Fragen zur Verschlauchung & Beuteltanks

Marcus Meißner

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

ich habe am WE einen neuen Jet eingeflogen. Turbine Kingtech K-210, also externe Pumpe und Beuteltank von Trost.
Die Pumpe war nagelneu, lief an dem Tag zum zweiten Mal - vorher gab's nur einen Testlauf zuhause. Zwischen Tank und Pumpe gibt's eine direkte Leitung mit transparentem FESTO Schlauch (6/4mm). Von Pumpe zu Turbine geht's mit Zwischenstücken in 4/3-6/4-4/3. In dieser Druckleitung ist auch ein Absperrventil, dass zum Betanken verschlossen, und zum Betrieb geöffnet wird.

Nach dem Flug hatte ich unter der Pumpe eine kleine Pfütze. Weggeputzt....gewartet....es siffte weiter. Vermutlich habe ich beim Tanken des Beuteltanks die Dichtung in der Pumpe zerschossen...so auch die Vermutung von Jean-Marc.

Frage 1: Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Jean-Marc empfiehlt einen Absperrhahn zwischen Beuteltank und Pumpe...also auf der Saugseite. Den dann zum Betanken zu machen, damit die Pumpe keinen Druck abbekommt. Ich habe bislang auf ein Ventil auf der Saugseite verzichtet, damit sicher keine Luft angesaugt wird.

Frage 2: Hat jemand Erfahrung mit einem Hahn auf der Saugseite?
Frage 3: Gibt es außer den FESTO Dingern auch welche mit klassischem Metallnippel?

Schlussendlich: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die transparenten FESTO-Schläuche schnell recht hart werden. Tygon-Schlauch bleibt deutlich geschmeidiger. Doof: Tygon ist nicht aussentoleriert, da habe ich mit den FESTO-Schnellverbindern immer Sorge, dass es undicht ist.

Welchen Schlauch verwendet ihr in der Regel für die Verbindung Tank-Pumpe-Turbine?

Vielen Dank & viele Grüße
Marcus
 

BulDo

User
Hallo,
ich verwende Festoschläuche betanken über ein Sperrventil. Im Beutel Filzpendel, dann mit 6er Schlauch zur Pumpe, Druckseite 4mm zum Filter, dann zum Absperrhahn und dann zur Turbine.
Getankt wird sehr langsam. Keine Probleme bis jetzt, bei keinem der Flieger.
Grüße
 

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Nach dem Flug hatte ich unter der Pumpe eine kleine Pfütze. Weggeputzt....gewartet....es siffte weiter. Vermutlich habe ich beim Tanken des Beuteltanks die Dichtung in der Pumpe zerschossen...so auch die Vermutung von Jean-Marc.
Hallo Markus,
so eine Zahnradpumpe erzeugt locker 6 bar Druck, manche auch mehr. Dieser Druck wirkt ständig auf sämtliche Dichtungen innerhalb der Pumpe, wie bitte soll dann beim Tanken mit vielleicht 1-2 bar Druck die Dichtung der Pumpe kaputt gehen?
Für mich ist ein klarer Garantiefall, der ja auch mal vorkommen kann....

Gruß Reiner
 

Marcus Meißner

Moderator
Teammitglied
@reiner: Ich hatte mich ehrlich gesagt aufgrund dieser Umstände auch gewundert. Zumal ich in anderen Jets ebenfalls gleiche Konstellationen habe. Und das bislang ohne Probleme.

Ich hatte in besagtem Jet mit der K-210 zunächst eine andere (zu kleine) Pumpe verbaut. Auch die hat nach zwei Läufen gesifft....und die war auch neu. Sehr komisch, dass alles...und deshalb frage ich hier nach.

@BulDo: So ähnlich sieht's bei mir auch aus. Ich verwende als Betankungsanschluss allerdings auch ein Absperrhahn - und kein selbstsperrendes Ventil. Von den Kingtech-Pumpen geht auf der Druckseite ein Nippel für 4/3 Schlauch ab. Da hab ich entsprechend ein kleines Stückchen dran...dann geht's nach einer Kupplung (Metallverbinder) ca. 50cm mit 6/4 weiter und die letzten 30mm vor der Turbine sind wieder 4/3. Also auch nix Besonderes...
 

Scrad

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Also bevor es der Pumpe die Dichtung rausdrückt fliegt dir eher der Beutel um die Ohren.
Da liegt ein O-Ring in einer Nut. Zerschießen kann man das eh kaum mit normalen Mitteln , wenn überhaupt drückt sich irgendwann etwas Sprit am O-Ring vorbei.

Und man betankt den Beutel ja nicht bis er knüppelhart ist. In der Regel bleibt er ja selbst wenn er voll ist recht drucklos.

Außerdem ist so gut wie keine unserer Turbinenpumpen durchflussdicht.

Bevor sich da brutaler Druck aufbaut fliesst der Sprit an der anderen Seite wieder raus....
 

Klaus1

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Wie soll denn da beim Tanken ein so hoher Druck an der Pumpe anstehen. Ich nehme mal an du kannst dein Beutel korrekt betanken und hörst auf bevor er kurz vorm platzen ist.
Denn erst dann wird der Druck ja weiter gegeben. Niemand betankt seinen Beutel bis er prall wird.
 

Marcus Meißner

Moderator
Teammitglied
Ich verwende zu Tanken die Station von VSPEAK und denke, dass ich das Ding einigermaßen korrekt eingestellt habe. Beutel ist mir bislang auf jeden Fall noch keiner geplatzt 😜 Und die Pumpen in allen anderen Jets sind ebenfalls dicht. "Prall" wäre jedoch noch zu definieren...

Ich hab' eben den 6/4 Schlauch ausgebaut, der zwischen Pumpe und Turbine war. Das glaubt mir kein Mensch....siehe Bild. Das Ding ist bocksteif. Nach wenigen Stunden in Verbindung mit Petroleum. Es handelt sich jedoch nicht wie zunächst angenommen und oben geschildert um Schlauch von FESTO - das Zeug ist von Rehau. Hat aber natürlich (?) nix mit der siffenden Pumpe zu tun.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Ich verwende grundsätzlich zwischen Tank und Pumpe ein servobetätigtes Sperrventil. Turbine aus = Ventil zu. Egal, ob Beutel- oder normaler Tank.
Damit vermeide ich jegliche Probleme mit Überdruck und vor allem kann die Turbine nie geflutet werden.
Genauso kann ich so nie vergessen, den Hahn vor dem Start aufzumachen.
Schläuche alle von Festo - Farbe egal, ich habe transparente und blaue. Beide völlig problemlos. Tygon nehme ich nur für die langen Schläuchte an der Tankstation, weil's nicht so störrisch ist.
Meine selbst geschweißten Beutel halten übrigens 4,5 bar problemlos aus - dann platzt die 70 my Folie. Die Naht selber hält.
Ich habe übrigens auch die Vspeak Tankstation, kontrolliere aber trotzdem immer beim Tanken den Druck. Der Beutel soll ja auf keinen Fall "prall" werden.
LG Michael
 

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Thoemse

User
Ich verwende grundsätzlich zwischen Tank und Pumpe ein servobetätigtes Sperrventil. Turbine aus = Ventil zu. Egal, ob Beutel- oder normaler Tank.
Damit vermeide ich jegliche Probleme mit Überdruck und vor allem kann die Turbine nie geflutet werden.
Genauso kann ich so nie vergessen, den Hahn vor dem Start aufzumachen.
Schläuche alle von Festo - Farbe egal, ich habe transparente und blaue. Beide völlig problemlos. Tygon nehme ich nur für die langen Schläuchte an der Tankstation, weil's nicht so störrisch ist.
Meine selbst geschweißten Beutel halten übrigens 4,5 bar problemlos aus - dann platzt die 70 my Folie. Die Naht selber hält.
Ich habe übrigens auch die Vspeak Tankstation, kontrolliere aber trotzdem immer beim Tanken den Druck. Der Beutel soll ja auf keinen Fall "prall" werden.
LG Michael
Ja, tolle Sache mit dem Servo.Hier noch eine Variante. Design ist nicht von mir (Thingiverse). Der Absperrhahn ist bei mir schwer zugänglich, so macht es dann auch echt Sinn.
 

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deremil

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Ich verwende zu Tanken die Station von VSPEAK und denke, dass ich das Ding einigermaßen korrekt eingestellt habe. Beutel ist mir bislang auf jeden Fall noch keiner geplatzt 😜 Und die Pumpen in allen anderen Jets sind ebenfalls dicht. "Prall" wäre jedoch noch zu definieren...

Ich hab' eben den 6/4 Schlauch ausgebaut, der zwischen Pumpe und Turbine war. Das glaubt mir kein Mensch....siehe Bild. Das Ding ist bocksteif. Nach wenigen Stunden in Verbindung mit Petroleum. Es handelt sich jedoch nicht wie zunächst angenommen und oben geschildert um Schlauch von FESTO - das Zeug ist von Rehau. Hat aber natürlich (?) nix mit der siffenden Pumpe zu tun.

Moin, da der Schlauch „Bocksteif“ ist, vermute ich, dass es am Schlauchnippel der Pumpe trielt.
Kann nur dicht sein, wenn Kunststoff zu Metall weich ist. Das ist wie bei den Dichtungen, sind sie hart, dichtet nix mehr… :-)
 

DBDTG

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Marcus, bitte kein Tygonschlauch in die Festoverbinder stecken, auch wenn das manche doch tun, wird es nicht richtig.
Sowas kann halten, muß aber nicht und immer wenn die Möglichkeit besteht lass ich es.

Es gibt einige Schläuche von anderen, teilweise auch Chinaherstellern, die für uns nichts taugen, daher Festo, da weiß man das es funktioniert.

Gruß Dbdtg
 

Thoemse

User
Marcus, bitte kein Tygonschlauch in die Festoverbinder stecken, auch wenn das manche doch tun, wird es nicht richtig.
Sowas kann halten, muß aber nicht und immer wenn die Möglichkeit besteht lass ich es.

Es gibt einige Schläuche von anderen, teilweise auch Chinaherstellern, die für uns nichts taugen, daher Festo, da weiß man das es funktioniert.

Gruß Dbdtg
Tygon ist viel zu weich für Festoverbinder. Generell halte ich nicht besonders viel von den Festoverbindern.

Ich hatte vor einiger Zeit die Frage gestellt, wie ich vom Beutel zur Pumpe verbinden soll. Die Idee war Tygon auf den Messingnippel (Drahtgesichert) und dann 4mm Fest on den Tygon (Drahtgesichert). Mir wurde gesagt, dass sei nicht gut und nicht dicht, ich solle Festoverbinder direkt auf den Beuteltank machen.

Die Turbine ging immer ab ca. Halbgas aus. Der Festoverbinder war zwar dicht genug, um nicht zu tropfen, hat aber aber einem gewissen Unterdruck Luft angesaugt. Jetzt habe ich es doch wie ursprünglich gedacht gemacht und die Biene läuft endlich sauber.

Festoverbinder würde ich minimieren, wo es nur geht. Ich kenne das schon von der PC Wasserkühkung. Auch wenn die dicht sind, irgendwann saugt das Zeug Luft an - spätestens wenn die Schläuche härter werden. Es ist mir ein Rätsel warum in der Turbinenfliegerei so viel darauf gesetzt wird. Verschraubungen wären viel sicherer.
 

Klaus1

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Festoverbinder sind 1000 fach bewährt. Bei korrekter Anwendung, also passender Schlauch und korrekt abgeschnitten, vertraue ich 100%.
Aber klar, ein Nippel mit Überwurfmutter ist auch klasse.
Verwende ich auch ab und zu.
 
Wer PUN Schläuche mit dem richtigen Aussendurchmesser verwendet, kommt mit den Festo Steckverschraubungen immer gut aus. Kritischer ist wenn man den Schlauch häufig steckt öffnet. Da bilden sich Kratzspuren am Schlauchaussendurchmesser..die meist bei Druckluft leichte Leckage haben. Solche Verbindungen müssen öfter den Schlauch gewechselt bekommen.

Wer auf Stecknippel steht sollte die CK verschraubung von Festo nehmen.

Grüße
Eberhard
 
Bei meiner Suchoi ist das so gelöst und funktioniert 1a. Festo Schlauch auf die Anschlussnippel halten bombenfest. Auch ohne Draht. Tygon ist dort nicht nötig, eher falsch.
 

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