"Soll" Konsistenz von 24h Epoxy

Hallo Leute,

ich bin (noch nicht, es wird aber immer besser) nicht gerade ein Bauprofi, deshalb habe eine Frage:

Bisher habe ich hauptsächlich mit 10 min Epoxy gearbeitet. Nun habe ich gelesen, das zum verkleben von Sperrholz/Holz allgemein 24h Epoxy besser wäre, da es mehr Zeit zum einziehen ins Holz hat.
Und 90min Topfzeit, auch nicht zu verachten ;) Also 24h Epoxy von R&G gekauft.

Allerdings ist das Zeug (bei ca. 15-16° Raumtemperatur) sehr zäh, ich kriege das kaum aus der Flasche gedrückt. Weder Harz noch Härter.
Entsprechend schlecht lässt es sich mischen. Beim verarbeiten leider viel zu zäh, das kann ich Kopfüber aufstreichen ohne das was wegläuft.
Ich habe gegoogelt, das die Konsistenz eher wie "Majonaise" sein sollte. Meins ist eher wie ... hm .. weicher Gummi.

Ist das normal, oder habe ich 10 Jahre altes Epoxy erwischt? Das soll ja immer zäher werden, je länger es gelagert wird.
Beim 10min Epoxy habe ich das Problem nicht.

Gruß,
Armin
 
Jo, kühl ist es schon im Keller ;)

Wie gesagt, mit dem 10min Epoxy passiert das nicht. Wenn ich das auf nen Spatel nehme, tropft es (lansam) runter. Das 24h Epoxy nicht.
Kann ja sein, das 24h Epoxy so viel zäher ist. Auf die Heizung legen hat etwas geholfen, aber nicht viel.
 

heikop

User
Wie lange hat das Harz auf der Heizung gelegen?
Es reicht nicht, daß die Flasche außen warm ist, der Inhalt muß durchwärmen.
Ich stelle die Flaschen immer in heißes Wasser, dann wird alles schön flüssig.

Wenn die Beschichtung ordentlich werden soll, mußt Du eh' für deutlich höhere Temperaturen
sorgen, bei 15° wird das nichts.
 
Wenn die Beschichtung ordentlich werden soll, mußt Du eh' für deutlich höhere Temperaturen
sorgen, bei 15° wird das nichts.

Das ist allerdings auch ein Argument! Leider kann ich im keller nicht Heizen, und in der Wohnung kleben... wenn ich mich mal scheiden lassen will, kann ich das machen ;)
Es lag schon 1-2h auf der Heizung, den Trick kenne ich auch schon vom 10min Epoxy.

Mir erscheint das 24h Epoxy das ich habe dubios. Deshalb werde ich morgen mit dem 5min Epoxy weitermachen und das 24h entsorgen. Zum Glück nur 200g.


Gruß,
Armin
 
Normaler Weise ist Harz (Laminierharz!) bei 15°C nicht so zäh, dass es nicht mehr aus der Fläsche läuft. Zumindest nicht die Sorten, die ich kenne:
Harz L
HP-E55
L285

Stefan
 

Laminatorikus

Vereinsmitglied
Hi,

ich lache ja andere grundsätzlich nicht aus, aber wenn es das Klebeharz E ist dann bepisse ich mich vor lachen :cry:

Das ist ein 24Std Klebeharz, eigentlich genaugenommen Uhu Plus Endfest 300 nur nicht so teuer wie das selbige.

Gruß,
Memo
 

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Eisvogel

User
Hi,

ich lache ja andere grundsätzlich nicht aus, aber wenn es das Klebeharz E ist dann bepisse ich mich vor lachen :cry:

Das ist ein 24Std Klebeharz, eigentlich genaugenommen Uhu Plus Endfest 300 nur nicht so teuer wie das selbige.

Da es zum verkleben gedacht war, wird es wohl obiges sein.

Für flächige Verklebungen ist dieses aber nicht geeignet, für Holzverklebungen schon gar nicht.
 
Wo genau gibt es so richtig was zu lachen? Er will doch damit kleben? Weil ich nicht wusste, dass es sowas gibt?

Ist das sicher, dass das genau das gleiche wie Endfest 300 ist? Das wäre für mich eine Sensation?

Stefan

Edit: Warum kann man damit kein Holz kleben? Geht es hier wirklich um flächiges Verkleben?
 
Hi,

ich lache ja andere grundsätzlich nicht aus, aber wenn es das Klebeharz E ist dann bepisse ich mich vor lachen :cry:

Das ist ein 24Std Klebeharz, eigentlich genaugenommen Uhu Plus Endfest 300 nur nicht so teuer wie das selbige.

Gruß,
Memo

Ähhhh... ja genau das ist es, Klebeharz E. Klärt mich bitte auf, was ist an dem Zeug falsch?

Gut, ich weiss nur soviel das es nicht optimal ist um Holz zu kleben, aber es klebt ;) 10min Epoxy habe ich schon das eine oder andere mal bei Holzreparaturen benutzt.
Es geht um ein Fahrwerkbrett, im prinzip das Bodenbrett im Rumpf. Die originale Konstruktion ist mit dem Fahrwerk ausgerissen.
Das habe ich durch ein ca. 30cm langes 5mm Buchen?sperrholzbrett ausgetauscht - dabei musste ich einges wegschneiden und abschleifen. Im Rumpf Vierkantleisten mit Weißleim eingeklebt, darauf dann das Brett, ebenfalls mit Weißleim. Nur leider ist das Brett verzogen, trotz ~7Kg Druckgewichte kriegt man das nicht 100% zum aufliegen.
Zweitens ist die Auflagefläche über 30 cm trotz Schleifen und "Lichtspaltkontrolle" nicht perfekt gerade. An den größeren Spalten hat der Weißleim nicht gegriffen bzw. denke ich das zusätzliche Verklebung/Stütze nicht schaden kann, deshalb möchte ich mit Epoxy noch eine Naht an Vierkant und Brett anbringen.

Mit meinem 24h Epoxy Kleber E zähpapp extra dick wird das aber eher nix.

Gruß,
Armin
 
Hallo Armin.
Das Klebeharz soll sich gut eignen. Wie gewöhnlich gut anrühren und kleben. Auch dicke Spalten.
Nur zum Abmischen sollte es wärmer als 15° C sein.

Gutes Gelingen
Juri
 
Hallo,

ich sehe prinzipiell erst mal kein Problem beim Verkleben von Holz.

Selber würde aber vielleicht noch einen Streifen Glasgewebe an der Kante hinterher laminieren. Dann natürlich wieder mit Laminierharz.

Bei solchen Anwendungen wie Fahrwerken könnte man aber auch über ganz andere Kleber nachdenken. Ich kommen in letzter Zeit immer öfters zum Liqui Moly 8050. Das klebt alles zusammen. Die Anwendung ist sehr einfach. Die Restelastizität ist bei einem Fahrwerk vielleicht auch nicht so schlecht. Mit diesem Klebstoff kleben die Bootsfahrer die großen Motor (bzw. den Motorspant ein). Die Boote biegen sich nämlich unter Last ganz schön.

Stefan
 
Vielen dank für die Antworten!

Ich habe eine Testklebung mit meinem 24h Harz gemacht, vor c.a. 30h. Der Kleber ist immer noch weich und klebrig. Vermutlich weil es sich aufgrund der zähen Konsitenz gar nicht richtig mischen ließ.
Das lasse ich also lieber mal.

Das Liqui Moly 8050 klingt sehr interessant, vorallem das Stichwort "elastisch". Auch preislich! Vielen Dank für den Tipp!

Gruß,
Armin
 
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