Tiger Moth V2 vom Himmlischen Höllein

Andreas Maier

Moderator
Teammitglied
Wie der ein oder andere von Euch ja schon weiss
darf ich eine Sopwith Pup aus selbigem Hause mein Eigen nennen.
Dies hat nun dazu geführt dass ich gleich mal ein paar Mothen bestellen musste.
- und Rainer ist schuld dass ich unbedingt Schwimmer haben musste, ;) :D
(Aber nicht dass ihr meint das Kellerprojekt lebt nicht mehr, nein das zieht sich leider nur wie Kaugummi.)


So schauen die Kartons dann aus wenn sie per Post



Tiger Moth-0026.jpg



.....und das ist Alles drin.
Beschreibung, Bauplan und ganz viel Holz. ;) :D


Tiger Moth-0028.jpg




Da dieses nun die V2 ( Version 2 ) ist gehört natürlich auch ein neuer Baubericht her.


Aber bevor es los geht noch etwas zur Geschichte der Evolutionstufen dieser netten kleinen Tiger Moth.








Es begab sich zu jener Zeit, als es noch Bürstenmotoren und Becherzellen gab,
und in der Edelschmiede für handliche, topp durchdachte CNC-Hölleinmodelle,
die Fa. Grüner das Piperle und diese Tiger Moth als CNC gefräster Bausatz konstruierte.

Also .....wie ich Stefan entlocken konnte:
Beide Modelle (Piperle und Tiger Moth) wurden ursprünglich von Grüner entwickelt und bei dessen Arbeitgeber (Hauck Architekturmodellbau) gefertigt und vertrieben. Nachdem es dort aufgrund der hohen Nachfrage zu eng wurde, ist die Fertigung zu Grüner umgezogen. Wegen der weiterhin steigenden Verkaufszahlen anderer Grüner-Modelle wurden dann beide Modelle zunächst eingestellt ... und dann die Fertigung an CNC-Hager übergeben. Da kam dann auch das Update auf die V2-Versionen mit 2 Querruderservos statt der im Bogen verlegten Bowdenzüge (die damals Herrn Höllein nach dem Wasserfliegen einfach so festgerostet sind) und dem Umbau der Rumpfes auf zeitgemäße BL-Antriebe und LiPo-Akkus. Durch die beiden getrennt angelenkten Querruder könnte man theoretisch auch mit verschiedenen "Klappenstellungen" experimentieren.


Was das mit den Klappen experimentieren bedeutet,
konnte ich in FN bei einem DD mit 4 Querruderservos sehen
und so sollte hier bei der TM mit ihren 2 Querrudern auch so manches machbar sein.





Gruss
Andreas
 
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Harry

Vereinsmitglied
Kasteninhalt

Kasteninhalt

Hallo Mottenfreunde,

gleich nach der Lieferung vom Himmlischen an Andi habe ich zuhause den Karton ausgepackt und abgelichtet.
Hier also der Inhalt der schon auf den Klebstoff wartet.

DSC03142.JPG

Es ist immer ratsam zuerst die beigefügte Bauanleitung zu studieren und dann erst loszulegen.

also Bauanleitung lesen ... das heißt hier die Baustufen Skizzen mit den Erklärungen Schritt für Schritt durchzusehen.
 
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Harry

Vereinsmitglied
Erste Baustufen Rumpf

Erste Baustufen Rumpf

Hallo zusammen,
beim Bau der neuen Tiger Moth will ich genau nach der mitgelieferten Bauanleitung vorgehen. Diese ist in sehr übersichtliche Schritte gegliedert.

Schritt 1

Dazu werden die Bauteile R1 bis R4 benötigt. Geklebt habe ich mit Ponal Classic, da meine Lungen nach den Cyanid Origien in Andis Keller gegen alle Sekundenkleber allergisch reagieren.

DSC03143.JPG

Diese Teile habe ich um meine Holzplatte zu schonen auf Klarsichtfolie gelegt und mit Nadeln zusammengeheftet.

DSC03145.JPG

Wie in der Anleitung beschrieben werden eine linke und ein rechte Rumpfseitenwand gebaut.

DSC03147.JPG

Das kann nun erstmal trocknen.
 
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Harry

Vereinsmitglied
weiter mit Schritt 2

weiter mit Schritt 2

Hallo zusammen,
im 2. Schritt werden die Teile der Außenseite der Rumpseitenwand aufgeklebt.
Dies sind die Teile R5 bis R7 wie auf dem Bild zu sehen.


schritt2 (1).JPG



Hier ist besonders darauf zu achten, an welchen Kanten die Teile anzuschlagen sind


schritt2 (2).JPG



Am Rumpfende wird das Teil R6 so aufgeklebt, daß die Spitze oben ist



schritt2 (4).JPG



das Ganze wieder gut trocknen lassen
 
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Hallo Harry

Ich habe die Motte vor Jahren gebaut und danach sehr viel verändert, an Einstellwinkel, Anstellwinkel und Schwerpunkt. Mich interessiert ob sich hier bei dem Baukasten auch etwas geändert hat.
In der jetzigen Bauphase könntest du das gut messen.
Den Einstellwinkel der unteren Fläche zur Oberkannte (das sollte die Motorzugachse sein) deines bis hier geklebten Rumpfseitenteils. Den Winkel zur unteren geraden Seite, ist einfacher als Profilsehne.

Sigi
 

Harry

Vereinsmitglied
Es geht weiter mit Bauabschnitt 3

Es geht weiter mit Bauabschnitt 3

Hallo zusammen,

zuerst möchte ich aber die Frage von sigimann beantworten. Der Motorsturz hat nach Plan 3 Grad. Auf die untere Fläche gemessen sind das aber 4 Grad.

So nun weiter zum Bau. Es geht um die Spanten R8 bis R13. Diese sind alle in einer Klarsichttüte zu finden.

schritt3 (1).JPG

Um den Spant R11 schön rechtwinklig zur linken Rumpfseitenwand zu verkleben habe ich einen vorhandenen Winkel als Montagehilfe genutzt. Daran kann ich nun den Spant einfach ausrichten.

DSC03159.JPG

Der Spant wird mit Klammern einfach fixiert, vorher natürlich den Kleber sorgsam auftragen.

DSC03162.JPG

damit die Montagehilfe sich nicht verschiebt, habe ich diese auch fest an das Baubrett gepresst.

DSC03164.JPG

hier das Ergebnis nach dem Trocknen.

DSC03165.JPG

Leider ist der vordere Teil des Rumpfes nich ganz parallel, aber so habe ich einen kleinen Seitenzug nach rechts, der mir aber entgegen kommt.

Nun kommt der Spant R8 und die Verstärkung R12 aufs Brett und wieder trocknen lassen !

Danach kommt auf die gleiche Art der Spant R9 aufs Brett.
 

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Harry

Vereinsmitglied
Rumpfbau Schritt 4

Rumpfbau Schritt 4

Hallo Zusammen,

nachdem die Spanten R8, R9 und R11 an der linken Rumpfseitenwand angeklebt sind, kann man die restlichen Teile R10, R12 und R13 einpassen. Hier ist darauf zu achten, dass das mittlere Servobrettchen R13 nicht verklebt wird. Dann die rechte Rumpfseitenwand aufkleben.
Den ganzen Rumpf habe ich dann mit dem Rücken auf mein Brett gelegt und alles mit Schraubzwingen winklig verspannt.


Schritt 4 (1).JPG



Schritt 4 (2).JPG



Schritt 4 (3).JPG



Schritt 4 (4).JPG




:)
 
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Harry

Vereinsmitglied
Rumpfbau: Weiter mit Bauabschnitt 5

Rumpfbau: Weiter mit Bauabschnitt 5

Hallo zusammen,
nun können wir die restlichen Spanten einkleben.


Schritt 5  (1).JPG


Dazu habe ich den Rumpf zwischen zwei Winkel geklemmt und an einem Strich ausgerichtet. Die Rumpfenden müssen mittels einer Schleiflatte so engeschliffen werden, daß diese eine Spitze bildet und die Klebeflächen schön parallel bleiben.

Schritt 5  (3).JPG


Nun können die restlichen Spanten eingepasst werden.

Schritt 5  (2).JPG



Der Spant R16 macht da etwas Schwierigkeiten. Bei musste ich kräftig nachschleifen, um den Spant an die richtige Stelle wie im Plan zu bekommen. dann ist mir auch noch das obere Teil abgebrochen. Da werde ich dann im nächsten Schritt wieder ankleben.
Es ist hier genau drauf zu achten, dass der Rumpf schön gerade wird.
Also, genau an der Bleistiftlinie ausrichten. Dann sollten auch die Rumpfenden genau gleich lang sein.

und wieder trocknen lassen ...

so sieht dann das vordere Rumpfteil aus

DSC03218.jpg

nun habe ich noch den Spant R16 wieder repariert. Hier habe ich den Abstand von der Hinterkante des Rumpfes aus dem Bauplan übernommen und das obere Spantstück angeklebt.

DSC03258.jpg
 
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Hallo zusammen,

zuerst möchte ich aber die Frage von sigimann beantworten. Der Motorsturz hat nach Plan 3 Grad. Auf die untere Fläche gemessen sind das aber 4 Grad.

Danke dir.

Profilunterseite mit 4 Grad zur Modellmittelachse = Höhenruderauflage und = Motorzugachse.
Das sind dann 5,5 - 6 Grad zur Profilsehne.

Das ist dann noch so wie bei meinem Baukasten auch. WEnn interesse an meinen Änderungen, dann nachfragen,
Ansonsten weiterhin viel Freude beim Bauen.

Sigi
 

bendh

User
natürlich sind deine Änderungen von Interesse. Wer sie nicht durchführen will, muss ja nicht.
Also was hast du geändert und warum?
 
Der Einstellwinkel Flügel bezogen auf gerade Unterseite des Profils zur Modellmittelachse = Motorzugachse.

Höllein: 4 Grad unten, 2 Grad oben, kam bei mir so raus.
TC : 0 Grad oben und unten.

Einstellwinkel Höhenruder:
Höllein: 0 Grad
TC : - 3 (je nach Motor und Luftschraube anpassen)

Einstellwinkeldifferenz:
Höllein: +2 bis + 4 Grad = + 3 Grad
TC : - 3 Grad

HR neutral und Fläche 4 bzw. 2 Grad angestellt ergibt eine EWD von 4 bzw. 2 Grad - okay, da bin ich bei dir.
HR -3 Grad angestellt und Fläche 0 Grad angestellt ergibt...nach meiner Rechnung +3 Grad EWD und nicht minus 3 Grad...

Wie passt das zusammen?

Gruß,
Peter
 
HR neutral und Fläche 4 bzw. 2 Grad angestellt ergibt eine EWD von 4 bzw. 2 Grad - okay, da bin ich bei dir.
HR -3 Grad angestellt und Fläche 0 Grad angestellt ergibt...nach meiner Rechnung +3 Grad EWD und nicht minus 3 Grad...

Wie passt das zusammen?

Gruß,
Peter

Da hast du den Fehler erkannt. Das Höhenruder ist nicht auf -3 Grad, sondern auf + 3 Grad.
Ebend genau anders rum, woraus sich die negative Anstellwinkeldifferenz ergibt.
Mein Gedankenfehler, negative Anstellwinkeldifferenz und daraus den Einstellwinkel des Höhenruders mit minus statt plus anzugeben.

Sigi
 

Harry

Vereinsmitglied
Rumpfbau Schritt 6

Rumpfbau Schritt 6

Hallo Mottenfreunde,

hier zuerst die notwendigen Bauteile.

Schritt_6 (1).jpg

Die beiden Deckel musste ich erst einmal suchen. Verwöhnt von Grüners Laserteilen, die ja alle beschriftet sind habe alle verfügbaren Brettchen durchgeschut. Die Deckel sind auf dem Brettchen mit den Rumpfböden. Der Spant R19 ist einfacher zu finden.
Also zuerst die Deckel einkleben und dann den Spant. Damit dieser wieder schön im Winkel ist kommt ein altes Meßmittel aus meiner Lehrzeit zum Einsatz.

Schritt_6 (3).jpg

Im Schritt 6 sollen die Bowdenzugröhrchen für Seiten- und Höhenruder sowie die Mesingrohre für den Baldachin eingeklebt werden.
Dazu habe 5 Minuten Epoxy benutzt.
Die Bohrungen für die Messingrohre habe ich vorher mit einer dünnen Schlüsselfeile nachgearbeitet.

solange das trocknet kann man ja mal fliegen gehen ...
 

Harry

Vereinsmitglied
Weiter mit Bauabschnitt 7

Weiter mit Bauabschnitt 7

Hallo zusammen,

im Schritt 7 werden nur die Füllklötze R23 und der Rumpfgurt R22 geklebt.
Die Vierkantleiste passt genau in die Ausfräsungen an den Spanten. Damit ist dies gleich erledigt.

Größere Sorgfalt fordern die Füllklötze. Diese müssen zuerst auf Form gebracht werden.

Schritt_7 (1).jpg

Aber mit einem kleinen Hobel und einer Schleiflatte ist dies für einen geübten Modellbauer kein Problem.
Die Klötze zuerst in der Länge einpassen. Dann die Form mit einem spitzen Bleistift anzeichnen und alles Überschüssige entfernen !
Einkleben - Fertig !

Schritt_7 (3).jpg

Danach habe ich die Klötzchen mit der Schleiflatte noch genau an die Spanten angepasst.

Schritt_7 (5).jpg

also - geht doch ganz einfach ..
 

Harry

Vereinsmitglied
Rumpfbau Schritt 8

Rumpfbau Schritt 8

Hallo zusammen,

Nun sind wir an den Deckeln angelangt !
Um die gebogenen Rumpfabdeckungen zu verkleben sollten diese erst an die neue Form gewöhnt werden.
Dazu habe ich die zwei 180mm und 260mm langen Beplankungsbrettchen zuerst stumpf an den Seiten zusammengeklebt. Danach wird die hintere Abdeckung grob vorgeschnitten. Für die zwei vorderen Bögen wird auch nur ein ca. 125 mm breites Brettchen benötigt. Die abgetrennten Streifen werden für die Türen benötigt.

Die vorgeschnittenen Brettchen habe ich mit dem Dampfbügeleisen angefeuchtet und vorsichtig über den Rumpfspanten gebogen. Mit Gummi und Nadeln fixieren.

Schritt 8 (1).JPG

das habe ich mal über Nacht trocknen lassen.
Die Beplankung des Vorderteils wird genauso vorgebogen.
 

Harry

Vereinsmitglied
Rumpfbau - Kleben der oberen Beplankung

Rumpfbau - Kleben der oberen Beplankung

Hallo Zusammen,

nachdem die Teile der Beplankung auf dem Rumpf getrocknet sind, habe ich mit der vorderen Abdeckung angefangen. Durch die zwei Messingrohre ist etwas Vorarbeit notwendig.
Zuerst habe ich ein Bogen mit etwas Aufmaß in der Länge vom Brettchen abgetrennt. Dann das Brett am Umfang an den Rumpf angepasst.Die Lage der Messingröhrchen kann man durch leichtes andrücken in der Innenseite sehen. Die Löcher habe ich mit einer passenden Rundfeile angepasst. Nachdem die vordere Abdeckung genau gepasst hat, wurde diese auf die Seite gelegt.

Schritt 8 (2).JPG


Der Mittelstreifen ist relativ einfach einzupassen. Auch die hintere Abdeckung ist schnell vorbereitet.
Nun alles Ankleben und fixieren.

Schritt 8 (3).JPG

Schritt 8 (8).JPG

Hier das Ergebnis

Schritt 8 (9).JPG

Schritt 8 (10).JPG

Schritt 8 (11).JPG

nun fehlen nur noch die aufgeklebten Türen - das ist der nächste Schritt

Schritt 8 (13).JPG
 

mamo

User
Fortsetzung?

Fortsetzung?

Hallo,
Würde mich freuen wenn weiter über den Bau berichtet würde.
Gruß Manfred
 
...ich wäre auch an einer Fortsetzung interessiert :D zzt. habe ich eine kleine alte Tiger Moth von Höllein zur Restauration am Tisch

Grüße
André
 
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