Kühlung Brushless Aussenläufer/wo wird die Wärme erzeugt beim Motor?

Hallo zusammen,
hab ne generelle Frage, vielleicht auch schwer zu beantworten oder auch im Gegenteil zu trivial.
Ich möchte einem Außenläufer mehr Kühlluft zukommen lassen.
Im Zuge der Überlegungen stellt sich mir die Frage, wo am besten gekühlt werden sollte mittels Kühlluft.
Vorne in der Anschraubstatorplatte sind ja üblicherweise Löcher, bringt es da Luftzugang zu machen? Oder ist der rotierende Teil derjenige, der gekühlt werden sollte?
Entsteht die Wärme an den Magneten der Glocke oder an den Statorwicklungen?

Welcher Experte kann helfen?
 
die Wärme entsteht überwiegend in den Kupferwicklungen. Aber auch Ummagnetisierungsverluste und Reibung äußern sich in Wärme.

Jetzt ist noch die Frage, wo die Wärme am meisten stört. Die Lackisolierung hält teilweise höhere Temperaturen aus als die Magnete. Und wenn Du zwischen die Wicklungen keine Luft führen kannst, bleibt Dir nur übrig, die umgebenden Teile (mit hoffentlich guter Wärmeleitung) so weit wie möglich abzukühlen.

Grüße Stefan
 
Vielen Dank. Das hilft sehr. Möchte mittels selbst konstruierten und gedruckten Spinner Kühlluft durch den Motorspant zu den Wicklungen fördern.
Nach Euren Ausführungen ist es am Besten, die Wicklung in einen Kühlstrom zu bringen. Das geht nur mit gelochtem Motorspant und das beantwortet die Frage schon sehr gut. Der Spinner soll aktiv zur Belüftung eingesetzt werden.
Turbo Spinner von Reisenauer ist mir bekannt. So ähnlich soll das werden.
 
...und bitte nicht vergessen das die warme Luft wieder raus muss. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sollte die Ausströmöffnung ca.3x so groß sein wie die Einströmöffnung.

Grüße, Georg
 
die Wärme entsteht überwiegend in den Kupferwicklungen. Aber auch Ummagnetisierungsverluste und Reibung äußern sich in Wärme.

Hallo Stefan,

das ist so nicht ganz richtig. Die drehzahlabhängigen Eisenverluste (Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste) können eventuell sogar
höher als die Kupferverluste in der Motorwicklung sein. Ich hab z. B. einen kleinen Multiplex Permax BL480 Inrunner von 2004
mit einem Kv von ca. 4900 rpm, der Leerlaufstrom beträgt da schon ca. 4 A @ 11 Volt. Die Kupferverluste betragen hierbei nur ca.
0.33 Watt (Rm = 0.021 mOhm).

Die Eisenverluste betragen also alleine schon fast 44 Watt welche im Statorblech zur Temperaturerhöhung beitragen.
Die Reibung in den Kugellagern kann man hierbei praktisch vernachlässigen.


Eine gute Quelle für die drehzahlabhängigen Leerlaufstrome von Außenläufern ist:


Beispielsweise:
Gruss
Micha
 
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