Rohrholm in Rippenfläche - Löcherfrage :-)

SirToby

User
Hallo Kollegen!

OUTING:

Ja, ich konstruiere meine Modelle noch auf Papier, mit Bleistift, Radiergummi, Geodreieck, Kurvenlineal und Zirkel... und
Ja, ich schneide, säge und schleife die Bauteile von Hand!

...so, jetzt isses 'raus :D

Meine Frage: Wie schneidet Ihr (die Ihr selbst noch so "altertümlich" baut und nicht fräst) die Löcher für Rohrholme in die Rippen? Wie positioniert Ihr die Bohrungen paßgenau?

Beste Grüße

Tobias

P. S.:
Disclaimer (zur Vermeidung von Antworten wie "Suchfunktion!")
Habe zu dem Thema hier gesucht, aber nichts gefunden

;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tobias,

Deine Frage wie man Löcher in Rippen bohrt und Löcher zentriert irritiert mich etwas.
Als "Modellbauer" sollte das für Dich doch keine Probleme aufwerfen, na ja, dann mach folgendes:

Ich baue auch selbst Rippenflächen mit Kohlerohr als Hauptholm und Kastenrümpfe aus Balsa- Sperrholz; Du kannst um das Ausfransen bei weichen Balsa möglichst zu verhindern die Stelle wo gebohrt wrid mit Sekundenkleber härten, Tasafilm draufkleben und nimm einen möglichst scharfen Bohrer mit hoher Bohrgeschwindigkeit dann wird es keine großen Ausfransungen geben.

Bzgl. dem Zentrieren beim Bohren, ich nehm einen Handkörner her.

Gruß

Roland
 
Hallo Tobias

Deine Frage scheint mir sehr wohl berechtigt und jeder hat da wohl seine eigenen Rezepte.

Ich persönlich bin kein Freund vom Bohren in Balsaholz. das Zeugs ist so weich, dass man ein Eindrücken des Holzes im Bohrbereich und Ausfransen kaum vermeiden kann.
Ich mache es deshalb auf die folgende Weise:

-Loch anzeichnen mittels 'Bleistiftkreuz'
-Bohren mit Spiralbohrer oder, wer hat, besser 'Fingerfräser'
-dann, und dies ist mein 'Geheimrezept', auf Fertigdurchmesser 'ausreiben', wobei noch Korrekturen im Milimeterbereich möglich sind.

Zum 'Ausreiben' benütze ich ein Rundholz, bei grösseren Durchmessern sogar Dosen o.ä., welche ich mit Schleifpapier umwickle.
So erhältst du super-schöne Löcher.

Gruss aus der Schweiz, Daniel
 
Ich bohre Löcher in Balsa gerne mit einem Messing- oder Alurohr passenden Durchmessers. Das Rohr schärfe ich an der Stirnseite. Dann aufsetzen und zwischen den Fingern hin-und her drehen, bis durch. Gibt schöne runde Löcher ohne Ausfransungen. Das funktioniert aber nur bei dünnen Brettchen, ich würde so bei 5mm die Grenze sehen. Darüber hinaus wirds mühsam.
Grüsse
Stephan
 
Hallo Tobias,

dann machst du die Rippen bestimmt mit der guten, alten Blockmethode. In die Musterrippen würde ich das Loch gleich schon bohren und dann die Balsarippen noch im Block löchern.
Als 'Bohrer' würde ich ein Stück Messingrohr mit dem Außendurchmesser des Holms nehmen. Das Messingrohr am Ende scharf feilen und eventuell sogar ein paar Sägezähne einfeilen. Ist dann mehr eine Lochsäge. Wenn du die schön scharf machst und die Balsarippen im Block bohrst, dann franst nix aus und du hast wunderschöne runde Löcher.
Gruß Globox
 
Ja, richtig: Das Ausfransen des weichen Balsas ist das Problem...

Die Methode mit dem geschärften Messingrohr, in welches kleine Sägezähne eingefeilt werden, scheint mir am effektivsten. Vielleicht kann ich da vertieft noch ein Buchenrundholz einkleben, welches mittig einen kleinen Dorn aufnimmt. Damit könnte man dann, ohne Schablone, die Bohrung schön paßgenau ansetzen. Funktioniert dann natürlich nur bei einzelnen Rippen. Problem wird vielleicht sein, das ausgeschnittene Stückchen aus dem Rohr zu fummeln...

Das Schnittbild im Anhang soll etwas verdeutlichen, was ich meine...

Grüße

Tobias
 

Anhänge

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    Kreisbohrer.jpg
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Ich verwende immer ein Stück des Rohres das ich verbauen möchte. Das hat den Vorteil das die Löcher exakt zu den Rohren passen, da man nicht immer den richtigen Durchmesser der Bohrer bekommt. Das Rohrstück von innen anschärfen und jedes Brettchen durchbohren. Dann das Ganze zu einem Block zusammenfügen, auch mit einem Stück des Rohres und den dünnen Stahldrähten, dann den Block in gewohnter Weise bearbeiten. Bei dünnen Profilen bei denen der Rohrholm fast die ganze Höhe einnimmt empfiehlt es sich kleine "Höcker" stehen zu lassen damit die Rippen beim auffädeln nicht zerbrechen. (Siehe Bild).
Es können auch sogenannte "Kernlochbohrer" benutzt werden.
Wenn das nicht ausführlich genug ist bin ich gerne bereit es noch einmal in Wort und Bild zu veranschaulichen.

Gruß Heinz

\______________l______________/
~~~~o~~~~​


rippenblock.jpg
 
Hi,
ich mache es auch so wie Heinz, sauberer wird es nicht, schon gar nicht mit richtige Bohrern. Sägezähne braucht man für weiches Balsa nicht. Da ich meine Holme auch selber laminiere und die Außendurchmesser zur Mitte hin zunehmen, muss ich die Rippen einzeln anpassen. Das geht prima mit einem gedrechselten, konischen Holzdorn. Bei mir etwa 15cm lang, von 8mm auf 20mm Durchmesser mit 120er Schleifpapier beklebt. So kann man die Bohrungen absolut exakt auf den Holm anpassen.

Gruß,
Christian
 
Tja, auf die einfachsten Dinge kommt man nicht...

Klaro, kann man die Holmlöcher VOR der Bearbeitung als Block in die Brettchen einbringen und dann erst den Block bearbeiten - irgendwie ist mir das schon fast peinlich, nicht auf deisen Gedanken gekommen zu sein :rolleyes:

Wo ich gerade die Experten hier habe:
Bei stark Trapezförmigen Tragflächen habe ich bisher die Rippen einzeln ausgeschnitten und dann paarweise überschliffen. Grund: Im Block werden die Rippen zu "schräg", vor allem an der Endleiste und auch an der Nase. Arbeitet Ihr mit "Füllstücken", oder macht ihr das einfach so und korrigiert das im Nachgang paarweise?

Klingt fast so, als ob ich noch nie ein Holzmodell gebaut hätte, tatsächlich mache ich das schon seit beniahe 30 Jahren... Aber man ist ja nie zu alt um noch dazuzulernen ;)

Grüße

Tobias
 
Wenn die Fläche oder das Ohr ein sehr starkes Trapez aufweist mache ich es so das ich aus Abfallholz oder minderwertigem Holz jeweils eine "Blindrippe" einfüge, kann auch stärker sein als die Normalrippe um so besser wird das Ergebnis. Diese Blindrippen kann man auch mehrmals benutzen indem man die ersten 2-3 Blindrippen neu dazwischen legt alle weiteren sind dann noch groß genug. Im Anhang ist die Herstellung der Rippen noch mal verdeutlicht. Oben der rohe Balsastreifen ( mit Krümmung wegen optimaler Material Auswertung), in der Mitte wird das Loch gebohrt und die Markierungen für die dünnen Stahldrähte angebracht, unten der fertige Rohling.

Gruß Heinz

014.jpg
 
Rippenflächen

Rippenflächen

Hallo

Für einzelne Bohrungen in Balsa, Sperrholz und auch Alu etc. und evtl. auch für kleine Rippenblöcke gibt es noch eine Methode, die ich manchmal anwende.
Man schaut sich im Baumarkt nach Rundfeilen um, die einen zylindrischen Schaft haben, das spitze Ende für den Holzgriff wird abgeschnitten bzw. runtergeschliffen, dann kann man die Feile sehr schön in den Akkubohrer einspannen.

Wenn man dann das Loch mit einem kleineren Bohrer vorgebohrt hat, kann man mit diesem Feilenbohrer und angepasster Drehzahl und sanftem Druck sehr schön das Loch aufreiben, wird kugelrund. Durch die konische Form der Rundfeile kann man sich mit der Schieblehre auch die Stelle raussuchen und mit Kreppband markieren, bis zu der man das Loch aufreiben möchte.

Das wichtige ist dabei, die richtige Drehrichtung am Akkubohrer einzustellen, also in der Richtung, das der Feilenzahn die Feile wieder aus der Bohrung zurückdrängen möchte.
Hat man die Drehrichtung falsch eingestellt und man gibt zu viel Gas, frisst sich der Feilenzahn in die Bohrung rein und kann das Balsa oder auch Sperrholz aufsprengen.

Bei der Auswahl im Baumarkt muss man unbedingt auch die Feile seiner Wahl erst mal zwischen Daumen und Zeigefinger zwirbeln, um zu sehen ob die Feile eiert, das ergäbe dann u.U. bei Rippenblöcken um den 'Eierwert' zu groß aufgeriebene Löcher !:p
Vielleicht kannst du was mit anfangen !

viele Grüsse
allerich
 
Rippen in Block ins Profil schleifen , mit kleinem Durchmesser vorbohren ,anschl. passenden Schleifkopf (rund oder konisch) auswählen und mit dem Dremel im Ständer durchschleifen.Ergebnis:paßgenau und nix ausgefranst.
gruß
Chris
 
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