6-Klappen-Fläche, Einstellungsfragen

Ich baue gerade einen Calif A-21 von Robbe zusammen. Das Modell hat eine 6-Klappen Fläche, also Querruder, Wölbklappen und innen noch etwas kürzere Bremsklappen. Alle Klappen haben die gleiche Tiefe und unterscheiden sich nur durch ihre Länge. Robbe schlägt folgende Einstellungen vor, lässt aber auch nicht unerwähnt, dass diese natürlich den persönlichen Vorstellungen angepasst werden sollten.
Vorgweg vielleicht noch: Ich fliege schon einige Jahre auch Segler, aber nur mit Querrudern und höchstens noch Störklappen. So ein Mehrklappen-Flügel ist echtes Neuland für mich und da fehlen mir natürlich Erfahrungen.

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Ich habe mir jetzt erstmal 3 Flugphasen auf einen Schalter programmiert: Normal, Strecke und Thermik
Dann steuere ich Butterfly mit dem Gasstick. Mehr brauche/will ich zunächst auch nicht. Ich habe es nicht so mit der Herumschalterei, während ich fliege.

Folgende Fragen habe ich im Moment:

Kann man die Vorschläge aus der Anleitung so übernehmen?
Ist es sinnvoller, bei Butterfly die Brems- Wölbklappen gleichermaßen nach unten zu fahren? Oder bringt es etwas, die innere Klappe weiter ausschlagen zu lassen?
Sollte ich Butterfly immer in allen Flugphasen aktiv haben? Oder ist es "sicherer", wenn Butterfly nur in der Phase Normal funktioniert?

Ich musste mich jetzt wirklich ernsthaft mit der Programmierung meiner Mc-20 auseinandersetzen. Ich war schon laut am Fluchen und hatte auch schon böse Gedanken, auf ein einfacher zu bedienendes System zu wechseln. Aber wenn man (ich) es einmal kapiert hat, ist es ja eigentlich gar nicht so wild.
Also ich möchte bitte keine Grundsatzdiskussion oder Glaubensfragen lostreten. Mich interessiert schlicht, wie andere Piloten solche Flächen einstellen und warum. Dass ich am Ende meine eigenen Feineinstellungen finden muss, ist mir schon klar.
Danke für ein paar Anregungen.

Gruß Mirko
 
Hallo Mirko,

ich kapier die Aussagen der Bauanleitung nicht ganz. Soll die Zeile bei Querruder die Flugphase "Normal" sein, also steuern ausschließlich mit Querruder? Die nächste Zeile beschreibt Ausschläge für alle Klappen, darunter nur die Bremsklappe alleine...also ich kann mir bis auf Butterfly keinen Reim drauf machen. Aber egal, ich erklär's mal mit meinen Worten so wie ich es mache. Ich habe die MC-32, die Software dürfte sehr ähnlich zur MC-20 sein. Bei Graupner heißt die "Bremsklappe" Wölbklappe 2. Alle Zahlen sind reine Grobschätzung für den Erstflug und müssen individuell angepaßt werden.

In der Flugphase "Thermik" geht die WK2 etwas runter, 4mm dürften ok sein. Die mittlere Wölbklappe WK1 geht nicht so weit runter (3mm sind angegeben, paßt), Querruder würde ich 2mm machen. Die Absenkung machst Du im Flächenmischer. Steuern würde ich mit Querruder und WK1 (30% Mischeranteil auf Quer).

In der Flugphase "Normal" sind alle Ruder im Strak. Gesteuert wird auch mit QR und zugemischter WK1 (30% Mischeranteil).

In Speed sind die WK1 und WK2 um 2mm nach oben, QR um 1mm nach oben. Gesteuert wird mit QR und zugemischten WK1 + WK2 (jeweils 50% Mischanteil vom Querruder).

Das Höhenruder muß flugphasenabhängig getrimmt werden, bei Thermik etwas auf hoch, bei Normal im Strak und bei Strecke evtl. etwas auf tief. Das muß erflogen werden.

Im Butterfly geht WK2 maximal nach unten, WK 1 auch. QR mit 16mm nach oben scheint sehr viel. Mehr wie 6mm an der Stoßkante zur WK1 würde ich nicht machen. Sollten sich die Flächen im vollen Butterfly außen nach unten biegen, ist der QR-Ausschlag nach oben zu stark. Wichtig: Die Diffenzierung-Reduzierung muß auf 100% erhöht werden, damit die Ruderreaktion verbessert wird. Ein Schiebemoment um die Hochachse wegen der fehlenden Differenzierung ist bei der Landung nicht so dramatisch und kann mit dem Seitenruder ausgesteuert werden. Die Zumischung von WK1 und WK2 auf das QR im Butterfly muß ausprobiert werden, je nachdem wie träge der Flieger reagiert. Wenn Du das machst, also die Zumischung, dürfen die Wölbklappen 1 und 2 nicht weiter nach unten ausschlagen, denn die Klappen sind ja schon ganz unten. Die Servos laufen auf vollen Widerstand und das ist nicht gut. Also im Servomenü die Wegbegrenzung einstellen.

Die Höhenruderkurve bei Butterfly muß erflogen werden. Ist im Bauplan nichts angeben? Sonst gehe testweise mal auf 3mm nach unten bei vollem Butterfly. Test das in ausreichender Sicherheitshöhe.

Ich persönlich bevorzuge eine zusätzliche Flugphase "Landung", die ich über einen Geberschalter am Gasknüppel aktiviere, so ca. bei 93% Weg. Die Flugphase Landung hat auch Priorität "A" oder "B" vor den anderen Phasen, damit beim Überschreiten der Geberschwelle und dem Aktivieren der Flugphase keine anderen Mischer, Trimmungen, Differenzierungen usw. reinfunken. Alles ist sauber getrennt und für sich einstellbar.

Alle Klarheiten beseitigt?
 
Ich würde sicher für die Wendigkeit die inneren Klappen bei QR-Ausschlag mitlaufen lassen (abgestuft nach innen weniger). Das sollte auch den induzierten Widerstand bei QR-Ausschlag reduzieren. Für maximale Wendigkeit die Inneren Klappen fast mit dem gleichen Ausschlag wie die QR.

Mit ihrem beschränkten Ausschlag ist die Bremsklappe etwas limitiert. Ich sehe keinen grossen Vorteil gegenüber normalem Butterfly. (Ausser vielleicht im schnellen Abstieg mit noch voller QR-Wirkung.)
 
Ich übe mich gerade im verstehenden Lesen...:D
Ist nicht einfach...

Was die dritte Zeile in der Anleitung soll, weiß ich auch nicht. Das habe ich auch gedanklich gleich mal beiseite geschoben.
Ob ich die inneren Klappen zum Querruder zumischen werde, will ich mal vom Eindruck beim Fliegen abhängig machen. Die QR sind gute 75 cm lang, also über den kompletten Außenflügel. Das lasse ich mich mal überraschen, wie die Wendigkeit ist.
Ich habe die Wölbklappen auch so angelenkt, dass der Ausschlag nach oben ziemlich begrenzt ist. Aber mal schauen, so viel braucht es vielleicht auch gar nicht.
Was ich nicht so ganz verstehe, ist die Nummer mit der Differenzierungsreduzierung beim Butterfly. Meinst du damit, dass die QR beim Butterfly nicht mehr differenziert werden sollen?

Ich habe die Einstellungen der Klappen in den Flugphasen komplett im Menü Phasentrimm gemacht. Nur das Butterfly habe ich im Flächenmischer eingestellt. Ich werde die Werte erstmal konserativ einstellen und dann schauen. Muss das Modell auch erst fertig machen. Die Servos in Rumpf und Fläche sind soweit drin, die Anlenkungen fertig. Ich kann jetzt noch ein wenig Feinschliff machen und dann bespannen. Es hat also noch etwas Zeit bis zu einem Erstflug. Aber ich merke schon, dass das Modell, auch wenn es nicht unbedingt groß ist, etwas komplexer ist. So ein Servograb hatte ich noch nicht.
Danke für die Infos.

Gruß Mirko
 
Was ich nicht so ganz verstehe, ist die Nummer mit der Differenzierungsreduzierung beim Butterfly. Meinst du damit, dass die QR beim Butterfly nicht mehr differenziert werden sollen?

Genau das ist der erwünschte Effekt. Durch die Differenzierung schlägt die nach unten laufende Klappe weniger stark aus als die nach oben laufende. Durch die Wegnahme der Differenzierung in der Flugphase Landung bekommt die nach unten laufende Klappe mehr Weg (den man durch die Differenzierung gewollt für die anderen Flugphasen reduziert hat). Damit hat das QR insgesamt mehr Wirksamkeit bei langsamerer Geschwindigkeit. Deshalb ist die eigenständige Flugphase Landung wichtig, denn sonst wäre die Differenzierung-Reduzierung bei allen anderen Phasen wirksam.

Das saubere Einstellen eines Sechsklappenseglers ist prinzipiell nichts anderes wie ein Vierklappenflieger. Es ist nur ein Klappenpaar mehr, das mehr Spielraum für aerodynamisches Feintuning bietet. Die vier Flugphasen Landung, Thermik, Normal und Strecke sind Grundausstattung aller meiner 3-Achs-Segler. Zu Deiner Beruhigung: Bis ich das alles intus hatte, vergingen Stunden um Stunden mit Programmierereien. Wenn Du aber mal ein Modell konsequent korrekt eingestellt hast, geht das danach nach Schema F.
 
Moin Mirko sagt Mirko :),

die dritte Zeile (Bremsklappe) soll anscheinend eine Vorstufe vom Butterfly sein.

Die Differenzierung bei Butterfly etwas zurück zu nehmen hört sich nicht so blöd an, weil die Querruder durch den Geber Butterfly deutlich nach oben kommen.
Nehmen wir mal 100% Butterfly (16mm) an. Dann gibst du (zusätzlich) im Landeanflug 100% Querruder nach links. Das linke Ruder ist schon am Endanschlag und wird einfach so bleiben wie es ist. Also Querruderweg = 0mm. Das rechte Querruder steht auch 16mm hoch, kommt durch die Differenziehrung aber max. 5mm runter. Somit hast du das rechte Ruder noch immer 11mm hoch stehen. Hm, die Querruderwirkung wird nicht die beste sein...

Viele Grüße
Mirko


[edit]oh, da war ich zu lahm...[/edit]
 
Ich habe die Einstellungen der Klappen in den Flugphasen komplett im Menü Phasentrimm gemacht. Nur das Butterfly habe ich im Flächenmischer eingestellt.

Ob Du das im Phasentrimm oder Flächenmischer machst, ist wurscht. Probiers mal aus: Verändere die Tiefstellung der WK1 im Flächenmischer und vergleiche die Werte im Phasentrimm vorher/nachher. Zwei Wege, ein Ergebnis.

Nochmal zum besseren Verständnis warum der Butterfly eine eigene Flugphase bekommen sollte: Angenommen, Du bist mit der Phase Thermik unterwegs, alle Klappen sind etwas abgesenkt. Jetzt ziehst Du Butterfly. Du addierst zum Butterfly-Ausschlag bei den Wölbklappen den Thermikausschlag dazu. Das heißt, der Ausschlag der Wölbklappen wird größer. Theoretisch. Praktisch aber nicht, weil die Klappen nämlich auf Anschlag laufen und die Servos trotzdem weiterdrücken. Hoher Stromverbrauch und übermässige Servobelastung sind die Konsequenz.

Wenn Du aber die Flugphase Strecke hattest, macht Butterfly weniger Weg, weil ja der Klappenausschlag nach oben vom Butterflyausschlag der Wölbklappen nach unten abgezogen wird. Der QR-Ausschlag wird etwas größer.

Nur in der Flugphase Normal ist auch Butterfly normal. Aber deshalb jedesmal überlegen müssen, welche Flugphase gerade aktuell ist? Zu umständlich, finde ich, gerade wenn man in einer kritischen Situation wenig Zeit zum Nachdenken hat.
 
Moin Robin und Mirko

ich denke, ich habe es verstanden. In diese Richtung gingen ja auch meine Gedanken. Also werde ich schauen, noch eine Flugphase Landung einzurichten, mit Priorität A, in welcher nur Butterfly wirksam ist, die Klappen aber ansonsten im Strak stehen. Wäre es sinnvoll, das mit dem gleichen Schalter zu aktivieren, welcher das Fahrwerk ausfährt? Das würde die Schalterorgie etwas eindämmen. Ich habe keine Schalter auf den Sticks...

Gruß Mirko
 
Praktisch aber nicht, weil die Klappen nämlich auf Anschlag laufen und die Servos trotzdem weiterdrücken. Hoher Stromverbrauch und übermässige Servobelastung sind die Konsequenz.
Nicht wirklich, oder? Eine anständige Anlage lässt Maximalwere definieren, die sie nie überläuft, um genau das zu verhindern. Kann dann allerdings sonderbares Steuerverhalten verursachen, wenn die Anschläge irgendwann mehr oder weniger "zufällig" eingreifen.
 
Das Höhenruder muß flugphasenabhängig getrimmt werden, bei Thermik etwas auf hoch, bei Normal im Strak und bei Strecke evtl. etwas auf tief. Das muß erflogen werden.

Alle Klarheiten beseitigt?

Hallo Robin,
in diesem Fall hast du wirklich alle Klarheiten beseitigt !
Das Höhenruder sollte genau anders herum beigemischt werden wie du schreibst.
Du erhöhst die die EWD durch setzen der Wölbklappen nach unten für die Thermikstellung und gehst dann her und stellst das HR auf Hoch und erhöhst die EWD nochmals... und das ohne den SP anzupassen?
Das gleiche für die Speedstellung (da ist es noch kritischer) da du hier sehr schnell in den Bereich kommst, wo der Flieger unterschneidet !

Das würde ich noch mal überdenken.
 
Mhm,
ich hätte zunächst erstmal gar kein HR irgendwo zugemischt. Ich würde eher schauen, wie sich das Modell in welcher Flugphase verhält und dann auch nur diese soweit eingestellt, bis sie passt. Erst dann würde ich die nächste Phase anpacken. Und meine Logik sagt mir ganz eindringlich, dass ich mit Butterfly beginne.

Ist es sinnvoll, die Umschaltung zwischen den Phasen zu verzögern? Wenn ja, welche Werte haben sich bei einem eher vorbildähnlich bewegten Modell bewährt? Oder merke ich das beim Fliegen gar nicht?

@ Markus
"Kann dann allerdings sonderbares Steuerverhalten verursachen, wenn die Anschläge irgendwann mehr oder weniger "zufällig" eingreifen."

Wie meinst du das? Ob ich den max. Ausschlag begrenzen kann, weiß ich gar nicht genau. Würde aber mal behaupten, dass das bei der mc-20 geht.

Gruß Mirko
 
@ Markus
"Kann dann allerdings sonderbares Steuerverhalten verursachen, wenn die Anschläge irgendwann mehr oder weniger "zufällig" eingreifen."

Wie meinst du das?

Sagen wir, Du stimmst die QR-Differenzierung ganz fein ab. Dein Modell fliegt die Rollen wie an der Schnur gezogen. Und auch Butterfly hast Du so fein austariert, dass da keine Lastigkeitsänderungen auftreten. Jetzt kombinierst Du in einer Notsituation beide Vollausschläge miteinander, und das eine Querruder geht in die Ausschlagsbegrenzung. Alle anderen Ruder bewegen sich aber so, wie das die Knüppeleingaben vorsehen. Jetzt steht das begrenzte Ruder plötzlich schief in der Kombination. Die schöne Differenzierung sieht auf einmal ganz anders aus, und auch Butterfly hat plötzlich ein aufrichtendes Moment dabei.

Das Problem ist eher theoretischer Natur, aber so eine plötzlich einsetzende Begrenzung führt zu Knicken in sonst linearen, oder jedenfalls stetigen, Kennlinien.
 
Wie meinst du das? Ob ich den max. Ausschlag begrenzen kann, weiß ich gar nicht genau. Würde aber mal behaupten, dass das bei der mc-20 geht.

Bei der MC-20 geht das bei der Servoeinstellung mit LIMIT.
Weg stellt den Weg der Grundfunktion ein, und LIMIT den mech. möglichen max. Wert.
 
Das Höhenruder sollte genau anders herum beigemischt werden wie du schreibst.
Du erhöhst die die EWD durch setzen der Wölbklappen nach unten für die Thermikstellung und gehst dann her und stellst das HR auf Hoch und erhöhst die EWD nochmals... und das ohne den SP anzupassen?
Das muss nicht unbedingt durch eine individuelle Beimischung definiert werden, dazu reicht i.d.R. die phasenabhängige Trimmung.

ich hätte zunächst erstmal gar kein HR irgendwo zugemischt.
....
Und meine Logik sagt mir ganz eindringlich, dass ich mit Butterfly beginne.
Nachdem fast jeder Segler wegsteigt, wenn man die WK raushaut, empfiehlt sich es sich bei Butterfly schon von Haus aus etwas Tiefenruder dazu zu mischen. Schlimmstenfalls war zu viel Tiefenruder beigemischt und der Segler nimmt die Nase runter, dann zieht man halt (wie beim Kurvenflug). Ist zu wenig Tiefe beigemischt, steigt der Flieger abrupt weg, wenn man die WK ausfährt und man muss mehr oder weniger stark nachdrücken - was der Landeeinteilung nicht zu gute kommt.

Ist es sinnvoll, die Umschaltung zwischen den Phasen zu verzögern?
Butterfly ja (beim Ausfahren), umschalten zwischen den anderen Phasen nein (bei 3mm mehr Klappenausschlag eher witzlos ^^).
 
Ich fahre Butterfly mit dem Gasstick. Da kann ich sehr vorsichtig in ausreichender Höhe testen, was passiert. Bin ja nicht so verrückt, das im Endanflug in 10 m Höhe mit einem Schalter zu testen...:D
Soweit reichen meine bescheidenen Flugkünste und Erfahrungen im allgemeinen dann doch. Trotzdem natürlich danke für den Hinweis. Ich könnte ja auch blutiger Anfänger sein.
Phasenabhängige Trimmung... Ich muss mich wohl noch sehr intensiv mit meinem Sender beschäftigen. All diesen Kram brauchte ich bisher schlicht nicht. Aber gut, ich will mich ja entwickeln. In diesem Bereich bin ich also doch noch ein ziemlicher Tiefflieger.

Gruß Mirko
 
Hallo Peter,

ob die Höhenrudertrimmung über die Phasenabhängige Trimmung gemacht wird oder über die Beimischung ist schnurz.
Mir ging es darum, dass hier die grundsätzlich falsche Wirkrichtung aufgezeigt wurde !
 
Hallo Robin,
in diesem Fall hast du wirklich alle Klarheiten beseitigt !

Richtig! :eek: Asche auf mein Haupt. Schon zig Flieger eingestellt und dann immer noch dieser Fehler...:cry:

Also, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Bei Thermik wird das HR leicht auf Tief getrimmt werden müssen und bei Strecke evtl. leicht auf Hoch, wenn der Flieger deutlich unterschneidet.
 
Zum Thema "Tiefenruderbeimischung bei Butterfly" noch etwas Klugscheißerei aus der Praxis. Ich bemerkte bei fast allen meinen Modellen, daß beim stetigen Ziehen der Bremse das Modell anfangs (0%-50% Ausschlag) zu stark wegstieg, um dann bei Vollausschlag relativ neutral mit leicht gesenkter Nase reinzukommen. Ich hatte mit dieser Reaktion echt Probleme, weil ich anfangs gedrückt habe und ab einem bestimmten Punkt begann das Modell dann zu stark zu unterschneiden. Der Landeanflug glich einem Wellenflug und war alles andere als optimal. Wenn man am Hang bei beengten Landeverhältnissen möglicherweise keine zweite gute Chance für die richtige Landeeinteilung bekommt, ist das suboptimal für die Lebensdauer des Modells. Am Platz in der Ebene ist das optisch nicht schön aber ungefährlicher.

Fazit: Die Höhenruderbeimischung ist bei mir keine Gerade, sondern eine abflachende Kurve. Dafür setze ich zuerst den Endpunkt mit dem gewünschten Tiefenruderausschlag. Dann bei 50% Knüppelweg wird ein Punkt gesetzt und die Gerade auf ca. 35% nach oben verschoben. Bei einem Viertel des Knüppelweges die Gerade wieder etwas Richtung Null verbiegen. Nun bei "Kurve" "Ein" setzen und man hat eine relativ schöne abflachende Tiefenruderbeimischung.
 
Genau so mache ich das auch.
Aber ich muss zugeben, dass ich mittlerweile de Ausschlag det WK nach unten nicht mehr so groß mache wie früher.
1. bremst es dann nicht mehr so brachial ab, so dass di Gefahr eines Abrisses bei starken Böen nicht meh so dramatisch ist
2. der Auftrieb nicht mehr so sprunghaft ansteigt.

Übrigens passiert es mir auch scon mal dass ich etwas verwechsel :D
 
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