• Liebe RC-Network Benutzer: Bitte beachtet, dass alle Passwörter zurückgesetzt wurden. Mehr dazu in den News...

    Momentan sind leider keine Neuregistrierungen möglich, um eine schnelle Unterstützung der bereits registrierten Benutzer zu ermöglichen.

Flächenverbinder aus CFK

...neue Verbinderform?

...neue Verbinderform?

ich habe mich heute, auf der Fahrt durch den sehr verschneiten Schwarzwald, entschlossen eine neue verbesserte Form aufzubauen.
Hi Thomas,
wenn schon eine neue Form dann würde ich das grundsätzliche Konzept ändern. Du baust jetzt von der Seite auf, da musst Du alles Material für die Gurte des Verbinders zwischen Kern und Formwandung "reinstopfen".

Bau die Form um 90° verdreht auf, sodass die Unterseite des Verbinders oben ist.
-Spanplatte in der Mitte durchsägen und mit 5° auf entsprechendem Unterbau befestigen
-Al-Profile anschrauben, die offene Seite der Form ist die Unterseite des Verbinders
Somit kannst Du alles Material für Ober- und Untergurt über die ganze Breite des Verbinders gerade/gestreckt bequem einlegen. Das kommt auch der Festigkeit zugute, weil gestreckt, gerade, kann der Rowing mehr als beim "reinstopfen" wo er krumm, wellig und mit Kreuzungen in der Form liegt :eek:
Das dürfte auch scneller gehen, weil Du so nur das wenigere Material für die Seiten am Kern vorbei "reinstopfen "musst.
.
 
so geht es auch

so geht es auch

CIMG1621.jpg

beim ersten Schritt wird die Breite durch die Verbinderbreite oder durch die Verbinderhöhe bestimmt. Je nachdem wie die Ebene liegt.
Das "Einfädeln" der Steege kann ggf. durch zwei breite Spachtel bei sehr schmalen Steegen unterstützt werden.

obelix
 

Reimer

User
Flächenverbinder

Falls es ein leichter Verbinder in CfK und Stützstoff mit V-Form sein soll, ist die heute von Rolf Laube vorgeschlagene Bauweise die deutlich intelligentere. Ich weiß es aus eigener Erfahrung.

Sofern die Profilhöhe und die gewünschte V-Form es zulassen, ist die "Rohr-Methode" mein absoluter Favorit.

Ein dünnwandiges Stahl- oder Aluminiumrohr mit Kohle- oder Glasrovings gefüllt ergibt excellente Ergebnisse, ist jederzeit ohne mühsame Nacharbeit reproduzierbar und ohne Form einfach herzustellen. Als Hülse sind zwei Glas- oder Kohleschläuche übereinander mehr als ausreichend.

Diese Verbinder eignen sich vorwiegend für größere Modelle. Hier spielt das Mehrgewicht zum Verbinder mit Stützstoff praktisch keine Rolle.

Gruß Reimer
 

kneubi

User
Hallo zusammen

Alles gute Tips! Alle haben Ihre Berechtigung. Es stellt sich höchstens die Frage nach Aufwand und Ertrag.

Kollege hat sich für Verbinder von denen er ausgeht, dass es diese für etliche Modelle braucht ein Aluform mit Deckel/Stempel aus dem Vollen fräsen lassen. Und dies dann um 90Grad gedreht so wie dies Rolf richtigerweise erwähnt hat. Die "liegende" verschraubte Form wie sie nun Thomas gebaut hat, ist für mich ok für ein paar wenige Verbinder. Wenn ich das Teil nur für einen einzigen Flieger baue so werden lediglich die Aluprofile mit Sekundenkleber auf eine beschichtete Platte geklebt und zum Entformen mit dem grossen Hammer "demontiert".

Jeder so wie es ihm am Besten geht. Ich mach mir wenns geht, immer so einfach wie irgendwie möglich. Schliesslich soll das gute Teil ja irgendwann mal in die Luft. Und dies dauert mir eh immer viel zu lange. ;)

Gruss Sigi
 
Hallo Sigi,

in Summe habe ich 41 Rovings zu wenig im Verbinder. Wenn ich jetzt noch etwas wegschleifen muss, wird es ja noch weniger. Daher habe ich den Entschluss getroffen eine neue vebesserte Form aufzubauen. Dabei kann ich ja das alte Material, bis auf die Grundpllaten, alles wieder verwenden. Sprich der Invest ist sehr gering.

Alle vorgeschlagenen Verfahren haben ihren Reiz. Ich bleibe vorerst bei der seitlichen Methode. Wenn ich dies irgendwann drauf habe, schaue ich mal weiter ;).

Ich werde mal bei uns im Labor fragen, ob sie einen Biegeversuch machen können und dabei die Kräfte aufzeichnen können. Wäre doch mal interessant, bei welcher Kraft der Verbinder versagt :D.

Grüßle
Thomas
 

kneubi

User
Hallo Thomas

Das heisst du hast immer noch unten und oben ca. 50 Rovinge. Wenn ja, dann bist du immer noch sehr weit über dem was du als Vorgabe für "vollgasfest" festgelegt hast. Habe ein 5m Modell das in etwa deiner Festigkeitserwartungen liegt und da bin ich bei weniger Bauhöhe bei ca. 35 Rovingen pro Gurt immer noch auf der sicheren Seite.

Natürlich sind wir auch an Facts von "crash-tests" interessiert. Ich würde mir jedoch diese Mühe nicht machen.

Gruss Sigi
 
...Natürlich sind wir auch an Facts von "crash-tests" interessiert...
Hi Thomas, hi Sigi,

ja, ist schon interessant, ...aber...hmmm... die dabei gemessene Bruchlast auf die Verhältnisse am Modell zu übertragen halte ich für problematisch.

Es muss dann die Einspannung des Verbinders, als auch die Krafteinleitung (Hebellängen usw.) genau den Verhältnissen am Modell entsprechen.

Übliche Materialprüfmaschinen im Werkstofflabor geben solche Einspannverhältnisse nicht her.

Eine Näherung ist denkbar, wenn der Verbinder rechts und links von der Mitte im Abstand der Wurzelrippen unterstützt wird, und dann in der Mitte die Kraft (Druck) als Punktlast bis zum Bruch aufgebracht wird. Allerding bleibt bei dieser Näherung der Teil des Verbinders welcher in der Fläche steckt kraftfrei. Diese Anordnung gilt auch nur dann, wenn Thomas eine "schwimmende" Version der Flächensteckung vorsieht, was bei einem Verbinder mit V-Form eigentlich auch garnicht anders geht ;)
 
Hi Rolf,

ja, es ist ein schwimmende Aufhängung vorgesehen. Natürlich sltte ein Laborversuch nicht wirklich die Realität wieder, aber, es ist besser als nichts. Andy, ein junger Bau-Ing. prüft, ob er nicht etwas bei sich machen kann. Vor einem Jahr wäre dies für Ihn kein Problem gewesen. Er hätte einfach ins Bau-Versuch-Labor gehen können.

Hr. Reimer hat ja hier den Tipp gegeben, die Wände mit thixotropierten Harz einzustreichen und das Harz angelieren zu lassen. Das Thixotropiermittel habe ich jetzt gekauft. Wie lange muss ich denn bei dem H285 warten bis ich weiterarbeiten kann?

Frage an die Roving-Tränk-Experte.
Ich tränke meine Rovings, 5-Stück auf einmal, mit einem Pinsel (Pinsel wurde per Schere um ca. 10mm Haarlänge gekürzte, damit ich das Harz besser in die Rovings drücken kann). Zieht ihr anschließend das Roving-Bündel noch mit einer Scheckkarte ab?

Wenn alles gut läuft, werde ich nächste Woche meinen zweiten Verbinder herstellen. Die neue Form ist fast schon fertig. Es muss nur noch die Gegenplatte fertig gemacht werden.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas ,

kommt auf die Temperatur an wie lange das Harz zum angelieren braucht , in dem Moment wo es nicht mehr verstrichen werden kann ist der richtige Zeitpunkt zum weiterarbeiten ;)
Bei der Menge an Rovings die Du zu verarbeiten hast würde ich mir Gedanken über eine Vorrichtung zum Tränken der Rovings machen , ich z.B. tränke " endlos " von der Rovingspule auf ein " Wickelbrett " für die Holmverbinder , da hab ich die Rovings für einen Verbinder ( 1000 mm x 45 mm x 15 mm ) in ca 40 min getränkt . :cool:

Rovingtränkvorrichtung : http://www.cb-roter-baron.de/downloads.html kostet einmalig etwas Arbeit , spart aber immer wieder viel Zeit .
 
.
Ich tränke meine Rovings, 5-Stück auf einmal, mit einem Pinsel (Pinsel wurde per Schere um ca. 10mm Haarlänge gekürzte, damit ich das Harz besser in die Rovings drücken kann). Zieht ihr anschließend das Roving-Bündel noch mit einer Scheckkarte ab?
Hi Thomas,
wenn Du mit Pinsel auf Folie tränkst hast Du immer zuviel Harz im Rowing.
Den Überschuss abstreifen/rausdrücken ist in jedem Fall angesagt.
Womit?
Das hängt davon ab was Du dir als "Vorrichtung " einfallen lässt. Ist halt auch immer eine Frage wie groß oder klein man den Aufwand dafür werden lässt.

Im Hinblick auf den Tragflächenbau der bei dir noch ansteht, macht eine ordentliche Vorrichtung schon Sinn. So wie Sebastian schreibt "endlos" von der Spule...
 
Hi zusammen,

ich habe mir auch Gedanken zum Thema Roving-Tränk-Maschine gemacht. Da ich ja meinen Ober- und Untergurt für den Tragflächen Holm nicht mit Rovings machen werde, wäre der Aufwand für die Tränkvorrichtung schon groß. Da es beim ersten Verbinder mit der Pinselmethode gut geklappt hat, werde ich dies wieder machen. Diesmal aber den Rovingstrang nach dem Tränken mit einer Scheckkarte abziehen.

Grüßle
Thomas
 
Hallo zusammen,

ich habe Euch ja noch ein paar Bilder versprochen. Hier ein paar wenige vom Auf- und Abbau des ersten Verbinders.

IMG_0484.jpg
IMG_0481.jpg
IMG_0485.jpg
IMG_0478.jpg
IMG_0480.jpg
IMG_0487.jpg
IMG_0479.jpg

Gruß
Thomas
 
CFK-Verbinder

CFK-Verbinder

Hallo,
nachdem ich für ein eigenes Projekt keinen passenden Verbinder gefunden habe, habe ich mir den Aufwand angetan und eine massive Alu-Form gefräst. Nun kann ich Verbinder mit einer Breite von 30mm, einer Höhe von 15mm, einer V-Form von 6Grad und einer Länge von 500mm bauen. Wobei die Höhe durch unterlegen von Leisten nach oben variabel ist. Auf dem Bild ist der allererste Verbinder zu sehen, der zum Glück sofort super geworden ist. Die Gurtstärke beträgt jeweils 4mm, die beiden Balsakerne sind jeweils mit Kohleschlauch belegt. Denkbar wäre es, die Balsakeren durch leicht konische Aluleisten zuersetzen, damit der Verbinder hohl ist und Messingleisten (dann 12x5mm) als Ballast tragen könnte. Das wären dann ca. 500g, wenn ich richtig gerechnet habe. Der Verbinder wiegt 250gr und wurde wegen der hohen Bruchdehnung mit einem MJ46-Gelege gebaut. Der Optik wegen liegt an der Oberfläche eine Lage 93er-Kohlegewebe. Die Hülsen sind bewußt aus Glasschlauch mit Kevlar umwickelt gefertigt, für diese Anwendung von den Materialeigenschaften am besten nach meinem Wissen.
Wenn jemand einen solchen Verbinder benötigt oder Fragen hat, nur zu, gern auch per PN.


Schöne Grüße

Bertold

Verbinder.png
 
Verbinder-Werkzeug

Verbinder-Werkzeug

Hallo,
klar, hier ein Bild vom Werkzeug. Scheint auf dem ersten Blick überdimensioniert zu sein, aber es soll beim pressen mit Schraubzwingen keinen Verzug geben und es soll kein Material unkontrolliert zwischen die Platten gedrückt werden können. Genau das Ziel habe ich erreicht. Es gibt an den Kanten lediglich kleine Harzfahnen, ansonsten müssen die beiden Enden besäumt werden, fertig. :)
Verschraubt sind die Platten nur von der einen Seite (M8), Passstifte(10H7) werden von zwei Seiten eingesetzt, wären sonst zu lang,.
Schöne Grüße
Bertold

Verbinder-Form.png
 

Relaxr

User
Lange nichts mehr passiert hier, aber dennoch extrem interessant: Wenn ich einen eher breiten und flachen Verbinder mit V-Form habe, der zB 3 gleichgrosse Kammern drin hat, die mit Ballast befüllt werden können, wie wird denn dann so etwas gemacht? Werden da zB die Hohlräume bei der Fertigung mit Schaum ausgefüllt und der dann am Ende zB mit Aceton rausgelöst? Der respect (F3F) von L. Durzak hat zB einen solchen gekammerten Verbinder. Wie fertigt er den wohl? Gruss und Danke im Voraus
 
Hohler Verbinder

Hohler Verbinder

Hallo,
mein Ansatz wäre dieser: Messing-Kerne, die in der Mitte geteilt sind (wegen der V-Form), mit je einem Stift in der Mitte fixiert werden, mit einer Konizität von etwa 1° (wegen der Entformung aus dem Verbinder). Dazu außen ein festes Auflager, damit beim pressen die Kerne in einer mittigen Position bleiben. Schon ein beachtlicher Aufwand, zugegeben ein einmaliger, zumal der Zuschnitt von Balsa- oder Schaumkernen entfällt.
Achso, zum Thema entformen: in die Kerne kommt außen je ein Gewinde und dann kommt ein sogenannter Zug- oder Gleithammer zum Einsatz, tolles Werkzeug, auch für Passstifte.

Viel Spass und schön berichten ;-)

Bertold
 

Milan

User
Hallo GP.

Mir fehlt es gerade an Phantasie um mir den Laminiervorgang und das Entformen vorstellen zu können.:confused:

Ich fände es super wenn du das beschreiben würdest.

Dein gezeigter Verbinder sieht mal richtig gut aus!

LG

Harry
 

GP15

User
Also die "Kerne" gut eintrennen, ich habe Vaseline genommen weil es nicht eintrocknet und somit immer eine gute Gleitschicht vorhanden ist.
Dann pro Kern zwei Kohleschläuche mit Harz tränken und diese über die Kerne ziehen.
Die Gurte sind aus abgestuftem UD Gelege.
Die Distanzplatten stehen unten ein wenig über und bilden einen Anschlag der an die Form gesetzt werden kann, so muss man sich keine grossen Gedanken um die Ausrichtung machen.

Nach dem Aushärten hab ich die Schrauben und Distanzplatten entfernt und konnte dann die Kerne einzeln am Schraubstock einspannen und rausziehen.

Das wars eigentlich, war mein erster Versuch und hat gleich ganz gut geklappt.

Ich gehe davon aus, dass bei dieser Bauweise der Fasergehalt zwischen den Stegen nicht optimal ist, daher würde ich bei einem nächsten Versuch Sperrholzstege mit einsetzen. Dann die Kerne und Stege mit Schlauch überziehen. Hätte den Vorteil, dass alles als Einheit vorbereitet werden kann und durch die Sperrholzstege wäre der Winkel schon vorgegeben.

Gruss
 
Oben Unten