welche Rundsteckung ist stabil und leicht für 3,5m Segler?

Gast_10888

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Hallo,

habe noch einen älteren Segler mit 3,5m Spannweite und ca. 3,6 kg Gewicht.
Nun hat das Modell noch eine Flachstahlsteckung und ich würde diese gerne gegen eine Rundsteckung tauschen.

Wollte mal fragen was heute so "Standard" in der Steckung ist. Also das Modell ist eine ASW ähnliche Maschine die an der Winde gestartet wird und mit der man schnelle Überflüge machen kann sowie die Standard kunstflugfiguren. Der Rumpf ist aus GFK, die Flächen Styro-Abachi.

Ich dachte an einen 10er Kohlestab gelagert in einem Messingrohr. Ich habe allerdings keine Ahnung von Dimensionierung und den Vor- bzw. Nachteilen der Materialien. Auf alle Fälle wäre mir ein Rundstahl zu schwer, da dieser das Modellgewicht gleich deutlich erhöht.

Die Flachstahlsteckung gefällt mir halt wegen dem Klemmmechanismus und den nach vorne Schwingenden Flächen beim Landen nicht so. Sofern allerdings die Festigkeit einer Kohle, -oder alternativen Steckung deutlich geringer ist würde ich beim Flachstahl bleiben.

Was meint ihr, bitte um eure Erfahrungen.

Danke
 

Gast_34738

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Ich würde in Deinem Fall zu GfK-Vollmaterial tendieren! Rundstab, 12mm Durchmesser, gelagert im Messingrohr sollte ausreichend sein!

Grüße
 

Gast_10888

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Hallo,

ist GFK besser als ein Kohlestab geeignet, und meinst Du dass ein 10er zu klein ist?

Hatte mal ein Modell ich glaub von Thommys (Discus) und der hatte soweit ichs noch weis nen Kohlestab.

Danke und Gruß
 

Gast_34738

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Als Rundstab in dieser Dimension ist GfK wohl die bessere Wahl! Ich würde Carbon erst einsetzen, wenn es als Rechteckverbinder laminiert ist! Und wenn Du vorab noch entscheiden kannst, welcher Durchmesser zum Einsatz kommen soll, dann entscheide Dich zu ner Nummer größer, also 12mm! Damit bist Du auf der sicheren Seite, vorallem, da auch einfacher Kunstflug mit nem 4m Segler bei knapp 4Kg einiges an Belastung mit sich bringt!
Ich glaube hier im Forum gibt es nen Fred zur 10er Kohlesteckung bei nem 2,6m Segler. Das war wohl nicht sooo der Hit! Benutze mal die Suchfunktion!

Aber vieleicht meldet sich ja noch jemand anderes dazu!

Grüße
 

PIK 20

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Hallo Hardi,
Quax hat schon recht. Lass dir aber auch von niemanden einen CfK-Rundstab einreden. CfK ist insgesamt fester, aber die Stoß- und Kerblasten im Übergang Rumpf zur Fläche mag die Kohle so gar nicht.
Gruß von Heinz
 

Tofo

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... nimm einfach einen 10´er Kohlestab und kauf dir ein 12´er Stahlrohr dazu. Die Passen saugend zusammen und du hast keine Kerbwirkung auf dem Kohlestab. Ich habe dies bei meiner 4,8 m ASG 29 genauso gemacht. Dort war ursprünglich ein 14´er Stahl drin (75 cm lang) :eek: . Meine Kohle-Stahl Kombination war hinterher Biegesteifer als der Stahlstab und ca. 450 Gramm leichter.

Nimm aber kein Alurohr! Sonst wirst du damit nicht glücklich. Das Aluminium aus dem man diese Rohre macht ist in der Regel sehr weich.

MfG,
Thorsten
 

Gast_10888

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und CFK und Messing passt nicht, nur Kohle und Stahlrohr??

Interessant verschiedene Meinungen zu hören, weitere Argumente und Antworten sind willkommen. danke.
 

Olli S

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Hardi1952 schrieb:
und den nach vorne Schwingenden Flächen beim Landen
Der Klügere gibt nach, in diesem Fall Deine Flächen. Das ist doch der Trick bei der Sache, ich würd das nicht ändern. Mir hat man von Kohle in Messing abgeraten, eine Kerbe oder Riss durch eine scharfe Ecke und es soll ziemlich schnell brechen. Die paar hundert Gramm würde ich auch gerne sparen, aber dann doch lieber auf der sicheren Seite bleiben.
 

Tofo

User
... wenn du das Ganze schwimmend lagerst, hast du ja keine direkte Kerbwirkung! Trotzdem würde ich kein Messing nehmen.

Der Klügere gibt nach, in diesem Fall Deine Flächen. Das ist doch der Trick bei der Sache, ich würd das nicht ändern.
Das ist doch schwachsinn. Seinen Beschreibungen nach zu urteilen ist die Fläche eher zu schwer und stabil gebaut und die Steckung eindeutig ein Schwachpunkt.

Oder meintest du: "Der Klügere gibt nach, in diesem Fall Deine Steckung." ?? :confused:

MfG,
Thorsten
 

Tofo

User
... ich baue immer so stabil wie nötig. Eine grobe Hanglandung muss das Modell ohne Beschädigungen und ohne Verbiegen und Verwinden überstehen. Bei einem crash durch Elektronikausfall oder sonstiges ist dann eh alles kaputt. Von daher würde ich auch nicht zögern und da lieber noch an bestimmten Stellen verstärken.

MfG,
Thorsten
 

Gast_34738

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Tofo schrieb:
... ich baue immer so stabil wie nötig. Eine grobe Hanglandung muss das Modell ohne Beschädigungen und ohne Verbiegen und Verwinden überstehen. Bei einem crash durch Elektronikausfall oder sonstiges ist dann eh alles kaputt. Von daher würde ich auch nicht zögern und da lieber noch an bestimmten Stellen verstärken.

MfG,
Thorsten
Warum dann noch ein Kohlestab:confused: wenn eh stabil gebaut wird? Er ist teurer, und wenn man Kerbkräfte nicht ausschliessen kann, dann ist ein GfK-Stab definitiv die bessere und günstigere Alternative zur Kohlesteckung!!! Wie gesagt, Kohle kommt bei mir erst als 4-Kantsteckung in Frage und das hat seinen Grund! Und 100 Gramm mehr bei nem 4m Segler macht das Kraut auch netmehr fett;) !

Aber jeder wie er mag und meint!

Beste Grüße

Patrick
 

Tofo

User
Wer lesen kann is klar im Vorteil ;)

Ich habe nie was von einem Kohlestab gesagt. Ein Stahlrohr mit einer Wandstärke von 1 mm oder 1,5 mm und dann einen Kohlestab da rein harzen. Das ist etwa 10 mal so stabil wie eine Steckung aus Glasfaser mit gleichem Durchmesser.

MfG,
Thorsten
 

Gast_34738

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Nee, wer gescheid erklären kann is klar im Vorteil! Mußt schon schreiben daß diese Kombination Cfk/Stahl "nur" der Verbinder ist!

Gruß
 
Tofo schrieb:
Wer lesen kann is klar im Vorteil ;)

Ich habe nie was von einem Kohlestab gesagt. Ein Stahlrohr mit einer Wandstärke von 1 mm oder 1,5 mm und dann einen Kohlestab da rein harzen. Das ist etwa 10 mal so stabil wie eine Steckung aus Glasfaser mit gleichem Durchmesser.

MfG,
Thorsten
dann solltest du das auch so schreiben.
Seltsam, dass so eine einfache techn. Frage gleich wieder Agressionen freisetzt.
 

Delion

User
Hi Hardi1952,
wenn die Flachstahlsteckung immer funktioniert hat, dann lass sie doch. die schwingenden Flächen bei der Landung machen rein gar nichts. Und wenn sich so eine Flachstahlsteckung mal bei einer roben Landung verbiegt kostet ein neuer Verbinder keinen Schein. Ich habe letztes mal am Hahnenmoos beim IG Großsegler einen mit einer DG1000 gesehen, ich glaube so etwa 6-8m Spannweite mit Flachstahlsteckung. Der Besitzer hat mir dann erklärt, dass es noch immer das bewähreste sei, obwohl die Methode einige Jahre auf dem Buckel hat. Bei schlechten Landungen lösen sich die Flächen leicht, Beim Fliegen ist sie kaum Zerstörbar und dazu richtig Preiswert. Dass sie in der Luft unzerstörbar ist und auch so was taugt habe ich auch später selbst gesehen.
Also lass die Steckung besser drin, denn wenn du mit ihr nie Probleme hattest, macht es auch keinen Sinn sie jetzt zu ändern. Ich update ja auch keine Programme von Windows, wenn sie schon endlich mal gescheit laufen;)

mfg
Nils
 

Tofo

User
sorry! Ich dachte das wäre klar. Natürlich nur der Verbinder aus Kohle und Stahl um eben die genannte Kerbwirkung zu verhindern. Wie die Aufnahme in der Fläche aussieht musst du dir dann noch entsprechend überlegen. Entweder Messingrohr oder Glasfaserrohr.

das auch so eine Flachstahlsteckung ... in der Luft unzerstörbar ist
Das ist mit Sicherheit nicht so! Einmal aus größerer Höhe ablassen und es regnet Einzelteile. Ich habe schon Modelle gesehen, bei denen sich die Fläche nur leicht durch biegt, aber es sieht trotzdem so aus, als ob man 10 Grad V-Form eingebaut hat. ;-) Einfach dadurch, dass der Verbinder zu weich oder unterdimensioniert ist. Und laut der Beschreibung vom Fragesteller ist das hier auch so ungefähr der Fall.

Lässt sich aber über Ferndiagnose nur schwer sagen!

MfG,
Thorsten
 

Delion

User
Der Pilot heißt "Röbi Disler". Er fliegt bei den IG Großseglertreffen, Clying Circus etc. mit und wer das mal Live gesehen hat wird wissen, dass die ganz schön was aushalten. Natürlich biegt sich dort auch was, aber recht gering und friedlich. Ausserdem geht es hier ja auch nicht im hochkomplizierte F3F Geräte die eine Festigkeitsauslegung in Richtung Wobbegong brauchen, sondern eher im einen alltäglichen 3,5m Segler der auch etwas schnellere Vorbeiflüge machen kann. Zudem bei dem recht geringen Gewicht sowieso die Flächen nicht bombastisch belastet werden. Insofern denke ich, dass man dort mit einer Flachstahlsteckung keine Bedenken haben brauch.

mfg
Nils
 
bei Graupner gabs (oder gibts) eine Zunge-Gabel zum Einschrauben in die Flügel. Rastet dann beim Zusammenschieben ein, Breite verstellbar, Haltekraft mit Ringen einstellbar. Dieses Teil habe ich bei Flachstahl im hinteren Bereich öfters eingebaut, funktioniert gut.
Uwe Gewalt hat mal erzählt, dass er immer noch viele Flieger mit Flachstahl fliegt...
Nicht jeder sticht 300m oder mehr senkrecht an und zieht dann voll durch....
 

Gast_10888

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Hallo,

danke an eure zahlreichen Antworten. Also die bisherige Flachstahlsteckung ist halt ziemlich schlabberig und was mich am mesiten nervt ist, dass beim einschieben/abziehen der Flächen immer viel "gespielt und gerüttelt" werden muss bis sie vom Flieger an oder abmontiert sind. Gerade beim Abmachen sitzen die so fest das ich richtig zerren muss bis sie weg sind. Ich hab keine Ahnung woran das liegt, kommt das vielleicht durch das Messingrohr welches durch die Spannschraube geklemmt und somit etwas verbogen wird?

Wie wird eigentlich bei der Flachstahlsteckung die V-Form hergestellt, denn die Flachstähle sind eigentlich gerade im Flügel eingeklebt?

Und was haltet ihr zu der Lösung mit dem Kohlestab, der von einem Stahlrohr ummantelt ist-hört sich eigentlich nicht schlecht an oder? Also wie gesagt Rundsteckung wäre mir immer noch am liebsten, wenn sich aber das Gewicht zu sehr erhöht oder die Festigkeit dadurch nachlässt würde ich nen neuen (vielleicht stärkeren) Flachstahl verwenden.

Das Modell soll halt auch mal Standardkunstflugfig. aushalten die etwas ruppiger geflogen werden. Meine Flächen machen es mit. Also wie gesagt kein Extremkunstflug, aber halt auch nicht so dass wenn man bei nem Loop mal zu kräftig zieht oder nen Speedflug macht gleicht sich Sorgen machen muss. Ich denke ihr wisst was ich meine.

Zu guter Letzt, wo besorgt ihr eure Materialien für Steckungen, wer liefert eine große und gute Auswahl wo der Steckungsstahl gut mit dem Steckungsrohr zusammenpassen?

Danke an Euch
 

Tofo

User
... günstige Kohlestäbe zum Füllen eines Stahlrohrs gibts zum beispiel hier

Oder etwas bessere und teurere bei www.emc-vega.de! Die kann man auch als reine Kohleverbinder her nehmen. Wie gesagt dann aber die Kerbwirkung bedenken!

Stahl- und Messingrohre habe ich mir immer bei http://www.hobby-werker.de/ besorgt. Die Seite ist aber irrgendwie zur Zeit offline :mad:

Kennt jemand eine Alternative?

MfG,
Thorsten
 
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