Welcher Thrystor zum pushen?

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Hallo,

ich habe vor, demnächst ein Pushgerät zu bauen. Entsprechende Vorschläge wurden ja schon gemacht (Kategorie: Variometer...).
Eigentlich habe ich alles was dafür nötig ist, nur der Thrystor macht mir noch Sorgen- da ich nicht weiß, welchen Anforderungen er gewachsen sein muß. Ich hätte da einen, der 40A und 900V aushält- ist das ausreichend- oder doch zu wenig?

Wenn mir jemand schnell helfen könnte, wäre ich ihm sehr dankbar...

David
 
Hallo David, mit 40A kommst du nich weit,
150-300 A sollten es schon sein.
es grüßt dich der..........
 

Motormike

Vereinsmitglied
So einfach ist das leider nicht.
Auch ein 5000A Thyro geht kaputt, selbst wenn der Strom den Wert nicht ueberschreiten sollte. (Die Stromimpulse so 1998 rum, lagen bei ca. 8200A, heute pusht man glaub sogar mit hoeheren, ich habs mit den neuen Zellen nur nicht mehr getestet).
Die Anstiegszeit, Strom was der Thyristor verkraftet muss unbedingt beachtet werden, sonst haste net lange Freude dran.
 

matt

User
wer hat denn jemals beim pushen den reale fließenden strom gemessen? mit sicherheit schafft das kein hobbyelektroniker, alle stromangaben beim pushen sind schätzangaben, weil man`s einfach nicht messen kann. ich verwende einen sehr großen thyristor von eupec, leider kenne ich die technischen daten nicht. fakt ist, wichtig ist eine kleine anstiegszeit und ein geringer innenwiderstand. ich weiß nicht ab welchem nennstrom ein thyristor geeignet wäre, meiner ist aus einem 200kw frequenzumrichter und hat M8 anschlußschrauben...

gruß andreas
 
Vielen Dank schon mal für die Antworten.
Kann mir jemand sagen, wo ich einen geeigneten Thrystor bestellen kann, und mit welchen Kosten muß ich rechnen?

David
 

matt

User
ich würde versuchen bei ebay eine geeignetes exemplar zu ersteigern, eine neuanschaffung lohnt meist nicht, da sind 100 euro schnell bezahlt!!
ich denke dafür kann man auch gepushte zellen kaufen...
 

Motormike

Vereinsmitglied
Ich hab die Stromimpulse gemessen ;) , du kannst dir gerne irgendwo aus Rc-online den passenden Bericht raussuchen. Ich habe den nicht mehr, muesste so 1998/99 rum gewesen sein. Evtl mailste mal an GC hie rim Forum, der hats vielelicht aufgeschrieben

[ 01. Oktober 2003, 18:51: Beitrag editiert von: Motormike ]
 

matt

User
na da möchte ich doch gern mal wissen wie du den strom gemessen hast. ein oszi ist zwar schnell genug um die spitze darzustellen, nur wie habt ihr den strom erfasst? es handelt sich bei richtigen pushgeräten um werte an die 10kA!! sag jetzt nicht mit einem zangenamperemeter oder einem shunt...ist alles zu langsam.
ich lasse mich gern eines besseren belehren.

gruß andreas
 

Motormike

Vereinsmitglied
1. Zubehoer Kataloge von namhaften Herstellern von Oszilloskopen (Agilent etc...)durchforsten oder deren Hotline anrufen und Problem schildern. Fuer Geld bekommt man alles. (Mit nem Eurofueffzig isses allerdings nicht getan)
2. Ein Shunt oder dergleichen ist witzlos, das kann auch net funktionieren oder vielleicht doch :D
Wenn man freundlich gefragt haette und net alles in Zweifel stellt, haette man sicherlich auch eine genauere Antwort bekommen. ;)
Man kann hervorragend Anstiegszeit, Stromspitzen etc..mit dem richtigen Equipment von den Bildschirmchen ablesen.

nichts fuer ungut

Mike

oder evtl. doch nen Hint

Hmmm, dunkel dunkel lang isses her (GC haste noch den Kram aus RCO?), es war nen 18000A Meßwidersand gebaut aus 1mOhm Widerstaenden (waren damals schweineteuer, glaub so 8 bis 10 Maak Stueck), niederinduktiv, extrem genau, so kriegt mans hin. Vielleicht erinner ich mich wieder .... ;)

[ 02. Oktober 2003, 12:43: Beitrag editiert von: Motormike ]
 

matt

User
ich war erstens nicht unfreundlich und zweitens sagte ich bereits dass oszi`s schnell genug sind. das problem besteht nur in der stromerfassung. was ist denn bitte der unterschied zwischen einem messwiderstand und einem shunt?
wenn man derartige ströme richtig messen will, kommt man sicherlich um adäquate stromwandler kaum herum. im endeffekt ist der strom auch nicht so entscheidend, was endscheidet ist das produkt aus strom und zeit. von irgendwelchen nicht erforschten chemischen vorgängen in der zelle mal abgesehen ist das pushen ja im prinzip nur eine form des elektroschweißens, und keine hexerei.
wieviel mohm hat denn der messwiderstand überhaupt gehabt, wenn man damit 18000 A hat messen können?
also nochmal, ich will hier keinen beleidigen, sondern sachlich diskutieren.

gruß andreas
 

Motormike

Vereinsmitglied
Die richtige Antwort waere gewesen:

Hast du zufaellig nen Schaltplan wie man das realisiert?

Dann waere gekommen:
Ja, wenn ich Ihn finde....meien Ablage ist nicht so der Hit, vor allem net bei so alten Sachen
 

matt

User
lass mal, ich habe bereits ein pushgerät. diesen schaltplan brauche ich nicht, das kann ich mir selbst zusammenreimen.
nichts für ungut, aber das führt zu nichts, es gibt nur böses blut hier und das will ich nicht...
 

matt

User
vom bloßen anschauen her würde ich sagen der thyristor ist bestimmt geeignet, den kannst du kaufen....viel erfolg.

gruß andreas
 
Hallo,

vielen Dank euch Beiden! Werde mal sehen was sich machen lässt. Es ist wirklich schwer, ein solches Teil zu bekommen, hab etliche Shops im Netz abgeklappert- bei 20A war meistens Schluss und der Preis bei etwa 50€.
Frohes pushen...:)

Gruß David
 
Noch was, ich hab vor, mein Pushgerät auch nach dem Plan von Detlef Obermann zu bauen. Jetzt weiß ich nur nicht was die Diode "ZD 13" aushalten muß, da ich diese in keinem Katalog gefunden habe- kann ich dafür auch eine vom Typ "1N4007" nehmen, oder kommt das dann nicht hin?
Wobei ich auch nicht kapiere, dass auf dem Schaltplan von Detlef O. der Kondensator, der den Thrystor duchschaltet, nur 20V hat- schmort der denn nicht durch? An ihm liegt ja immerhin eine Spannung von ~70V an und die Widerstände bremsen ihn ja auch nur in der Aufladezeit nicht aber den Strom.

Übrigens Michael, bei deinem Pushgerät habe ich auf dem Foto keine "Ansteuerelektronik" zum schalten des Thrystors entdecken können- hast du es anders gelöst? Nimmst du hierfür die Spannung direkt von den Kondensatoren weg? Ist das dann nicht zu viel?
Wäre schon, wenn Ihr mir noch "über diese Hürden" hinweg helfen könntet.

Gruß David
 

matt

User
hallo david,

der strom durch die z-diode wird von dem vorwiderstand von etwa 10kohm begrenzt, so dass da eine z-diode mit etwa 1W leistung ausreicht, wahrscheinlich auch weniger, müßte ich jetzt ausrechnen. der zündelko liegt direkt an der z-spannung von etwa 13 volt, somit reicht auch ein 20 volt typ vollkommen aus. der zündelko in verbindung mit dem umschalter hat eigentlic nur die funktion, dass der thyristor nicht schon versehentlich beim aufladen der elko`s zündet. die schaltung ist recht clever, finde ich. ich habe die gleiche schaltung realisiert, kannst gern mal ein foto bekommen.

gruß andreas
 
Hallo Andreas,

jetzt verstehe ich- ich bin kein begnadeter Elekroniker, die Schaltungen, die wir in der Schule gemacht haben, sind schon ein paar Jahre her ;)
Die Z-Diode setz also den Strom auf 13V herunter- soweit klar, wird durch R2 auf max 1W begrenzt- auch klar- nur wie läd sich dann der Zündelko auf? An liegt doch beides mal Minus an. Oder ist das schon wieder ein Denkfehler (warscheinlich :rolleyes: )?

Wenn du mir mal ein Foto mailen könntest- wäre toll.

Gruß David

[ 04. Oktober 2003, 12:05: Beitrag editiert von: MPX- Flieger ]
 
hiho

wir haben in der firma so ein "Tacker" um 0,01 bis 0,2mm dickes Blech zu verschweißen. Das geht auch wie beim pushen das Blech wird nur kurz mal duch den Strom warm und verklebt dann mit dem Stahl evlt könnte ich da mal in der Anleitung von dem Gerät schauen was da fürn Thyristor drin ist. Aber ganz billig war das teil auch nit hat glaub ich so um die 12000dm gekostet.

Evlt könnte man damit ja mal versuchen ne zelle zu pushen Spannung ist einstellbar von 0 bis 220volt ;)
 
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