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Element F5J von Topmodel CZ

Vegas

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Ruderflattern

Ruderflattern

Nach einem gelungenem Thermikflug wollte ich einen Überflug mit der Element ( oder die?) vollziehen. Sie war nicht wirklich schnell, nur halt schneller als so ein Thermikschnüffler halt sonst fliegt. Das Querruderflattern mit der anschließenden Demontage der Aussenflächen ließen die Element fast senkrecht in den Boden einschlagen. Rumpf im Bereich es Motors in diverse Teile zerbröselt, was mich aber erstaunte war das gebrochene Servo Ruderhorn des Höhenleitwerks. (die Fliehkräfte beim Aufprall? Oder Materialermüdung?)
Die mittlere Fläche war an den Schrauben gebrochen, und alle, auch die Wölbklappen Servos waren samt ServoRahmen aus den jeweiligen Flächenbereichen gebrochen.
Rumpf habe ich neu bestellt, Flächen lassen sich reparieren, und Motor, Regler und Servos sind alle intakt.
Wie verbinde ich nun die Aussenflächen mit dem Mittelteil? Tesafilm als Verbindung war wohl nicht ausreichend?

Ist Ruderflattern bei diesem Modell ein generelles Problem? Ich habe bisher bei keinem meiner Modelle Ruderflattern erlebt !
Gruß aus dem Norden
 
Querruderflattern mit der anschließenden Demontage der Aussenflächen
Ohne das Modell bisher geflogen zu sein weil noch nicht fertig, sag ich, dass die Steckung nichts taugt. Da hat man einen stabilen Kohleholm in dem man die Steckung realisieren könnte, aber nein, man muss dann neben diesen Holm eine Holzkrücke dranbasteln, in der die Steckung untergebracht ist.
Was ist denn gebrochen als die Flächen abmontierten? Der GfK-Stab, oder die drangepappte Steckungsaufnahme in den Flächen selbst?
 

gringo

User gesperrt
Also ich sage als aerodynamischer Laie daß der Wirbelzopf am Flächenende immer ein Ruderflatter bewirken kann.
Natürlich umso mehr, wenn es schnell wird.
Ich hatte auch schon Modelle in Gemischtbauweise, welche bei übertriebenem Speedflug das Flattern bekamen.
Und man muß es bekennen, es kommen bauliche Toleranzen dazu, wie Servo-+Ruderspiel, Anlenkung, Lagerung des Ruders,
Steifigkeit des Ruders usw.

Diese Leichtbauweise ist mit Vorsicht zu behandeln und man wird lange daran Freude haben.
 

Vegas

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Ruderflattern

Ruderflattern

Erstaunlicherweise ist weder die Steckung, noch die Aufnahme gebrochen. Durch das Flattern haben sich die Aussenflächen vom Mittelteil gelöst, natürlich auch die Kabelverbindung. Somit ließ sich kein Querruder ansteuern. Auch das Höhenruder reagierte nicht. Nach der Steckung im Acker, Rumpf mehrfach gebrochen, und anschließender Sichtung der Anschlüsse, war der Servoarm direkt am Servo für das Höhenruder abgebrochen. Durch den Aufprall ist leider das Mittelteil gebrochen.C3BB33A7-6D70-471A-BD5B-EA8821BABA73.jpg
Aber mit einigen kleinen Verbesserungen (Verstärkungen) sollte er bald wieder flugfähig sein:):):)
 

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Vegas

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Ich habe die von Topmodell empfohlenen clip fix Mini eingebaut, und zusätzlich mit Tesafilm gesichert. Hat bisher die letzten 10 Flüge, teilweise mit starkem Thermikeinfluss sehr gut funktioniert. Auch der senkrechte Abstieg mit voll gesetzten Wölbklappen hat ohne Probleme geklappt.:eek:
 

SirToby

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Ich spiele ebenfalls mit dem Gedanken, mir den Element zuzulegen.
Nun lese ich hier vereinzelt von Flatterproblemen schon im gemäßigten Schnellflug.
Frage: Womit ist der Element bespannt? Oracover? Wenn ja: Normal oder light? Die normale Oracover (z. B. rot transparent) bringt bei dem Modell nur ca. 30 g Mehrgewicht bei höherer Festigkeit. Wenn ich mir den Vogel bestellen würde, dann als ARC zum Bespannen mit standard Oracover.
Vielleicht wäre das Flatterproblem damit schon gelöst oder zumindest in Richtung mehr Geschwindigkeit verschoben?

P.S.: Bei der ARC-Variante ließen sich ja vor dem Bespannen übrigens noch ein paar leichte Verstärkungen einbringen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
P.S.: Bei der ARC-Variante ließen sich ja vor dem Bespannen übrigens noch ein paar leichte Verstärkungen einbringen ;)
Die Querruder und Wölbklappen sind aus Vollbalsa, lang, groß und schwer. Da kann man auch mit Folie nichts mehr rausholen an Stabilität. Ich denke, man muss sich damit abfinden, dass das kein High-End Gerät ist, sondern ein günstiger allerwelts Feld-, Wald,- und Wiesenschleicher. Ein federleichtes, aerodynamisch voll ausgeklügeltes Voll-GfK/CfK F5J-Modell in der Größe kostet ein Mehrfaches.
 

SirToby

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Es ging mir nicht um die Ruder (da kann man mit etwas Aufwand bestimmt was machen, wenn man will), sondern eher um die Torsionsfestigkeit der Außenflächen. Da kann man z. B. Diagonale einbringen. Sollte ich den Flieger bauen, stelle ich meine "Tuningmaßnahmen" hier gerne vor.

Etwas irritierend sind die Aussagen (PAF-Shop):

"...der bewährt leichten und stabilen Fläche des Gracia/Grafas-XL"
und
"Diese Bauweise sichert auch bei der gewählten dünnen Leistungsprofilierung eine hohe Festigkeit."

Das steht ja doch im Gegensatz zu den gemachten Erfahrungen.

P.S.: Ja, ich bin mir natürlich im Klaren darüber, dass es sich hierbei um einen Low-Budget Flieger handelt.
 
Noch ´ne Frage: Mit welcher EWD/welchem Schwerpunkt fliegt es sich denn am besten?

Gruß Armin
 
Zum Thema Ruderflattern: Ich hab den Samsara, also fast ähnlich wie der Element. Auch bei mir hab ich ganz am Anfang bei leichtem Schnellflug Ruderflattern erlebt. Nicht schön, ist aber nichts passiert. Seitdem meide ich jeglichen Schnellflug und hatte dann auch keine Probleme mehr. Der Flieger ist einfach nicht fürs schnelle Fliegen gemacht...
 
Ich bin jetzt ein gutes Stück vorangekommen und habe mehr oder weniger alle Ruder angelenkt. Die Ruder sind so weich und das Höhenruder ist von der Kinematik her so angelenkt, daß ein Ruderflattern m.E. bei schnellem fliegen vorprogrammiert ist. Auch die meiner Meinung nach fragwürdige Steckung der Außenflügel ist für schnelles fliegen nicht gedacht. Ich hätte wirklich bedenken, das Teil aus größerer Höhe mal anzustechen.

Die von Topmodel vorgesehene Flächenfixierung taugt genausoviel was sie kostet: Fast nichts.:D Im Vergleich zu den MPX Multilocks fallen die mit Pauken und Trompeten durch. Da werde ich mir mit Sicherheit was anderes einfallen lassen. Ich bin auch mal gespannt, wie sich dieser sehr lange Rumpf beim engen Kreisen auswirkt. Der Rumpf meines Valenta Prosecco/Alcor ist bei fast gleicher Spannweite rd. 20cm kürzer.

Aber wie schon von Vorrednern hier geschrieben, wird das ein reiner Wiesenschleicher werden. Stabil, fest und belastbar geht anders. Trotz allem finde ich das nun nicht schlimm, weil ich mir das Modell für genau diese Nullschieberfliegerei in Bodennähe angeschafft habe. Wenn es ordentlich hochgeht, bleibt der Element zuhause und die Kampfmaschinen kommen zum Zuge. :D

Gruß Armin
 
Ich vermute das Gegenteil bei einer Spannweite von 3,5m und einer Rumpflänge von 1,8m. Bin gespannt.
 
Da mir im Herbst ein nagelneuer, unangetasteter Bausatz eines 2x2m Wind S Pro F3A in die Hände fiel und ich diesen erstmal bauen und fliegen wollte, geriet die Fertigstellung des Element etwas ins Hintertreffen. Aber nun ist er fertig.

Also: Trotz eines Axi 2820/14 long und eines 3s 4000er Lipo musste ich, um den Schwerpunkt von rd. 80mm einzuhalten, 200 Gramm Blei in der Nase versenken. Wenn ich mir das alles aber so anschaue wäre meine Prophezeiung, dass die Schwerpunktangabe zu weit vorne ist und dass das Teil dann mit 1-1,5 Grad EWD wie eine schwangere Gans zu sehr angebremst durch die Luft eiert. Aber ok, den Erstflug werde ich mal so auf der sicheren Seite antreten. Weniger Blei, sprich Schwerpunkt nach hinten mit weniger EWD (0,3-0,5 Grad wäre schick) ist dann auch schnell ausprobiert. Ideal ist, wenn ein Segler gerade so eben nicht unterschneidet. Dummerweise wird sich der Vogel aber bestimmt nicht aus etwas Höhe anstechen lassen um zu sehen, was passiert. Dafür ist meiner Meinung nach weder die Aussenflügelsteckung, noch die Höhenruderwippe konstruiert.

Ich bin nach wie vor gespannt, wie eng man dieses Modell trotz des sehr langen Rumpfes kreisen kann. Ich werde dann nach dem Erstflug berichten.

Gruß Armin
 
Gestern war Erstflug.
Und wie erwartet, ist die Schwerpunktangabe von 80mm zu weit vorne. Leider kann man das Modell aus etwas Höhe nicht mal kurz anstechen um den Abfangbogen zu sehen. Es auf diese Art und Weise schnell zu machen führt ja lt. meinen Vorrednern zu nichts Gutem. Und dem schenke ich auch aufgrund der Konstruktion glauben.
Also blieb nichts anderes übrig, als das Pendelhöhenruder bei den eingestellten 80mm SP so zu trimmen, dass das Modell einigermaßen geradeaus fliegt. Zuhause nachgemessen waren das dann 2° EWD. So fliegt das Teil zwar, aber optimal ist das nicht. Deshalb kann ich nun erstmal die Hälfte meines Bleies hinter dem Motor rausnehmen und den nächsten Testflug mit einer EWD zwischen 0,5 und 1° und einem SP von 90mm angehen. Bin schon gespannt.

Die Seitenruderwirkung ist trotz meiner vorherigen Bedenken sehr gut, das Modell will auch hauptsächlich mit dem Seitenruder um die Kurve gesteuert werden. Die Querruder stützen eigentlich nur. Butterfly wirkt sehr gut, was auch zu erwarten war. Man braucht also nicht unbedingt eine Piste, ein kleines Stück Rasen reicht.

Alles in allem ist der Element ein netter, schöner Leichtwindsegler mit echt nettem Flugbild. Federleichten Voll-CfK F5J-Modellen kann er natürlich nicht das Wasser reichen, aber die kosten auch ein Mehrfaches.

Gruß Armin
 
Mein gestern bei mehreren Flügen erflogener Schwerpunkt liegt nun bei rd. 95-100mm und die EWD bei angenehmen 0,8°.
So eingestellt kann man im "Schnellflug", wenn man das mal so nennen möchte, kaum mehr einen Abfangbogen erkennen und er unterschneidet noch nicht. Mit dieser Einstellung habe ich dann auch mal die Wölbklappen beim kreisen getestet. Deren Wirkung ist sehr gut. Man kann 8-10mm positiv wölben. Das ist sehr viel, aber das Modell wird tatsächlich dann merklich langsamer, die Sinkrate wird sichtbar geringer und es lässt sich sehr eng kreisen. Und er will aktiv mit dem Seitenruder geflogen werden, dass ist schon auffällig, aber nicht unangenehm.
Wäre ich der Hersteller, hätte ich 2 Dinge anders gelöst:
Zum einen die Wippe der Höhenruderanlenkung. Das ist m.E. die Mutter aller Probleme, wenn das Modell schneller bewegt werden soll. Der optimale Anlenkungspunkt bei jedem Ruder sollte genau in dessen Drehachse liegen und nicht weit davor oder dahinter. Beim Element ist das mit dem "weit dahinter" leider so und somit wird durch ungünstige Hebelverhältnisse Haltekraft und Spielfreiheit bei sowieso schon kleinen Servos verschenkt. Das Ergebnis ist das von Vorrednern beschriebene Flattern. Deshalb sollte das Modell tatsächlich nicht wirklich schnell geflogen werden, sondern maximal -ich sag mal- flott.
Das andere, was ich wirklich nicht verstehen kann, ist die Steckung der Außenflügel. Der stabilste Teil eines Flügels, der auch die Biegekräfte aufzunehmen hat, ist der Holm. Und bei jedem anderen Modell ist die Steckung immer im Holm, weil das allen Sinn der Welt macht. Nur beim Element, der ja sogar einen stabilen Kohleholm im Mittelteil und auch in den Außenflügeln hat, ist genau NEBEN diesem Holm eine für mich etwas fragwürdige Holzkonstruktion mit einem geraden 8mm GfK-Bolzen eingebaut. Da hätte ich lieber für das Modell mehr bezahlt und mir einen Kickverbinder direkt im Holm gewünscht.

Aber gut, sowohl die Anlenkung des Höhenruders als auch die Steckung der Außenflügel funktionieren für das, wofür das Modell eigentlich vorgesehen ist: Thermikfliegen. Und das kann er sehr gut. Mit einem Fluggewicht von 2244Gramm (bei meinem Modell) ist er zwar nicht der allerleichteste, aber wie schonmal gesagt, die federleichten und festen Voll-CfK Orchideen kosten auch ein Mehrfaches. Er ist sehr sauber gebaut und somit stimmt auch das Preis-Leistungsverhältnis. Ich würde ihn deshalb für den Einsatzzweck Thermikfliegen bei schwachen Bedingungen auch weiterempfehlen.

Gruß Armin
 
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