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Saito FG 60 Sternmotor

MIGFritz

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Moin moin zusammen

Danke für die positive Rückmeldung :-).
Der Deckel des Ansauggehäuses ist mit Hylomar abgedichtet, denke da wirds keine Leckagen zum Kurbelgehäuse geben.
Hatte das Ding erst mal frei Schnautze entworfen. Rheologie (cool, wieder was gelernt) hab ich dabei nicht berücksichtigt (leider?... mal sehen). Das könnte man aber auch hier mit einem gedruckten Einsatz heilen. Der könnte so ausgeführt sein, dass vom Vergaser über einen "Sternpunkt" drei runde Kanäle mit immer gleichen Querschnitt bis zu den Saugeleitungen der Zylinder gehen. Um schöne geschwungene Kanäle zu bekommen ist drucken bestimmt die beste Möglichkeit.
Was mir bisher am wenigsten an meinem Gehäuse gefällt ist der scharfkantige Übergang von der Kammer zu den Saugeleitungen.
Werd auf jeden Fall vermelden, wie der Motor sich mit dem neuen Teil verhält.

Gruß
Andreas
 
Hallo Andreas,

ein möglichst großer PA-Einsatz hat auch den Vorteil daß er das Frischgas thermisch weitgehend vom Kurbelgehäuse isoliert und es sich dadurch nicht unnötig aufheizt. Du hast ja mindestens einen Teilapparat, wenn nicht eine CNC-Fräse (neben der Drehbank), da wär das nachträglich doch kein Problem.

Auch könntest du den Einsatz aus einem PA-Halbzeug fräsen, eventuell aus zwei Hälften (dabei die Fräsergeometrie beachten, PA möchte andere Schneiden haben ;-))

@ allgemein:
zum Thema Anlassen: ich verwende das Prinzip wie von Michael und Theo beschrieben, brauche aber kein Spritze. Am Ende des Tankens klemme ich kurz mit 2 Fingern den Belüftungsschlauch zu (ragt unten 1cm aus dem Rumpf) und drehe die Benzinhandpumpe noch eine Umdrehung. Das ergibt etwas Überdruck und schon hat man Sprit im Vergaser.

Grüße, Bert
 

MIGFritz

User
Moin moin zusammen
So, hab jetzt mal einen Probelauf mit dem modifizierten Ansauggehäuse gemacht.
Das Ergebnis ist ernüchternd:
Die Drehzahl bzw. Leistung ist zwar etwas höher, aber der Motor läuft jetzt wesentlich unruhiger. Meist ist untenrum Zylinder 2 weg, hier und da mal 3 aber auch Zylinder 1. Mit Glühung und mehr Gas kommen die dann zwar wieder, allerdings auch recht spät. Das ganze lief aber mit dem original Gehäuse deutlich besser.
Werd jetzt mal sehen ob ich mit einen gedruckten Einsatz den ich glücklicherweise nicht selber erstellen muß das ganze verbessern kann.
Gruß
Andreas
 
Hallo Andreas,

du hast eben immer noch eine Kammer ..

Mich würde sehr interessieren wie die Verteilung im Original bei deinem 'Methanoler' aussieht.
Könntest du nicht probieren ob du das Teil doch auf bekommst ?

Könnte man besser optimieren, wenn man wüßte wie es vorher war.
(warscheinlich, eventuell, hast du kaum was verändert)

Grüße, Bert
 

MIGFritz

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Moin moin zusammen
soooo.....
Dankenswerter weise hat mir jemand meinen Einsatz für das Ansauggehäuse gedruckt. Hab das Alu Teil minimal angepasst und so passt der Einsatz saugend schmatzend in das Gehäuse.
Ich hab nun keine Kammer mehr, sondern drei Kanäle mit exakt immer dem gleichen Querschnitt (Form und Fläche). Aufgrund des Bogens der drei Kanale ist das nur mit drucken möglich. Ich find das Teil selbst schon der Hammer, wäre mit normalen Mitteln für mich nicht möglich zu fertigen.

Der Probelauf dazu zeigt folgendes:
Der Motor läuft wieder viel runder. Zylinder 1 und 3 laufen damit spitze. Zylinder 2 säuft aber trotzdem bei geringerer Leistung wieder ab und und kommt auch nur mit starker Glühung oder Vollgas wieder dazu. Drehzahl ist auch hier etwas höher als beim original Teil.
Ehrlich?
Ich glaub ich bau nochmal das Saito Teil an und probier das. Selbst wenn da ein paar Umdrehungen fehlen sollten.
Wäre schöner, wenn alle drei Zylinder zuverlässig laufen :-)
Gruß
Andreas
 

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Hallo Andreas,

ein Tipp: die Kanäle nicht rechtwinklig aufs Zentrum laufen lassen sondern etwas verdreht. Und zwar entgegen der Richtung in der die Zylinder zünden. Außerdem heist das auch, die unteren Zylinder bekommen nicht alles Frischgas direkt 'von oben'. (es läuft bei dir warscheinlich immer noch abgeschiedener Sprit nach unten, nur in einen Zylinder.

Warum ist aber der Unterschied von #2 und #3 gar so groß ? beide stehen doch nach unten, der eine aber mehr in Richtung des sich drehenden Gasstroms, welcher ?
Was passiert wenn du den Motor / Rumpf drehst ?

Es müsste sich mit Einsatz weniger Sprit abscheiden, daraus folgt auch eine andere Vergasereinstellung, bzw. kommt bei deinem Methanoler der überflüssige Sprit schon aus dem Vergaser ?
Mal ausprobiert wie sich jetzt ein anderer Sprit auswirkt ?

Ich würde nicht so schnell aufgeben, Grüße Bert
 
Hi Andreas,

super was du machst ! Kannst aber nicht nach 2 Versuchen den großen Wurf erwarten, Methanolmotor ist nicht gleich Benzinmotor und 15ccm sind eine andere Größenordnung als 60ccm.
Bitte weiter so, jetzt kommt die "Forschung und Entwicklung" ! :cool:


Hi Michael (Malmedy),
eigentlich langweilt ja das Thema aber weil du unsern sehr gut startenden Motor zur "E-Starter-Konstruktion" erklärt hast und ich gerade das Gegenteil bei Aero-Naut, unserem offiziellen Servicestützpunk, gefunden habe:

in der PDF-Beschreibung zum FG60-R3 steht, Aero-Naut Zitat: "... Anwerfen von Hand in normaler Drehrichtung möglich - es ist kein Anwerfwerkzeug erforderlich. "
Anhang anzeigen Aero_Naut_710083.pdf

seid gegrüßt,
Hans
 

MIGFritz

User
Moin moin zusammmen

Ich seh das jetzt mal so:
Beim laufen mit meinem Einsatz und symetrischer Gemischverteilung ist Zylinder 1 (oben) am besten dran. Zylinder 3 geht auch noch, säuft nur ganz selten ab. Zylinder 2 dagegen säuft bei wenig Last immer ab. Der ist dann so fett, das auch mit Glühung nix zu machen ist. Das Gemisch ist nicht mehr zündfähig da zu wenig Luft an kommt.

Hab mir nochmal die Zeichnung von Saito angesehen. Die haben das wohl so gelöst:
Zylinder 1 kriegt ohne Umwege das Gemisch. Zylinder 2 und 3 werden über das "Große M" im Gehäuseteil versorgt. Das M bildet eine kleine Bariere für den Sprit; der muß ja etwas nun aufwärts strömen. Gleichzeitig bildet aber der längere Kanal gegenüber Zylinder 1 auch einen größeren Widerstand. Bei Zylinder 3 ist zum Ausgleich einfach der Kanal im hinteren Gehäuseteil etwas tiefer gefräst (blau). Bei Zylinder 2 kommt aber immer noch so viel Sprit an das der Kanalquerschnitt zum Ausgleich noch weiter vergrößert wurde. Hier ist dann zusätzlich auch im vorderen Gehäuseteil der Kanal eingefräst (rot). Man erkennt das in der Zeichnung lediglich an der Aussparung der Dichtung.

Ich weiß nicht, ob ich dies oder so ähnlich in dem kleinen Raum für den Kunststoffeinsatz unterbringen und dann auch noch weiter optimieren kann.

Gruß
Andreas
 

Anhänge

Hallo Andreas,

im Original ist das komplett anders als beim 'Benziner', da ist das eine offene Kammer. Jetzt wissen wir ja mehr.
Ich würde das Prinzip von Saito nicht weiter verfolgen (haben sie bestimmt schon ausgereizt).

Du mußt einen flüssigen Anteil im Gasgemisch haben, es geht nicht nur um magerer, fetter oder mehr oder weniger Luft. Jeder Zylinder saugt das gleiche Volumen an. Hättest du nur ein gleichmässiges Frischgasgemisch dann gäbe es keine Unterschiede. Die Flüssigkeit läuft nach unten, fettet und löscht dir die Kerze !
Das ist die eine Frage, wo kommt das her, lässt sich das beeinflussen ? (Vergaser, Kondensation .. )

Zur anderen Frage, ich sehe zwei mögliche Wege durch Variation deines Einsatzes:

a.) Verwirbelung vor/beim Aufteilen des Gasstroms, wie oben beschrieben, versetzte Zusammenführung der Kanäle im Zentrum. (beim Benziner bringt das vollständig gleichmässige Spritverteilung) Und das Ganze ist nicht Lage abhängig wie beim Original.

Da du ja ein eigenes Aluteil hast könntest du auch den Alu-Kanal vom Vergaser kommend zurück nehmen bis es dort zur Wandung plan ist. Dann muss dein Einsatz nicht mehr ausgespart sein und du hast mehr Platz für die Aufteilung. Auch könnte man im Druckteil im dann längeren Kanal davor den Gasstrom mit Leitflächen zusätzlich verwirbeln
(klingt komplizierter als es ist, hoffe du versteht mich. Mit 3D-Druck hat man einfach so viele Möglichkeiten ... :) )

b.) folgendes Prinzip, salop gesagt: Gas kommt leichter um die Kurve als Flüssigkeiten. Das wird in der Industrie für etliche Aufgaben genutzt. Hier könnte man vom Vergaser kommend in einer ca. 90 Grad Kurve den Gasstrom flach auffächern, was den flüssigen Anteil gleichmässig an den äußeren Radius verteilt. Unmittelbar daran schließt sich die Aufteilung auf drei in einer Reihe liegende, zunächst flache Kanäle an (mit immer den gleichen Durchmessern). Die Mitte geht dann nach oben, links und rechts nach unten.

Dieses Verfahren bräuchte aber sicherlich mehr Experimente.

Soviel ich auf deinen Fotos sehe, ist das aber kein PA ! Hast du schon kontrolliert ob sich dein Einsatz nicht verzogen hat, geschrumpft ist ?

Grüße, Bert
 
Fliegt jemand von euch einen Ramoser Verstellprop auf dem 60iger ?
 

-mhr-

User
Ja, ich.
 

RLG

User
Ramoser 3 Blatt

Ramoser 3 Blatt

Servus Olaf,

ich fliege den FG60 mit einem Varioprop 3 Blatt und Meier Ringschalldämpfer.

20191115_211823.jpg

20191115_211850.jpg

Gruß
Richard
 
Danke euch beiden.

Hätte wohl noch 2-Blatt dazu schreiben sollen. :rolleyes: Grund: Fliege den 60iger in einer Krill Yak 28%, der Haubenduchmesser beträgt 280mm, da bleibt für den Vortrieb nicht mehr viel über. Deshalb 2-Blatt. Herr Ramoser hat mir folgende Blätter vorgeschlagen, 25F, 22,1" Art-Nr.: 561-25
Eigentlich bin ich mit der Falcon 22x11 zufrieden, ich möchte es aber ein bisschen scaliger haben, ob sich dafür die Ausgabe lohnt ?
 

RLG

User
Das musst Du für Dich selber entscheiden ob es Dir das Geld wert ist.

Es gilt allerdings zu bedenken das man mit einem Ramoser ja nicht nur einen Prop kauft der feste Einstellwerte hat, sondern mehere Steigungen auf einmal.

Hier kann man sich durchprobieren welche Steigung einem am besten taugt, auch ist der Blattwechsel sehr einfach und preiswert.

Von der Optik ganz zu schweigen...

Gruß
Richard
 

Malmedy

User
Hallo Richard,

deine Ramoser-Lösung interessiert mich brennend! Kannst du mal genau sagen, welche Nabe und welche Blätter du verwendest? Und wenn's geht bei welcher Steigung du welche Drehzahl erreichst? Ich habe einen FG 61 TS, der einen FG 60 R3 ersetzt hat, wobei ich, da im gleichen Flieger verbaut, gut vergleichen kann. Drehzahlniveau und Leistungsverhalten beider Motore sind weitgehend identisch, soweit ich das nach 3 Jahren FG 60 und 2 Jahren FG 61 sehe.

Grüße
Michael
 

-mhr-

User
Hallo Michael,

ich bin zwar nicht Richard, gebe aber dropsdem meinen Senf dazu.

Nabe 25F mit Kragenmutter für den 60er. Gibt es auf Anfrage problemlos. Blätter sind die 18.8er SG. Die Steigung liegt so irgendwo bei 13" nach den Angaben auf der Lehre. 6300U/min am Boden, aber im Sturzflug mit "Rückenwind und Heimweh" kommt sie auf grenzwertige 7800U/min. Ich wollte die Zero einfach schneller haben. Die 20x10x3 Biela hatte zwar eine gute Beschleunigung, aber Vmax war mir zu niedrig.

Positiver Nebeneffekt, die LS ist fast nicht mehr zu hören. Der Unterschied zur Biela ist gewaltig!!!
 
Hallo Zusammen

zum FG 60kann ich nicht viel sagen da unserer noch nicht geflogen ist.
Ich hatte auf meinem FG 57 eine Biela 22x10 Scale drauf mit 6900U/min. Ich wollte aber einen 4 Blatt und so bin ich auf die Idee gekommen einen Varioprop zu montieren.
Die Entscheidung fiel auf eine 25 er Narbe 4 Blatt. Da ich bei meinen Elektro Modellen schon gute Erfahrung mit den Ramoser Propellern machte und auch da die Blätter selber gekürzt habe habe ich die tiefsten Blätter rausgesucht und bestellt. Das waren die 21,8" Blattnummer 554-25 mit 5,8cm Blatttiefe und die 23,8" mit 4,5cm Blattiefe.
Als 4 Blatt hatte ich die 21,8" Blätter drauf, die haben unverändert mit 10" Steigung 4300 U/min gebracht. Ich hab die Blätter dann auf 17",5 gekürzt und die Steigung auf 11" hochdrehen können und eine Drehzahl von 4800U/min erreicht. Da die 21" Blätter so tief sind würgen sie die Drehzahl ziemlich runter kannte ich von den Elektro-Antrieben nicht, da gingen die Ampere hoch.
Ich hab dann vom 4 Blatt 2 Blätter abgeschnitten und den Prop als 2 Blatt geflogen. Aber auch hier konnte ich die Drehzahl mit den 17,5" Blättern bei 13" Steigung nur auf 6100 hochbekommen. Aber der Motor wurde zu heiss.
Deshalb hab ich dann die 23,8" montiert und Drehzahl mit vollem Durchmesser und 10" Steigung waren hier 4600 U/min. Auch die Blätter hab ich auf 18,5" Durchmesser gekürzt und als 4 Blatt mit 13" Steigung geflogen. Ist nicht schlecht gegangen, aber auch hier ist die Drehzahl nicht über 5950 gekommen und der Motor wurde auch hier zu heiss.
Daher habe ich die Blätter als 2 Blatt montiert und so konnte die Steigung auf 15" bei 6600U/min bei 17,5" Durchmesser eingestellt werden. Der Motor wird zwar noch ziemlich warm aber nicht mehr so heiss wie früher.
Ich wollte einen Racer und habe die Blätter daher auf Geschwindigkeit eingestellt. Mehr geht mit dem FG 57 nicht. Anhang anzeigen 2214428Rare Bear123.jpg
Auf dem Bild rechts ist ein gekürztes 21,8" und links die 23,8" Blatt zu sehen.
Vielleicht hilft dir das weiter.

MFG

Christian
 

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RLG

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Ramoser Kombi

Ramoser Kombi

Servus Michael,

Nabe ist die 25F mit Reduzierhülse da die Motorwelle kleiner ist als die Nabenbohrung.
Die Blätter sind 20.8 er mit 8er Steigung.
Den genauen Blatt-Typ weiß ich nicht, da mir Herr Ramoser die ohne Verpackung gegeben hat.
Drehzahl liegt am Boden bei ca. 6800 U/min, also knapp unter der erlaubten Höchstdrezahl am Boden von 7000 U/min laut Anleitung.

Habe das Ganze auch noch nicht richtig testen können da ich im Herbst zu wenig zum fliegen gekommen bin.

Grüße
Richard
 

Malmedy

User
Danke, Richard, ist ein guter Anhalt. 6.800 ist aber eine Menge Holz, ich versuche immer, die Motore nicht wesentlich über 6.000 am Boden drehen zu lassen, allerdings mit 10" Steigung. Mit der Biela scale 20x10 3Bl. geht das, aber ich möchte auf Ramoser umsteigen, da variantenreicher in der Einstellung und kostengünstiger bei Nose-over. Werd ich im Frühjahr mal angehen.
Gruß
Michael
 
Hallo Jürgen,

habe deinen Rat befolgt und mit Herr Schneider telefoniert. Die Kupferringe sind bei Saito bestellt, dauert halt 6 - 8 Wochen. Da ich den Motor dieses Jahr eh nicht mehr einsetzen werde kann ich damit Leben.
Ich zitiere mich mal selbst. Seid August war ich an der Sache dran ! Saito hat an Aeronaut tatsächlich 20 Kupferdichtringe verschickt. :rolleyes:
Über den Preis will ich garnicht reden !! Seitens Saito ein absolutes Trauerspiel, ich hoffe ich brauch keine weiteren Ersatzteile. Bzgl. Aeronaut bzw. Herr Schneider kann ich nichts negatives sagen, sie waren stets Hilfsbereit und bemüht eine Lösung zu finden. Daher ein Dank an Herr Scheider.
 
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