8039

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Manche mögen`s besonders umständlich...

Manche mögen`s besonders umständlich...

Nase bleibt, kein Spinner.
Ich mach schon paar Jahrzehnte Modellflug und merke wenn Sturz und Zug nicht stimmen. Spanten für Motor und Fernwelle werden fest eingeharzt, verstellen nicht mehr möglich. Deshalb meine Frage.

Warum fragst Du dann? Und so detailliert, aber ohne wesentliche Ausgangsinfos mitzuliefern? Der Sturz hängt v.a. von der persönlichen Präferenz des Pilot ab. Praktisch heißt das: der eine mag es lieber, wenn zusammen mit dem Motoranlauf der Flieger in einen (passenden) Steigflug übergeht, der andere hat es lieber neutral und zieht selber. Für dritte ist die Optik des Spinners besonders und das Anlegen der LS wichtig. Sicher ist eins: niemand mag es, wenn der Flieger beim Motoranlauf die Nase runter nimmt. In jedem Fall ist also weniger Sturz besser als zu viel. In guter Näherung ist die Welle entlang der Längsachse (Sehne HR) der sicherste Weg. Im Falle Spinner: Optik. Kommt aber ungefähr auf dasselbe raus. Ich messe nach Längsachse den Sturz und nach Augenmaß den Seitenzug ein und habe bisher noch bei Einstellung ins Klo gegriffen.
(Hintergrund meines Pragmatismus: niemand kann genau vorhersagen, wie sich jeweils die Kraft- und Lastvektoren am jeweiligen Flieger verhalten. Welcher Antrieb, Drehzahl, Propgröße, Pitchspeed, geometrische Parameter, Fluggeschwindigkeit beim Steigen etc.- alles das beeinflusst den Angriffspunkt des Strahls entlang des Rumpfes/ Leitwerks und die entsprechenden Kraftgrößen. D.h. die Flugbahn wird individuell stärker beeinflusst, als man seriös anhand einer Referenz allgemeingültig prognostizieren könnte.
 

akafly

User
Hallo Achim, warum ich frage hast du selbst schon beantwortet: jeder nach seinem Geschmack. Ich bitte nur um Erfahrungen, ich suche mir dann schon die für mich passenden Winkel heraus, bzw. schätze daraus meine Zielwinkel ab. Von Ausgangsinfos sollte es weniger abhängen, außer von denen:
Motorleistung 120 W/kg (wegen Momentenausgleich durch Sturz)
Propsteigung = 0,55 x Propdurchmesser (wegen Drall für Seitenzug).
Andere Infos habe ich weggelassen weil ich mir so ne breitere Datenbasis erhoffe - Fox ist Fox, also vergleichbar.

Danke Manfred, 6 Grad Sturz wären mir auch zu viel gewesen. Selbst bei 3 Grad hätte ich auch noch gedacht die wären reichlich. Gut zu hören!
Danke Wolf, mit 3° Sturz ist sicher wechselndes Gas im Längsmoment gut ausgeglichen (Steigen-Segeln). Wie geht das im Kunstflug/Rückenflug?

Hat keiner Seitenzug?

PS ich dachte an 1° Sturz und 1,5° Seitenzug
 

akafly

User
nicht damit der Fox wirklich senkrecht in den Himmel zieht, denn dafür fehlen ein paar Watt. Vielleicht damit der Drall nicht über das SLW den Rumpf schräg stellt. Ein schiebender Rumpf ist nicht sehr vortriebfördernd.

Spricht denn irgend etwas gegen Seitenzug?
 
nix,
ich glaub nur nicht, dass so ein Moped Seitenzug braucht. Hat man frueher mal gemacht. Da waren die Teile deutlich langsamer.
Gruss
Juergen
 
Hallo,hab nirgens Seitenzug eingebaut.
Fox ist nicht gleich Fox. Meine 3,75 er Fox will ausreichen Fahrt. Meine 5 m Fox fliegt wie ein Easy Glider, nur mit dem 10 fachen Durchzug:D.Scheint aber auch langsam zu können.

Elektro-Kunstflug ist nicht meine Art. Hab den Motor nur als Schlepperersatz.

Über welche Größe reden wir eigentlich.

mfg Wolf
 

akafly

User
wenns denn keine Ruhe lässt ;) ...5,6 m und 24 kg.
Antrieb in erster Linie auch als Schlepperersatz, nur sekundär eventuell auch zum motorgetriebenen Kunstflug.

Meinst du ohne deine 3 grad Sturz müsstest du sehr nachdrücken im Steigflug?
 
Das kann ich nicht beurteilen.
Meine größere fliegt fast gerade im Kraftflug,die kleinere steigt merklich.Bei der muß ich leicht nachdrücken.
Ist aber beides angenehm zu fliegen.

Bei 0 Sturtz und ungutes aufbäumen könnte man noch mit einem Mischer nachhelfen.Bei dem Gewicht wirst du eh genug Leistung vorsehen,
da wird ein leicht auf tief getrimmtes Höhenruder kaum auffallen.


mfg Wolf
 

akafly

User
habe 0° EWD wegen Kunstflug. Deswegen sollte bei mir relativ wenig Sturz nötig sein.
Überlege noch wegen Seitenzug. Dass kaum jemand welchen hat macht mich nun doch stutzig.

Vielleicht posten noch welche ihre Werte....:eek:
Gruß
Rene'
 

eges

User
Fox

Fox

wenns denn keine Ruhe lässt ;) ...5,6 m und 24 kg.
Antrieb in erster Linie auch als Schlepperersatz, nur sekundär eventuell auch zum motorgetriebenen Kunstflug.

Meinst du ohne deine 3 grad Sturz müsstest du sehr nachdrücken im Steigflug?

ich möchte auch einen 5,6m Fox motorisieren.
Welchen Antriebsstrang verwendest Du?

Gruß eges
 

Gast_8039

User gesperrt
habe 0° EWD wegen Kunstflug. Deswegen sollte bei mir relativ wenig Sturz nötig sein.
Überlege noch wegen Seitenzug. Dass kaum jemand welchen hat macht mich nun doch stutzig.

Vielleicht posten noch welche ihre Werte....:eek:
Gruß
Rene'

Da Du nicht wissen kannst, wie/ wo der Drall entlang des Rumpfes läuft und aufs SR kommt - und also auch nicht, wie sich das jeweils auswirkt und in welche Richtung man gehen müsste-> kein Seitenzug. Der Einfluss ist in der Regel marginal bis unmerklich. Man kann ohne Referenz mehr verschlimmern als verbessern. Nur für bekannte Kombinationen aus Flieger und Antrieb, d.h. innerhalb absolut identischer Parameter, könnte man einen idealen Wert für Seitenzug erarbeiten, aber auch der wird wohl nur ca. 1- 2° außermittig liegen.
 

akafly

User
Hallo Achim,
da die Seitenflosse oben steht und keine weitere nach unten zeigt und da der Prop rechts dreht kann Seitenzug nur rechts nötig sein. Zug nach links darf man wohl ausschließen.
Bei meinem F3A Flieger habe ich über Monate schließlich "marginale" 4° erflogen, was natürlich eine >relativ< stärkere Motorsierung darstellt als beim Segler.

Hallo eges,
ich werde >>bei postivem Ergebnis<< in einer Zeitschrift berichten. Wenn, dann gebe ich das rechtzeitig hier bekannt.

Gruß
Rene'
 

Gast_8039

User gesperrt
Bei meinem F3A Flieger habe ich über Monate schließlich "marginale" 4° erflogen, was natürlich eine >relativ< stärkere Motorsierung darstellt als beim Segler.

Hallo eges,
ich werde >>bei postivem Ergebnis<< in einer Zeitschrift berichten. Wenn, dann gebe ich das rechtzeitig hier bekannt.

Gruß
Rene'

Klar. Beim F3A fliegst Du aber auch im Kraftflug senkrecht und das bis zur Null-Anströmung. Der nötige SR-Ausschlag ändert sich je nach Geschwindigkeits-/ Schubverhätnis, daher kann der eingestellte Seitenzug immer nur für einen (stationären) Betriebspunkt passen. Dass man im Motorkunstflug einen gewissen (und sehr unterschiedlich starken) Seitenzug einstellt, sehe ich ja noch ein. Beim E-Segler dominieren dagegen die Umströmungsverhältnisse, insbesondere ein umströmter Fox erzeugt mehr schmutzige Luft am Leitwerk als was Anderes.
Wenn ein F3A-Modell 4° SZ braucht, spricht das allerdings auch nicht gerade für sich. Meine Extra kam mit der Hälfte aus, 2° SZ und 1° Sturz- meine SU mit 1,5° SZ und 0° Sturz jeweils bei 0° EWD. Manche stellten bei der SU sogar die EWD auf -0,2° und den Sturz positiv und schwören drauf. Ich halte da aber auch nix von. Was ich sagen will: vieles ist Theorie, manches Geschmacksache und am Ende wird man immer was zum Aussteuern übrig lassen müssen...

da die Seitenflosse oben steht und keine weitere nach unten zeigt und da der Prop rechts dreht kann Seitenzug nur rechts nötig sein. Zug nach links darf man wohl ausschließen.

So viel zur Theorie.
Ein Swift wollte mit Motor (der auch nach rechts dreht) ein bisschen nach rechts. Musste also im Steigflug hin- und wieder kurz Seitenruder links tippen. Und jetzt? Wenn auch fast unmerklich, ist es vielleicht nur eine besondere Laune der Natur, ein etwas krummer Rumpf oder Seitenwind der immer nur aus einer Richtung kommt;)... ist aber trotzdem so....

Bin in jedem Fall auf Deine Ergebnisse gespannt, nur Achtung beim Pauschalisieren!
 

akafly

User
hm, mag schon alles so sein.
Andererseits - davon gehe ich im Wesentlichen aus - steigen Vortrieb und Drall am Prop gleichsinnig, ja in weitem Bereich sogar grob genähert proportional, eben wie Auftrieb und Widerstand am Blattprofil in einem Teil der Polare. Es muss zumindest über einen Teilbereich eine "gewisse Selbstregelung" geben und die scheint mir nach meinem bisherigen fliegerischen Gefühl unangehmes Seitenzugverhalten teils ausreichend auszugleichen, besser als eine ungünstige Grundeinstellung aufweist.

Ich wollte nur vermeiden die Spanten in unpassender Einstellung festzuharzen, hinterher ändern wäre ein wie Neueinbau. Ich habe aber jetzt feststellen müssen dass auch nur höchstens 1,5° Zug wegen begrenztem Bauraum möglich sind. Ich denke ich nehme Sturz und Zug je 1°. Das kann nicht wirklich falsch sein.

Dein "falsch ziehender" Swift ist merkwürdig. Hast du wirklich auf beiden Flächen das gleiche Profil?:D

Gruß Rene'
 
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