Stömungsabriß VIP

Jonas

User
Hallo,

ich habe bei meinem VIP den Höhenruderausschlag deutlich vergrößert. Als ich ihn nach einem Abschwung abfangen wollte, ist dannach scheinbar die Strömung abgerissen, obwohl die Geschwindigkeit nicht sonderlich niedrig war.

Die folgende Flugphase so ein bisschen wie Trudeln aus. Da ich aber hoch genug war und ich den Knüppel in Neutral gebracht habe, war nach etwa 2 Umdrehungen alles wieder ok.

Meine Frage: Kann es sein, dass bei zu großen Höhenruderausschlag bei so einer Flugphase die Strömung abreist, auch wenn die Geschwindigkeit selber nicht zu niedrig ist?

Wenn ja, wird die Neigung dazu von der Schwerpunktlage beeinflusst?

Gruss
Jonas

Gruss
Jonas
 
Meine Frage: Kann es sein, dass bei zu großen Höhenruderausschlag bei so einer Flugphase die Strömung abreist, auch wenn die Geschwindigkeit selber nicht zu niedrig ist?
Ja.

Wenn ja, wird die Neigung dazu von der Schwerpunktlage beeinflusst?
Ja.

Ob Du den Höhenruderausschlag vergrößerst oder den Schwerpunkt zurücklegst, ist im Manöverbereich äquivalent, was die Wirkung anbelangt. Wenn Du trotz größerem Ruderausschlag dieselbe Wendigkeit und Abrißeigenschaften haben willst, muß der Schwerpunkt nach vorne. Aber dann ist die Wendigkeit wieder da, wo sie vorher war.

Anders herum: verkleinerst Du den Höhenruderausschlag, verlegst den Schwerpunkt nach hinten, bleibt die Wendigkeit dieselbe, nur das Trudeln kommt etwas fieser. :D

Merke: Das camax am Flügel ist konstant (begrenzt) und damit sind Flugmanövern natürliche Grenzen gesetzt.

Man kann immer eine Kombination aus HR-Ausschlag/SWP-lage finden, die "sicher" ist und eine, die kriminell ist. Dabei wirst Du bei ausführlichen Test feststellen, daß es einen ganzen SWP-Bereich gibt, indem man grenzkriminelle Ausschläge finden kann, die aber allesamt direkt mit der SWP-lage zusammenhängen. Jedes bißchen SWP nach hinten verlagern heißt zugleich Höhenruderausschlag reduzieren, sofern man gleich harmlos oder gleich kriminell fliegen will. Das "Stabilitätsmaß" veränderst Du mit der SWP-lage. Das ist ein Maß für die Flugstbilität. Die sollte man nicht zu sehr reduzieren. Meist schlägt halt irgendwann das Modell ein und der Test ist damit vorzeitig beendet.

Der Unterhaltungswert ist übrigens enorm, wenn es sich dabei nicht um das eigene Modell handelt. :D
Siggi
 
Hehe, willkommen im Club :D
Strömungsabriß am HR ist einer der "Klassiker" angehender Pylonpiloten.
Warum hattest du denn den Ausschlag vergrößert?
Idealer Weise stellt man sich den Flieger - quasi als Lebensversicherung - so ein (s. Ausführungen von Siggi) daß auch bei voll gezogenem Ruder kein Abriß erfolgen kann. Ausgenommen sind bewußt geplante Showeinlagen. So eine gerissene Rolle mit Vmax kann sehr eindrucksvoll sein. Sicherer ist aber z.B. wenn man den Flieger mit Speed hoch zieht und noch in der Aufwärtsphase kurz vor dem oberen Scheitelpunkt (sofern man keinen Brushless drin hat, denn dann gibt es keinen Scheitelpunkt :D ) durch Abriß am HR ins Trudeln bringt.
 

Jonas

User
@Jürgen:

Ich habe den Höhenruderausschlag vergrößert, weil speziell bei Abschwüngen der ursprüngliche manchmal etwas gering war und ich dem Boden schneller nahekam als mir lieb war.

@Jürgen und Hartmut:

vielen Dank für die Ausführungen. Ich werde jetzt ein bißchen mit Ausschlag und Schwerpunkt experimentieren.

Gruss
Jonas
 
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