Warum teure Regeltechnik bezahlen?

Hallo RCN User,

was mich jetzt doch schon ein paar Tage beschäftig, ist die oben genannte Geschichte. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Regler für einen Hotliner, der mehr als 6s verkraftet und über 100A "regeln" kann.
Ok, ich bewege mich also irgendwo in einer 500Euro Kategorie, wobei ich doch nur den Motor ein- und ausschalte. Warum soll ich also immer wieder für teure Regeltechnik bezahlen, wo ein Schalter um ein vielfaches günstiger wäre?
Der Teillastbetrieb ist ohnehin nie, oder nur begrenzt möglich, wenn überhaupt erwünscht. Wahrscheinlich übersehe ich einen maszgebenden Aspekt, eher bedingt durch meine Ignoranz, bitte um Entschuldigung wenn tatsächlich ein Einzeiler alles erklärt.
Freue mich auf Eure Antworten
 
Hi,

nehm nen Turnigy Sentilon oder den Dymond Smart 120 HV und du liegst bei etwas über 100,- Euro.

Hab selbst so einen billig Turborix 120HV im Einsatz an 8s - der brennt zwar bei 110A ab ist aber vom Regelverhalten her in Ordnung - bei mehr Strom also lieber einen der zwei oben genannten.

Gruß, Ralf
 
sebastian,
nimm einfach einen bürstenmotor, dann kannst du einen schalter per servo betätigen wie vor 30 jahren.
btw. ist ein schalter, der >100A schaltet kaum leichter als ein steller und auch nicht ganz billig.

und 500eu für einen 100A steller?
das kosten nichtmal die allerbesten.

alles weitere steht in der wiki.
http://wiki.rc-network.de/Regler


eine "einfache" alternative wäre demnach eine drehstrombatterie und ein asychronmotor, damit man um die anlaufsteuerung herumkommt. ;)

vg
ralph
 
Ich gehe davon aus du willst keine mechanisch kommutierte Stromkraftmaschine betreiben ?

Dann....

Kurzfassung:

Weil die elektronische Kommutierung dieses erfordert.

:D
 
Ralph,

es geht mir nicht um das Gewicht, ob der Schalter schwerer sein würde oder nicht spielt für mich wirklich keine Rolle.
Wo beziehst du beispielsweise einen 32.120 für wesentlich weniger als 500.-??? Vielleicht für 460? Was soll so eine Haarspalterei...
Warum machen sich wohl einige die Mühe um so etwas zu schaffen? Wohl um es zu benutzen, zu verkaufen... Sind wohl verschobene Kompetenzen, ich bin Architekt, kein Elektrotechniker und bin der Meinung, daß es doch möglich sein sollte, solch eine Frage in einem Forum stellen zu können, ohne mich vor jemand zu rechtfertigen, der sich die Zeit und Energie nimmt, mal wieder einen "benutz die Suche" Beitrag zu posten. Wenn ich gewusst hätte, wo ich es nachlesen kann, hätte ich mir den Beitrag gespart, denn "JA, ich habe die Suche benutzt!"

Also danke an Domi, habs kapiert.
 
sebastian,

kennst du nur einen hersteller?
ein kontronik jive 100LV kostet z.b. bei natterer 267 euronen
und das ist derzeit der wohl beste regler für 100A zumal ich ihn auch problemls mit 140A peak belaste.
es gibt preiswertere 100A steller von YGE und von jeti und castle creation und scorpion und wirklich billige steller mit fernostherkunft und diversen labels die auch ihren dienst tun, wenn man bestimmte grundregeln einhält.
btw.bin ich arzt und auch kein elektrotechniker.

der artfremde beruf ist also eine schwache ausrede. ;)

<ironie>
btw: es stimmt schon, architekten neigen eher dazu, möglich viel zu verbauen, schließlich errechnet sich ihr honorar aufgrund der projektsumme - das muss man nicht auf alles andere projezieren.
am stellermarkt herrscht ein harter wettbewerb, wo nur noch die etablierten platzhirsche es sich leisten können, honorarorientiert auszupreisen.
</ironie>

ps: hab grade gesehen 32zellen = HV.
der yge 120HV ist z.b. mit 299eu gelistet, was eine ganze ecke weg ist von 500!
jive 120HV = 380 beim hoellein.
und für den hotliner bietet sich der 150FAI vom heino an, der kostet auch 299 und kann weit mehr, als das was draufsteht.
siehe speedcup.
für ca. 400 kriegst du nen 200FAI gebaut, der dann mindestens 250A kann.
der jack hatte nen hacker master 99opto in seinem flieger und der vertrug auch 200A peak bei bis zu 10sek einschaltzeit.

also 500 musst duwirklich nicht ausgeben.
wenn du 500 herlegen willst, dann nimm nen YGE 240HV - der kann 14 und mehr als 300A für einige sekunden. dann pass aber bitte auf, dass dein hotliner seinen namen auch verdient - damit gehts dann über 400km/h.
vg
ralph
 
nein, darauf lasse ich mich jetzt sicherlich nicht ein, saloppe Äusserungen zu deiner Berufssparte spar' ich mir, ebenso wie ein battele du-kennst-mehr-Regler-als-ich, es ist aber schön zu wissen, daß es hier im Forum Leute gibt, die sich so gut auszukennen scheinen, da zähle ich dich sicherlich dazu.
Noch schöner ist es, kompakte sachliche Antworten wie von Dominik zu bekommen, die nicht ins unermässliche Offtopic Universum abschwirren.
Trotzdem Danke und Gut
 
okay, es gibt ganz klar auch kollegen, die unnötiges machen, um es abrechnen zu können.

lassen wir ot mal sein ;) und
ich schiebe lieber mal nochwas datenmäßiges nach:
200A peak für bis zu 10sek einschaltzeit (dann fallend auf 150A) jage ich im modus 1 auch durch den jive 120HV.
im modus 5 geht noch einges mehr.

somit sind mit dem hotlinerformfaktor zumindest der yge HV FAI und der jive ernste konkurrenz zum 32.120

vg
ralph
 
ohja, das finde ich gut. Herr Jung hält sich mit seiner Produktpallette etwas bedeckt, werde ihn wohl anrufen diesbezüglich. Allerdings hatte ich mit seinen Reglern die Erfahrung, daß sie temperaturbedingt recht bald abschalten oder die Bremsen nicht ordentlich ihren Dienst verrichten. Mit den Jive werde ich mich nähergehend beschäftigen, wenn du so gute Erfahrungen damit hast.
Mal ehrlich: "YGE 240HV - der kann 14 und mehr als 300A..." das machst du sicherlich nur mit Eigenbaumotoren, oder? ;)
Der hotliner, der seinem Namen gerecht wird, wird dafür jedenfalls gebaut...
 
ja, das sind recht spezielle eigenbauten.
http://www.powercroco.de/12N10-14P4235beast.html
http://www.powercroco.de/12N10P35xxssc.html
(beim kai war ein YGE FAI und beim eagle ein yge 240HV
aber mit solchen spielzeugen kann man auch den stellern schon "auf den zahn fühlen".
zumal bei den einschaltzeiten im speedfliegen, die zwischen 10 und 20sek liegen.


heino anzurufen ist eine gute idee.
vielelicht wärs auch eine gute idee, mal zu offenbaren, was du vorhast.
den antrieb ist nicht antireb und einer mit getriebe verhält sich ziemlich anders als ein direkter.

vg
ralph
 
... ich bin Architekt, kein Elektrotechniker ...

...und Domi hat es mit 6 absoluten Fachbegriffen erklärt, und ich lese nirgends " benutz die Suche", sondern einen Direktlink zum Wiki.
Im Übrigen ist " Regler" für Modellflugantriebe der falsche Begriff. Lediglich bei Hubschrauberantrieben oder in ganz vereinzelten Fällen im EFlugsektor wird redundant ein Regelkreis aufgebaut, egal ob auf konstante Drehzahl, konstanten Strom oder irgendetwas.
Wir betreiben Steller...oder früher eben auch elektronische Schalter ( als Ersatz für Kupferkontaktplatten bzw. Relais ), was leider funkt und verbrennt, was ein Transistor oder dann später die FETs ( Feldeffekttransistoren = Wirkung nahezu leistungsfreie Ansteuerung wie bei einer Röhre...) eben zu vermeiden ermöglichte.
Nein, wie Wemotec und Roebers bin auch ich kein Eletrotechniker...
 
Ich will meinen Senf auch mal dazu geben ;)

Warum Teuer??? Tja das frag ich mich auch immer , aber stell dir mal folgendes vor.

Du hast da ein Schicken Hotliner der komplett ohne Regler knapp 800-1000EUR kostet, so, nun kaufst dir nen "Günstigen" Regler der vielleicht gut funktioniert, aber im Sommer in der größten Hitze auf einmal abfakelt und dir alles verkohlt und womöglich zum Absturz führt!
Glaub mir du ärgerst dich schwarz und fluchst.

Aber es kann auch gut gehen ;)
Ich flieg selber nen Hacker 125 F5F und im Sommer wird der verdammt warm, aber er hält ;)
Ich trau "billigen" Reglern nicht über den Weg ;)

Dafür sind mir die Flieger zu schade....
Und ich möchte demnächst au nen neuen Kaufen und werd mir wohl den Jive100 gönnen, dafür hab ich aber etwas das Funktioniert.

Bis denne :)

Grüßle
André
 
Ich glaube wir verkennen hier die Fragestellung:
Der Themenstarter fragt sich, warum ein Regler sein muss, der seiner Meinung nach aufwändig aufgebaut ist und daher teuer(er). Er will doch nur Ein-Aus machen...
Tja, da muss man Ahnung von der Technik haben:
Bürstenmotor: Gleichspannung aus dem Akku > kabel zusammenzwirbeln >> schon läuft er, weil er im Motor die Kommutierung am Kollektor macht, eingebaut hat.
Brushlessmotor: Keine Bürsten, keinen Kollektor, keine Funken, aaaaaber: grundsätzlich mit Gleichspannung nicht zum Leben zu erwecken. Also muss man die Gleichspannung erst mal umformen, und zwar ohne feste Parameter ( Verdrehen des Lagerschildes wie beim Mabuchi/Speed geht nicht ), also mit Mikroprozessorintelligenz ( Erkennen der Lage der Wicklung zu den Magneten > induzierte Gegenspannung, daher rütteln manche Regler merklich beim Anlaufen) das ganze starten, und dann möglichst verlustarm große Ströme im Takt umschalten: Im Takt > Intelligenz, Vorzündung etc. incl., Leistung umschalten heisst nicht nur durchschalten, sondern sogar umschalten, also doppelte Anzahl von jeweils so 5 - 10 A verkraftenden BUZen verbauen. Jeder einzelne kostet was...
Und Intelligenz muss getestet und programmiert werden, also Geld in die Hand nehmen.
Und wenn eine einfache Ingenieurstunde in D mal nen Hunni kostet, der Nachbau in China kostet halt höchstens 1/20tel. Und andere Stückzahlen machen diese Entwicklungskosten dann auch kleiner.
Herstellungs- und Teilekosten dürften wenig differieren, weil ein Bestückungsautomat in D nicht - pro Stück - nennenswert teurer läuft als woanders auf der Welt.
Also, es ist nahezu egal, ob der Regler regelt ( bzw. stellt ) oder als Schalter betrieben wird, den Anlauf eines BL muss er können, also braucht er Intelligenz für Timing usw , und wenn man die schon mal hat, bekommt man den Rest als Zugabe. Kann allerdings ein breiteres Spektrum von Motoren bedienen.
Inwieweit im Einzelfall die Preise gerechtfertigt sind, dazu gebe ich lieber kein Urteil ab. Aber, es würde nicht billiger sein, einen Nur-Einschalter für BL-Motoren anzubieten...
Alles klar ?
 
die hardware ist sogar schon auf jedem bl-drehzahlsteller drauf. ;)

vg
ralph
 
Unfassbar wie hier einfach Beiträge "moderiert" werden, die die eigentlichen Aussagen plötzlich ganz unbemerkt verändern. Hätte nicht gedacht daß betroffene Personen solch eine Kosmetisierung ihrer Beiträge nötig haben. <Ironie> vielleicht liegt das doch am Berufsstand </Ironie>
Daher...

@ Uli... ist es klar, dass dir einige Infos gefehlt haben, da mein Beitrag doch etwas überzogen reagiert scheint. Da wurden im Nachhinein die Tatsachen vertuscht.

Wie auch immer, danke an die Antworten. Grundlage meiner Frage war der Eigenbau-Schalter eines damaligen Vereineskollegen, KEIN Steller an KEINEM Bürstenmotor.
Leider weiss ich nichts Genaueres und habe zu ihm auch kein Kontakt mehr.

Ich sehe es ähnlich wie du, André, allerdings hat Ralph ja eine grössere Auswahl an qualitativ hochwertigen und vor allem erprobten Reglern gegeben. Warum ich in die Technik eines Stellers investiere ist jedenfalls jetzt klar.
Ich bin raus, war mir doch etwas zuviel des Guten...
 
Hi,
kleiner Einwurf.Natürlich kann auch ein BL Motor nur mit einer einfachen Elektronik ausgerüstet werden die nur die Komutierung erzeugt .Wird bisweilen ,in noch mal vereinfachter Form, in Lüftermotoren ausgeführt,als 3 Phasig,2 Phasig oder meist sogar nur Unipolar mit zwei getrennten Wicklungen in einer Nut.So etwas läst sich mit einem Schalter einschalten ,läuft dann auf Vollast .Es ist also durchaus möglich ,das der Freund so eine Elektronik ,Brückenendstufe mit Hallsonden mehr ist das nicht,an seinem Motor verbaut hatte.
 
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