3s 2200 25c seit ca. 4 J gelagert, irgendwas zu beachten vor Laden oder Gebrauch?

RV9-A

User
Moin alle zusammen und frohe Weihnachten.

Ich habe da mal ne Frage zu diesen beiden Lipos.


die sind inszwischen sicher 4 Jahre alt und auch seit 4 Jahren nicht mehr angefasst worden. Ich denke ich habe sie evtl. 2 mal geladen und nur einmal geflogen, seitdem lagern sie im Keller dunkel und kuehl.
Nun bin ich dabei das Hobby wieder zu reaktivieren und eben dabei auf diese beiden Akkus gestossen. Ich habe sie gemessen und bei haben etwas ueber 12V... nach vier Jahren ?? Irgendwie war ich davon ausgegangen das die mit der Zeit Ladung verlieren und am Ende defekt sind wenn man sie nicht "pflegt", die hier sind aeusserlich wie neu, kein Stueck geblaeht wie z.B. meine S6 aus dem T-Rex 600. Ich denke ich werden sie mal an den Lader anschliessen und sehen was passiert aber was sollte auch passieren wenn man korrekt laedt??
Irgendwas was hier evtl. zu beachten ist, langsam laden wollte ich sie sowieso....

Gruss
Christoph
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4 Jahre lagern bei 12 V - das ist im allgemeinen nicht gerade gesund für die Zellen, wären es 11 V wäre die Voraussetzung besser. Allerdings kann man pauschal nichts über den Zustand der Zellen sagen, das muß man messtechnisch ermitteln. Wenn du gutes Lade-Equipment hast, ist das kein Ding. Ansonsten stehst du vor der Wahl es einfach auszuprobieren oder es gleich sein zu lassen. Wobe 3s-2200 mit 25c Rating heute nicht mehr die Welt kosten....

Aber egal. Allgemeines Procedere bei vorhandenem leistungsfähigem Ladeequipment (mit ausreichend hoer Entladeleistung ) :

- Akku auf Ladeschlußspannung volladen ( normaler Lipo mit 3 Zellen = 12,6 V ( 4,20 V x 3 Zellen ))
- Akku am Ladegerät mit möglichst hoher Belastung entladen, ideal 5c oder mehr ( bei einem 2200 mAh wären das allerdings 11 A Entladestrom, was bei 12,6 V schon rund 140 W Entladeleistung beträgt - schaffen nur recht teure Ladegeräte oder solche mit regenerativer Entladefunktion ).
- Dabei darauf achten wie weit die Zellspannung einbricht ( Wichtig : Zwangsabschaltung bei 3,30 V um den Akku nicht unnötig zu stressen und einen Schutz vor zu starken Spannungseinbrüchen zu haben ). Sofern 11 A Entladestrom realisierbar sind, sollte am vollen Akku die Spannung anfangs nicht unter 4,0 V einsacken
- Bei Abschaltung beim erreichen von 3,30 V bei der schwächsten Zelle : auf die entladene Kapazität achten. Sollte bereits sehr nahe an den angegebenen 2200 mAh liegen ( 96 - 99 % )
- die Anzeige für den Innenwiderstand während der Entladung regelmäßig prüfen und Werte notieren, die Zellen sollten nicht mehr als 15...20% Abweichung bei diesem Wert haben, alles was mehr ist ist definitv nicht ideal, eigentlich nur bei sehr niederohmigen Zellen ( Bereich 2...4 mOhm) tolerierbar, liegt der Ri bereits bei über 7...8 mOhm für die beste Zelle bei diesen Packs sollte der Rest nicht mehr wie 2 mOhm mehr haben.

Man kann das auch mit behelfsmäßigen Mitteln wie Autoglühbirnen und Multimeter machen, aber da sollte man definitv wissen, was man tut, da nirgends eine Überwachung wie am Lader stattfindet, weshalb ich das im Detail hier nicht erkläre, um Schäden durch unsachgemäße Anwendung zu vermeiden. Wer die nötigen Grundkenntnisse besitzt weiß bereits damit, wie er zu verfahren hat. Das muß reichen. ;)
 
Ich bin gespannt auf die Testergebnisse. Aber ich wäre schon sehr erstaunt, wenn die Lipos noch für Hochstromanwendungen zu gebrauchen wären.

Wenn die Akkus nach der langen Zeit immer noch 4 Volt pro Zelle haben, gehe ich davon aus, das sie damals komplett vollgeladen eingelagert wurden. Und das ist ja nach allem was man so weiß, mit das schlimmste, was man einem Lipo antun kann.
 
Moin,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

@Crizz
ich war ungeduldig und konnte nicht abwarten, also habe ich den Akku einfach mal ans Ladegerät gehängt (draussen) und geschaut was passiert. Erstmal nix… 9 min hat er geladen, dann war feddich, keine besonderen Symptome keine Fehlermeldungen, wenn es überhaupt welche gibt.
Mein Lader ist Junsi iCharger 106B+ leider konnte ich gestern die Bedienungsanleitung nicht mehr finden, inzwischen habe ich aber eine im Netz aufgetrieben. Entladen kann der ja, aber ist das was du vorschlägst mit diesem Lader möglich?
Was ist das Endergebnis von den vorgeschlagenen Test, welche Aussage ist danach möglich?


Habe mal nach Lipo Preisen geschaut, wow… die sind aber runter gegangen, einen solchen Akku bekomme ich bei HobbyKing USA schon für 10$ Dollar also unter 10 Euro.

@raimcomputi
Die Akkus sind nie “eingelagert” worden … sie wurden einfach liegen gelassen…
Wie drückt sich das aus, dass die Akkus nicht mehr für Hochstromanwendungen zu gebrauchen sind? Blähen und “explodieren” wenn ich sie in meinen T-Rex 450 packe und den einmal um den Hof jage?

Gruss
Christoph
 
Wie drückt sich das aus, dass die Akkus nicht mehr für Hochstromanwendungen zu gebrauchen sind? Blähen und “explodieren” wenn ich sie in meinen T-Rex 450 packe und den einmal um den Hof jage?
Das drückt sich entweder so aus, das dir der Heli nach kurzer Zeit vom Himmel fällt, weil die Spannung so weit einbricht, das der Regler zumacht. Oder, was auch nicht besser ist, der Akku wird so heiß, das er dir im Flug platzt, was dann auch das Ende vom Heli bedeutet.

Dein Ladegerät kann, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, intern nur mit 20 Watt entladen. Nützt dir also nichts. Ob die alten Junsi schon extern entladen konnten, weiß ich nicht, sollte aber in deiner Anleitung stehen.

Aber ganz ehrlich, ich würde auf den ganzen Aufwand verzichten und mir für 30 Euro zwei neue Akku besorgen.
 
Das drückt sich entweder so aus, das dir der Heli nach kurzer Zeit vom Himmel fällt, weil die Spannung so weit einbricht, das der Regler zumacht. Oder, was auch nicht besser ist, der Akku wird so heiß, das er dir im Flug platzt, was dann auch das Ende vom Heli bedeutet...

Das muss ja nicht im Flug probiert werden, wie Crizz schon schrieb, man kann durchaus mit einfachen Mitteln am Boden testen. Man muss auch nicht gleich alles wegwerfen...das sind, wenn auch klein, aber dennoch Ressourcen.

Mit den Nixx haben wir auch endlos probiert und getestet, da gab es aber noch kein Forum, HK und weniger Wegwerfmentalität...
 
Das muss ja nicht im Flug probiert werden, wie Crizz schon schrieb, man kann durchaus mit einfachen Mitteln am Boden testen.
Mit seinem Ladegerät kann er es halt auch nicht testen. Und man muss die Akkus ja auch nicht wegschmeißen. Nur ich persönlich würde sie nicht mehr in einem Heli verwenden. Mir wäre das zu heiß. Mir ist schon einmal ein Lipo fast im Flug explodiert. Seitdem bin ich da vorsichtig. Und ohne Telemetrie sowieso schon mal gar nicht.
 
Man kann auch hergehen und die mal in den Heli packen und damit ne Runde "kampfschweben", bei den aktuellen Temperaturen auf jeden Fall darauf achten das der Akku mindestens Zimmertemperatur hat, nicht kälter als 20°C. Man merkt dann schon ob die Drehzahl gehalten wird, oder bereits mit dem abheben in die Knie geht. 450er Rex hat im Schwebeflug in etwa 12-14A Stromaufnahme , je nach Motor. Wenn er 5 Minuten durchhält kann man nachladen und mal ausrechnen, was er pro minute gezogen hat, dann weiß man das shconmal genau (gibt zu viele Motoren für die Rexe als das man das so ohne Angaben genau sagen kann ). Und dann eben drauf achten das man nach möglichkeit nicht mehr als 75% rauszieht.

Ist der Akku nach dem Schwebe-Einsatz auffällig heiß, also deutlich mehr als handwarm, war es bereits eine Belastung im Grenzbereich dessen was noch für die Zellen an Leistung möglich ist, und damit dann fern der gelabelten 25c. Ebenso wenn die Drehzahl beim abheben bereits hörbar einbricht, dann ist die Spannung auch zu instabil und deutet auf Überlastung der Zellen hin. Solche Experimente aber bitte nur da machen wo auch nichts passieren kann, also kein anderer in den Gefahrenbereich treten kann, denn ein plötzlich nachlassender Antrieb verführt schnell zu Manövern die im Crash enden, und da muß ja niemand die Brocken abkriegen...
 
Zumindest sollte man dann aber die Möglichkeit haben, den Akku im Flug zu überwachen. Und es sollte sich halt jeder selbst fragen, ob es sich lohnt, wegen vieleicht zwanzig oder 30 Euro, die zwei neue Lipos kosten, seinen Heli, oder vieleicht sogar mehr zu riskieren.
 
Ja aber wozu weg werfen, wenn sie noch ok sind?! Erinnert mich an de Leute, die die Lebensmittel wegwerfen, nur weil das MHD abgelaufen ist :rolleyes:
 
Ja aber wozu weg werfen, wenn sie noch ok sind?!
Sind sie denn noch OK? Woher weißt du das? Bei vier Jahren vollgeladen rumgelegen, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht gering. Andernfalls könnte man sich ja den ganzen Zirkus mit immer schön auf Lagerspannung bringen vorm weglegen, auch einfach sparen. Dann wäre das alles, was man so gelernt hat und was verschiedene kompetente Leute so über den Umgang mit Lipos herausgefunden haben, nichts weiter, wie Hokuspokus.
 
vor 10 Jahren hatten wir auch noch keine Möglichkeit, nen AKku im Flug zu überwachen, und die ersten Systeme konnten sich nur wenige leisten. Wer technischen Verstand besitzt hat immer andere Möglichkeiten gefunden, seine AKkus halbwegs zu testen, der Rest hat es vorsichtig mit Einsatz im Modell gemacht.
 
Schnelle, einfache und gefahrlose Möglichkeit:
Mit dem Junsi die Innenwiderstände (Akku bei ungefähr 20 Grad Zimmertemperatur) messen. Das gibt schon mal einen groben Überblick.
Bei vergleichbaren neuen Zellen, würde er ca. 9 Milliohm/Zelle anzeigen.
 
Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten, ein Thema das wohl mehr in sich hat als ich mir so gedacht habe. Zugegeben ich bin von der Fraktion die nie gerne Lipos genutzt haben, meinen T-Rex 700 habe ich auf Benzin motor umgebaut - Gasser- und Ruhe war ;) , Autosprit von der Tanke rein und feddich, fliegt perfekt, mit dem kann ich aber nicht in unserem Garten fliegen und der 450iger ist ein wenig klein für einen Verbrenner.

Dennoch, durch eure Antworten und Ratschlaege bin ich jetzt doch neugierig geworden und werde zwischen den Feiertagen mal versuchen ob ich mit den von euch vorgeschlagenen Massnahmen mehr über den Zustand der Akkus erfahren kann.

Ach so, und Akku Informationen senden kann mein Funke wohl auch, denke ich ... Jeti Ds16

Gruss
Christoph
 
Hallo,

gute 3S/2200er von SLS kosten gerade einmal 20€ pro Stück (Bei HK gibt es gute 30 oder 40C schon für 15€), warum kauft Du Dir nicht einfach ein paar neue, dann hast Du den direkten Vergleich.
Dein Junsi hat auf jeden Fall eine Möglichkeit den Innenwiderstand zu messen.

https://www.progressiverc.com/media/iCharger%20106B+%20Manual.pdf
Seite 24

Ich habe einige alte neue und alte 3S/2200 liegen und habe mal mit meinem Junsi gemessen (Zustand leer 20% Rest) (Ladekabel und Balancer anschließen):
3S/2200 Neu Turnigy 40C 6-7 mOhm pro Zelle
3S/2200 SLS 40C ca 6 Jahre alt 11 - 12 mOhm (Die Zellen haben es hinter sich)
3S/2150 Rihno 8-9mOhm 5 Jahre alt (Sind noch ganz okay)

Berichte mal, wie hoch der Innenwiderstand von Deinen Lipos ist.
Der Innenwiderstand sollte nach ein paar Ladungen und Entladungen unter 10mOhm liegen damit Du damit noch Spaß hast, sonst auf jeden Fall neue kaufen, gerade im Heli.

VG
Gunnar
 
Die 9 mOhm bezog er auch auf die 4 Jahre alten Zellen, und bei nem 25c Lipo kommt das recht gut hin, vor allem wenn man berücksichtigt das man die Werte vom Junsi der alten Generation nimmt, die von den Messverfahren heutiger Lader auch noch abweicht. Ähnliches hatte ich ja bereits zuvor gepostet. Das wir heute mit dem Ri teils deutlich niedriger liegen ist eine Sache, und man sollte ferner keine 25c Zelle mit einer 40c Zelle 1:1 vergleichen wollen.
 
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