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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welchen Untergrund ?



Eule
05.02.2003, 23:12
Hier ist schon wieder die Nervensäge mit seiner P47 Habe Holzmodell voll beplankt, wie bereite ich den Untergrund zum lackieren vor ich dachte entweder an: 1. Papierbespannung habe ich schon mal bei meiner SU gemacht oder
2. Glasgewebe habe ich noch gar keine Erfahrung oder
3. ganz was anderes ?
Danke für Eure Hilfe ! :)

plinse
05.02.2003, 23:47
Moin,

jetzt ist die Frage, wie du das Papier aufgetragen hast. Wenn du dafür Harz nimmst, kannst du auch Gewebe nehmen, wiegt dann auch nicht mehr, bringt aber mehr Festigkeit, wenn du es anders aufgetragen hast, kann Gewebe schwerer werden...

Daß du nach der Beschichtung füllern und schleifen mußt, ist wohl in beiden Versionen so und viele Wege führen nach Rom...

Du kannst auch nur Porenfüller auftragen und dann schleifen/lackieren, bringt der Oberfläche aber keine weitere Festigkeit, jedenfalls nicht sonderlich.

Was für ein Ergebnis erwartest du und mit was für einem Lack willst du das Finish machen?

Eule
06.02.2003, 13:36
Hallo

das Papier habe ich mit Spannlack aufgetragen,dann gefüllert, geschliffen und mit 2K Lack versehen ging ganz gut.beim neuen Modell wollte ich mal einen Schritt weiter in Richtung Scale gehen und das beschriebene Alufinisch von Ralle ausprobieren und da soll wohl der Untergrund ziemlich genau vorgearbeitet sein.

Ralf Schneider
07.02.2003, 21:37
Hi Eule,

ich würde den rumpf sehr fein schleifen, poren füllen und dann bebügeln.

bebügeln aber nicht so wie üblich in großen stücken, sondern jedes beplankungsfeld extra. ist zwar mehr arbeit, aber du hast alle stöße fertig und brauchst dann nicht mehr so doll schleifen, bzw. garnicht. nur anrauehn mit stahlwolle, das aber vor dem bügeln, dann plasticprimer drauf, einen 1k füller in grau oder nen grauen basislack, alu hinterher und fertig, dann die felder schatiert mit dem 2000er oder 4000er papier, kontrollpulver schwarz an den ecken und kanten, vorher die nieten rein oder rauf. geiler gehts nicht. so wie die flächen der vamp, nur das da nicht in stücke, sondern komplett bebügelt wurde.

Hoschi
07.02.2003, 23:32
Hallo,

was haltet ihr von dieser Aussage: „Vollbeplankte Holzteile mit Porenfüller zu streichen und anschließend mit Papier oder Glasgewebe zu beschichten ist von der Sprödigkeit und vom Gewicht her schlechter, als das Holz gleich mit Klarlack zu grundieren und dann die Decklackschicht darauf aufzubauen“. Das hat mir so (sinngemäß) der Mann bei Orapaint (Autolacke Kreuzer) gesagt. Er meinte, es sei unsinnig, das Holz solange mit Porenfüller zu tränken, bis es irgendwann vollgesaugt ist und nichts mehr aufnimmt, um zu einer glatten Oberfläche zu kommen. Besser mit EKS-Lack von Orapaint als „Sperrschicht“ vorstreichen, damit die weiteren Schichten nicht mehr in das Holz eindringen und so unnötig viele Anstriche notwendig sind (Gewichtsersparnis).
Ich zweifle noch etwas an dieser Methode, immerhin hat sich Porenfüller und Papierbespannung über Fliegergenerationen hinweg bewährt.
Was meint ihr?

Gruß
Hoschi

Eule
15.02.2003, 13:39
Hallo Ralle

wenn ich die Folienstücke aufbügel ziehen sich die Kanten nach innen so das ich keine geraden Blechstöse hinbekomme bei weniger Wärme klebt aber die Folie nicht richtig nehme Oracower :confused:

David Büsken
16.02.2003, 12:13
Hallo Hoschi!

Mit Orapaint bekommt man schon sehr gute Oberflächen hin, aber man muß hundertprozentig wissen, wie es geht. Ich bin definitiv zu doof dazu und werde mal bei Kreutzer "in die Lehre" gehen. Meine bevorzugte Methode:

1. Oberfläche mit Parkettlack auf Wasserbasis vorbehandeln. Zunächst pur, dann schleifen, beim zweiten mal mit Talkum, wieder schleifen.

2. Glasgewebe oder Papier mit Parkettlack und Talkum aufbringen.

3. zwei bis drei Gänge nachstreichen mit dem eingedicken Parkettlack. Dann Feinschliff mit 400-600 Papier.

4. Eine dünne Schicht Füller und die letzten MAcken spachteln und schleifen.

5. Lackieren.

Bis die Oberfläche lackierfertig ist, dauert es nicht lange. Der PArkettlack trocknet sehr schnell und kann nach 2 Stunden geschliffen werden. Ich schaffe es, wenn ich will an einem Tag ein MOdell fertig zu haben, wenn die BAlsaoberfläche ordentlich vorgeschliffen ist, und die ganzen MAcken vorher mit BAlsaspachtel beseitigt wurden.

WEITERER Vorteil: Der Parkettlack auf Wasserbasis ist (glaub ich :) ) ungiftig und er stinkt nicht. Nicht so beißend wie Schnellschliffgrund oder DD-Lack.

Mit Grüßen,

David Büsken

Markus Richter
16.02.2003, 13:10
Hallo Hoschi,
mit der von Kreuzer beschriebenen Methode(wenn ich es richtig verstanden habe) bekommst Du sicher eine sehr leichte Lackierung hin.Ich habe das auch schon so gemacht.Ein Problem war aber,daß die Oberfläche bei mir(?)recht empfindlich war und an Stellen,wo zB.zwei Beplankungsbrettchen aneinandergeklebt wurden,Risse auftraten.Deshalb habe ich von dieser Methode wieder Abstand genommen.Wenns leicht werden soll,bespanne ich mit Papier,wenn ich Festigkeit brauche und das Gewicht nicht so entscheidend ist,nehme ich 40gr Glasfasergewebe.Papier und Gewebe fungieren dann als "Armierungsgewebe".Maler machen das übrigens auch häufig bei rissigen Wänden(natürlich mit speziellen Armierungsgeweben).Folie nehme ich persönlich nur äußerst ungern.Berufsbedingt "stehe" ich mehr auf Lack (und Leder) :)
Ein weiteres Problem ist auch,daß bei einer direkten Lackierung auf Holz(also ohne Gewebe oder Papier) der ganze Lackaufbau erfahrungsgemäß nach einiger Zeit "zusammenfällt",dh.es wird die Holzmaserung etc.wieder sichtbar.Wenn man natürlich nach den Füllern einige Wochen oder Monate mit dem Lackieren wartet,ist das weniger ein Problem.Eine Beschichtung mit Gewebe oder Papier verhindert dieses "Zusammenfallen"zwar auch nicht völlig,es ist aber bei weitem nicht so ausgeprägt.
Zu Bedenken ist aber,daß der Arbeitsaufwand für eine "anständige"Lackierung enorm hoch ist.Besonders die Vorarbeiten(Schleifen....) sind zeitaufwendig .Ich habe auch noch keinen kennengelernt,dem das Schleifen großen Spaß gemacht hätte (außer Ralf vielleicht :) )
mfG
Markus

[ 16. Februar 2003, 23:01: Beitrag editiert von: Markus Richter ]

Ralf Schneider
16.02.2003, 22:30
Hi Eule,

an diesen Problem habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Aber ich habe schon Schriften, Streifen usw. aus Folie geschnitten und aufgebügelt. Eigentlich ohne dass sie sich wegzog. Oder es ist da nicht so soll aufgefallen, oder es lag daran, dass ich auf Folie gebügelt hab und nicht auf Holz. Oder es liegt an der Folie. Gibt es da nicht Klebefolie? von Graupner oder so. Vielleicht geht die.

@Markus

Mit der Zeit gewöhnt man sich ans schleifen, dann muss es einfach Spass machen. :D :D :D :p

obwohl es mich mächtig anko.....t. Außer Lesonal 1K Füller mit nem Softpad, dass macht wirklich Spass. ;)

Hoschi
19.02.2003, 12:57
Hallo Lackexperten!

@David:
1. Deine Methode entspricht vom Ablauf her dem, was in gängigen Fachbüchern auch empfohlen wird, nur wird dort anstelle von Parkettlack mit Porenfüller gestrichen. (Mein Problem: ich lese und denke zu viel, probiere aber zu wenig aus). Zufällig bearbeite ich gerade auch ein Holzteil (selbstgemachte Tortenplatte) mit einem wasserlöslichen Klarlack aus dem Baumarkt, ist aber kein Parkettlack. Das Zeug ist enorm dickflüssig und trocknet so schnell, daß die Pinselstriche noch deutlich sichtbar bleiben. Mit Parkettlack kenne ich mich überhaupt nicht aus, wodurch unterscheidet der sich von herkömmlichem „Klarlack für innen und außen“ ,wie der von mir?
2. Was hat das mit dem Talkum auf sich? Mischt man das in den Lack und wozu ist das gut?
3. Hmm, wasserlöslicher Grundanstrich als Basis für den Decklack, ich denke da sofort an Unverträglichkeiten zwischen den Lacksorten. Welchen Lack benutzt du als Decklack?
4. Ich stelle fest, daß die meisten das Papier oder Gewebe mit dem verwendeten Lack aufkleben. Ich bin es von meinen ersten Modellen her noch gewohnt, den im Baukasten (Graupner) beigefügten Glutofix Tapetenkleister zu verwenden. Hat das Nachteile? Ich habe gelesen (schon wieder), daß das Aufkleben mit Lack wesentlich schwieriger sei.

@ Markus:
Deine Erfahrungen mit den Beplankungsstößen kann ich nur bestätigen. Mir ist das ein Rätsel, wie so eine direkte Holzlackierung dauerhaft perfekt werden soll. Wahrscheinlich ist es so, wie David sagt, wenn man es richtig macht, wird es wunderbar, aber wer kann das schon?
Die bei Kreuzer machen wahrscheinlich den ganzen Tag nichts anderes.

Ich denke, für uns Otto-Normalverbraucher ist es auf jeden Fall sinnvoller, die Holzteile vor dem Lackieren mit Papier oder Glasfasergewebe zu beschichten, Profis wie Ralle natürlich ausgenommen ;)

Grüße aus Unterfranken
Hoschi

Ralf Schneider
19.02.2003, 19:41
Hi Hoschi, und @All

Dabke für den "Profi", der bin ich aber wirklich nicht. :rolleyes:

Es ist nicht nur für Otto-Normal-Verbraucher sinnvoller mit Papier oder Glas die Holzoberfläche zu "versiegeln", sondern generell. Wenn es nicht grad nen Antikmodell mit herrlicher 0,6 mm Sperrholzbeplankung ist. :D

Und ob das Holz vorher grundieren, dann beschichten oder gleich beschichten, keine Ahnung ob da Gewichtsunterschiede sind, da könnte man streiten und diskutieren bis zum Morgengrauen. Ich würde aus Faulheit gleich mit dem Auftragen beginnen. Den einzigen Vorteil im Grundieren sehe ich darin, dass das Harz z.B. nicht ins Holz läuft und so das Gewebe zu "trocken" wird. Aber auch das "krümelt" sich weg.

Blankes Holz lacken, ja, alles das was Markus schon sagte, trifft zu bzw. ein. Vor allen Dingen das Zusammenkrachen der Grundierung macht die ehemals superglatte Oberfläche zu einem gestrichenen "Holztor" Marke Rustikal. (übrigens einer der bösesten Ärgerer der Autolacker, manche Teile mag ich so 6 Wochen nach der lackung gar nicht ansehen :mad: )

Und, um Holz glatt zu kriegen, muss auch mehrmals grundiert und geschliffen werden, warum dann nicht gleich beschichten.

Alternative wäre, wie weiter oben schon angemerkt: grundieren, schleifen und dann mit selbstklebender Folie bekleben, segmentweise bzw. bei scale, beplankungsfeldweise. hab aber keine ahnung, was das an gewicht kostet. müßte mal sone folie wiegen, 1 qm. das wär dann so, wie das prinzip mit dieser selbstklebenden alufolie, für alufinish.

Christian Abeln
20.02.2003, 10:06
Ich hab das bei meiner MiG-15 mit Klebefolie "Chrom" von Oracover gemacht.
Das hielt superklasse von den allzu sphärischen Teilen (die die P-47 sicher nicht hat) mal abgesehen. An den Kanten habe ich nachgebügelt.
Ansonsten habe ich jedes Feld einzeln aus Folie geschnitten.
Ergebnis sehr gut :)
Bei http://www.jet-connection einfach mal gucken im "Hangar" müsste sie noch drinstehn (ist verkauft)

Edit: Nö steht sie nicht mehr aber auf der Page ist sie noch (Home Seite :D )
bei Fragen einfach mal mailen :)

[ 20. Februar 2003, 10:06: Beitrag editiert von: Christian Abeln ]

Eule
22.02.2003, 14:04
Hallo Leute
Ihr habt ja verdammt viel Ideen ich hab auch noch was habe mir kürzlich die Scale-Fiebel gekauft da steht drinn beschrieben das man Beplankungsfelder aus 0,2mm bis0,5mm Alublatten schneiden kann in diese dann die Nieten von der Rückseite her mit zum Beispiel einer Kulimiene von hinten eingedrückt werden und das ganze dann mit Silicon auf das Modell geklebt wird.Klingt doch genial oder :eek: hat da schon mal jemand von euch Erfahrung damit :confused: ich muß das auf jeden Fall versuchen .Jetzt noch eine Frage dazu an den Meister der Farben Ralle :D Kann man auf das Alu das Decor haltbar auflackieren mitels Maskierfilm abkleben und so wenn ja kann ich die Oberfläche nach dem Aufbringen von Gebrauchsspuren versiegeln wenn ja mit was ? (Klarlack auf Alu :confused: )

ich danke Euch bis bald ;)