Piper Pawnee von Schneider

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Hallo... Freunde des gepflegten Seglerschlepps!
Nachdem ich in 2017 meine ersten Schlepperfahrungen (als der vorne dran) mit einem Flad und einem PAF-Trainer sammeln konnte, ist nun ein "Nachbau" in meinen Hangar gewechselt. Es geht um die oben abgebildete Piper, die ich nun auch zum Schleppen einsetzen möchte. Sie ist aus dem Hause "Schneider". Der Hersteller gibt folgende Daten an:
PIPER PAWNEE
Maßstab 1:4
Spannweite 270 cm
Länge 176 cm
Flügelfläche 108 qdm
Fluggewicht 10,50 kg mit Motor ZG 62
Flächenbelastung 97g/dm²
Profil NACA 2415

Die Insider werden die Maschine kennen. Die Diskussion, ob sie schön oder optisch unmöglich ist, sparen wir uns hier am besten. Ich stehe jedenfalls auf die originellen Segler und Motorflieger; sonst hätte ich sie ja auch nicht erworben;)!
Ich würde sie nun gerne etwas stärker (als mit einem ZG 62) motorisieren, wenn's geht. Möchte allerdings ungern hinten Blei reinpacken müssen, um vorne einen starken, aber sehr schweren Motor auszugleichen.
Elektrisch ist im Moment nicht die erste Option, da ich nicht fünf Akkus für 200,-€ anschaffen will (neben der Anschaffung von Motor und Regler...), um am Flugtag 10 Schlepps auf 300 Meter (?) machen zu können. Mein Lader schafft es auch (gleichzeitig), nur zwei 6S-Lipos zu laden...
Wenn jeder Seglerpilot einen eigenen geladenen Akku mitbringen würde (wie an manchen Flugplätzen schon der Fall), wäre das was Anderes.
Unter diesen Rahmenbedingungen: Welche Konfiguration wäre denn elektrisch die preiswerte(ste) Lösung (bei zwei 6S!)? Ein netter Kumpel hat mir gesagt, ich solle mal bei EngelModellbau schauen... Hat jemand einen elektrischen Antrieb von Engel-Modellbau und kann berichten? Oder was aus anderem Hause?
Und wie sieht's mit einer Verbrennermotorisierung aus?
ZG 62 ist zum Schleppen größerer Segler (über 14 kg vermute ich mal) schon etwas heikel, wenn beide Piloten nicht sehr sauber fliegen... meine ich.
Außerdem habe ich ja schon einen Schlepper mit 'nem ZG62.
Diesen Thread:http://www.rc-network.de/forum/show...ee-2-7m-von-Schneider-Modell?highlight=pawnee
habe ich natürlich auch schon studiert. Und andere zum Thema "Pawnee". Hier und da geht's da ja auch um Motorvarianten.
Vielleicht lassen sich ja aber an dieser Stelle mal die Erfahrungen hinsichtlich der Motorisierungsoptionen (Piper Pawnee - Schneider u.a.) bündeln, indem Piper-Pawnee- Piloten von ihren Erfahrungen berichten!?
Ich würde mich freuen!
Für mich stehen aufgrund von Tipps (mit und ohne konkreten Angeboten verbunden) folgende Motorisierungen zur Debatte:
ZG 62, DLE 85, 3W75 Superpower, 90er King...
Muss dazu sagen, dass ich mich mit Motoren so gut wie gar nicht auskenne.
Würde mich freuen, wenn der eine oder andere was beiträgt.
Gruß
Peter
 
Pawnee mit ZG62

Pawnee mit ZG62

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Habe überraschend schnell einen gebrauchten ZG 62 bekommen können, den ich nun doch vorläufig mal in meine neue Pawnee einbauen möchte. Weil Schneider/Kufstein diesen Motor vorschlägt, wird es da sicher auch kein Fehler sein. Und bei einem vorläufigen Gesamtleergewicht von 8,5 kg (inklusive Servos) wird der Schlepper ja um die 10-12 kg wohl trotzdem hinaufbringen können...
Meine Frage:
Wer hat in seine Schneider-Pawnee eine ZG 62 eingebaut und könnte mal ein paar Fotos posten?
Da ich erst im letzten Jahr angefangen habe, Motorflugzeuge zu bauen und zu fliegen und somit wenig Erfahrung habe, würde es mir den Einbau des Motors erleichtern, wenn ich ein paar Bilder hätte.
Danke im Voraus!

Gruß
Peter
 
Schneider Piper

Schneider Piper

Hallo
Habe einen Zg 62 in meiner Pawnee

bei Interesse bitte um E- Mail da ich die Fotos nicht laden kann
Grüsse
H.M.
 
Erste Flug- und Schleppversuche

Erste Flug- und Schleppversuche

Hallo zusammen!
Habe gestern ohne Segler hintendran die ersten Starts mit der Pawnee gemacht. Heute dann die ersten Schlepps.
Da ich zwar seit Jahren mit allen möglichen Seglern hinter Schleppern herfliege, mich aber erst seit kurzer Zeit "vorne" versuche, ist das Motorfliegen bzw. Schleppen für mich richtig spannend.
Also zu der Pawnee habe ich festgestellt, dass sie sich (Tiefdecker!!!) doch ein Stück anders verhält als der PAF-Trainer und der Flad, die ich vorher geflogen hatte.
Heute hatte ich also zum ersten Mal einen Segler hintendran - ein Leichtgewicht: eine Alpina mit 6,5kg.
Mir fiel auf, dass ich im Schlepp ständig "drücken" musste (und zwar nach meinem Gefühl stark) , um zu verhindern, dass sich der Schlepper aufbäumt. Die Kupplung sitzt hinter der Kabinenhaube; meine Recherche im Netz hat ergeben, dass das wohl die am meisten vertreten Lösung bei der Pawnee ist.
Frage: Braucht der Schlepper mehr Sturz?
Ohne Segler dran steigt er mit Vollgas leicht nach oben. Bei Halb- oder weniger Gas fliegt er schön geradeaus.
Werde mal versuchen, im Schlepp einfach kopflastig zu trimmen. Vielleicht bringt das ja Abhilfe.
Dann noch ne Frage zur Latte (an die, die die Schneider-Pawnee mit einem ZG62 fliegen):
Welche Propeller verwendet ihr?
Habe bisher eine 22/10 drauf. Fühlt sich ganz ordentlich an. Aber sind eine 22/12 oder 24/10 vielleicht vorteilhafter?
Für Tipps von erfahrenen Pawneefliegern wäre ich dankbar.

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Hallo Pawnee Liebhaber...

Hallo Pawnee Liebhaber...

... etwas aus dem Zusammenhang, aber vielleicht trotzdem für den einen oder anderen nützlich: Ich tausche gerade mir einem anderen Pawnee-Piloten Erfahrungen aus. Es geht um meine ersten Flüge/Schlepps mit der Pawnee, die ich von einem Freund übernommen habe.
Bericht von heute:
Hallo ***!
... 1. Die Querruderausschläge habe ich nachgemessen. Oben 2 cm, unten 1 cm. Höhe: oben 4 cm, unten 2 cm. Das ist nach meiner Erfahrung völlig ausreichend. Man kann es natürlich größer machen und muss dann sensibler steuern oder Expo drauf legen. Aber das Flugzeug ist um die Längsachse wendig genug, finde ich. Im Schlepp fliege ich sowieso flache Kurven - fast nur mit dem Seitenruder, das sehr gut alleine wirkt (Kurvenflug).
2. Der Maximalausschlag der Klappen liegt bei mir nach unten lbei 80 Prozent. Ich fahre die Klappen nach dem Ausklinken voll heraus und nehme das Gas (fast ganz) weg. Dann stelle ich den Schlepper auf den Kopf und fliege zurück zum Flugplatz bzw. zum Landen. Die Klappen fahren mit 1,5 Sekunden Verzögerung heraus. Es findet so gut wie keine Veränderung der Lastigkeit statt, so dass kein Höhenruder zugemischt werden muss. Ganz anders als bei meinen F3B/J-Fliegern, wenn ich Butterfly setze. Vorher hatte ich einen Flad-Schlepper und einen PAF-Schlepper. Da hatte ich auch Höhenruder zugemischt. Bei der Pawnee (von Schneider) nicht nötig. Die Klappen sind von unten angelenkt. Der Vorbesitzer hatte sie innen angelenkt und konnte nur max. 45 Grad herausfahren. Das war mir zu wenig und ich habe es deswegen geändert.
3. Die Landungen mit voll gesetzen Klappen und etwa 20 Prozent Gas sind völlig unkritisch. Bei Gegenwind sowieso und bei leichtem Seitenwind auch. Starken Seitenwind hatte ich noch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass die Pawnee bei starkem Seitenwind wegen dem hohen Rumpf einen erfahrenen Piloten braucht - eventuell ist ein Kreisel sinnvoll.
4. Flugbetrieb heute:
Es war furchtbar heiß. Trotzdem sind wir geflogen. Ich habe erst ein paar Starts ohne Schlepp gemacht, da ich neue Räder (Vollgummi) montiert hatte. Das Mehrgewicht (ich habe es nicht genau gemessen) war gut für die Pawnee. Keine Probleme beim Abfangen.
5. Jetzt zum Schleppbetrieb:
Vorbemerkung: Ich fliege seit vielen Jahren Großsegler bis 6,5m Spannweite. Im Motorfliegen (Modell) und Schleppen als Schlepppilot (Modell) habe ich wenig Erfahrung - insgesamt vielleicht 50 bis 100 Schlepps in zwei Jahren. Habe viele Jahre manntragend Segelflug gemacht und da auch viele F-Schlepps, aber immer nur als Seglerpilot. Ich habe also eine Vorstellung davon, wie der Modellschlepper-Pilot seine Maschine fliegen sollte. Viele Modellschlepper gehen nach meiner Erfahrung zu eng/steil um die Kurven. Ein guter Seglerpilot kann das ausgleichen. Aber nicht jeder ist ein guter Seglerpilot.
Also, lieber ***: Es spricht jedenfalls kein erfahrener (Modell-)Schlepperpilot zu dir! Deswegen alles mit Vorbehalt lesen.
Mit dem Flad-Schlepper und PAF-Schlepper war m.E. leichter zu schleppen als mit der Pawnee. Die Pawnee ist nicht so eigenstabil, hat einen kürzeren Leitwerksträger. Ich habe jetzt ungefähr 20 Schlepps mit der Pawnee. Erst MPX Alpina (6,5 kg?), dann Diskus (10,5 kg/5m Spannweite). Heute: ASW 17/ 4,40 Spannweite/ ca. 7,5 kg) und ASG29 / 13,5 kg /6,00 m(?) Spannweite. Ich hatte den Eindruck, dass die Kraft des ZG62 bei 6500 r vollkommen ausreicht, um die ASG hochzuschleppen. Das Problem war ein anderes.
Wir haben heute die Drehzahl bei Vollgas gemessen: Latte 24/10 - 6500r; Latte 22/10 - 6580r.!
Also kaum ein Unterschied. Ich habe die ASG29 deswegen mit der 24/10 geschleppt. Die Kraft hat gut ausgereicht. Das Problem ist aber (nur bei mir?): Ich muss sehr aufpassen, dass die Pawnee im Schlepp nicht zu steil wird. Sie neigt sehr dazu. Man muss ständig drücken. Egal, ob die Alpina oder die ASG dahinter hängt. Ich fliege mittlerweile mit Vario im Schlepper. Das erleichtert die Arbeit. Aber man muss natürlich unterscheiden: Wenn ein starkes Aufwindfeld durchflogen wird, geht der ganze Schleppzug hoch. Dann muss ich nicht nachdrücken. Wenn das Vario aber ohne Aufwindfeld extremes Steigen anzeigt, dann ziehe ich vielleicht unmerklich zu viel und muss eigentlich unbedingt nachdrücken. In Höhen oberhalb 350m ist das für mich immer schwieriger zu erkennen. Sonst schmiert der ganze Schleppzug ab. Das habe ich jetzt mehrfach erlebt; der Segler hat aber immer rechtzeitig ausgeklinkt, so dass keine Gefahr bestand. Ansonsten hätte ich halt das Seil rausgeschmissen. Hier zeigt sich der Nachteil vom ZG 62. Er ist in solchen Situationen meines Erachtens etwas (?) schwach. Der Schleppzug wird zu langsam, so dass der Seglerpilot durch Ziehen den Schlepper nicht mehr übersteigen kann. Und der Schlepper kann mit Nachdrücken nichts mehr bewirken, weil der Segler ihm aufgrund seiner Lage das Leitwerk herunterdrückt. Da hilft also nur Ausklinken...

Falls ich was falsch oder besser machen könnte: Bitte posten!!! Ich lerne gerne dazu von erfahreneren Leuten! Bin auch nicht empfindlich, wenn jemand aufzeigt, dass ich da was "falsch mache" bzw. nicht erkannt oder übersehen habe. :)
 
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