Probleme mit ZDZ 60

Hallo zusammen

Bin kurz vorm verzweifeln.

Habe einen ZDZ 60 ca. 6 jährig aber noch nicht viel gelaufen. Die Spritansaugung funktioniert sehr schlecht. Mein Kollege, welcher einen ZDZ 40 im Einsatz hat, hat die gleichen Probleme. Daher glaube ich nicht, dass es an meinem Einbau in der Robin von Rödel liegt.
Da mein Kollege in seinem Biglift sehr gut zum Vergaser rankommt, löst er am Vergaser jedesmal vor dem Fliegen die Membrane der Pumpe und flutet den Vergaser mit Benzin. Auch netzt er die Membrane komplett. Nach dieser Prozedur kommt er auf den Platz und lässt den Motor an.
Leider ist bei meiner Robin alles so verbaut, dass ich dieses Prozedere wirklich nicht immer machen will.
Verflixt ist aber auch, dass man den Motor manchmal auch ohne Probleme anbringt. Ist aber eher die Seltenheit.
Gestern habe ich mit meinem Kollegen 3 Std versucht, den Motor anzuwerfen. Wir haben auf dem Platz die Benzinleitungen, die Zündung und alles erdenkliche kontrolliert, aber das Ding wollte einfach nicht.

Kennt jemand das Problem und vielleicht sogar die Lösung?

Besten Dank für Eure Antworten

Gruss

Markus
 

PW

User gesperrt
Hallo,

wie bitte ? Jedes mal Membrane vom Vergaser und Fluten ???

Das ist nicht normal bei einem Benziner, da braucht nichts geflutet oder erst gelöst werden. Choke zu, 5-6 mal drehen bis die Zündung kommt, Choke offen und der Motor muss laufen. Wenn der Motor sehr lange gestanden hat, dann muss ich vielleicht 10 mal mit geschlossener Chokeklappe drehen.

Beim Benziner muss der Motor von alleine bei geschlossener Chokeklappe den Sprit ansaugen.

Deine Probleme haben auch rein gar nichts mit dem Modell zu tun. Würde mal den ZDZ Service fragen.

Gruss

PW
 
Hallo Markus,

habe bei meinen ZDZ 50 das gleiche Problem. Mein ZDZ springt nur gut an, wenn ich ihn nach dem Betanken sofort anwerfe. Sprich, ich mache den Tank randvolll, so das etwas Sprit in den Vergaser gedrückt wird. Warte ich nach dem Tanken etwas länger, springt dieser extrem schlecht an, was in letzter Zeit sogar schlechter wurde. Ich habe mittlerweile viermal ZDZ in den letrzten 6 Wochen angeschrieben, da dieses Problem, schlechtes Anspringverhalten bei ZDZ-Motoren, ja eigentlich nicht neues ist. Bis Dato keine Antwort. Den erste Motor habe ich zu ZDZ eingeschickt. Die konnten nichts feststellen und meinten, der Motor springe einwandfrei an. Danach hatte ich die Schn... voll und habe diesen auf Membrane umbauen lassen. Erst nach dem Umbau auf Membrane, war Schluß. Auch im warmen Zustand sprang der Motor an.
 
Hallo PW

Du kannst mir glauben, dass mir das Startprozedere bei einem Benzinmotor eigentlich klar ist. In unserem Verein sind etliche Piloten mit anderen Markenmotoren unterwegs und kennen diese Problematik überhaupt nicht.
Wie Peter habe ich versucht, das Problem mit dem Importeur ( in meinem Falle mit Amelung ) zu lösen.
Leider konnte ( oder wollte ) Amelung mir nicht helfen.

Peter, danke für deinen Hinweis, dass es eine Möglichkeit gibt, das Problem aus der Welt zu schaffen.
Was meinst du bitte genau mit " Umbau auf Membrane"?

Danke für eure Antworten, vieleicht besteht doch noch eine Hoffnung.

Gruss

Markus
 
Hallo Markus,

der ZDZ gehört zu den wenigen Motoren, die einen Drehschieber haben. DA, MVVS, BME, 3W usw. verwenden eine Membrane. Dazu wird in der Regel ein neuer Kurbelgehäusedeckel angefertigt und vor der Vergaser-Öffnung eine gfk/cfk-Membrane gesetzt. Die Drehschieber haben oft das Problem, dass dieses Blech irgendwann nicht mehr richtig anliegt und somit auch nicht mehr richtig abdichtet. Dadurch ist das Ansaugverhalten schlechter. Vielleicht kann das hier ein Experte besser erklären.
 
Hallo Peter

Danke für deine Erklärung. Irgendwann habe ich in einem FMT einen Bericht über einen kleinen Motorenhersteller in Deutschland gelesen, welcher auch Service-, Reparatur- und Umbauarbeiten an Fremdmarken ausführt.
Ich suche mal in meinem Archiv die Zeitschrift und nehme mit dem Herrn Kontakt auf. Da ich jetzt ja weis, was man machen kann, werde ich mit ihm mein Problem und deinen Lösungsansatz diskutieren.
Vorerst mal vielen Dank.

Liebe Grüsse

Markus
 
Hallo Andreas

Werde deinen Rat erstmal befolgen und den Tank mit einer Spritze unter Druck versetzen.
Habe von der Firma BMF eine ähnliche Antwort erhalten.
Sie raten mir vor dem Umbau auf Membrane nocheinmal alle Leitungen zu prüfen, was ich aber schon ....zig mal gemacht habe.
Zuerst muss ich mich aber wieder motivieren, die Robin auf den Platz mitzunehmen.

Liebe Grüsse

Markus
 
Hallo Tobias

Besten Dank für deinen Tip. Dies sieht doch nach einer einfachen Lösung aus!

Mache mich auf die Suche.


Gruss

Markus
 
Moin ,

wie ist die Zündung eingestellt ? Ich hatte bei meinem ZDZ 160 änliche Probleme ( zwar nicht ganz so stark ausgeprägt ) und habe eher durch Zufall bemerkt das die Zündung recht spät eingestellt war , nach dem ich die Zündung neu eingestellt habe ( siehe hier ) ist das Anspringverhalten im kalten , halbwarmen und warmen Zustand schlagartig gut geworden . Habe dann bei 2 weiteren ZDZ Motoren in meinem Umfeld mit den gleichen Problemen die Zündung ebenfalls auf früh gestellt und damit das Anspringverhalten schlagartig verbessert , bei allen 3 ZDZ steht der Zündungsnehmer am / fast am Anschlag in den Langlöchern auf Frühzündung , werde bei meinem die Einstellmöglichkeit auf "früh" erweitern , da ich auf " nur " 0,2 mm vor OT gemäß oben gennannter Anleitung komme .

PS: Bei allen 3 Zündungen handelt es sich um die mit dem runden Zündungsaufnehmer der mit einer Schraube in einem "Omegahalter" auf dem Kurbelgehäuse befestigt wird .
 

reas

User
Hallo

Mein 40er ZDZ hatte auch solche Macken. Habe das Loch in der Chokeklappe zugelötet und er saugt nun ganz normal an.
Desweiteren sprang er schlecht an, egal bei welcher Temperatur, war immer das selbe: 3 mal mit Choke kurbeln und er zündete, Choke auf und ich mußte manchmal 30 mal drehen bis er angesprungen ist.
Jetzt mache ich folgendes und funktioniert immer: Nach dem Choken und erfolgter Zündung, Choke auf und den Motor ein paar mal am Spinner zwischen OT und UT hin und her pendeln. Ein mal kurbeln und er läuft.

Gruß Andreas
 
Hallo zusammen

Besten Dank für Eure Anregungen.
Ich denke, im Moment ist schon das Ansaugen des Treibstoffes das Problem. Was aber nicht heisst, dass ich den Zündpunkt nicht auch noch kontrollieren werde. Ich habe nun eine Primerpumpe bei einem Lokalhändler in der Schweiz bestellt ( sFr. 12.00 ) und werde diese mal einbauen.
Somit erreiche ich auf jeden Fall, dass ich den Treibstoff bis zum Vergaser bringe. Das Zulöten der Bohrung an der Chockklappe möchte ich vorher noch lassen, da ich damit das Verhalten des Chock's verändern werde.

Jetz bin ich wieder motiviert, es weiter mit der Robin zu versuchen...... es besteht noch Hoffnung!

Ich werde meine Erfahrungen dann mitteilen.

Liebe Grüsse

Markus
 
Hallo Markus ,


ich würde erst einmal den Zündzeitpunkt auf früh ( früher ) stellen , sind ja nur 2 Schrauben ;) , habe den Eindruck bei meinem ZDZ gehabt , das je später die Zündung eingestellt war , desto fetter mußte das Gemisch ( mehr choken ) sein um zu zünden .
 
Markus1 schrieb:
Hallo zusammen

Besten Dank für Eure Anregungen.
Ich denke, im Moment ist schon das Ansaugen des Treibstoffes das Problem. Was aber nicht heisst, dass ich den Zündpunkt nicht auch noch kontrollieren werde. Ich habe nun eine Primerpumpe bei einem Lokalhändler in der Schweiz bestellt ( sFr. 12.00 ) und werde diese mal einbauen.
Somit erreiche ich auf jeden Fall, dass ich den Treibstoff bis zum Vergaser bringe. Das Zulöten der Bohrung an der Chockklappe möchte ich vorher noch lassen, da ich damit das Verhalten des Chock's verändern werde.

Jetz bin ich wieder motiviert, es weiter mit der Robin zu versuchen...... es besteht noch Hoffnung!

Ich werde meine Erfahrungen dann mitteilen.

Liebe Grüsse

Markus

Hab bei allen meinen ZDZ (sind einige) die Chokeklappe zugelötet
"Veränderung im Chokeverhalten" ? ja deutlich besser!
Zündzeitpunkte habe ich nie verändert.
Die saugen alle auch nach monatelangem Stillstand an und springen
perfekt an ,aber wenn du das besser weist........
 
Hallo Raymund

Wenn ich es besser wüsste, hätte ich nicht in diesem Forum nach Meinungen und Lösungen gefragt. Ich bin mir bei einem Problem gewohnt, Schritt für Schritt vorzugehen. Da eine mechanische Veränderung eines Systems bei mir nicht an erster Stelle steht, versuche ich halt zuerst, das ursprüngliche Problem, nähmlich dass kein Treibstoff bis zum Vergaser kommt, mit einem Hilfsmittel zu lösen.

Für jedes Problem gibt es mehrere Meinungen und Lösungen und jeder ist von seiner Meinung überzeugt.
Wie gesagt gehe ich Schritt für Schritt vor. Vielleicht lande ich tatsächlich beim Zulöten der Bohrung. Wir werdens dann sehen. Leider vergehen nun wieder zwei Wochen, bis ich das nächste Mal fliegen gehen kann.

Vorerst danke ich allen für ihre Tips. Einer, oder die Kombination mehrere der genannten Tips werden die Lösung sein.

Liebe Grüsse

Markus
 
Hallo zusammen

Leider konnte ich noch immer nicht mit der Robin fliegen gehen. Ich werde aber gewiss die Resultale mitteilen.

Liebe Grüsse

Markus
 
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