MOtorausfall und Störungen bei Easy Glider Electric Antrieb - bitte um Analysehilfe.

bvl

User
Guten Abend zusammen,

ich war heute mit meinem frisch erworbenen und geladenen LiFePo 3s 1100 von A123 und einem Easy Glider Electric (Version 1) unterwegs.
Es war der Erstflug mit den LiFePos.

vorher habe ich im Stand gemessen: Es werden bei Vollgas 9.5 Ampere gezogen, die Spannung liegt dabei bei knapp 8.9 Volt.
Der Motor ist ein Permax 400 (6V-Version???) mit Getriebe 3:1, Propeller möglicherweise 10x6 (aber nicht beschriftet. Es handelt sich um den damals im Paket mit
ausgelieferten Originalantrieb. Es waren die ersten Flüge mit den LiFePos, vorher bin ich mit 8 Zellen GP 1100 NiMH Akkus geflogen.

Erster flug mit 3 Minuten Motorlaufzeit: OK.
Zweiter Flug mit 5 Minuten Motorlaufzeit: OK.
Dritter Flug: Der Antrieb fing an zu "rasseln", ich dachte zunächst es wäre evtl. das Getriebe. Da ich recht weit weg war beschloss ich, umzukehren. Plötzlich keine Steuermöglichkeit mehr, nach 2 Sekunden gings wieder, dann wieder 1 Sekunde kontrollverlust mit Strömungsabriss und Kippen über die Fläche. ich habe dann wieder Vollgas reingeschoben um etwas Höhe zu gewinnen, der Motor blieb aber aus. Die Steuerung ging wieder prächtig.

Ich habe mehrfach versucht, den Motor wieder zu starten: Keine Chance.
ich habe es gerade noch so übers Maisfeld geschafft - habe es sogar mit dem Rumpf gestreift, um dann doch eine saubere Landung vor den Füßen zu machen.
Schon zu Beginn des Fluges hatte ich 2 Motoraussetzer, die waren aber nur kurz und ich habe eine kurze Störung angenommen.

Ich habe übrigens vor dem 3. Flug einen Reichweitentest mit eingefahrener Antenne (35Mhz) gemacht, so wie ich es alle etwa 10 Flüge mache: Bei 80 Schritten Entfernung war keine Störung zu erkennen (allerdings mit ausgeschaltetem Motor).

Zuhause Analyse: Im Motor sehen die Windungen nicht verkohlt aus. Das BEC versorgt die Servos ordnungsgemäß. Allerdings piepst der Regler nicht mehr (robbe Air Control 830). Der Motor ist nicht zum laufen zu bewegen.

Habt Ihr evtl. Ideen was da geschehen sein könnte? Danke für eure Hilfe
,
Bodo
 
Erster flug mit 3 Minuten Motorlaufzeit: OK.
Zweiter Flug mit 5 Minuten Motorlaufzeit: OK.
Dritter Flug: Der Antrieb fing an zu "rasseln"...

Ähm... hast du den Akku zwischendurch geladen?
ansonsten war ganz einfach dein Akku leer! :eek:
1100mAh bei 9,5A ergeben eine Vollgaslaufzeit von nicht ganz 7 minuten. Dann ist der Akku aber zu 100% ausgelutscht.
Da die Entladestromkurve bei LiFe lange konstant bleibt und dann schlagartig abfällt kann das zu dem von dir beschriebenen Verhalten führen.
Grundsätzlich solltest du eine Kapazitätsreserve von minimim 20% im Akku belassen... das heisst in deinem Fall allerhöchstens 5,5 min Motorlaufzeit.

Gruss Mathias
 
Guten Morgen,
zwischen den Flügen habe ich selbstverständlich den Akku geladen.
Gestern abend habe ich auch noch die Kontrolle gemacht: Aus dem Akkupack waren 600mAh raus - ergo noch 500mAh drin.
Der Akku ist OK.

Kann der Motor mit der Spannung der 3 LiFePos überlastet gewesen sein und dann den Regler gleich mit ins Jenseits gezogen haben?
 
zwischen den Flügen habe ich selbstverständlich den Akku geladen.

ok, wollte dir auch nichts unterstellen aber man liest hier doch so einiges! :D

Nun, wenn der Motor blockiert kann das den Steller schon zerstören wenn dieser dabei stark überhitzt, das sollte sich aber testen lassen... da du den Strom gemessen hast nehme ich an du hast ein Multimeter? Hänge mal den Motor vom Steller ab und messe da am Ausgang wie sich die Spannung verändert wenn du den Gasknüppel betätigst? sollte von 0 bis ca. 8,9V Regelbar sein. Die Spannung vom BEC kannst du bei der Gelegenheit auch gleich mal prüfen.
Dann kannst du mal den Motor von Hand versuchen zu drehen - wenn dies mühelos und geräuschlos klappt würde ich ihn mal kurz an eine niedrige Gleichspannung (wenn kein Regelbares Netzteil vorhanden ist vielleicht eine einzelne LiXX Zelle?) anschliessen um die Funktion zu testen.

Gruss Mathias
 
Aus dem Bauch raus würde ich sagen, das 30A mit einem 3S und einem Getriebemotor schon knapp sein könnten. Ich fliege den Pro mit 3S und einem 45A-Regler. Nach den Landungen muss ich trotzdem fest stellen, das der Regler doch recht warm geworden ist. Tausch doch einfach den Regler aus. Sollte der Motor dann wieder drehen, hat es den Regler zerbröselt.
Ich hab mir gerade mal die Techn.Daten des Reglers angesehen und würde sagen, das er von den Leistungsdaten aus meiner Sicht die unterste Grenze ist. Was du auf alle Fälle ausschließen kannst ist ein Fehler vom BEC her, da du ja mit 35Mhz fliegst. Bei 2,4Ghz Anlagen kann es passieren, das falls das BEC nicht taktbar ist, der Regler durch Hitze ins Nirvana geht.


gruss
Hartmut
 
Das BEC scheint OK.
Das BEC ist mir aber auch heilig - es ist für mich eine Horrorvorstellung, wenn plötzlich nichts mehr steuerbar wäre - nicht mal die Einschlagstelle...

Ich schaue mal, ob ich den Motor auseinanderbekomme... nicht das ich den retten will, aber wichtig ist mir die Ursachenforschung, um mögliche Unfälle zu vermeiden. Ist mir GANZ wichtig (man stelle sich vor, es gäbe mal Personenschäden - da hilft mir auch die beste Versicherung nix (außer finanziell).
 
Ich schaue mal, ob ich den Motor auseinanderbekomme...

kannst dir sparen, wenn er hinüber ist, dann stinkt er, oder beim drehen raspelt innen was, zudem sieht man durch die Lüftungsschlitze.

die gemessenen 8,9 V kommen mir wenig vor...
8x Nixx = ca. 9,6 V, also sollten die 8,9 V den Antrieb nicht töten...
 
Hallo Hartmut.



Kannst du da mal bitte den Zusammenhang erläutern?

Danke,

Julian

Natürlich, ich hab so einen Regler mal an einer 2,4er Anlage gehabt ohne das ich wusste, das er nicht taktbar ist. Der Regler lief an einer 35er-Anlage astrein. Wenn ich damals nicht durch eine unbewusste Handlung, nur kurz nach dem einschalten des Modells, auf den Regler gepackt hätte, wäre er mir in der Luft abgefackelt. So heiss war der. Ich sagte das, da er ja eine 35er-Anlage hat und das somit ausschliessen kann. Erklärung verstanden?:rolleyes:

mfg
Hartmut
 
Natürlich, ich hab so einen Regler mal an einer 2,4er Anlage gehabt ohne das ich wusste, das er nicht taktbar ist. Der Regler lief an einer 35er-Anlage astrein. Wenn ich damals nicht durch eine unbewusste Handlung, nur kurz nach dem einschalten des Modells, auf den Regler gepackt hätte, wäre er mir in der Luft abgefackelt. So heiss war der. Ich sagte das, da er ja eine 35er-Anlage hat und das somit ausschliessen kann.

Sorry Hartmut, aber das ist doch nur eine Theorie die du aufgestellt hast um das erhitzen deines Spannungsreglers zu erklären? Mit Fakten hat das doch wenig zu tun?
Ein BEC ist nicht "taktbar" sondern ist entweder taktend, oder linear. Linear = Überschüssige Leistung wird verbraten = hitze; Taktend = Die Spannung wird mittels Schalttransistor geregelt = höherer Wirkungsgrad, weniger hitze.

Was du vermutlich festgestellt hast ist die Tatsache das 2,4GHz Anlagen einiger Hersteller die Servoimpulse zeitgleich an allen Ausgängen ausgeben, wohingegen zu 35MHz Zeiten die Servoausgänge zeitlich leicht versetzt ausgegeben waren. das kann man von Auge kaum warnehmen, bewirkt aber das die Anlaufströme bei 35MHz deutlich geringer ausfallen.

Wieso aber aufgrund dieser Tatsachen ein defekt oder eine Fehlfunktion ausgeschlossen werden kann erschliesst sich mir nicht?!

Gruss Mathias

P.S. @ Bodo: Mach doch bitte mal die Tests wie ich sie beschrieben habe - ausser du willst einfach mal ohne Anhaltspunkt anfangen die Komponenten nacheinander zu tauschen.
 
Natürlich, ich hab so einen Regler mal an einer 2,4er Anlage gehabt ohne das ich wusste, das er nicht taktbar ist. Der Regler lief an einer 35er-Anlage astrein. Wenn ich damals nicht durch eine unbewusste Handlung, nur kurz nach dem einschalten des Modells, auf den Regler gepackt hätte, wäre er mir in der Luft abgefackelt. So heiss war der. Ich sagte das, da er ja eine 35er-Anlage hat und das somit ausschliessen kann. Erklärung verstanden?:rolleyes:

mfg
Hartmut

Leider nicht. Ein Regler-BEC überhitzt nur, wenn der Stromverbrauch des RC-Systems zu hoch ist. Mir erschließt sich nicht, wie es ein 2,4GHz Empfänger schaffen kann, den Stromverbrauch derartig zu erhöhen, dass das BEC Sekunden nach dem Einschalten überhitzt.

Auch gleichzeitige Impulse, falls überhaupt vorhanden, erklären dies nicht, da der Durchschnittsstromverbrauch unabhängig davon ist.
 
Hier liegt wohl ein Mißverständnis vor, mit der "Taktung" ist wahrscheinlich die einstellbare digitale Ansteuerung der Servos mit höherer Frequenz bei vielen 2.4 Ghz Empfängern gemeint. Es gibt tatsächlich Regler und Steller, die dabei heiß werden und abrauchen, wie Analogservos auch. Aber zum Glück beherrschen diese Empfänger auch den Analogmodus und verheizen damit weder die Servos noch die altbackenen Regler.
 
Ich habe den Motor doch mal zerlegt (wollte doch wissen, wie das von innen aussieht :-) ). Da kam mir schon kleine Bröckchen entgegen.
Dabei ist mir dann die Erleuchtung gekommen: Ich hab ja noch einen ausrangierten - aber noch nicht ausgeschlachteten Space Scooter im Keller - umd damit einen Motor um die Komponenten einzeln zu testen!

Ich habe dann Der Regler regelt auch wieder! Er piepst auch korrekt! Gemessen habe ich auch - das sieht ok aus.

Dennoch werde ich den kompletten Antrieb aus dem Space Scooter jetzt in den EG bauen - inkl. dessen Regler. Prop ist nämlich identisch, Getriebe und Motor auch - lediglich die Grundplatte, auf dem das Getriebe gehalten wird, wird vom EG übernommen.

Es lag also wohl nur am Motor.

Eine Frage bleibt jedoch: Warum hatte ich keine Kontrolle mehr??? Kann der Einfluss des sich zerlegenden Motors eine Ursache gewesen sein??? Wie schon mal geschrieben - Kontrollverlust ist für mich das absolute No-Go!
 
Wenn so einem Bürsti die Kohlen aus den Blechen fliegen, dann ist das Bürstenfeuer extrem. Das stört bei Mhz garantiert und kann über den Regler sogar bei 2.4 Ghz kräftig "reinfunken". Zudem kann durch den dabei fließenden Strom der Regler überhitzen und das BEC deswegen zeitweilig ausfallen. Wenn man bei einem Bürstenantrieb plötzliche Störungen bemerkt, die vorher nicht da waren, heißt es: Gleitflug und möglichst nicht nochmal einschalten. Manchmal ist ein beginnender oder bereits kapitaler Motorschaden die Ursache der Störung, oft sind es nur abgebrochene Entstörkondensatoren.

EDIT: 9 A sind für einen 400er mehr als grenzwertig, die sollte man ihm nur 15 - 30 Sekunden lang zumuten. Danach mehrere Minuten Abkühlpause. Im "Schwitzkasten Foamie" verheizt man die 400er Motoren mit diesem Strom meist sehr schnell. Zwischen 5 und 7 A fühlt so ein 400er sich deutlich wohler und hält erheblich länger.
 
Eine Frage bleibt jedoch: Warum hatte ich keine Kontrolle mehr??? Kann der Einfluss des sich zerlegenden Motors eine Ursache gewesen sein??? Wie schon mal geschrieben - Kontrollverlust ist für mich das absolute No-Go!

Sollte der Motor blockiert haben, was zu vermuten ist, dann wird die Leistungsaufnahme (Strom) so hoch, dass ggf. die Versorgungsspannung so stark sinkt, dass der Regler komplett aussteigt (Brownout) und damit auch das BEC. Gute Regler schalten den Antrieb weg bei Überlast.
 
Wenn so einem Bürsti die Kohlen aus den Blechen fliegen, dann ist das Bürstenfeuer extrem. Das stört bei Mhz garantiert und kann über den Regler sogar bei 2.4 Ghz kräftig "reinfunken". Zudem kann durch den dabei fließenden Strom der Regler überhitzen und das BEC deswegen zeitweilig ausfallen. Wenn man bei einem Bürstenantrieb plötzliche Störungen bemerkt, die vorher nicht da waren, heißt es: Gleitflug und möglichst nicht nochmal einschalten. Manchmal ist ein beginnender oder bereits kapitaler Motorschaden die Ursache der Störung, oft sind es nur abgebrochene Entstörkondensatoren.

EDIT: 9 A sind für einen 400er mehr als grenzwertig, die sollte man ihm nur 15 - 30 Sekunden lang zumuten. Danach mehrere Minuten Abkühlpause. Im "Schwitzkasten Foamie" verheizt man die 400er Motoren mit diesem Strom meist sehr schnell. Zwischen 5 und 7 A fühlt so ein 400er sich deutlich wohler und hält erheblich länger.

Vielen Danke! Das hilft mir sehr gut weiter - ich werde da in Zukunft besonderes Augenmerk drauf werfen.
Und: Ups, ich brauche noch Entstörkondensatoren! Die sind am neuen Motor noch nicht dran!
 
Manchmal kann man Brushless-Motoren günstiger kaufen, als ein Set Entstörkondensatoren beim örtlichen Fachhändler.

Jepp, mit einem Label wie Graupner oder robbe kosten 3 Stück mit Beipackzettel so viel wie 30 - 100 Stück vom Elektronik-Laden.
 
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