Spannungs-Drift bei neuem LiPo

_alas

User
Guten Morgen zusammen

Gestern sind bei mir zwei neue Swaytronic 11.1V 2200mAh 60C/120C LiPo's angekommen.
Ich habe sie direkt mit meinem LiPo-Checker überprüft und beide sind in etwa auf 3.8V/Zelle geladen.
Einer der LiPo's hat jedoch einen Spannungsdrift von 55mV (Spannung S1 & S2 = 3.809V, S3 = 3.754V) der Andere hat nur 2mV.

Wie ist damit umzugehen? Ist dieser Spannungs-Drift tolerierbar? Soll ich den Akku vollständig balanciert laden und schauen wie es dann aussieht,
oder kann ich dann beim Hersteller nicht mehr reklamieren?


Meine zweite Frage, unabhängig der neuen LiPo's:
Angenommen ich fliege einen Akku auf ca. 3.6V/Z oder nur 4.0V/V runter.
Kann dann der Akku direkt auf Lagerspannung (3.85V) gebracht werden? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass nur "kleine" Ladungen/Entladungen dem Akku schaden können, wobei mich das verwundert hat.


Für eure Ratschläge möchte ich mich herzlichst im Voraus bedanken!

Herzlicher Gruss
Marc
 
Angenommen ich fliege einen Akku auf ca. 3.6V/Z oder nur 4.0V/V runter.
Kann dann der Akku direkt auf Lagerspannung (3.85V) gebracht werden? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass nur "kleine" Ladungen/Entladungen dem Akku schaden können, wobei mich das verwundert hat.
Für die Akku-Messsung nach dem Fliegen versuche ich nicht unter 3.7V/Z zu kommen.
--> "Kann dann der Akku direkt auf Lagerspannung (3.85V) gebracht werden?"
Ja natürlich, kein Problem, kleine Ladungen/Entladungen schaden den LiPos nicht.
Wegen Brandgefahr gehen manche mittlerweile auf unter 3.85V.
Ich lagere aber auch seit Jahren ohne Probleme bei 3.85V pro Zelle.
Allerdings in einer brandsicheren Box.

VG
Uwe
 

_alas

User
@FAG_1975 Danke für den Leitfaden. Habe herausgefunden, dass der Drift nicht über 50mV liegen sollte.

@hinterseher Danke! Leider kann ich bei meinem Ladegerät die Lagerspannung nicht selbst einstellen (Voreinstellung 3.85V). Aber ich lagere die LiPo's in einem LiPo-Bag ...immerhin.
 
Hallo,

schau mal nach welche Lagerspannung bei deinem Ladegerät im LiIo Programm hinterlegt ist, das könnte evtl bei 3,7 -3,75V liegen und dann evtl passen.

Gruß
Reinhold
 

_alas

User
Hallo Reinhold

Danke für deinen Tipp! Besteht da keine Gefahr, dass das Ladegerät dann falsche Messdaten zieht und somit der Schutz nicht gewährleistet ist?
 

s.nase

User
Welches Ladegerät hast du?

LipoChecker sind manchmal nur Schätzeisen.

Neue Lipos haben manchmal im Auslieferungszustand nicht die gleiche Lagerspannung. Das kann ein Hinweis auf Überlagerung sein, muß aber nicht.

Ich würde den Lipo dreimal normal mit Balancer aufladen, aber in diesen drei Akkuzyklen mit moderaten Belastung nur etwa halb leerfliegen und dann wieder aufladen. Am besten zügig hintereinander an einem Tag. Driften die halbleeren oder leeren(3.6...V) Zellen immer noch auseinander, oder haben deutlich Drift in den Zellen Innenwiderständen, ist der LipoPack ein Fall für die Reklamation.
 

steve

User
Hallo,
die Spannungsdifferenzen sind nach meinen Erfahrungen vom Akku-Typ abhängig. Gibt Typen mit einer derart geringen Drift über ihr ganzes Leben, dass ich es fast nicht glauben kann und andere beschäftigen einen damit vom ersten bis zum letzten Tag. Ist auch keine Preisfrage. Bei den meisten Lipos gibt es nach einigen Zyklen eine stabile Phase mit nur minimaler oder kaum messbaren Drift bis sie zum Lebensende dann wieder etwas deutlicher hervor tritt.
VG
 

_alas

User
Danke für eure Antworten!

@s.nase Ich benutze ein Maxxtrax 680 AC+.
Leider nicht mehr das neuste Gerät und ich kann die Spannung der Zellen auch nicht einzeln anzeigen lassen.

Ich habe den Akku gestern Abend balanciert mit 1C vollgeladen und anschliessend wieder mit 2A auf eine Spannung von 3.8V/Z entladen. Der Drift liegt nun (laut LiPo-Checker) bei 10mV. Schon mal beruhigend. Ich werde das heute noch zwei mal wiederholen, da bei uns gerade kein Flugwetter herrscht.
 

Robinhood

Vereinsmitglied
Das Balancen bringt die Zellen natürlich auf gleiche Spannung, das ist ja gerade der Sinn der Übung! Die Zellendrift der Akkus nach dem Balancen anzuschauen ist nur begrenzt aussagekräftig. Interessant ist es, wenn die Akkus unter Belastung auf 3,5V (beispielsweise) pro Zelle geleert worden sind. Ein gutes Kriterium ist auch der Innenwiderstand der einzelnen Zellen. Hier erkennt man recht schnell, wenn eine oder mehrere Zellen "hinterherhinken". Gute, nicht zu altertümliche Ladegeräte bieten das an.
 

_alas

User
@Robinhood
Habe jetzt im zweiten Zyklus mit 0.5C auf 3.3V entladen und habe da nun einen Drift von 0.165V. Der Innenwiderstand lässt sich leider mit meinem Ladegerät nicht überprüfen.

Ich bin leider noch etwas unvertraut in der LiPo-Thematik aber die 165mV Drift lassen mich schon etwas aufhorchen. Wäre der Drift noch grösser, wenn ich beispielsweise mit 20C entladen hätte?
 

we-soar

User
LiPo Checker sind im Allgemeinen so ungenau, dass du hier keine Aussage über Zelldrift oder ähnliches treffen kannst. 165mV wäre deutlichst zu viel Drift (bei neuem Accu) - aber wie gesagt....
Ich überprüfe mit dem LiPo Checker nur ob der Lipo geladen ist oder nicht.
 

Robinhood

Vereinsmitglied
@Robinhood
Habe jetzt im zweiten Zyklus mit 0.5C auf 3.3V entladen und habe da nun einen Drift von 0.165V. Der Innenwiderstand lässt sich leider mit meinem Ladegerät nicht überprüfen.

Ich bin leider noch etwas unvertraut in der LiPo-Thematik aber die 165mV Drift lassen mich schon etwas aufhorchen. Wäre der Drift noch grösser, wenn ich beispielsweise mit 20C entladen hätte?
Nach meiner Meinung ist der Lipo als Neuanschaffung nicht in Optimalzustand. Es gibt viele Modellbauer, die diese Drift akzeptieren würden, weil die Art der Nutzung - sprich geringe Störme - keinen großen Leistungsunterschied erkenne ließe. Bei höheren Belastungen macht sich der höhere Innenwiderstand einer schwachen Zelle bemerkbar, man spricht dann landläufig davon, der Akku "habe keinen Druck". Der Lipo ist ja nicht gerade günstig, eine Nachfrage nach Umtausch wäre gegeben.

Ein neues Ladegerät ist für Lipos kostet nicht viel, bei ISDT beispielsweise bist Du ab 50€ dabei und hast moderne Technik.
 

_alas

User
Würde ich machen - gut und günstig toolkit rc M600 - oder baugleich Graupner u150. Bissl teurer alles von isdt oder hota
Danke für die Tipps! Habe mich gestern ein bisschen schlau gemacht und bin auf das Q8 von ISDT gestossen. Das M60D sieht aber auch interessant aus und wäre dazu noch ein Dual-Gerät.
Etwas mühsam finde ich bei allen, dass kein Netzteil und Verbindungskabel zum Akku beiliegt. So sind diese günstigen Ladegeräte gleich nicht mehr so günstig.
 

Domowoi

User
[...]
Etwas mühsam finde ich bei allen, dass kein Netzteil und Verbindungskabel zum Akku beiliegt. So sind diese günstigen Ladegeräte gleich nicht mehr so günstig.
Verbindungskabel zum Akku braucht man nicht mehr wenn man XT60 am Akku verwendet. Ansonsten braucht man natürlich einen Adapter.

Zum Netzteil, es gibt natürlich auch Geräte die das Netzteil integriert haben zB Hota D6 Pro, ISDT 608AC, ISDT D2 etc... Je nachdem ob Einzel oder Doppellader, mit und ohne Netzteil und wieviel Leistung nötig ist, es gibt alleine von ISDT fast für jeden das richtige Ladegerät. Dabei sind sie meiner Meinung nach immer noch günstig.
 

_alas

User
Verbindungskabel zum Akku braucht man nicht mehr wenn man XT60 am Akku verwendet. Ansonsten braucht man natürlich einen Adapter.
Ja, da habe ich mir mal angewöhnt alle Akkus und Regler auf 4mm Goldstecker umzurüsten.
Das werde ich jetzt wohl so beibehalten.

Ich werde mich heute Abend nochmal schlau machen. Danke euch!
 
Würde ich machen - gut und günstig toolkit rc M600 - oder baugleich Graupner u150. Bissl teurer alles von isdt oder hota
Hinweis: Ich habe mir zwei U150 von Graupner gekauft. Die Geräte gaukeln m.E. eine Präzision vor, die real nicht vorhanden ist. Ein einfacher Lipo-Checker der die Einzelzellen nur auf 10mV genau anzeigt liefert verlässlichere Werte. Schließe ich abwechselnd die beiden U150 am gleichen Akku an, liefern diese stark unterschiedliche Werte.
 

we-soar

User
Kann dir wärmstens das hota d6 plus empfehlen - 2 Ausgänge je 350w bei 24v Input und ein integriertes Netzteil mit 300w für ca120€ - ist mir unbegreiflich warum dieses Ladegerät so unbekannt ist
 
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