ASW 15 (5 m, elektrisch): Mit BEC oder ohne?

Puma1962

User
Hallo,

ich baue gerade eine ASW 15 5 Meter die elektrisch mit einem Nasenantrieb geflogen werden soll. Regler Hacker Master MEZON 120 RPM und Motor Hacker A50-12L Turnado V3 - Glider. Jetzt stell sich mir die Frage ? separaten Empfänger Akku ja oder nein. Der Flugakku ist eh immer dabei, den brauche ich für den Schwerpunkt. Wie seht ihr das?
 
Eigentlich sollte die Frage heißen, hat jemanden mal davon gehört dass bei einen Mezon 120 (BEC) Regler den BEC kaputt gegangen ist?
Bei Heli Flieger werden die Regler schon schwer belastet, bei (Electro) Segler eh weniger dabei ist es sogar ein 10Amp BEC.
 
Regler Hacker Master MEZON 120 RPM
Der Regler ist ja nicht gerade das, was man einen China Böller bezeichnen würde - der Preis von dem Ding übersteigt ja das, was andere für den Regler + Akkuweiche + 2 Life Empfängerakkus ausgeben würden. Der kann ja sogar mit 8S mehr als die übliche 6S Grenze für BEC Regler. Der Regler hält 120A Dauerstrom und liefert 10A BEC, den wirst du so schnell nicht in Verlegenheit bringen.

Man sollte also davon ausgehen, dass der stabil genug ist, den Empfänger zuverlässig mit BEC zu versorgen. Als Backup kann man ja noch immer einen UltraGuard dazuhängen.
 
Ich fliege ebenfalls eine 5m Asw 15 mit dem gleichen Regler und einem Hacker A50-12l glider. Das Bec des Mezon Reglers funktioniert einwandfrei und vor allem die Telemetrie des Reglers ist auch super. Auf das Bec kannst du dich ganz sicher verlassen.
Lg
 
Mir (und auch in meinem Bekanntenkreis) sind mehrfach J***-Regler derart abgeraucht, dass sogar die Anschlusskabel der Accu's ausgelötet worden sind. Da nützt das beste BEC rein gar nix mehr.

Deshalb setze ich bei wertvollen Modellen IMMER einen separaten Empfängeraccu ein und nutze bewusst nicht das - sicher über jeden Zweifel erhabene - BEC des Reglers.

LG
Hannes
 
Hallo,

ich nutze auch Nasenantriebe und setze immer auf das Regler BEC (8V). Zusätzlich, und weil ich ihn zur Funktion des RC-Switches benötige, hab ich noch einen 2s LiFePo als Notakku an meiner CentralBox angeschlossen. Genau so, werde ich das auch an meinem Shark nutzen.
Der Vorteil an den Mezons schlechthin ist die Möglichkeit das BEC einschalten zu können (über den RC-Switch).
So hat man immer genug BEC-Power zur Verfügung. Sollte das mal nicht mehr der Fall sein, schreitet der Notakku ein und liefert noch ewig Energie. Durch die geringere Spannungslage bekomme ich das als Warnung der Empfängerspannung angezeigt.
Hat mir in meinem Skywalker schon den Flieger gerettet. Nicht weil das BEC ausgefallen ist sondern weil der Flugakku nicht richtig fest war und im Flug beim rumturnen rausgefallen ist.

BEC-Ausfälle im Flug hab ich in den letzten Jahren keine mehr erlebt. Da wird auch viel aus der Vergangenheit wieder hochgekocht.
Und noch ein Faktum zum Thema Stromaufnahme dank Datenlogging. Die höchste, je gemessene Stromaufnahme in meinem 5m Ventus (13 Servos) lag bei 5A für ca. 1s. Ansonsten sind es 2,5A Spitzen und im Mittel etwas unter 1A.

Auch hier wäre das Thema Asymmetrische Weiche wieder ein Thema.

Gruß
Onki
 
Das Bauteil von act ist eine Akkuweiche und lädt den Stützakku nicht auf und springt bei Unterspannung des BEC ein. Beim Preis ist der Stützakku nicht enthalten.
Opti power ultraguard ist eine Notstromversorgung die den Stützlipo auflädt und bei Unterspannung des BEC zugeschalten wird, im Prinzip auch eine Akkuweiche. Der Stützlipo ist normalerweise voll und belastet daher das BEC nicht. Im Preis ist der Stützlipo enthalten. Der Umbau auf Liion vereinfacht die Handhabung des Ultraguards.
 
Mir (und auch in meinem Bekanntenkreis) sind mehrfach J***-Regler derart abgeraucht, dass sogar die Anschlusskabel der Accu's ausgelötet worden sind.
Meinst du Jeti Regler? Warum sterndlst du den Namen aus, hast du Angst der Hersteller könnte dich wegen Rufschädigung belangen?

Schreib doch auch die Vorgeschichte dazu, warum diese Regler abgeraucht sind!? Im Normalbetrieb, wenn alle Komponenten innerhalb der Spezifikationen betrieben werden, sollte ja ein Reglerbrand unwahrscheinlich sein. Sowas passiert höchstens bei einer zu hohen Belastung oder mangelnder Kühlung - wie waren denn die Gegebenheiten?
 
Ich fliege auch eine ASW15 mit 5m und Frontmotor. Ich benutze einen Kontronik-Regler mit BEC und einen 3000er-NimH-Akku mit 5 Zellen als "Stützakku".. Damit gibt es keine Probleme. Nur sollte der Regler sicher ein starkes, modernes BEC haben. Probleme auch mit langen Flugzeiten habe ich nie gehabt. Ich lasse via Telemetrie auch die Empfänger-Spannung mit loggen, Einbrüche sind nicht zu verzeichnen.
 
Ja, das waren alles JETI-Regler (die mit dem fetten Kühlkörper, Typenbezeichnung weiß ich nicht mehr so genau), mir selbst und aus meinem Bekanntenkreis sind mindestens fünf Fälle bekannt. Und nein, das war nicht nach den ersten 15 Flügen und Überhitzung als Ursache, sondern der Brand kam oft erst nach hunderten von Flügen "wie aus heiterem Himmel". Einsatzgebiet war F3A, ein 90A-Regler sollte da schon mit Peak-Strömen vom 75A zurechtkommen. Meist war dann auch der Motor hin. IMHO ist es müßig zu diskutieren, ob der Regler oder der Motor die Ursache war:mad:

Wie schon gesagt: wenn die Akkukabel aus dem Regler ausgelötet sind, nützt auch das beste BEC nichts. Ich bin ein großer Fan von KISS: Keep it stupid simple!! Was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen. Deshalb bevorzuge ich wie oben schon beschrieben eine ganz simple separate Empfängerstromversorgung, vorzugsweise mit Li-Accus und HV-Servo's. Meine Telemetrie informiert mich mit sinnvoll eingestellten Alarmgrenzen über den Ladezustand des Empfängeraccus. In Modellen mit hohem Strombedarf lasse ich die Servoströme nicht über den Empfänger laufen. Noch nie habe ich erlebt, dass ein auch nur halbwegs gepflegter Accu von einer Sekunde auf die andere seinen Geist aufgibt.

Noch was:
Im F3A-Bereich verfahre / beobachte ich wie folgt: In einer Snaprolle (da ackern alle Servo's auf Anschlag) gibt's immer einen kurzen Spannungsalarm, bei einem Messerfluglooping oder Rollenkreis mit stark belastetem SR kommt hin und wieder auch ein Alarm, wenn sporadisch noch mehr Alarme kommen, muss der Empfängeraccu geladen werden.

LG
Hannes
 
...
"wie aus heiterem Himmel". Einsatzgebiet war F3A, ein 90A-Regler sollte da schon mit Peak-Strömen vom 75A zurechtkommen. Meist war dann auch der Motor hin. IMHO ist es müßig zu diskutieren, ob der Regler oder der Motor die Ursache war
Naja ... das sehe ich anders. Mir ist unklar, wie ein abgerauchter Regler einen Motor so in Flammen setzen kann, dass der dann auch hinüber ist - und elektrisch kann ein Regler einen Motor wohl kaum killen (nicht einmal, wenn nicht das Timing komplett vermurkst eingestellt war).

Also, woran ist dein Motor gestorben?

Der geschilderte Fall erinnert mich an die zahlreichen Ausfälle bei der Eflite Carbon Cub, da sind die (Billigsdorfer) Motoren zu heiß geworden und / oder haben angefangen, am (mit Kaugummiknetlegierung angepappten) Spant zu vibrieren. Dadurch hat der Motor noch stärker vibriert, dadurch hat er irgendwann seine Magneten abgebeutelt, dadurch gab's einen Kurzschluss und dadurch ist der Regler abgebrannt. Meistens halt. Ironischer Weise dürfen die wenigsten gecrasht sein, offenbar hat das BEC den Empfänger trotzdem noch weiter versorgt.

Und da kommen wir wieder zum eigentlichen Thema zurück - Regler mit BEC sind nicht grundsätzlich böse. Tausende von Anwendern haben damit gute Erfahrungen gemacht und am Ende des Tages erspart man sich jede Menge Gerödel und das Aufladen der Empfänger Akkus. Das ist nämlich das Gute daran, der Saft kommt aus dem fetten Flugakku.
 
Nur noch zum Schluss: keine chinesischen Billigmotore, sondern deutsche Spitzenprodukte, vernünftig ausgelegter Antrieb.

Ich bleibe dabei und nehme bei wertvollen Modellen einen separaten Empfängerakku. Bei kleineren und nicht so teuren Modellen verwende ich das BEC.

LG
Hannes
 
Naja ... das sehe ich anders. Mir ist unklar, wie ein abgerauchter Regler einen Motor so in Flammen setzen kann, dass der dann auch hinüber ist - und elektrisch kann ein Regler einen Motor wohl kaum killen (nicht einmal, wenn nicht das Timing komplett vermurkst eingestellt war).

Also, woran ist dein Motor gestorben?

Der geschilderte Fall erinnert mich an die zahlreichen Ausfälle bei der Eflite Carbon Cub, da sind die (Billigsdorfer) Motoren zu heiß geworden und / oder haben angefangen, am (mit Kaugummiknetlegierung angepappten) Spant zu vibrieren. Dadurch hat der Motor noch stärker vibriert, dadurch hat er irgendwann seine Magneten abgebeutelt, dadurch gab's einen Kurzschluss und dadurch ist der Regler abgebrannt. Meistens halt. Ironischer Weise dürfen die wenigsten gecrasht sein, offenbar hat das BEC den Empfänger trotzdem noch weiter versorgt.

Und da kommen wir wieder zum eigentlichen Thema zurück - Regler mit BEC sind nicht grundsätzlich böse. Tausende von Anwendern haben damit gute Erfahrungen gemacht und am Ende des Tages erspart man sich jede Menge Gerödel und das Aufladen der Empfänger Akkus. Das ist nämlich das Gute daran, der Saft kommt aus dem fetten Flugakku.

Hallo,

natürlich kann ein durchgebrannter Regler einen Motor in Sekunden durchbrennen lassen.
Wenn eine Endstufe durchbrennt und leitend wird liegt dauerhaft die komplette Akkuspannung an einer Spule des Motors an, dieser brennt dann in Sekunden ab, der Regler brennt durch den hohen Strom auch ab.
Grüße
Gunnar
 
Hallo Puma,

bei dieser Seglergröße würde ich persönlich auf einen Backupakku setzen. Entweder über Opti power ultraguard oder so wie Onki über einen kleinen 2s A123 LIFEPO, falls Du HV Servos verwendest. Wobei ich keine Lipos im Modell über längere Zeit "lagern" würde. Auch sehe ich die Notwendigkeit einer automatischen Ladung des Backup Akkus nicht. Im Gegensatz zu früher, wo er tatsächlich eine Stütze für die schwachen BEC's war, wird er heute, bei entsprechend ausgelegtem BEC nicht belastet. Klar, kontrolliert werden sollte er er trotzdem ab und an. Aber dies gilt genauso für die aut. geladenen.
Durch die heute übliche Einstellung der Ausgangsspannung des BEC ist es leicht über der Backupspannung zu bleiben, auch wenn keine HV Servos benutzt. werden. Egal auch was für Akkus als Backup genutzt werden. Eine Schottkydiode pro Versorgungsstrang + Puffer C für eventuelle Servorückspannungen kommt bei mir dabei immer mit rein.
In meiner Alpina mit 8 Servos nutze ich z.B. einen AA Eneloop als Backup. Habe ich auch schon gebraucht. Der reicht zu Landen dicke aus, selbst wenn der nicht mehr komplett voll ist. Über Telemetrie kommt dabei die Spannungswarnung wann über Akku geflogen wird.
So wie Onki schon geschrieben hat, wird der Strombedarf oft völlig falsch eingeschätzt. Kann ich durch eigene Telemetrieaufzeichnungen bei mehreren Modellen nur bestätigen.
Heutzutage ist der Backupakku ähnlich einem Fallschirm der ein Sicherheitsgefühl im Kopf entwickelt.

Tschüß
Knut
 
Hallo,

ein paar persönlich geflogene Beispiele der Empfängerstromversorgung seitens des Reglers:

1. Ich flog vor ein paar Jahren einen Paritech Condor, 7m Voll GFK mit 13 (Digital)Servos ausschließlich mit Jeti Mezon 130 A Regler und 12s 5000mAh Lipo, also ohne zusätzliche separate Empfängerstromversorgung.
Es gab niemals Probleme! Flieger ist mittlerweile verkauft.

2. Jet Teng Viperjet 1.7 mit Jetfan 120 Impeller und 120A Stromaufnahme an 12s 5000mAh Lipo. Keine separate Stromversorgung! Lediglich Jeti Mezon 130A Regler, problemlos!

3. Kunstflieger 2,3m mit Hacker Q80-8M und Jeti Mezon 130A, Stromaufnahme rund 100A an 12s 5000 Lipo. 5 Stück 30kg Digitalservos. Niemals Probleme mit dem BEC des Reglers.

4. Hacker ME309 mit Hacker Q80 und 12s 5000 Lipo. Ebenfalls mit Mezon 130A betrieben, keine Probleme!

5. Henseleit TDR Heli mit Kontronik Jive 120A Regler und 12s 5000 Lipo, ebenfalls immer ohne separaten Empfängerakku. Niemals Probleme.

6. 2,70m Kunstflieger mit 12s 10.000 Lipo und Kontronik Cool Kosmik 200HV Regler an Pletti Predator Motor. Stromaufnahme 200A nach einigen Minuten, zu Anfang also noch mehr (Akkuspannung), also am Rande der Dauerlastfestigkeit des Reglers. 8 Stück 30kg Digitalservos verbaut, alles ausschließlich vom Kosmik Regler gespeist. Es gab niemals Probleme!

7. Henseleit TDR2 Heli an 12s 5000 mit Kontronik Pyro 800 und Cool Kosmik 200HV. Seit knapp einem Jahr im Betrieb und niemals irgendwelche Probleme seitens des Regler-BEC.


Ich würde niemals mehr irgendwelche zusätzlichen Systeme einbauen, so lange die Spezifikationen des Reglers nicht überschritten werden. Schließlich können externe Systeme ebenfalls ausfallen, was bereits genauso vielfach in der Modellfliegerwelt passiert ist!
Aus weiteren Diskussionen diesbezüglichg halte ich mich aber raus. Meine Beispiele zeigen hinreichend, dass es ohne separates BEC genauso funktioniert - und das auch zukünftig guten Gewissens!


Gruß
BlueBolt
 
Hallo BlueBolt ,

Ich bin mir auch ziemlich sicher das der Mezon nicht ausfallen wird. Aber eben auch nur ziemlich. Wobei Hannes wohl schon das Gegenteil erlebt hat. Sei es drum, letztendlich steigert so eine Backupgeschichte ja nicht das Absturzrisiko sondert reduziert es. Und sei es nur im Kopf. Bei den Großseglern kommt es auf die 100g auch nicht mehr an. Oftmals ist das auch besser als Blei. Bei den entsprechenden Fliegern halte ich das durchaus für sinnvoll auch wenn man das Teil eher nicht brauchen wird. Das hoffe ich aber auch von meinem Airbag's.

Tschüß
Knut
 
Hm, den Puma scheint man wohl in der Zwischenzeit erlegt zu haben.
Schade, hätte mich mal interessiert wie er es nun macht.
Naja, muss man nicht wissen, Hauptsache man hat geantwortet.:cry:

Tschüß
Knut
 
Hallo Knut,

für mich ist die Angelegenheit noch lange nicht erledigt. Nur bin ich genauso unschlüssig wie vorher, es hat wie ich so sehe, keinen eindeutigen Favoriten gegeben.
Ich werde jetzt mal bauen, wenn ich sehe wie ich hinkomme vom Platz und Schwerpunkt werde ich mich Entscheiden. Ich habe ein Modul mit zwei LiFe und einer Akkuweiche auf einem Brettchen.
Wenn die rein passt, kommt die rein.

Gruß L-Spatz
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten