Bücher für Modelle F3S, Design und Konstruktion

Hallo zusammen,

ich möchte mich mit unserer Materie tiefer beschäftien. Wie ich auf aerodesign.de gelesen habe, ist ein einführendes und empfehlenswertes Buch vom Autor Martin Simons, Model Aircraft Aerodynamics. Leider ist es nicht mehr auf Deutsch erhältlich. Kennt jemand Alternativen?

Hat jemand von Euch vielleicht das Buch?
 

f3d

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Hallo Andreas,

die Bücher über die Aerodramatik von Flugmodellen und insbesondere vor dem Hintergrund der Speedmodelle bringen nach meiner Erfahrung dem Leser wenig Nützliches - oft tritt das Gegenteil ein.

Der Laie kann die sehr komplexen Zusammenhänge garnicht richtig einordnen und kommt vielmals zu Trugschlüssen.

Das erkennt man schon an dem einfachen Beispiel, dass sich immer noch einige wohlbelesene Speedfreaks darüber uneins sind was besser ist ein Modell mit hoher oder niederer Streckung.

Investiere lieber die Zeit in den Bau und das Flugtrainig mit den Speedmodellen, was sicherlich reiche Früchte trägt.

MFG Mr. f3d
 

Paul1

User
Buch vom Autor Martin Simons, Model Aircraft Aerodynamics. Leider ist es nicht mehr auf Deutsch erhältlich. Kennt jemand Alternativen?
Hat jemand von Euch vielleicht das Buch?

Hast dir großes vorgenommen!
Mein Tip ist das Buch von Simon zu lesen und sich nicht vor dem Englisch zu scheuen. Wenn du direkt mit Dubs oder Schlichting-Truckenbrodt anfängst ist das nur frustrierend. Oder einfach mal die Hompage von Martin Hepperle durchforsten. Da kannste ja auch google-translater anzuschmeißen. Und dann hilft es meiner Meinung auch selbst mal Flieger mit z.B. Vortex (von Frank Ranis) auszulegen und mit trail&error Erfahrungen sammlen.
Viel Spaß und Durchhaltevermögen
 
Hallo !

Ich kann das Buch " Modellflug in Theorie und Praxis" empfehlen. Es ist im Transpressverlag der ehemaligen DDR erschienen.

Da sind ein paar Modellflieger durchgerechnet, gibt aber auch allgemeine Hinweise.
Hilft auf jeden Fall die Technischen Daten von Profilen e.t.c sinnvoll einzusetzen und da lernt man sowas wie Hebelarme, notwendige Leitwerksfläche u.s.w. zu berechnen.
Falls du mit Verbrenner fliegen willst empehle ich auch "Modellmotorentechnik" von Bernhard Krause. Das gibt es neu beim Neckar-Verlag.
Den Dubbs (Aerodynamik der reinen Unterschallströmung) gibt es manchmal noch wenn du suchst, kostet aber immer so um die 250€

Hoffe ich konnte dir Helfen.

Grüße, Sebastian
 
Hi zusammen,

vielen Dank für Eure Tips und auch für die Bestätigung, dass der Simon eine gute Erstlektüre ist. Auch bzgl. Buch " Modellflug in Theorie und Praxis" habe ich gerade bestätigt bekommen, dass dies eine sehr gute Lektüre ist, aber es ist leider nicht zu bekommen.

Der Laie kann die sehr komplexen Zusammenhänge gar nicht richtig einordnen und kommt vielmals zu Trugschlüssen.

Das erkennt man schon an dem einfachen Beispiel, dass sich immer noch einige wohlbelesene Speedfreaks darüber uneins sind was besser ist ein Modell mit hoher oder niederer Streckung.

Investiere lieber die Zeit in den Bau und das Flugtrainig mit den Speedmodellen, was sicherlich reiche Früchte trägt.

Du hast natürlich grundsätzlich Recht, letzteres tue ich auch. Aber ich möchte auch in der Theorie kein Laie bleiben und die Zusammenhänge der Diskussionen z.B. in der Art verstehen, wie Du sie angeführt hast. Ich lese gerne abends im Bett, also geht die Zeit nicht beim Bauen und fliegen verloren, keine Angst! ;)
Ich habe mich schon gefragt, warum Erwin den Weg des Fluxxers gegenüber dem Flux eingeschlagen hat, warum und wie man ein MH54 modifiziert usw.. Ich habe noch nicht mit Erwin darüber gesprochen, was ich noch vorhabe. Allerdings hat mir jemand am Wochenende per Screensharing auf Profili gezeigt, wie die Zusammenhänge von den Profilen sind, wie man Profile merged, wie sie sich im Abfangbogen und Geradeausflug verhalten, man sie miteinander vemischt, warum..... Sehr, sehr interessant. Ich fange an, zu verstehen.
 

Eisvogel

User
Das erkennt man schon an dem einfachen Beispiel, dass sich immer noch einige wohlbelesene Speedfreaks darüber uneins sind was besser ist ein Modell mit hoher oder niederer Streckung.

Das werden sie auch immer sein, da es keine Pauschaloptimum gibt.
Die Flugaufgabe besteht (bei den meisten) nicht nur aus Geradeausfliegen. Es gibt auch noch den Abfangbogen, den machne weit und sanft fliegen, andere eher knackig.
Noch andere fliegen gar keinen Abfangbogen sondern eher eine Wende.
Wieder andere fliegen nur gerade, sie nehmen "Anlauf" aus der Geraden.

Jede dieser Flugtechiken verlangt eigentlich nach einem anderen Profil und/oder einer anderen Streckung.

Und das ist gut so, somit wird die "Artenvielfalt" erhalten. Das langweilige Einheitsmodell wird uns (hoffentlich) erspart bleiben.
 
Jede dieser Flugtechiken verlangt eigentlich nach einem anderen Profil und/oder einer anderen Streckung.

Erwin, genau das habe ich am Wochenende zum ersten Mal verstanden. Und jetzt weiß ich, warum der Flux bei Jakob in Dachau so geschoben hat. Und ich kann mir jetzt vorstellen, was Du beim Fluxxer verändert hast, und damit meine ich nicht nur die Streckung.

Es macht Spaß, die Zusammenhänge genauer zu verstehen. Bauen und Training ist das eine.....
Ich meld mich bald. ;)
 
Englisch spreche ich jeden Tag, aber nicht in der Fachterminologie. Bin etwas verunsichert, ob ich das bei so einem doch mir unbekannten Stoff schaffe.
Ansonsten ist der Vorschlag nicht schlecht, will Dich aber nicht noch weiter über Gebühr belasten. ;)
 

steve

User
Hallo,
das Problem bei der Literatur ist ihre Aktualität. Die aktuellen Trends wirst Du eher hier bei RCN oder in Gesprächen auf den Events erfahren, als in der entsprechenden Literatur. Und das die taktgebende Literatur englisch ist - na ja. Ich glaub´, die Speedfreak übersetzen akuell mehr Beiträge aus dem Deutschen ins Englsche als umgekehrt. Die machen daraus dann Bücher die wir dann irgendwann kaufen können. Und in 5 - 10 Jahren sitzen wir dann da - wenn die Artikel wieder ins Deutsche übersetzt wurden - und denken uns: Tolle Ideen haben die Amis - das haben wir uns auch schon mal so gedacht aber keiner hat damals zugehört.

Um mal wieder in die Gegenwart zu schauen: Leider ist es so, dass viele interessante Entwicklungen in den diversen Foren beginnen und dann recht flott in mehr oder weniger privaten bzw. geschlossenen Foren weiter entwickelt werden.

Grüsse
 

Paul1

User
...das Problem bei der Literatur ist ihre Aktualität... Und das die taktgebende Literatur englisch ist - na ja

Ich muss da widersprechen.

Otto hats hier eigentlich mal ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich hoffe ihn richtig zu zitieren: "Seit dem zweiten Weltkrieg gibt es im Bereich des Flugzeugentwurfes für Unterschallströmung eigentlich keine neuen Erkenntisse mehr. Die Jungs wussten damals schon sehr genau wie ein Flugzeug für eine bestimme Aufgabe auszusehen hat. Einzig die Werkstofftechnologie mit z.B. Kohlefaser erlaubt neue Ansätze." Wenn man also aerodynamisch was verstehen will, kann man getrost sehr alte Literatur lesen.

Das diese Literatur dann auch oft englisch ist, liegt daran, dass Ingenieurssprache generell englisch ist. Deutsche, Franzosen, sie alle veröffentlichen englisch. Es lohnt sich daher dem Englisch nicht aus dem Weg zu gehen.

Paul
 

Paul1

User
Die aktuellen Modellflug-Speed-Profile haben die im WW2 noch nicht gekannt.
Ich sehe nicht wo diese Aussage im Widerspruch zu meiner steht. Damals gab es halt noch kein F3S. Wieso sollte es also dafür Profile geben?

Ich will ja gar nicht abstreiten, das im Moment bei F3S Entwicklung betrieben wird. Aber wenn schon das Argument mit den Profilen kommt, kann man direkt dagegen halten, dass es eigentlich nur den Hepperle gibt der dafür einen ordentlichen Grundstock gelegt hat. Und genau der ist in der theoretischen Aerodynamik so tief drin wie kaum jemand sonst.

Von daher werde ich hier weiter die Meinung vertreten, dass es immer lohnt sich mit "alten" Bücher zu bilden.
 

steve

User
Ich sehe nicht wo diese Aussage im Widerspruch zu meiner steht. Damals gab es halt noch kein F3S. Wieso sollte es also dafür Profile geben?

Ich will ja gar nicht abstreiten, das im Moment bei F3S Entwicklung betrieben wird. Aber wenn schon das Argument mit den Profilen kommt, kann man direkt dagegen halten, dass es eigentlich nur den Hepperle gibt der dafür einen ordentlichen Grundstock gelegt hat. Und genau der ist in der theoretischen Aerodynamik so tief drin wie kaum jemand sonst.

Von daher werde ich hier weiter die Meinung vertreten, dass es immer lohnt sich mit "alten" Bücher zu bilden.

...der springende Punkt ist: In Printmedien wird man zu der aktuellen Entwicklung nicht sehr viel verwertbares finden - wer einen aktuellen Artikel kennt, kann ihn ja gerne hier anführen. Die ständige Wiederholung, dass es sie gibt - ohne Hinweis - ist nicht sehr hilfreich. ;)

Die Veröffentlichungen von Hepperle, wo z.B. das MH54 beschrieben wird, können in seinem Blogg nachgelesen werden - gibt dazu bestimmt auch ein Buch aber die Printmedien ziehen bei den aktuellen Veröffentlichungen einfach nach.

Grüsse
 

Paul1

User
...der springende Punkt ist: In Printmedien wird man zu der aktuellen Entwicklung nicht sehr viel verwertbares finden ...
Sitmme ich zu... Aber
ich möchte mich mit unserer Materie tiefer beschäftigen
Und da ist das aufschnappen von aktuellen Trends fürs Verständnis von Zusammenhängen wenig hilfreich. Da liest man lieber auch mal nen guten alten NACA-Report aus den 30-40 Jahren.
 
Deshalb hat der Andreas jetzt auch einen Dubbs und ich stehe da voll hinter Pauls aussage das die Grundlagen auch in alten Büchern nach zu lesen sind.Ich habe zb.in der Siemens Bibliothek in München Neuperlach sehr Interesante Bücher gesehen die sich mit Profilen beschäftigen .Dort werden die Profile im Schnitt bei allen möglichen Geschwindigkeiten im Schlierentank gezeigt .Vom ganz braven Clark-Y bis zu reinen Keilprofilen mit verschiedensten Keilwinkeln. Man muss nur Suchen.
 
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