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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Federzug für Fahrwerksklappen



Bertram Radelow
02.04.2007, 15:56
hi,
die Gummibänder ziehen die Fahrwerksklappen bei meiner ASH-26 zwar schön zu, aber mich stört, dass sie im Lauf der Zeit immer ausleiern und brüchig werden, und ich möchte sie durch Stahlfedern ersetzen. Bloss wie?

a) langes Spiralfederchen (200 Windungen oder so) statt Gummi?
b) kurze Spiralfeder (8-10 Windungen oder so) um die Anlenkungsachse?
c) Torsionsstab aus 0,3 / 0,4 / 0,5-mm Stahldraht?

Was ist denn so state of the art?

Bertram

Harm
02.04.2007, 16:24
Hallo Bertram,

Suche mal nach die Textilumsponnene runde (etwa 2 mm Durchmesser) Gummizüge wie die im Büro für Archvierungsmappen usw. gebraucht werden. Diese halten sehr sehr lange. Was auch sehr gut geht sind dieselbe, aber dünnere, Gummizüge womit die Graupner- und/oder Futabaservos in ihren Döschen gehalten werden.

Börny
02.04.2007, 16:44
...schau Dir hier die Seite 11 und 12 an:
http://www.graupner.de/fileadmin/downloadcenter/anleitungen/4552.pdf
Funktioniert einwandfrei, 1mm Draht reicht aus.

Holm & Rippenbruch,
Börny

Bertram Radelow
02.04.2007, 17:41
Muss mal gucken. Bei mir werden die Klappen durch das EZFW aufgedrückt, und so wie es bei der Kestrel aussieht, wären mir die Torsionsstäbe im Weg.

Bertram

Hans Rupp
02.04.2007, 17:55
Hallo Betram,

schau Dir mal die Bilder in der Hornetbauanleitung genau an.

Die Federstähle laufen genau entlang des Drehpunkts! Also können sie eigentlich gar nicht im Weg sein. Bei der Hornet ist eben der Drehpunkt nicht am Rand der Klappe. Der Federstahl muss auch nicht auf der Klappe liegen sondern kann nach hinten in den Rumpf geklebt werden.

Ich mag die Federn und Gummizüge aber trotzdem nicht, da es damit die Klappen im Schnellflug aufziehen kann. Eine durch eine Öse umgelenkte Schnur ist mir da lieber.

Hans

hannesk
02.04.2007, 22:32
Muss mal gucken. Bei mir werden die Klappen durch das EZFW aufgedrückt, und so wie es bei der Kestrel aussieht, wären mir die Torsionsstäbe im Weg.

Bertram

hallo bertram,

den torsionsdraht kannst du irgendwo hinlegen, halbwegs parallel zur achse, aber so genau gehts nicht. draht eher dünner und mehr vorspannen, damit die zuhaltekraft geschlossen nicht zu klein wird, und die auf nicht zu groß.

was mich allerdings irgendwie stört ist, daß bei den großen die klappe so richtig weit aufgeht, und bei der primitiv-modellversion nicht. außerdem muß man irgendwie dafür sorgen, daß nicht der reifen sich mit den klappen verklemmt, und den dazugehörigen bügel finde ich häßlich.

da suche ich auch noch nach einer erfindung (sonst muß ich selber ..:D )

grüße
hannes

Bertram Radelow
02.04.2007, 23:12
hi Hannes,

meine Klappen sind nicht scale. Sie sind gut 8mm breiter ausgeschnitten als nötig, und die Drehachse ist 5mm hochgelegt (!). Dadurch fahren sie beim Öffnen deutlich nach oben ein und ragen weniger weit aus dem Rumpf. Obendrein ist die Vorderkante kräftig abgeschrägt (wie bei manchen Jets). Zusammen mit den 6 Lagen Glas und Carbon hoffe ich sie damit Murmeltierloch- und Felsenfest bekommen zu haben. Das Aussägen war eine echte Marter.

Bevor ich Drähte biege, denke ich noch mal über Feder zum Öffnen und umgelenkten Seilzug zum Schliessen nach. Wenn das mechanisch klappt ohne dass sich Rad und Klappen ins Gehege kommen, wäre das wohl meine Lösung.

bis bald :cool:

Bertram

Börny
03.04.2007, 08:12
Morgen,

ich habe festgestellt, wenn Du die Torsionsfedern überdimmensionierst (also z.B. 1,5mm - 2,0mm Draht ), sind sie zu stark und drücken beim Einziehvorgang die Klappen so sehr gegen den Gummireifen, daß Du sogar ein 6,0kg Servo zum stehen bekommst. Das ganze verklemmt sich also fürchterlich.
Daher eher 1,0mm Draht verwenden, auch wenn es sich nach wenig anhört. Mit den beiden Biegungen zum einhängen in die hierfür nötigen Röhrchen spielen, also ausprobieren, dann bekommst Du die nötige Kraft, daß die Klappen auch im Schnellflug nicht aufgehen aber eben auch das Rad nicht verklemmen.

Holm & Rippenbruch,
Börny

Michael Hermann
03.04.2007, 11:16
Ich mach das seit Jahren so :
Bild 132 - 134
http://www.arcor.de/palb/thumbs_public.jsp?albumID=3669322&catID=55&pageNr=11
http://www.arcor.de/palb/thumbs_public.jsp?albumID=3669322&catID=55&pageNr=11
Verschlußstärke kann durch unterschiedliche Drahtstärke, Winkelvorbiegung und
Anzahl der oberen Federwicklung eingestellt werden.

Gruß Micha

Bertram Radelow
03.04.2007, 11:45
hi Micha,
Deine Fotostrecke habe ich schon mal durchgesehen. Aber ich habe schon damals nicht ganz verstanden bzw. geglaubt, dass die Zuhaltekraft bei geschlossenen Klappen ausreicht. Der Federbügel wirkt dann ja nur waagerecht, sozusagen tangential, und nicht mehr nach oben zum Rumpfinneren hin. Oder wird der Bügel noch mit einem Gummi nach oben gezogen?
Bertram

etech
03.04.2007, 12:14
Hallo Bertram,
schau doch mal auf die Seite von ThermoFlügel. Unter Zubehör EZF kannst Du ein Video ansehen. Diese Prinzip arbeitet wirklich zuverlässig und du kannst die Klappen einzeln einstellen.

Gruß Günther

Libelle
03.04.2007, 12:22
Hallo Bertram

Ich benutze schon seit Jahren Gummis die ich mir selbst aus Fahrradschläuchen schneide und habe die besten erfahrungen gemacht solltest du mal probieren.

Gruß Udo

hannesk
03.04.2007, 13:07
bertram,

die idee an der torsionsfeder ist, daß sie ein drehmoment ausübt. und daß man die feder so gestalten kann, daß dieses drehmoment sich nicht sehr verändert über den benutzten weg (entspricht einer laaangen feder, deshalb lieber dünnerer draht mehr verdrehen). also insbesondere auch gut verschlossen hält. meine schauen etwas anders aus als michaels, tun aber dasselbe. meine liegen parallel zur klappe, in klappe (vorne) und rumpf (hinten) jeweils ein röhrchen senkrecht zur achse geharzt, die feder wird bloß verdreht und reingesteckt. aber bloß, wenn man da gut hinkommt. sie kann auch nach vorne oder hinten im rumpf liegen.

das mit dem fahrradgummi mache ich auch, wenn ich einen gummi verwende. sind die besten gummi's, altern praktisch nicht. ein gummi hat deutlich nichtlineares zugverhalten, und ist nicht so genau spezifiziert. drum ist mir eine feder lieber.

grüße
hannes

Andreas Maier
03.04.2007, 13:20
bertram,hast du schonmal an ein 5gr. servo gedacht ?

gruß Andreas

Michael Hermann
03.04.2007, 13:21
Hi Bertram,

da machst Du einen kleinen Denkfehler....der Drehpunkt (Lagerung) der Klappen,
befindet sich ja durch die Wölbung des Rumpfes, oberhalb der Lagerung
des Federdrahtes.
Denke dir einfach mal einen Quergespannten Gummi zu den beiden Lagerhülsen wo der Draht sonst eingeschoben wird...nichts anderes macht der Draht durch die Vorspannung.
Die beiden Klappenenden in der Mitte wollen eigendlich paralell auf Höhe der beiden höheren äußeren Lagerpunkte der Klappe zurückkehren.

Einfach mal ein "Dummy" bauen und ausprobieren.
Hab Anfangs auch einige Versuche gemacht bis ich die optimale Stärke u. Form des Drahtes gefunden habe.
Klar könnte man bei zu schwacher Federwirkung vom oberen "Ring" aus noch ein Gummi nach oben spannen, aber bei mir gehts auch "oben Ohne" ;)

Micha

Michael Hermann
03.04.2007, 13:24
Hannes war schneller....;-)

Bertram Radelow
03.04.2007, 13:36
@Udo:
mein armes Fahrrad ;)

@Andreas:
ausser den Standardrudern (5 Kanäle) wären da noch Wölbis, Schleppkupplung, das EZFW himself, der KTW-Motor, die KTW-Mechanik, die KTW-Klappe, das piccolario...

ich spiele jetzt mal mit Torsionsfedern.

Danke!

Bertram

Christian Schulze
05.04.2007, 16:14
Hallo Bertram,

schau mal hier http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=474799#post474799
so klappts ganz ohne Federn und Gummis
Der Bügel über dem Rad wird beim Einfahren nach oben gedrückt und zeiht dann mittels zwei kleinen Gestängen die Klappen zu ...

Effe
05.04.2007, 19:23
Hallo
Wenn Ihr jemand kennt der Skifahrer ist oder du selbst fährst folgender Tip:
Für die Liftkarten werden immer weiße dünne Stoffgummis ausgegeben.
Die halten bei mir schon ewig ( 10Jahre ) kosten nix , sind leicht zu wechseln usw.
Ziehen sich wunderbar lang und haben eine ideale Dehnfähigkeit.
Ich mache die entweder am Fahrwerksschenkel fest,(hat den Vorteil dass mit dem ausfahren des Rades auch der Gummizug nachlässt) oder halt im Rumpfinneren am Spant oder Steckung.
Nicht immer ist im Rumpf ausreichend Platz für Mechanik mit Bügel usw.
Noch ein Tip:
Die Gummis verbinde ich an der Klappe an einem BH-Verschluss der auf der Klappe festgeharzt wird.Dann kann man auch zur Not mal das Gummi aushängen ohne es zu zerstören.
( hab ich mir mal bei Bruno Rihm abgeschaut , und mache es seit Jahren so )
Viel Spass bei der Umsetzung
Effe

Börny
23.11.2007, 08:33
Morgen,

schaut mal in die neue FMT. Da ist ein Artikel über ein Selbstbaufahrwerk für einen Nimbus drin. Der Kollege verwendet Drähte oder Gewindestangen, welche er an den Klappen mittels Kugelkopf befestigt und am Fahrwerksschenkel einstellen kann. Finde die Idee recht gut, da die Klappen nicht mit dem Rad aufgedrückt werden müssen und beim Schliesen nicht am Rad hängen bleiben. Das Ausprobieren mit der Drahtstärke für die von mir verwendeten Torsionsfedern entfällt also.

Holm & Rippenbruch,
Börny

Udo Fiebig
23.11.2007, 13:55
... von mir verwendeten Torsionsfedern ...
Vor einigen Tagen habe ich beim Bau des Cirrus-V1 erstmals die von Börny angesprochenen Torsionsfedern installiert.
Ich meine, das ist die einfachste, sicherste und effektivste Lösung für die Fahrwerksklappen, übrigens mit 0,5 mm Stahldraht (das schafft jedes Standardservo). Das leiert nicht aus und wird mit der Zeit bestimmt nicht mürbe wie ein Gummizug. :)

110722

(Die ersten beiden Großsegler (Hornet, SB11) sind auch schon vom bisherigen Gummizug auf Torsionsfeder umgerüstet worden, der Rest folgt sicher bald.)

@ Börny
Hier siehst du übrigens auch, wie ich im kleinen Graupner-EZFW mit 70er Rad eine Radbremse nachgerüstet habe.

Gruß Udo

Börny
23.11.2007, 14:56
Servus Udo,

ja, Du hast schon recht. Das mit der Torsionsfeder funktioniert einfach und einwandfrei. Werde meine Hornet auch nicht umrüsten, jedoch fand ich die Idee aus der FMT recht gut.
Kannst Du noch ein Bild von der Anlenkung der Radbremse reinstellen ?

Holm & Rippenbruch,
Börny

Udo Fiebig
23.11.2007, 15:35
Kannst Du noch ein Bild von der Anlenkung der Radbremse reinstellen ?

Jawoll, und so sieht's aus:

110740

(Umlenkung mit Rollenblock von der Schiffchen-Fraktion)

Gruß Udo

Börny
23.11.2007, 15:41
....alles klar ! Danke ! Mal sehen, wie dann nächstes Jahr bei mir die Landefeld-Landungen ausfallen;)

Holm & Rippenbruch,
Börny

-Bob-
23.11.2007, 17:07
Hi,

ich hoffe bis endes des Jahres habt ihr dann genug geübt! :p

Gute Lösungen habt ihr da gezeigt!! Wo kriegt man so ein Torsionsfeder her?
Ich habe auch noch eine Baustelle :D

Gruss,

Bob

bie
23.11.2007, 18:30
Hi Bob,


Wo kriegt man so ein Torsionsfeder her?
Ich habe auch noch eine Baustelle :D


... vermutlich hast du noch einen ganzen Schwung Torsionsfedern in deinem Hobbykeller! :D

Die "Torsionsfedern" sind nichts anderes als gewöhnlicher Stahldraht (bei Udo mit 0,5 mm Durchmesser), die an den Enden um jeweils 90 Grad abgewinkelt und dort in Bowdenzugröhrchen gesteckt werden (kannst du am Bild von Udo sehen). Wenn sich jetzt die Klappe öffnet, verdreht sich der Draht in sich selbst und geht auf Spannung. Fährt das Rad wieder ein, kann der Draht seine Spannung wieder abbauen (die Klappe schließt sich).

-Bob-
23.11.2007, 22:05
Hi Andy,

dachte ich mir schon... an alle; wie viel Vorspannung gibt mann (einfach ungefaehr, einen Praxis Wert), d.h. welcher `Winkel` Vorspannung? 45 Gr. oder sogar mehr? Klar ist auch abhaengig der Stahlstaerke. Ich werde mal ein Versuch machen.

Gruss,

Bob

Harm
23.11.2007, 23:19
Hi Bob,

Bist du wieder an dein Nimbus 4 dran?

-Bob-
25.11.2007, 21:39
Hi Harm,

ja, Nimbus ist entstaubt worden ;) Das Windevirus geht hier 'rum...

Also habe ich heute ein Versuch gemacht mit dem Torsionfeder, leider noch keine riesen Erfolgsgeschichte.

111831 111832 111833

Problem 1 ; ich habe auf Empfehlung schon mal 1,0mm Stahl eingesetzt, trotzdem ist dies noch zu dick. D.h. Torsionkraft zu stark (eine Klappe krieg ich kaum noch auf). Ich habe die Vorspannung veringert... tja ging die Klappe natuerlich nicht mehr schoen zu (und haette ich auch angst, dass im Flug die Klappen zum Flattern kommen koennten). Ich schaue mal ob ich noch irgendwo 0,8 und 0,5er auftreibe damit ich dies versuchen kann.
Problem 2 ; Da der Feder nur auf eine Seite drueckt... Tordiert die Klappe und das Scharnier (Radschlauch) wird zu viel belastet und Klebestelle loest sich...

Gruss,

Bob

PS Gerade noch 0,8er versucht... schon besser, aber ich werde 0,5er holen muessen...

Harm
25.11.2007, 23:03
Ich vermute das es mit den Torsionsdraht nur optimal geht wenn richtige scharniere eingebaut werden.
Ich würde es in deinem Fall mit textilumsponnenen Gummiband machen statt Torsionsstab.

Börny
26.11.2007, 08:29
Hi Andy,

dachte ich mir schon... an alle; wie viel Vorspannung gibt mann (einfach ungefaehr, einen Praxis Wert), d.h. welcher `Winkel` Vorspannung? 45 Gr. oder sogar mehr? Klar ist auch abhaengig der Stahlstaerke. Ich werde mal ein Versuch machen.

Gruss,

Bob


Morgen Bob,

wir werden bis Ende nächstes Jahr üben, damit wir unsere Niveau halten können, verlass' Dich darauf :D
Zum Thema: Du musst mit den Winkeln ein bißchen ausprobieren, ich weiß auch nicht genau, wie die beiden abgewinkelten Endstücke nun gegeneinander stehen. Habe so lange hin und her gebogen, bis ich mit dem Schliesen der Klappen zufrieden war.
Die ggf. notwendige Umrüstung auf die u.a. auf Udos Bild zusehenden Scharniere wäre bei Dir auch kein Problem: Einfach Röhrchen von innen über die Klappen links und rechts außen kleben, dann am Klappenspalt vorne und hinten wieder durchtrennen, Draht durchschieben, fertig.


Holm & Rippenbruch,
Börny

MarkusN
26.11.2007, 08:35
So als Anhaltspunkt: Kenne einen Fall einer Torsionsfedern, die in einem HLG als Gegenzug zu Seilansteuerung des HLWs verwendet wird. Die spannt man um 180° vor.

Börny
26.11.2007, 08:38
Morgen Markus,

also 180C sind es bei mir bei dem Anwendungsfall "Fahrwerksklappen "bestimmt nicht, denke irgendwas um 70-90C.

Holm & Rippenbruch,
Börny

MarkusN
26.11.2007, 08:45
Hängt natürlich von der Drahtstärke und -Länge ab. Wollte nur darauf hinweisen, dass man nicht zu zimperlich sein sollte.

Für einigermassen konstante Kraft am besten eine sehr nachgiebige Feder (dünner oder langer Draht) mit erheblicher Vorspannung. Dann ändert sich die Kraft über den Betätigungsweg nicht so stark.

Am Beispiel Fahrwerksklappe mit 90° Weg: Bei 180° Vorspannung, Zunahme der Kraft über den Weg um 50%. Bei 90° Vorspannung Zunahme 100%.

Ingo Seibert
26.11.2007, 16:54
Servus,

hab wie meine Vorredner schon so ziemlich alle Varianten durch. Beim Graupner´schen "Diamant" sind auch diese Torsionsfedern vorgesehen, mit den bekannten Nachteilen: Sind sie weich genug, um das Fahrwerk nicht zu behindern, machen sie im Schnellflug winke-winke oder bleiben auch mal offen hängen. Sind zu sie stark, können sie das Fahrwerk blockieren. Gummizüge etc. ist auch was für´n Eimer, daher habe ich vor einiger Zeit auf eine kleine Zusatzmechanik umgesattelt.

Aktuelle FMT 12/2007. Der Kollege verwendet Drähte oder Gewindestangen, welche er an den Klappen mittels Kugelkopf befestigt und am Fahrwerksschenkel einstellen kann
Wieder mal zu spät die Kollegen, dergleichen habe ich bereits in der MFI 10´2005 (http://www.modellflug-international.com/index.php?module=ContentExpress&func=display&ceid=140&meid=-1) veröffentlicht, und da war die Sache schon mehrere Jahre im Einsatz :D. Vielleicht kann man es hier erkennen:

http://www.fluggeil.de/images/asw24neu/asw24neu_126.JPG
Vorteil gegenüber einer wie auch immer gearteten Zwangskopplung: Die Klappen fallen bereits nach den ersten Millimetern des Ausfahrvorgangs durch das Eigengewicht nach unten, das Rad kommt nicht ansatzweise in Berührung mit den Dingern, und selbst mit minimalster Vorspannung kann es die Klappen nicht aufziehen.

-Bob-
26.11.2007, 19:21
Hi Ingo,

hoert sich toll an... nur brauche ich leider mehr als 1 Bild und deine jetzige Beschreibung, damit ich es auch verstehe ;)

Gruss,

Bob

Ingo Seibert
26.11.2007, 19:49
Hallo Bob und alle,

soll ich einen Magazinbericht verfassen?

bie
26.11.2007, 20:06
Hallo Bob und alle,

soll ich einen Magazinbericht verfassen?

Yessir!

Ingo Seibert
26.11.2007, 20:10
Mist, war klar ;). Sitze schon dran ...

-Bob-
26.11.2007, 20:17
Ja gerne!

hmmm Andy war schon schneller :D

Gruss,

Bob

ejuergen
27.11.2007, 08:37
Hallo Ingo,
dann denk an unsere Combi- Loesung... weisst Du noch:-)))
Gruss
Juergen

Börny
27.11.2007, 08:50
...Torsionsfedern vorgesehen, mit den bekannten Nachteilen: Sind sie weich genug, um das Fahrwerk nicht zu behindern, machen sie im Schnellflug winke-winke oder bleiben auch mal offen hängen. Sind zu sie stark, können sie das Fahrwerk blockieren....



Morgen Ingo,

ich scheine wohl durch ein wenig hin und her probieren genau die richtige Mischung aus Drahtstärke und Vorspannung gefunden zu haben, ohne das die Fahrwerksklappen im Schnellflug winken. Auch bleiben sie glücklicher Weise nicht hängen. Wobei ich eher das Problem mit zu starken Feder und dann dem Blockieren als das sie zu weich wären hatte.

Auf Deinem Foto sind die Gestänge gut zu erkennen. Hab' mir schon gedacht, daß da in der FMT das Rad nicht neu erfunden wurde;)

Bin auf Deinen Magzinbeitrag gespannt, daß hilft bestimmt vielen. Schön wäre es, wenn Du das Graupnerfahrwerk 1185 hierfür "umbauen" könntest. Allerdingst nur, falls Du kein anderes dafür gerade griffbereit hast.


Holm & Rippenbruch,
Börny

-Bob-
27.11.2007, 09:19
Hee Börny,

nicht drängeln... er wollte erst die 'Fema-Fahrwerk-Umbau' reinstellen :D

Gruss,

Bob

Ingo Seibert
27.11.2007, 10:10
Jessas,

da hab ich ja wieder was von mir gegeben :eek: . Wollte den Diamant zwar nicht schon wieder auseinanderreißen, aber eigentlich ist das ne gute Idee von Börny ;). Welches Fahrwerk ist da eigentlich drin? Ich glaube, das war die Nummer 1122, also 100er Rad mit Bremse ...

Börny
27.11.2007, 11:41
Hallo Ingo,

also den Bildern in der Baunaleitung nach würde ich sagen, daß es das kleine Fahrwerk ist (70er Rad, Best.: 1185). Auf der Graupner-Homepage habe ich dazu so spontan nichts Genaueres gefunden.

Holm & Rippenbruch,
Börny

-Bob-
29.11.2007, 20:45
@Ingo... noch am Schreiben? :D

Gruss,

Bob

Ingo Seibert
29.11.2007, 20:47
Ich glaub ne Webseite wäre einfacher, den Text hab ich ja schon :D. Aber ich mach mich in den nächsten Tagen mal ans Bildersortieren, ok? Umbauanleitung für´s Graupner-Fahrwerk gibt es aber erst später!

Ingo Seibert
12.12.2007, 13:43
Tag zusammen,

hat leider etwas gedauert, aber seit gestern ist der Bericht samt Bildern bei der :rcn:-Magazin-Redaktion. Anfang des Jahres bekomme ich noch einen zweiten "Diamant" (-Rumpf) für Elektroantrieb, und natürlich werde ich auch da wieder ein Fahrwerk einbauen, sodass es dann auch Bilder für den Umbau eines Graupner-Fahrwerkes geben wird.

Also nicht ungeduldig werden, ett lääääuuuft ;)

Börny
12.12.2007, 14:35
Servus Ingo,

das klingt doch mal gut. Bin schon sehr gespannt. Bin gerade dabei, einen zweiten Hornet-Rumpf aufzubauen. Mal sehen, ob ich dann die Fahrwerksklappen nicht mit den Torsionsfedern betätige.

Holm & Rippenbruch,
Börny

-Bob-
12.12.2007, 14:48
Hi Ingo,

also... ich bin schon ein paar Schritten in deine Richtung gegangen, das Fahrwerk ist nicht gleich wie deins gewesen, also musste ich ein paar Aenderungen durchfuehren ;)... Heuteabend stelle ich mal ein paar Bilder ein.

Gruss,

Bob

-Bob-
12.12.2007, 15:44
Hallo nochmal,

Sodele... Bilder sind schon ein paar fertig... nichts eingebaut aber es geht um den Eindruck...
Ich musste ein wenig umbauen, kein Alu vorhanden, Fahrwerk ist anders al das von Ingo usw usw. Ich glaube das wird schon klappen mit den Klappen.

Hebel aus Holz:
115784
Ich werde die Klappen mit Schnurr anziehen. Der Schnurr wird fest an den Klappen befestigt und kann dann uber diese Spanneinrichtung (Metalteil aus Lusterklemme) justiert werden. Mit der rote Linie is den Schnurr gemeint.

Eingebaut sieht das so aus:
115785

Mit Deckel:
115786

Gruss,

Bob

Thomas Ebert
12.12.2007, 16:49
Hallo Bob,
hast Du die sich aus den Hebellängen ergebenden Wege errechnet? Sonst könnte es doch leicht sein, dass die Schnur mehr nachgibt, wie die Klappen überhaupt aufgeben können?
Das linke Ende des Hebels geht beim Ausfahren mit nach unten, oder?

Gruß, Thomas

Ingo Seibert
12.12.2007, 16:51
Hallo Thomas,

warte einfach auf den Magazinbericht ;)

Thomas Ebert
12.12.2007, 16:57
Hallo Ingo,
ich kenne den damaligen Artikel von Dir (hab ich sogar irgendwo aufgehoben), aber mir ist Bobs Umsetzung halt nicht klar. Ich kann mich bei Dir nicht an eine Schnur erinnern;)

Gruß, Thomas

-Bob-
12.12.2007, 17:13
Hallo,

hier das komplette Bild...
115794

PS Thomas, je naeher man an den Scharnierpunkt der Klappe geht, desto weniger Weg generiert vom Hebelarm braucht man (ich meine nur, ist also noch variabel), ist wie bei der Anlenkung vom Q-Ruder im Fluegel ;) Die Schnur ist nur da zum 'zu ziehen'.

Gruss,

Bob

Thomas Ebert
12.12.2007, 17:19
Ich glaube eher, dass Du reichlich Weg haben wirst, bei der Hebellänge. Der Befestigungspunkt der Schnur an der Klappe wandert damit wohl recht weit vom Scharnier weg. Gut für die Kraft und die Zuhaltung im eingefahrtenen Zustand. Nur wenn die Schnur mehr Weg macht wie die Klappe zulässt, schlabbert die Schnur halt in offenen Zustand lose rum. Eine starre Verbindung zwischen Klappe und Hebel finde ich da etwas günstiger. Aber auch da müssen die Wege aufeinander abgestimmt sein.

Gruß, Thomas

-Bob-
12.12.2007, 17:25
schlabbert die Schnur halt in offenen Zustand lose rum.

Stimmt 100%... ist aber nicht schlimm... Starr waere mir auch lieber, aber der Aufwand zum Bauen nicht unbedingt.

Gruss,

Bob

Ingo Seibert
12.12.2007, 17:26
Hallo Thomas,

hier irrt der Weise :D, denn der einzige Weg der abgestimmt sein muss, ist der Einfahrweg. Die Klappen entriegeln durch den langen Arm des Gesetzes schon nach den ersten paar Millimetern und fallen kraftlos nach unten, was durch das Gewicht der Aluhebel noch unterstützt wird.

P.S: Bezüglich Berechnung des benötigten Hebelarms empfehle ich den Strahlensatz. Der liefert für unsere Belange hinreichend genaue Ergebnisse ...

-Bob-
12.12.2007, 17:40
Ach ja Thomas,

der Weg wird im Moment noch begrenzt von dieser Schwarze Schraube (da waere Starr schon die bessere Loesung), damit der Hebel nicht sehr weit 'raus schaut.

Gruss,

Bob

Thomas Ebert
12.12.2007, 17:42
Wer ist denn hier weise? Ich nicht...:D
Nimm mal an folgendes an:
Gezeigt ist hier der voll eingefahren Zustand, Klappen geschlossen. Wenn man jetzt die Schnur einfach gespannt an den geschlossenen Klappen befestigt, stimmt der Einfahrweg doch automatisch?
Wenn aber der Hebel sich in Position offen nach unten bewegt, sagen wir mal rund 2 cm Weg am Austrittspunkt der Schnur, dann müsste doch der Befestigungspunkt der Schnur sich von der Ruhelage "geschlossen" auch 2 cm wegbewegen, damit die Schnur gespannt bleibt? Bewegt sich dieser Punkt an der Klappe weniger, so wird die Schnur entspannt und schlabbert rum.

Hier müsste der Unterschied zur starren Anlenkung gemäß Deinem Copyright sein, da hast Du mit dem Ausfahrweg recht, der begrenzt sich selbst und muss nicht berechnet werden.

Ich geh jetzt den Artikel suchen ;-)
Gruß, Thomas

bie
12.12.2007, 17:46
Bob,

schöne Variation von Ingos Prinzip, gefällt mir gut.

Beim Betrachten deines Kunstwerks kam mir eine weitere Idee dazu (die aber bereits von Thermoflügel bei deren EZFW ähnlich verwirklicht wurde):

Statt der Schnur mit Spannvorrichtung werde ich bei meinem nächsten Modell mal einen Federstahldraht (0,5 bis 1,0 mm Durchmesser) ausprobieren, der von oben zur Klappe führt und in den ich ein "V" einbiege, etwa so:

------v-------

Damit sollte dann beim Auf- und Zumachen genügend Zug, Druck und Spiel drin sein (Länge muss natürlich angepasst sein).

Ingo Seibert
12.12.2007, 17:47
Jepp, richtig erkannt. Wobei ich nur das Gehampel mit den Schnüren nicht mochte, und daher auf Gewindestangen umgeschwenkt habe - Faulheit siegt :D

MFI 10´2005 :D

@Andy: Die Thermoflügelvariante ist auch nicht schlecht, zumal sie gleich eine Radabdeckung beinhaltet, ist bei mir aber aus Platzgründen meist nicht möglich - soviel Platz nach oben haben meine Modelle selten, siehe Bild meiner ASW weiter vorne ...

bie
12.12.2007, 18:09
Ingo,

mir gings auch erstmal um den Austausch von Seil gegen Draht bzw. Gewindestange (wie bei dir). Die Radabdeckung hatte ich noch gar nicht im Sinn, ist aber eigentlich ja auch ganz einfach zu verwirklichen.

Thomas Ebert
12.12.2007, 21:32
Hallo Bob,
gib mir mal die Maße von dem Hebel, ich versuche den mal aus 3 mm GFK-Platte zu machen (fräsen?).
Katharina hat Freitag und Sonntag Nachtdienst:D :D .

Gruß, Thomas

Börny
20.12.2007, 08:44
Morgen Ingo,

echt klasse, Dein Bericht. Schön, daß er nun im Magazin zu lesen ist.

Holm & Rippenbruch,
Börny

nona
15.11.2010, 19:38
Hallo,

jetzt hab ich schon alles im Magazin durchsucht, aber leider den Bericht nicht gefunden. Seh ich den Baum nicht :confused:
Kann mir jemand helfen.

Gruß
Norbert

blubblub
15.11.2010, 19:48
http://www.rc-network.de/magazin/artikel_07/art_07-108/art_108-01.html
gruss Michu

nona
15.11.2010, 19:58
besten Dank.

Stratosflieger
17.11.2010, 21:05
Hallo zusammen,

meine Ausführung für die Fahrwerksklappen haben sich an meiner DG-600 schon lange bewährt. Sie ist total einfach und kann an jedem Fahrwerk eingebaut werden.

4mm Schraube - 4mm Muttern - zwei 0,5mm Stahldraht.

Auf den Fotos kann mann die Anlenkung sehen. Das Rad drückt beim Einziehen des Fahrwerks die Stange nach oben. Die muß sich aber ganz leicht hoch und runter bewegen lassen. An den beiden Löchern am Ende der Stange, die auf dem Rad liegt, kommen Zwei dünne Stahldrähte, die zu den Klappen nach unten gehen.
Wenn das Rad jetzt nach unten geht, fällt die Stange auch nach unten und die Klappen fallen auf. Geht das Rad hoch, drückt es die Stange auch hoch mit den Zwei dünnen Drähten und die Kalppen gehen zu.
An den Klappen habe ich jeweils einen Gummiring für die Stahldrähte pro Klappe mit Sekundenkleber befestigt.

Gruß Jürgen

Börny
18.11.2010, 07:23
...An den Klappen habe ich jeweils einen Gummiring für die Stahldrähte pro Klappe mit Sekundenkleber befestigt...
...das scheint mir die Schwachstelle zu sein. Wenn die Gummis im Lauf der Zeit porös werden und kaputt gehen hängen Deine Klappen herunter. Der Vorteil der Torsionsfedern liegt genau hier. Nichts wird porös und nichts kann ausleihern. Zudem lassen sich ohne die zusätzlichen Hebel für die Klappen die Fahrwerksabdeckungen besser anbringen, wie ich finde. Aber wenn's anders auch tut is' auch gut ;).

Holm & Rippenbruch
Börny

- http://www.modellflugonline.de -

Stratosflieger
18.11.2010, 20:23
Hallo Börny,

das sind keine einfachen Gummiringe. Ich verwende welche aus dem KFZ- Bereich mit ca.5 mm Durchmesser und mit ca. 2 mm Materialstärkre. Man sollte darauf achten, das sie aus Silicon sind und daher mit der Zeit auch nicht aushärten.;)

Beim nächsten mal werde ich es mit kleinen Federn versuchen, die ich an die Klappen klebe, wo ich dann die beiden Stahldrähte einhänge. Dann müßte es Wartungsfrei sein.:D

Gruß

Jürgen

StratosF3J
19.11.2010, 08:12
Hallo zusammen,

meine Devise zum Thema Fahrwerksklappen lautet, KIS (Keep It Simple). Nachdem ich auch die Erfahrungen mit den normalen Gummis gemacht habe, hat mir Onki den Tipp gegeben, einen alten Fahrradschlauch zu besorgen und diesen in 2-4mm dicke Streifen abzuschneiden. Über die Dicke bestimmst Du die Federkraft. Diese halten bisher seit 3-4 Jahren, ohne dabei spröde zu werden.

Also entwendet Euren Frauen die BH-Klammern und nehmt alte Fahrradschläuche :D.

Gruß
Thomas