Beschläge an Karbon Bäume, wie?

Das hört sich etwas deftig an, aber gemeint ist wie man aus einen Karbon Röhrchen mit 6mm Durchmesser einen vernünftigen Fock- / Grossbaum Herstellt, vor allem, wie die Osen dran kommen. bzw. gemacht werden ohne das das Karbon reisst oder spaltet.

Bitte Bilder oder Links.

Gruss, Jan (der sein "Gummi-Rigg" am austauschen ist...).

[ 28. Februar 2005, 20:02: Beitrag editiert von: pompebled ]
 

kkoll

User


Hallo Jan,
hier mal ein Detailfoto: Mast CFK 5,5mm , Bäume 5,0mm. Habe auf Metallösen verzichtet (Gewicht) und statt dessen durchbohrt (Dirk). Die Schothörner sind auf Schrumpfschlauch festgebunden und verklebt, damit können sie auf den Bäumen verschoben werden. Vorliek und Vorstag sind ebenfalls festgebunden.

Gruß Klaus
 
Danke für die Antwörte!

Das zu ersetzende "Gummi" Rigg ist das meiner Voyager (1M)
Fock und Grossbaum werden aus 6mm Karbonrohr, heutnachmittag habe ich für den Mast ein 8mm Exel strong Karbonrohr geholt.

Da das Orginal-Rigg mit angeklebten Plastik-Ösen ausgestattet ist, das nebenbei Bombenfest ist, hatte ich nicht gedacht das es Windstärke 6 aushalt, muss ich mich für das neue Rigg etwas anderes einfallen lassen.
Deshalb die Frage nach Detailbilder, wie man diverse Sachen ausführen kann.

Frage am Rande: das 8mm Rohr ist mit seinem 150cm, um zehn Zentimeter länger als das Orginal, erst mal dran lassen, oder abkürzen?
Bei dran lassen: grösseres Segeloberfläch, oder nur höher (Kürzeres Unterliek)?
Ich habe jede Menge Mylar Folie mit 23 Mikron Stärke zum Experimentieren da.

Noch eine: Stahllitze für den Wanten, oder Dyneema?
Wie macht man (stabile) Schlaufe bei Litze?
Wieviel Salinge bei dieser Mastlänge?

Gruss, Jan.
 

Konrad Kunik

Moderator
Teammitglied
Ergänzung:



Anlenkung des Seitenruders bei einem Großmodell mit 0,8er Stahllitze, kunststoffummantelt. Das Ende ist abgebogen, damit eine Veränderung der Quetschung zu erkennen ist - Ende nähert sich wieder der Zug-Litze.
 
Und dann geht´s auch noch zum Nulltarif ! ;)

Eigentlich sammelt doch jeder gute Modellbauer seine Reste in einer Grabbelkiste. Und da finden sich dann häufig auch Messingrohrstücke mit entsprechendem Durchmesser. Der Rest funktioniert dann mit der von Konrad beschriebenen Methode.

Wer genug / zuviel Geld hat, der möge sich die Quetschzange und Hülsen im Anglershop kaufen, denn die wollen ja auch leben. :D
 
Danke für die Antwörte, wobei ein Bild mehr sagt als....

Da meine Litze nicht Kunststoff-ummantelt ist (Stahlseil 0,5mm Aeronaut, Art.Nr. 7325/04) kam mir die Gedanke das es sich zur Sicherung auch löten lässt (im Röhrchen), oder liege ich da falsch?

Gruss, Jan.
 

Reinhart Thalheim

Vereinsmitglied
Auch wenn in Bauanleitungen immer wieder vom Verlöten von Stahllitze gesprochen wurde, hatte ich keinen Erfolg damit und glaube auch nicht, daß das funktionieren kann.
Dann bin eher von der Haltbarkeit von Sekundenkleber überzeugt, auch wenn viele wissen wollen, daß Sekundenkleber wasserlöslich sei.

Gruß Reinhart
 
Original erstellt von Reinhart Thalheim:
Auch wenn in Bauanleitungen immer wieder vom Verlöten von Stahllitze gesprochen wurde, hatte ich keinen Erfolg damit und glaube auch nicht, daß das funktionieren kann.
Dann bin eher von der Haltbarkeit von Sekundenkleber überzeugt, auch wenn viele wissen wollen, daß Sekundenkleber wasserlöslich sei.

Gruß Reinhart
Sekundenkleber ist nach dem Ausdünsten in meiner Erfahrung nur bei langfristigen Wasserbelastung (mehrere Stunden) einigermassen wasserlöslich, bisher sind meine Verklebungen nie ins Wasser lose gegangen.
Schon gar nicht wenn nachher angestrichen wird.

Danke für den Tipp Reinhart, das werde ich mal versuchen, kommt mir auch besser vor als löten, da das entfernen von Lötwasserresten aus das Stalhzeil wahrscheinlich nicht vollständig gelingen wird, wobei es in kürzeste Zeit anfängt zu rosten...
Das Löten war auch dazu gedacht, den Antennedraht am Achterstag zu verbinden.
Ich werde es erst mal mit Quetschen und Sekundenkleber versuchen.

Gruss, Jan.
 
Original erstellt von Joachim:

Eigentlich sammelt doch jeder gute Modellbauer seine Reste in einer Grabbelkiste.
Wenn ich sehe, was sich, im Laufe der Jahre, bei mir so angesammelt hat, muss ich wohl ein besonders "gute" Modellbauer sein...

Gruss, Jan.
 
ich würde es quetschen, zur Sicherheit kannst du es zusätzlich noch löten oder sek.kleber verwenden

Wenn du ganz sicher gehen willst kannst du auch an den Befestigungspunkt auch einen halben Schlag machen.

[ 03. März 2005, 22:40: Beitrag editiert von: Le concombre masqué ]
 
Hallo!

Auch wenn in Bauanleitungen immer wieder vom Verlöten von Stahllitze gesprochen wurde, hatte ich keinen Erfolg damit und glaube auch nicht, daß das funktionieren kann.
Dann bin eher von der Haltbarkeit von Sekundenkleber überzeugt, auch wenn viele wissen wollen, daß Sekundenkleber wasserlöslich sei. /QUOTE]

Cyanacrylat härtet mit der Luftfeuchtigkeit aus. Wer sagt denn das das wasserlöslich ist?

Edelstahllitze kann man nicht weichlöten. Stahllitze läßt sich verdrillen und weichlöten.
Ich nehme immer Messingrohr zu quetschen (1,5 *0,3 * 10mm oder so)Hat bis jetzt immer gehalten (bei IOM).

Gruss

Arnim
 
Hallo Jan,

quetschen sollte bei deinem kleinen Rigg völlig ausreichen. Auf meiner HP siehst Du das Modell einer SWAN 53, auch hier ist, trotz des großen Riggs, die Befestigung der Wanten / Stage gequetscht. Ich verwende das Löten ( Hartlöten ! ) nur um die Wanten und Stage in den Hülsen der Spanner zu befestigen. Es gibt einige Anbieter, die spezielles Lot zum Verlöten von Edelstahllitze anbieten, meine Erfahrungen hiermit sind durchweg negativ verlaufen. Wenn dir das Quetschen zu unsicher erscheint, so kannst Du an Stelle lediglich eine Schlaufe zu bilden, die Litze ja ein weiteres Mal durch die Hülse ziehen, und dann quetschen. Wenn es dann wirklich vorkommen sollte das sich die Litze aus der Hülse ziehen will, was ich bezweifle, dann wird nun die Schlaufe höchstens fester zuziehen.
Wie sowas angefertigt wird zeigt Dir diese Simpelskizze:

 
So, das erste Stahlseil (Achterstag) ist fertig!

Mit dank an alle für die Tipps und Anregungen, war es mit dieser Vorkenntnisse eigentlich ganz einfach.
Am Messingrohr habe ich den Antennedraht angelötet und unterdecks mittels 2mm Goldies am Empfänger verbunden.

Leider hat das Wetter einen Reichweite Test auf'm Wasser verhindert.

Also wird weiter gemacht mit dem Rigg.

Gruss, Jan.
 
Original erstellt von Le concombre masqué:
Messing auf Stahl?

hoffentlich segelst du nie in Salzwasser.

Für Standmodelle kann man das ja machen.
Sowas passiert, wenn man keine Ahnung hat und sich im lokalen Modelbaugeschäft beraten lässt, und mit 25m Stahlseil nach Hause kommt...(Lehrgeld nennt sich das doch, oder?)

Überhaupt bin ich für Informationen auf Foren wie dieses angewiesen, denn der nächste Verein ist über eine Autostunde entfernt und hat kaum segelnder Mittglieder.

Verzeihe mir deshalb die viele Fragen.

Salzwassersegeln ist nicht vorgesehen.

Hoffentlich hält die galvanische Wirkung sich in Grenzen.

Gruss, Jan.
 
Deshalb hatte ich ja auch zu den Hülsen aus dem Angelladen geraten die sind für Meeresangeln ausgelgt.

Einen Mast zu verlieren um 1 Euro zu sparen ist halt doof.

Deine Fragen beantworte ich gerne,dafür ist ein Forum ja da
 
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