PC-21 Tomahawk Aviation

Hallo zusammen

Ich habe noch nie einen Baubericht gemacht, aber da der PC-21 von Tomahawk (TA) noch ziemlich neu ist, wollte ich fragen, ob hier Interesse besteht. Ich habe das Modell nun vor einer Woche erhalten und würde das "werden" des Modells in lockerem Abstand dokumentieren als Kombination Bau-/Erfahrungsbericht da es aktuell noch keine Baudokumentation (ausser ein paar hundert Fotos die auf einer DVD dazu geliefert werden) dazu gibt und die eine oder andere Ungereimtheit aufgetaucht ist. Zumindest für mich. Vielleicht gibt es ja noch jemand, der das gleiche Modell aufbaut, dann könnten wir die Erfahrungen hier zusammen bringen.

Es gab ja schon mal einen PC-21 Baubericht (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/87444-Baubericht-Pilatus-PC-21-Massstab-1-3-7) von HT-Modellbau aus dem Jahre 2007, daher die Frage ob für dieses Modell trotzdem noch Interesse besteht.

Gruss Rainer
 
Hi,

Ich hätte sehr großes Interesse an diesem Baubericht.
Bitte mit vielen Bildern :) :)

Mit fliegerischen Grüßen
Lukas
 
Lieferung und Entdecken

Lieferung und Entdecken

Hallo Lukas

Dann beginnen wir beide :-)

Hab das Modell in Friedrichshafen gesehen und konnte dann nicht widerstehen. Warum ? Eigentlich hatte ich schon länger die Skymaster PC-21 auf der Wunschliste, aber dazu hätte ich zuerst ein neues Auto gebraucht zum verstauen. Die TA PC-21 hatte einen teilbaren Rumpf: Das war dann der ausschlaggebende Grund :-). Nach kurzer Überlegung und der Zustimmung der besten Ehefrau von allen, wurde sie dann auch gleich noch in der Woche nach der Messe bestellt.

Geliefert wurde nun nach etwa 4 Monaten ein seeehr grosses Paket vor einer Woche
Lieferung.jpg
das voller Erwartung geöffnet wurde
Karton offen.jpg

Leider ist das Modell nicht ganz in so einer schönen Box wie die Odyssey angeliefert worden.

Bin schon etwas erstaunt gewesen ueber die Packtechnik. Es war eine sehr akkurate und genaue Entpackung noetig, um zwischen dem ganzen "Polstermaterial" die wichtigen Teile auch alle zu finden und zu identifizieren:eek:. Da haette ich bei dieser Preisklasse etwas anderes erwartet.
Wie dem auch sei,... alle vorderhand wichtigen Bestandteile gem. Bestellliste waren vorhanden, und so verpackt gewesen, dass zumindest vordergruendig an den Teilen keine Schäden sichtbar waren. Nach einer Woche kann ich aber auch sagen, dass nach mehrmaliger Inspektion immer noch keine Schaeden sichtbar wurden :cool::cool:

Als ich mir die Teile dann genauer anschaute, verstand ich auch, warum diese PC-21 in einer anderen Preisliga spielt.
Rumpf, Tragflaechen, Ruder, Fahrwerk usw. in ausgesuchter und erstklassiger Qualitaet. Sowie innen wie aussen. Sandwichtechnik vom Feinsten, und Kohle überall wo noetig.

Die beiden Rumpfteile
Rumpf.jpg

Rumpf im Bereich der Turbinenaufnahme
Rumpf Front.jpg

Rumpf innen
Rumpf innen.jpg

Tragfläche von Rumpfseite
Tragfläche.jpg

Frästeile
Frästeile.jpg

Beschlagsatz (Zubehör kostenpflichtig)
Beschlagteile.jpg

GFK für Anlenkungen und Befestigungen (Hab da schon was davon verbaut bevor ich das Foto gemacht habe :))
GFK Satz.jpg

Das Fahrwerk von Pahl (wirklich exclusives Zubehoer:):))
Fahrwerk.jpg

Leider gibt es keine Bauanleitung, ausser den angesprochenen Fotos. Laut TA soll gegen Ende April/Mai eine bebilderte Bauanleitung zum Download zur Verfuegung stehen. Es gibt auchg aktuell noch keine Einstellwerte oder Schwerpunktangaben. Kommt alles noch.

Natürlich sind solche Modelle nicht fuer einen Anfaenger geeignet,...aber ich habe auch schon einige Modelle und Jets gebaut. Ich konnte mich anhand der Bilder erstmals einigermassen zurechtfinden und entdeckte dabei einige feine Varianten die das Interesse geweckt haben. Dazu aber spaeter noch mehr.

Die PC-21 kommt in reinweiss,... und so soll sie am Ende dann aussehen
IMG_0429 (1).JPG

Das ist noch ein weiter Weg, vor allem weil ich die 25 kg Limite unbedingt einhalten will. In CH haben wir aktuell zwar noch 30 kg,... aber die EASA haelt auch vor unserer Grenze nicht, und so ist zu befürchten, dass wir naechstes Jahr auch die 25 kg Limite haben werden. Und ich will ohne Zulassung fliegen.

Irgendwie kann ich nun nichts mehr hochladen,.. mache also einen neuen Post auf

Gruss Rainer
 
Gewichte und Ausstattung

Gewichte und Ausstattung

Hallo

Hier also das Gewicht der angelieferten und geplanten Komponenten
Gewichte.JPG

Als Servos kommen die MKS HBL 850 (Quer und Seite wegen Gyro) und HV777 (Flaps, Bugfahrwerk und Höhe) zum Einsatz.
Kraftprotze, aber da schwächere Servos auch nicht leichter sind, und auch nicht zwingend preiswerter, ist das bischen Mehrkraft vielleicht mal hilfreich

Als Antrieb die SPT 10 von JetCat

Propeller bin ich nicht sicher. Der 5-Blatt von Skymaster ist sehr scale und auf der PC-21 von Gernot Bruckmann liefert der deutlich mehr Dampf als der Propeller von TA (zumindest derjenige der an der Ausstellung verbaut war). Ramoser bietet nun auch einen 5-Blatt Propeller an, der Neue soll angeblich nur noch 520 gr. wiegen, hat aber noch keine Zulassung. Sollte allerdings noch im April vorliegen. Mir gefallen die Konturen der Blätter jedoch überhaupt nicht. Die sind definitiv nicht als Scale zu bezeichnen. Mal sehen was kommt.

Ach ja die, das "DeLuxe"-Cockpit und Pilotensitze die ich noch gleich mitbestellt habe:
IMG_3308_jpg.jpg
Eine Mischung aus geglastem Balsa und GFK gemacht und schon "geweathert",... allerdings wenn mein Pilot so eine "schmutzige" PC-21 hinterliese, flöge er per sofort nur noch mit einer Holzkiste und Tretantrieb :-). Da fehlt die militärische Sauberkeit :):) Etwas weniger hätte es auch getan :):)

Ich suche mir also noch einen oder zwei Piloten später, die auch richtig sauber machen :-)

IMG_3307_jpg.jpg
Der Sitz ebenfalls sehr schön gemacht, allerdings passen einige Schrauben nicht in das sonst fast perfekte Bild

Wie du siehst, habe ich die relativ umfangreiche Zubehörliste ziemlich vollständig abgearbeitet.

Was mir aber etwas sauer aufstösst ist, dass weder für die Beleuchtung, noch für das Fahrwerk eine Einbau- oder Montageanweisung vorhanden ist. Die nötigen Infos wie das Fahrwerk zusammenzubauen ist, habe ich mir von Hr. Pahl geholt, und der "Scale"-Beleuchtungssatz (unilight.at),... na ja. Der muss nicht zwingend von TA oder von Unilight gekauft werden, das geht individueller besser und es gibt auch noch andere Anbieter.
Was ich toll finde am Beleuchtungssatz von Unilight, ist der Konstantstromgeber. Da kann man bedenkenlos mehrere LED in Reihe schalten. Allerdings ist die Programmierung, für mich, wirklich äusserst gewöhnungsbedürftig.
Es gibt jetzt von TA auch noch einen Beleuchtungsatz Scale DeLuxe. Nur die dort angebotenen LED-Streifen für die Flügelvorderkante haben überhaupt nichts mti Scale zu tun.

Die von vielen Benutzern auf vielen Bildern als LED-Lichter interpretierten Punkte an der vorderen Flügelkante, sind KEINE Lichter, sondern Vortex-Generatoren die im Original etwa 3 mm vor der Flügelkante stehen. Hier an der linken Tragfläche gut sichtbar
pc-21-light-small.jpg

Und hier im Detail vom Original
Vortex.JPG

So das wärs erst mal.
Ich beginne immer hinten zu bauen,... das heisst, ich fange mit dem Seiten- und Höhenruder an und arbeite mich nach vorne durch:):)
Als nächstes werde ich dann vom Seiten- und Höhenruderbau berichten. Da waren dann doch schon einige Anpassungen nötig.

Gruss Rainer
 
Hallo Rainer,

tolles Projekt und ein geiler Flieger. Die PC-21 ist ein traum und TA was die Qualität angeht, kaum zu übertreffen. Bei mir war es genau umgekehrt, ich hatte zunächst darauf ein Auge geworfen, mich dann aber wegen der Größe für die SM-Version entschieden. Und die ist auch schon ganz schön groß :cool: Die hat aber ebenfalls den teilbaren Rumpf, auch an der gleichen Stelle.

Weiterhin wollte ich gerne eine K60TP verbauen, die wäre dann für die TA etwas zu "schwach" ausgefallen. Drum verfolge ich jetzt gespannt bei Dir den Thread. Viel Spaß damit

Gruß

Detlef
 
Bau Seitenruder

Bau Seitenruder

Hallo zusammen

Schön, dass sich einige für das Modell interessieren und dem Beitrag folgen wollen.

Detlef: Ich wusste nicht das der SM PC-21 teilbar ist/war. Gut zu wissen für meinen Kollegen :-), ... bei dem steht die SM PC-21 auf der Wunschliste, aber er hat nur einen "normalen" SUV und die geht da in der Länge nicht rein. Ich werde ihm mal sagen, dass auch dieser Rumpf teilbar ist :-) :-)

Ich berichte also nun über den Bau des Seitenruders.
Grundsätzlich passen alle Steckungsrohre,... wenn die Steckhülsen alle vorher ausgeschliffen werden. Sonst kann man sie reinstecken bis fest (3-4 cm) dann bekommt man sie nur noch mit Gewalt raus. Der Hauptholm am Flügel geht überhaupt nicht rein. Vermutllich etwas Harz nachgetrocknet :-)

Das Steckungsrohr vom Seitenruder ist sehr gut bemessen und musste erst mal um etwa 9 cm gekürzt werden :-)
IMG_3349_jpg.jpg

Als erste Hürde zum reinschneiden in das schöne Modell, habe ich die Anlenkung für das Trimmruder durchgeführt :-)
Da konnte ich am wenigsten kaputt machen. Die Ausfräsung wurde dann mit einem kleinen Balsaklotz unterlegt, damit die "Anlenkung" schön verklebt werden kann, und später auch lackiert werden kann
IMG_3357_jpg.jpg

Die Anlenkung des Seitenruder ist ein erster Leckerbissen. Alle Ruder werden versteckt angelenkt ohne von aussen sichtbare Ansteuerungen. Die Halterung für das Servo ist sehr gut gedacht.
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(Bild von TA)

Allerdings bin ich der Meinung, dass der Winkel etwas optimiert werden hätte können. Die Originalanlenkung laut Bild von TA ist ein etwas gar wilde Konstruktion.
IMG_2341.jpg
(Bild von TA)

Ich habe die Halterung etwas weiter ausgeschliffen um einen anderen Montage Winkel zu erhalten und die Ecken etwas weiter ausgenommen, weil das Seitenruder schon ohne Modifikaiton nicht passte und an dem Winkel (runder Kreis) schleift.
IMG_3370_Jpg.jpg

Den Holzeinsatz in das Ruder eingeklebt und das Servohorn angepasst
IMG_3372_jpg.jpg

Danach wurde das ganze mit einem 1.5 mm Sperrholz unterlegt und das Servo wie das Servohorn passten wie angegossen.
Zur Sicherheit wird aber trotzdem noch eine Schraube eingesetzt :-)
Nun passt das ganze auch sehr schön.
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Das Steckungsrohr soll dann durch zwei M3 Schrauben von aussen gesichert werden. Eine Schraube im Rumpf, die andere im Seitenruder.
Die Masse für die Bohrungen sind von TA empfohlen.
Bildquelle TA
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IMG_2326.jpg

In das Steckunsrohr soll dann ein M3 Gewinde geschnitten werden, so wie ich das verstanden habe. Allerdings hat das STeckungsrohr nur eine Wandstärke von 1 mm, was etwa einen Gewindegang ausmacht. Nach wie vielen Montagen das Gewinde ausgerissen ist und die Schraube nicht mehr greift ist meiner Meinung nach an einer Hand abzuzählen.
Deshalb 3 gr Sicherheit (incl. Harz :-) )
Das ist ein M3 Schraubeinsatz für den Möbelbau und etwa 8 mm lang.
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Eingesetzt und mit Harz fixiert, hält definitiv länger, wiegt fast nichts und bringt enorme Sicherheit.
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Weil wir gerade beim Thema Sicherheit sind, war/ist mir die Montage des Seitenruders wie vorgesehen mit Passstift und Steckungsrohr nicht ganz geheuer. Mir schwebt da immer noch der Absturz des 1:2 Gripen auf der JetPower im Kopf herum, weil das Seitenruder wahrscheinlich nicht korrekt abgestützt/fixiert war.
Hier die Ausgangssituation wie lt. Montage vorgesehen und die Abweichung des Seitenruders vom Rumpf OHNE Kraftaufwand, einfach ein bischen mit dem Daumen dagegen drücken.
IMG_3379_jpg.jpg
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Das ganze muss aus meiner Sicht besser geführt und fixiert werden. Ich habe mir daher ein 4mm Pappelsperrholz beidseitig mit Kohle belegt,
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geschliffen und in den Rumpf eingepasst.
IMG_3402_jpg.jpg

Auf der Ruderseite einen Schlitz eingefräst der genau passt.
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Nun passt das und wackelt nicht mehr. Die Kohlebelegung habe ich gewählt, weil auf der anderen Seite das Seitenruder wahrscheinlich trotzdem leicht vibrieren wird, und mit der Zeit das weiche Sperrholz wohl ausschleifen würde.
Schleift es wieder Erwarten auch die Kohle ab, kommt auf der Ruderseite einfach noch ein sauber angepasster Kohleeinschub rein.

Nun ist das Seitenruder fertig :-)
Als nächstes kommen die Höhenruder dran.
Bis demnächst

Gruss Rainer
 
Bau Höhenruder

Bau Höhenruder

Hallo zusammen

".. Der fährt mit dem Polo...."
Cool, dann kann ich ja ein ganzes Formation-Team einladen :):):)

In der Zwischenzeit wurden auch die beiden Höhenruder vollendet.
Ausschleifen der Steckhülsen und widerum kürzen des STeckungsrohres war vorher notwendig.

Ich verstehe zwar, dass mit dem Gewebeband als Scharnier, das Höhenruder nicht so abgeformt werden kann. Aber Höhenruder als Hohlkehle, dafür komplett geformt wäre auch schön gewesen (und mehr Scale) :confused::confused:
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Das Abschleifen des Teiles ist mit grosser Vorsicht vorzunehmen. Einerseits soll es ja plan sein, damit es schön anliegt, andererseits ist dafür aber kaum Material vorhanden und man kommt schnell durch:cry:
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Danach geht es aber relativ einfach.
Maler-Krepp auf eine Seite ankleben damit es schön dicht
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Klebschutz auf die Oberseite aufbringen, langsames 120 Min Harz mit Flocken aufbringen und dann schön zusammenkleben...
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..und 1 Tag liegen lassen. Dann sieth es so aus
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Nachdem sowieso noch gefüllert und verschliffen werden muss, ist das gar nicht schlecht.

Irgendwie dachte ich, dass bei diesen grossen Modellen für die Servos mehr Platz wäre :rolleyes:
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Das ist eine auf 20 mm zurechtgeschliffene Scheibe, wo die zentralen Verstärkungen noch ausgeschliffen worden sind, um den nötigen Servoweg zu erhalten.
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Die Aufnahmen des Kugelkopfes sind ebenfalls verdeckt anzubringen. Das Stützmaterial schön auschleifen damit eine saubere Aufnahme und Verklebung im Spant erfolgen kann.
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Zum Schluss noch das Steckrohr mit dem Kreuzlaser ausrichten (ist besser, weil sonst kucke ich immer schief. Und wenn ich schief kucke, ist die Bohrung auch plötzlich schief :):))
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Bohrung setzen, Gewinde schneiden und wieder Sicherheit einsetzen bzw. einharzen
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Damit sind die Höhenruder auch fertig.
Als nächstes werden die Querruder eingebaut, die Flaps-Anlenkungen und das Fahrwerk eingebaut.
Bis bald

Gruss Rainer
 
Einbau Querruder und Flaps

Einbau Querruder und Flaps

Hallo zusammen

Trotz des schönen Flugwetters geht es langsam weiter

Der Einbau der Querruder ist gut vorbereitet. Ausfräsen der Aussparung, die Deckel zum abschliessen der Fräsung liegen fertig lackiert bei
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Es ist zwingend darauf zu achten, dass an den Rändern ein genügend breiter Steg vorhanden ist, wo die Deckel auch wieder aufgeschraubt werden können, sonst sind Holzeinlagen Pflicht :-)
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Die Servohalterungen sind bereits verklebt. Ich musste noch etwas nachfräsen an den Rändern, da die MKS Servos nicht genau passten.
Die ovale senkrechte Öffnung für das Servogestänge ist vorhanden
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Leider sind die Servohalterungen nicht genau aufgeklebt. Dies führte dazu, dass die Gestänge 9 mm bei gleicher Stellung aufweisen. Der Hersteller wurde darüber informiert.
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Die Anlenkungsaufnehmen in den Querrudern sind aus der GFK-Platte auszulösen und ebenso wie beim Höhenruder fast unsichtbar einzubauen
Ansonsten sind hier keine grossen Schwierigkeiten aufgetreten
Weiter geht es mit den Flaps. Hier sind die eine oder andere Hürde zu überwinden, sonst kann das danebengehen.

Das erste ist das auslösen der Flap-Teile aus der GFK Platte. Hier ist darauf zu achten, dass die richtigen Bauteile zusammengepasst werden.

Diese Spitze fehlt bei der inneren Aufnahme !!!
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Die äussere Flügeaufnahme ist länger und weniger hoch, als die innere Aufnahme.
Äussere Aufnahme
IMG_3430_jpg.jpg


Innere Aufnahme
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Die Aufnahme des Kugelkopfes ist dabei genial gelöst. Wenn das GFK Teil sauber ausgebaut und geschliffen worden ist, kann der M4 Kugelkopf direkt aufgeschraubt werden. Die Ecken werden dabei als "Gewinde" geschnitten beim aufschrauben und der Kugelkopf hält.
Ich habe die Kugelköpfe dann mit noch mit Harz gesichert, das hält bombenfest. Leider ....
Als Bauhinweis darf ich hier sagen, dass zumindest die inneren Kugelkopf-Aufnahmen (Fahrwerk) NOCH NICHT verklebt werden sollen.
Es kann (bei mir hat es) ein kleine Ungenauigkeit gegeben, vermutlich irgendwo etwas zuviel oder zuwenig Lack abgetragen beim Harzen, so dass zum Schluss die Flap nicht optimal passt. Wenn man den Kugelkopf nun noch etwas drehen könnte, dann könnte man das passend nachjustieren und erst anschliessend verkleben.

Das mitgelieferte Mass des Herstellers auf dem Herstellerfoto für die äussere Flap-Aufnahme stimmt leider nicht ganz.
Dies kann dazu führen, dass die Ausfräsungen im "freien" enden und nicht sicher verklebt werden können.

Das sicherere Vorgehen ist wie folgt:
Bestimmung der Mitte der Spantes der bei etwa 370 mm Rumpfseitig montiert ist und eine senkrechte Linie zur Kante bis etwa 20 cm ziehen. Nun sieht zwar immer noch nichts und kann sich leider nicht sicher sein, aber mit einer guten LED-Leuchte von der anderen Seite angestrahlt gibt dann die absolute Sicherheit wo der Spant genau liegt.
IMG_3428_jpg.jpg

Anlegen und einzeichnen der Abstände auf der Basis der montierten Aufnahmen
IMG_3434_jpg.jpg

Wichtig ist hier, dass die 4 mm Versatz (Breite Kugelkopf) mit einberechnet werden.
Die Ausfräsungen immer mittig zur gezeichneten Linie tätigen (also etwa 1.5 mm links und etwa 1.5 mm rechts). Dann passt das.
Beim einharzen auf den korrekten Winkel achten, damit das ganze auch schön aussieht, und der Erfolg ist ziemlich sicher.
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Leider taucht nun ein Problem aus, das sich nicht so ohne weiteres lösen lässt.
Die Anlenkung der Flaps:
Hier ist ein enorm hoher Servoweg nötig von etwa 110 Grad !!

Das können nur programmierbare Servos von HITEC (mit entsprechendem Programmiergerät),... oder man hat eine JETI-Steuerung und nutzt deren Möglichkeiten voll aus (Ein Kollege aus dem Jeti-Forum teilte mir die Idee mit):
Einstellungen DC-24: Servoweg pos und neg. auf 148% !!! einstellen, Limit pos und neg auf 150% einstellen. 3 Punkt Funktionskurve für die Flaps erstellen und den 2 (mittleren) Punkt von 0 auf 100% verschieben. Dann erhält man mit den von mir verwendeten MKS Servos fast 110 Grad Servoweg auf einem Schaltweg (oder man verwendet einen Schieberegler).

Warum nur 148% ???

Das ist ein Kuriosum das mit den MKS HV777 Servos passiert. Wird der Servoweg auf 150% eingestellt, und dieser Punkt tatsächlich angefahren,... dann wird das ganze Servo stromlos !!!!
Zuerst dachte ich, das Servo sei kaputt, aber nach aus- und einstecken funktionierte es wieder, bis wieder zum Vollauschlag gefahren wurde. Bei einer Reduktion auf 148% wird wohl der Endpunkt nicht erreicht, und es behält seine volle Kraft und hält die Flaps dann auch korrekt

Das nächste Problem tritt dann auf, wenn die Masse des Servoarms vom Hersteller übernommen werden. Dort wird ein 34 mm Arm empfohlen,... auf Grund der vorgefertigten und gefrästen Serovoposition ist dies aber unmöglich. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem 28er oder 30er Arm. Ein 32er Arm drückt durch die Fläche,... heisst kann nicht verwendet werden wenn man 110 Grad Servoweg fahren will

0-Position
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Nach etwa 20 Grad Weg stösst der Arm bereits auf der Flügelinnenseite an. Wäre dort nicht Kohle verbaut, wäre der Flügel jetzt kaputt :(
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Als nächstes kommt der Rumpf dran mit den ganzen Ausfräsungen und Ausschneidungen,... mir blutet das Herz wenn ich daran denke :p

Die Beleuchtung und das Fahrwerk mache ich erst später. Einerseits damit ich das Fahrwerk in der richtigen Position zur Rumpfaufnahme fixieren kann, und die Beleuchtung, weil ich erst noch Abdeckungen für die Beleuchtungen abformen muss. Zudem ist mir die Positionierung noch völlig unklar.

Bis demnächst, mit dem Bildern vom Rumpfumbau

Gruss Rainer
 

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Rumpfzusammenbau

Rumpfzusammenbau

Hallo zusammen

Die schönen (Flug-)Tage sind vorbei, und es wird wieder gebaut.
Zwischenzeitlich gibt es auf Anfrage bei Tomahawk einen Link zum Download eines rudimentären Manuals.

Um das Vorder- und Hinterteil zusammenzubauen, sind folgende Teile aus dem Beschlagsatz nötig...
IMG_3558.JPG

... die dann so zusammengesetzt gehören
IMG_3559.JPG

Die vorgesehen M3-Einschlagmuttern sind leider nicht Bestandteil des Beschlagsatzes, dafür sind M4-Einschlagmuttern beiliegend.
Beginnen wir mit dem Hinterteil.
Einsetzen der M3-Einschlagmuttern in die Passhülsen und provisorischer Fixierung mit Sekundenkleber, damit die Muttern beim Einsetzen nicht auseinanderfallen.
Einsetzen der Passhülsen in das Hinterteil und Fixierung der Muttern mti 120 Min Expoxy-Harz. 120 Min. deshalb, dass man nach dem "Anziehen" des Harzes, das Hinterteil mit den Passhülsen in das Vorderteil ansetzen (nur ansetzen, nicht ganz einführen) und ausrichten kann, bisdas Harz komplett abgebudnen ist.

Zur Vorbereitung des Vorderteils müssen anschliessend die inneren Kanten für Bohrung (Kohle) mit einer ganz feinen Feile die Kanten brechen, sonst können die Passhülsen nicht ganz eingeführt werden.
Nach dem zusammensetzen des Rumpfes, entgegen dem Manual, die Holzkappen NICHT MIT SEKUNDENKLEBER provisorisch fixieren, sondern direkt mit den M3 Schrauben stramm verbinden und mit wieder mit 5 Min. Harz punktuell fixieren.
Der Sekundenkleber kann nach dem Aufsetzen der Kappen auf die Passhülsen laufen und kann dann nur noch mit Gewalt getrennt werden. Wenn das bei allen passiert, ist die Möglichkeit der Rumpfteilung definitiv nicht mehr möglich :cry::cry::cry:
Bei mir ist es nur bei einer passiert, und ich habe es gerade noch gemerkt. Selbst ohne Schrauben, halten die beiden Rumpfteile nur mit den Passhülsen extrem gut zusammen :D:D

Zum endgültigen fixieren der Holzkappen den Rumpf wieder auseinanderbauen und dann mit 120 Min Epoxy-Harz sauber fixieren. Auseinanderbauen deshalb, weil man sonst nicht an die oberste Kappe kommt, um das Harz sauber zu platzieren.

Das Hinterteil...
IMG_3570.JPG
IMG_3569.JPG

... und das Vorderteil
IMG_3568.JPG

Im nächsten Beitrag, werden die Öffnungen in den Rumpf geschnitten :confused:

Gruss Rainer
 
Rumpföffnungen

Rumpföffnungen

Hallo zusammen

1 grosses Bier, den schönen und unversehrten Rumpf nochmals mit beiden Händen streicheln und dann geht es los.

Die Vorbereitung ist, dass alle Linien der Bugklappen, der Fahrwerksaufnahme, Aussparungen für die Flaps und die Speedbrake mit Bleistift markieren damit die Konturen deutlich sichtbar sind.
Los geht es mit der Fahrwerksaufnahme. Mit einem 2mm Bohrer werden die Konturen nachgebohrt und mit einem 2 mm Fräser definitiv ausgefräst
IMG_3468.JPG

Mit dem Dremel schön die Konturen herausschleifen
IMG_3469.JPG

Diese Arbeit ist, auch mit den beiliegenden Einsätzen, relativ gut und sauber einzubauen und macht Spass.
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Die Aussparungen für die Flaps dagegen sind nun wirklich extrem mühsam. Es ist mir unverständlich, dass dies nicht bereits in der Form korrekt abgeformt werden kann. Die Preisliga liesse dies eigentlich erwarten.
Das korrekte anzeichnen der Form zum ausschleifen und anpassen ist kompliziert und erfordert regelmässigen An- und Abbau des Flügels bis die Flaps tatsächlich einigermassen korrekt passen.
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Passt immer noch nicht,... so sollte es zum Schluss dann ausssehen
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IMG_3472.JPG

Die mitgelieferten inneren Abdeckung sind wenig passgenau und das einpassen und verkleben entsprechend mühsam
Soll noch eine Speed-Brake eingebaut werden, ist meines Erachtens der Einsatz von Kohle zwingend nötig, sonst ist der verbleibende Rest von etwa 10 mm schnell beschädigt.
IMG_3571.JPG

Die inneren Einsätze/Abdeckungen der Flaps habe ich mit 120er Glasgewebe im Rumpf fixiert und anmodelliert.
Trotz angestrengtem Nachdenken :confused: ist der grosszüge Einsatz von Spachtel nötig, damit das zum Schluss sauber aussieht.
IMG_3572.JPG
IMG_3573.JPG

Zum Schluss noch das Ausfräsen der Bugfahrwerkklappe und anpassen der neuen Klappe (extra Zubehör)
Mitte anzeichnen und mit dem Dremel, einer frischen dünnen Diamantscheibe und ruhiger Hand sauber trennen
IMG_3555.JPG

Dann sieht das so aus, und weiter geht es mti der Speedbrake
IMG_3470.JPG

Gruss Rainer
 
Speedbrake

Speedbrake

Hallo zusammen

Die Speedbrake musste sein :)
Also für 199,-- Euro als Zubehör bestellt. Leider gibt es dafür nur ein paar ausgefräste GFK Teile. Definitv kein korrektes Verhältnis zwischen Wert und Ware. Die fünf vorgefrästen GFK Teile kann man auch selber sehr einfach herstellen und konstruieren.
IMG_3565.JPG

Für den Preis, kauft man sich lieber ein paar Six-Packs, oder eine neue Dremel, oder sonst was nützliches.
Bei der Bugfahrwerkklappe kriegt man ja auch ein entsprechendes Bauteil, und das kostet erst noch nicht so viel.

Die Speedbrake selbst muss präzise aus dem Rumpf herausgearbeitet werden. Dabei hat man nur einen einzigen Versuch der sitzen muss :mad::mad:
IMG_3461.JPG

Im Manual soll die Speedbrake nach der Ausarbeitung mit flächig mit Flugzeugsperrholz belegt werden. Das war mir zu unsicher, da ich befürchtete, dass sich die Speedbrake dem Holz anpasst und nicht das Holz der Speedbrake. Eine saubere Rumpfkontur erwartete ich jedoch nicht.

Um das ganze stabiler zu machen, habe ich daher den gesamten Bereich der Speedbrakevorher mit 2 Lagen 120 Kohle belegt und erst anschliessend nach vollständiger Aushärtung mit der Diamantscheibe herausgearbeitet. Die Diamantscheibe ist nur etwa 1 mm dick und ermöglicht sehr präzise gerade Schnitte,... wenn man eine ruhige Hand hat :)
Alle Kurven, insbesondere die beiden sehr schmalen Teile für die Anlenkungen, wurden mit einem 0.5 mm Bohrer Loch-an-Loch gebohrt und so sauber herausgearbeitet. Vielleicht hat jemand so eine feine Säge die so enge Rundungen zulässt, ich habe keine und daher gebohrt :D:D
IMG_3553.JPG

Das Aufbringen der Anlenkungen ist dann etwas tricky.
Pauschal würde man sagen, dass die Anlenkungen senkrecht zur Oberfläche aufgeklebt werden. Das ist falsch, da sonst eine Rotationsbewegung an der Umlenkung stattfindet, welche die Montagepunkte am Rumpf in kürzester Zeit brechen lässt.
Die Anlenkungen müssen parallel und senkrecht zueinander aufgeklebt werden. Daher auch hier am besten mit 120 Min-Epoxy ankleben, nach dem ersten Anziehen und zunehmender Zähigkeit, können die Anlenkung sauber und senkrecht ausgerichtet werden.
IMG_3562.JPG
IMG_3563.JPG
Das zweite Bild zeigt die Position leider nicht korrekt. Verzerrung durch Perspektive. Diese sind aber unten und oben parallel

Die mitgelieferten M4 Kugelköpfe hatten leider unterschiedliche Bohrungen (3mm und 4mm)
Um keine M4 Schrauben verbauen zu müssen, habe ich aus einem 4/3 Kohlerohr eine kleine Hülse gebaut, die einen wackeligen Zustand sicher verhindern :D:D:D

IMG_3564.JPG

Als nächstes ist der Einsatz des Bugfahrwerks und der Bugklappen geplant. Das wird aber sicher nächste Woche :D:D
Bis dahin wünsche ich Euch schöne Flüge

Gruss Rainer
 
Hallo Rainer,

es ist sehr interessant, deinem Bericht zu folgen. Du hast es zwischendurch erwähnt, Preis-Leistung. Bei manchem was man liest wundert man sich dann doch etwas. Das sieht nach extrem viel Arbeit aus und man muss schon wissen was man zu tun hat. Respekt, Du löst das alles perfekt !:eek::eek:
Da bin ich wirklich froh, dass ich mich seinerzeit doch anders entschieden habe ..............die Herausforderungen waren schon wesentlich geringer.
Weiterhin viel Spaß, werde deinen Bericht verfolgen. Ich darf schon fliegen,es war viel weniger Aufwand.

Gruß

Detlef
 

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Hallo Detlef

Danke für die aufmunternden Worte.
Der "Scale Traum", wie amgepriesen, ist es meiner Meinung nach sicher nicht, vor allem nicht zu diesem Preis. Dazu sind dann doch zuviele Unstimmigkeiten (Nietenbild, Keine/unkorrekte NACA-Einlässe, fehlende Anformung der Beleuchtung usw.)
So schön und toll die Bauqualität ist, ... der Gesamteindruck ist hier leider sehr zwiespältig.
Ich habe mich nun auch für den Skymaster-Propeller entschieden, denn das einzige Scale Detail des von Tomahawk angebotenen Ramoser-Propeller ist, dass er fünf Blätter hat. Der Rest hat mit dem Original leider nur sehr wenig gemeinsam.
Aber es lässt sich trotzdem was daraus machen :D:D:D,.. nimmt einfach viel mehr Zeit in Anspruch, weil auch das Manual sehr lückenhaft ist,.. dafür gibt es aber diesen Baubericht um die kleinen Unzulänglichkeiten aufzuzeigen :):):)

Der Erstflug, noch ohne Lackierung ist für den Herbst geplant. Mal sehen ob das klappt.

Gruss Rainer
 

Berndi

User
Hallo Rainer,

danke für den Bericht. Das wäre mir zu viel Aufwand vor allem bei dem Anschaffungspreis. @ Detlef: Ist Deine PC 21 von Skymaster?
 
PC-21

PC-21

Hallo Berndi,

ja meine ist von Skymaster. ;) .... war eine unlackierte Version. Ich glaube es wäre aber sinnvoll, sich einfach eine fertig lackierte Version zu ordern. Da ist man schnell mit fertig und selbst wenn sie dann etwas schwerer wäre, sie kann es sehr gut verkraften.

Allerdings ist diese hier von TA, wenn sie fertig ist, ein absoluter Kracker ! Ein morz Koffer mit sicher gigantischen Flugeigenschaften. Zumindest was man so bisher im Netz sehen kann

Gruß

Detlef
 
Passgenauigkeit

Passgenauigkeit

Hallo Bernd

Schön dass es noch jemand gibt/gab der schon eine gebaut hat:):)

"...Eigentlich hat alles sehr gut gepasst...."

Genau dort stehe ich jetzt an. Vielleicht habe ich da auch völlig quere Vorstellungen von Passgenauigkeit.
Könnntest du mir sagen, wie ihr die Spanten für das Bugfahrwerk eingebaut habt. Das Downloadmanual zu diesem Schritt schweigt sich hier leider aus

IMG_3636.JPG

Ich habe hier auf einer Länge von etwa 15 cm ein Spaltmass von 4-5 mm weil der Spant gerade ist aber die untere Rumpfform etwas gebogen ist.
Mach ich da etwas falsch, oder soll das wirklich alles mit Harz ausgefüllt werden ?!
Wie wirkt sich das auf die Rotation der Fahrwerkklappen aus, wenn die vier Umlenkpunkte nicht auf einer Linie liegen sondern der Rumpfform folgen

Ich habe ehrlich Hemmungen das Teil so einzulaminieren :cry::cry:

Gruss Rainer
 

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