Löten

Ich bin jetzt so weit, dass ich zum ersten Mal eine Messinghülse an einen Anlenkungsdraht löten will.
Kann ich den normalen Elektronik-Lötdraht dazu verwenden?
Ich will die Mimik senkrecht im Schraubstock fixieren, den Lötdraht von Oben dran halten und die Messinghülse mit einem Gasbrenner erwärmen, bis das Lot fliesst.
Ist das richtig?
Klar wird der Draht vorher angeschliffen.
 

Dieter Wiegandt

Chefmoderator
Teammitglied
Ich verzinne den Draht vorher und bringe vorher kleine Stückchen Lot in die Mesinghülse ein.
Aufbau wie bei dir senkrecht.
Dann erhitze ich die Hülse bis das Lot flüssig ist, dann den Draht, allerdings benutze ich einen Elektrolötkolben
 

FamZim

User
Hallo

Ich rate keinesfals einen Gasbrenner zu benutzen denn die Festigkeit des Stahldrates ist bei Überhitzung sofort dahin!!

Gruß Aloys.
 
Problem:
0,8er Draht, Bohrung in der Messinghülse ebenfalls 0,8.
Trotz Anschleifens und Entgratens ging der Draht nur mit Mühe in die Hülse.
Ist die Kapillarwirkung bei solch engen Verhältnissen stark genug, um das Lot bei entsprechender Temperatur hineinlaufen zu lassen?
Es handelt sich in diesem Fall um die Querruderanlenkung der Alpha 27 von MPX.
Ich habe es jetzt mit einer zweiten Anlenkung einfach mal so versucht und eine passende Kunststoffanlenkung mit dünnem Sekundenkleber auf den Draht geklebt.
 

FamZim

User
Hi Engelbert
Die Lötstation so ein stellen das das verwendete Lot gut fliest. Die Temperatur an der Lötspitze ist sowieso nie die Eingestellte, sondern immer kälter vor allem beim Lötvorgang.
Benötigt Sekundenkleber nicht auch die Kapillarwirkung zum einziehen in die Ritzen!!
Beim löten mit Flamme ist die Streuung der Flamme das Problehm, das die dünneren herausragenden Teile zuviel Hitze abbekommen. Aber wenn mans kann sicher kein Problem!
Wie lang ist denn die Hülse eigentlich. Etwas am Anfang und Ende Verkleben oder Löten müsste doch reichen.
Gruß Aloys.
 
@Aloys
Und auf welche Temperatur soll ich dann meine Lötstation einstellen?
Das mit dem Gasbrenner wollte ich so machen, dass die Flamme auf die Messinghülse zeigt und das Lötzinn parallel zum Draht auf der Hülse steht. Wenn das Lot anfängt zu fließen - basta.
Da kann der Stahldraht doch wohl nicht zu heiß werden.
Aber da das mit der Kapillarwirkung bei dieser engen Tolleranz zwischen Draht und Hülse eh nicht funktioniert, werde ich es mit Sekundenkleber probieren.
 
Hallo Engelbert,
hat das mit dem Sekundenkleber funktioniert ? Letztens habe ich in einer Zeitschrift gelesen dass da jemand mit Sek.Kleber und Pulver die Bowdenzüge verklebt.Da ich jahrelang immer gelötet habe und letztens (aus welchem Grund auch immer....) sich ein gelöteter Draht mal aus der Hülse gezogen hat bin ich etwas verunsichert wie ich in Zukunft meine Anlenkungen machen soll.Was gibt es sonst noch an bewährten Tipps ?
 
Hallo Engelbert,

ich mache sowas immer mit Uhu Endfest 300. Stahldraht gut anschleifen, eine kleine Menge anmischen und mittels Stecknadel in die Löthülse stopfen. Dann den Draht rein, sodaß wieder etwas Harz herausquilt. Senkrecht (Gewinde der Löthülse nach unten) fixieren und über Nacht durchhärten lassen. Dadurch, daß der Kleber so eine honigartige Konsistenz hat, ergibt sich eine harmonisch aussehende, kraftschlüssige Verbindung zwischen Draht und Hülse. Das hält bombenfest.

Die ganzen Lötereien sind mir immer sehr suspekt, mal kullert es vorbei, dann stimmt die Teperatur nicht.... Zumindest bei mir.

Probier's mal, ich schwör auf das Zeug.

Gruß

Wolfgang
 
Aus dem Urlaub zurück, eine Nuri-Schaumwaffel mit der Sekundenklebermethode dabei gehabt: Hat alle rund 20 Flüge gehalten.

Engelbert
 
Salut Zusammen

ich mache sowas immer mit Uhu Endfest 300. Stahldraht gut anschleifen, eine kleine Menge anmischen und mittels Stecknadel in die Löthülse stopfen. Dann den Draht rein, sodaß wieder etwas Harz herausquilt. Senkrecht (Gewinde der Löthülse nach unten) fixieren und über Nacht durchhärten lassen. Dadurch, daß der Kleber so eine honigartige Konsistenz hat, ergibt sich eine harmonisch aussehende, kraftschlüssige Verbindung zwischen Draht und Hülse. Das hält bombenfest.
Das mache ich beim 3D-Hubschrauber auch immer so.
Von der Anlenkung des Heckrotors bis zu den Heckrohrabstützungen klebe ich
alles mit Uhu Plus Endfest300 oder einem 2K Metallepoxy von R&G.
Da beim Hubi besonders die Heckabstützungen hohen Vibrationen und Kräften
ausgesetzt sind, und diese mit der Verklebung halten, bin ich von dieser
Methode absolut überzeugt. Ich verklebe damit Alu/Alu und Alu/Carbon sowie Stahl/Carbon.

Kleiner Tip am Rande: Etwas Wärme hilft beim Endfest300 die Festigkeit zu steigern.
 
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