Cocaine Pro ARF ist (fast) fertig

Hallo!

Wie in einem anderen Thread bereits erwähnt, war ich die letzten Tage/Wochen mit dem Bau meines Cocaine Pro von Lorenz-Modelltechnik beschäftigt. "Bau" ist eigentlich der falsche Begriff, "Fertigstellung" wäre wohl passender, schließlich hatte ich den Cocaine in der ARF-Version mit weiß/roter Oracover Bespannung geordert.

Der Bausatz zeichnet sich insgesamt durch sauber gefertigte, leichte und qualitativ einwandfreie Bauteile aus. Darüberhinaus gibt´s eine relativ ausführliche Bauanleitung mit guten Tipps und die sonst noch auftretenden Fragen hat Herr Lorenz per Mail immer umgehend beantwortet. "Dankeschön"!

Einziger Kritikpunkt bei meinem Bausatz war der beiliegende Motorspant. Dieser war ringsum etwa 3mm untermaßig. Die Spantenskizze in der Bauanleitung passt allerdings. Damit war´s auch kein Problem einen neuen Spant anzufertigen.

Das saubere Einpassen der Motoraufhängung (4-Punkt) war dann auch die grösste Klippe beim Bau. Zumindest, wenn man sowas zum ersten Mal macht.
Wenn man sich aber an die Tipps in der Anleitung hält, klappt das schon...

Tank- und Servobrett habe ich aus Wabenplatten angefertigt, die Spanten zur Fahrwerksabstützung und den Motorspant aus 4mm-Sperrholz.

Als Antrieb wird in meinem Fall ein OS 140 RX mit dem Mintor-Resonanzrohr zum Einsatz kommen.

RC-Setup:

Seite: 1x Graupner C 4421
Höhe: 2x Graupner C 4421
Quer: 2x Futaba 9150 digital (Low-Profile-Servos)
Drossel: Graupner C 341
Empfänger: Graupner C 19

Gewichte:

Rumpf inkl. Tank, Servos, Motor: 2707 g
Kabinenhaube: 154 g
HLW links: 98 g
HLW rechts: 97 g
Flügel links inkl. Servo: 510 g
Flügel rechts inkl. Servo: 512 g
Steckrohr Flügel: 125 g
Krümmer: 55g
Resorohr inkl. Befestigungsmaterial: 130 g
Empfänger: 50g
Akku: ca. 120 g
Schalter: ca. 30g

Summe: 4588g

Die knapp 4,6 kg bespannt (ohne Dekor) sind sicher kein schlechter Wert für ein Styro-Balsa-Modell. Durch Verwendung eines CFK-Steckungsrohres wäre da sogar noch etwas rauszuholen.

Derzeit sind die Ruderscharniere nur eingesteckt. Endgültig einkleben werde ich die erst nach dem Dekor, ebenso erfolgt die Verklebung der Kabinenhaube mit dem Rahmen erst später.

Nächste Woche geht´s zu JR-Foliendesign. Mal sehen, was sich Jörg einfallen lässt um meinem Modell ein farbenfrohes Design zu verpassen. Danach gibt´s weitere Fotos.

IM000438.JPG

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Gruß

Marko
 
Hallo!

Hab gestern den Cocaine bei Jörg Redl (JR-Foliendesign) abgegeben. Das Design steht mittlerweile auch fest. Mir hat der Cocaine auf der Redl-Homepage sehr gut gefallen, insbesondere die "Spezialeffekte" mit den Farbverläufen, die sonst eigentlich nur mit "Airbrush"-Technik zu erzielen sind.

Für eine Lackierung des Modells konnte ich mich allerdings nicht wirklich begeistern.

Habe Jörg Redl gebeten, zwischendurch immer mal wieder ein paar Fotos zu machen und mir zu mailen. Die werde ich dann hier posten, damit man mal sieht, wie dieses Design entsteht und sich der Flieger "entwickelt".

Bin mal gespannt, wann´s los geht...

Gruß

Marko
 
threadausbuddel..... :)

Hi Marko,

gibt es schon was Neues i.S. Entwicklung des Design ???? ;)
 
Cocaine mit Dekor von JR-Foliendesign

Cocaine mit Dekor von JR-Foliendesign

Hallo Freunde!

Es geht voran...

Nachdem Jörg Redl mitten in der Organisation und Vorbereitung auf die Modellbaumesse Bodensee (Friedrichshafen) steckt, hat sich das Dekor für meinen Cocaine etwas verzögert. Mittlerweile hat mir Jörg Redl allerdings wie versprochen die ersten Fotos vom Cocaine-Finish gemailt.

Der Rumpf und die Leitwerke sind praktisch fertig, lediglich die Flügel fehlen noch (folgen Anfang der Woche).

Kurz zur Technik (soweit ich das als Laie richtig wiedergeben kann):

Bei diesem Dekor werden neben normalen, geplotteten Folien auch bedruckte Folien verwendet. Bei meinem Modell sind das die blauen Farbflächen. Hier werden zunächst entsprechende Bögen bedruckt. Dabei werden Farbverläufe von hell- nach dunkelblau erzeugt wie man sie sonst von diversen Airbrush-Lackierungen her kennt. Nach dem Austrocknen werden die bedruckten Bögen dann mit 2K-Lack versiegelt und anschließend entsprechend dem gewünschten Dekor geplottet. Grundsätzlich wäre wohl auch eine nachträgliche Versiegelung mit Klarlack am Modell denkbar. Das hätte einerseits den Vorteil, dass die Folienkanten mitversiegelt wären und so später optimal gegen Treibstoff- und Ölrückstände geschützt wären. Andererseits bringt ein vollständiger Klarlacküberzug auch einen entsprechenden Gewichtszuwachs. Ich hab mich für die leichtere Variante entschieden.

Die ersten Fotos machen bei mir richtig Lust auf mehr. Bin schon auf die nächsten Fotos von den Flügeln gespannt. Erst recht darauf, wie das komplette Modell dann aussieht.

Hier die Fotos:

Haube 1.jpg

attach]8748[/attach]

Haube 2.jpg

HLW (l o.R.).jpg

Rumpf 1.jpg

Rumpf 2.jpg

Rumpf 3.jpg

SR.jpg



Gruß

Marko
 
Und weiter geht´s....

Und weiter geht´s....

Hi!

So, hier sind die nächsten Fotos. Nun sind auch Flügel, Radverkleidungen und der Rest fertig. Fotos vom kompletten Modell folgen in Kürze.

Jörg Redl hat mich gefragt, ob ich ihm den Cocaine als Ausstellungsstück für die Messe FH noch zur Verfügung stellen würde.

Wer sich das Modell also mal aus der Nähe ansehen will kann das in Friedrichshafen gerne tun.

Gruß

Marko


Fläche links.jpg

Fläche rechts.jpg

HLW l_r.jpg

Radverkl[1]..jpg
 
... und auf dem Bild der linken Fläche sieht man schon die Radschuhe meiner "Spider Stephens" (Stephens Acro von Rödel) - knallgelb mit vielen Spinnen !!! . wird auch auf der Messe zu sehen sein!!!

Servus KLaus
 
Hallo Marko,

Dein Design gefällt mir optisch sehr gut. Allerdings denke ich, dass eine asymmetrische Lackierung für ein F3A-Modell eher ungünstig ist. Sinn der klassischen F3A-Lackierungen ist es, dass das Modell in der Luft möglichst gut präsentiert und die Präzision unterstreicht.

Gruss
Jean-Claude
 
Hallo Jean-Claude!

Mit der asymmetrischen Lackierung magst du möglicherweise recht haben. Da ich allerdings keine Wettbewerbe fliege sondern lediglich mit einem schönen Modell Spass an der Freud´ haben will, stört mich das nicht. Vielleicht kann ich dann die eine oder andere "schiefe Figur" auf die asymmetrische Lackierung schieben. Optische Täuschung und so... :-)

Gruß

Marko
 
Dazu kann ich nur meine Kunstlehrerin zitieren:

"Symmetrie ist die Kunst des armen Mannes" ;)

Und sind wir mal ehrlich... Ich traue es unseren Punktrichtern dann doch zu, nicht die Lackierung mitzubewerten. Sollte ich mich irren, läuft da was schief meiner Meinung nach... ;)
 
Hallo Marko,

sieht ja richtig gut aus, kompliment :), gefällt mir sehr gut.
Lässt Du die Folie durch rd-desgin aufbringen?? Gibt es das Design auch ohne die "Werbung" ?
Schade, dass Friedrichshafen so weit entfernt ist, sonst hätte ich mir Deine Cocaine mal gerne angesehen.

Eine Frage hätte ich aber noch:
Ist das weiss, zwischen den blauen Streifen, auch weisse Folie oder ist der Bereich zwischen den blauen Streifen mit durchsichtiger (klarer) Folie erstellt, oder sieht man da die weisse Bügelfolie von Oracover?

I.S. asysmmetrisches Design.
Sehre ich eigentlich keinen Vor- oder Nachteil, wichtig ist m.E., dass das Modell dem Erbauer gefällt.

Zitat:
Die Schönheit liegt (bekanntlich) im Auge des Betrachters.


PS:
Meine Rhapsody soll diese Woche fertig werden.
 
Alex K. schrieb:
. Sollte ich mich irren, läuft da was schief meiner Meinung nach... ;)
Tja, theoretisch sollte sowas natürlich keinen Einfluss haben.
Aber je einfacher die Lagedetails zu beurteilen sind, umso zufriedener ist der Schiedsrichter und das führt zu einer grundsätzlich zufriedeneren Haltung. Bei Punktzweifeln neigt dann _jeder_ Schiedsrichter zu eher angehobenen Ergebnissen, auch wenn es nur Nuancen sind.

Für Wettbewerbe ist eine eindeutige symmetrische Lackierung ganz sicher von Vorteil.

Wer die Schiedsrichter dafür kritisiert, tut ihnen wirklich unrecht.

Ciao, Steffen
 
Alex K. schrieb:
Dazu kann ich nur meine Kunstlehrerin zitieren:

"Symmetrie ist die Kunst des armen Mannes" ;)

Und sind wir mal ehrlich... Ich traue es unseren Punktrichtern dann doch zu, nicht die Lackierung mitzubewerten. Sollte ich mich irren, läuft da was schief meiner Meinung nach... ;)

Hallo Alex,

sofern - und dies ist ja bei Marko so - man nicht Ambitionen hat, aktiv an F3A-Wettbewerben möglichst gute Platzierungen zu erfliegen, muss die Lackierung in erster Linie dem Piloten gefallen.

Im F3A-Bereich ist aber halt alles etwas anders. Da spielt eben der subjektive Eindruck auch eine Rolle. Mögliche Faktoren können da bspw. das Geräusch des Antriebes, die Lackierung des Modells, u.v.a.m. sein.

Aber für ein just-for-fun oder Freestyle-Modell gefällt mir die Lackierung von Markos Cocaine, wie bereits geschrieben, sehr gut.

Gruss
Jean-Claude
 
Hallo Frank!

Die weißen Fläche zwischen dem Blau ist der originale Untergrund. Das heißt am Flügel die Oracover-Folie, am Rumpf eben die entsprechende Deckschicht. Das Dekor wurde bei JR-Foliendesign aufgebracht. Bei meiner Giles hab ich damals selber geklebt. Da beim Cocaine allerdings größere Flächen zu bekleben waren und diese bedruckten Folien wohl auch etwas schwieriger zu verarbeiten sind (etwas geringere Dehnfähigkeit, schwieriger bei Rundungen) hab ich dieses Mal "kleben lassen". Die blauen Flächen im vorderen Rumpfbereich beispielsweise sind bewusst unterteilt, da sich nur so die sphärische Wölbung des Rumpfes sauber bekleben lies. Außerdem musste ohnehin die Datei zum Plotten der Bögen entsprechend den Maßen meines Cocains erstellt werden. Dazu musste der Cocaine entsprechend vermessen werden. Witzigerweise ist nämlich die Flügelgeometrie des Cocaine-Pro mit dem Voll-GFK-Cocaine nicht identisch. Redl hatte ja schon mal so einen Voll-GFK-Cocaine bearbeitet, die noch vorhandene Plotter-Datei hat nicht gepasst.

Das Dekor gibt´s mit Sicherheit auch ohne den JR-Schriftzug :-)

Gruß

Marko
 
hi zusammen,

durfte den flieger von der nähe betrachten. wahnsinns teil. echt der hammer. kann man dich nur noch beglückwünschen.
eine frage hätte ich da noch. ist diese lackierungsgeschichte bezüglich asymmetrische lackierung auch in f3a/X so. da habe ich schon die eine oder andere maschine gesehen, die asymmetrische lackiert worden sind....
grüße
al
 
Hallo al,

die Frage, ob asymetrisch oder nicht, hat eigentlich nichts damit zu tun, welche spezifische Programmkunstflugklasse geflogen wird. Allerdings möchte ich betonen, dass dies meine Auffassung ist. Selbstverständlich gibt es diesbezüglich keine reglementarischen Beschränkungen. Auch mit einem asymetrisch lackierten Modell kann man Wettbewerbe gewinnen. M.E. ist die Optik mit einem symetrisch lackierten Modell im Programmkunstflug einfach grundsätzlich besser.

Ich hab mir die Cocaine am JR-Stand in Friedrichshafen auch angesehen. Sieht wirklich sehr gut aus.

Gruss
Jean-Claude
 
Hallo!

Fast hätte ich´s vergessen. Bilder vom kompletten Modell gibt´s natürlich auch noch. Als Schlußarbeiten steht noch der Einbau des Mintor-Resonanzrohrs und der RC-Komponenten an. Anschließend geht´s auf die Waage. Bin mal gespannt, was letztendlich für ein Gewicht erreicht wurde.

Erstflug gibt´s dann bei schönerem Wetter im Frühjahr...



Anhang anzeigen 13026
Anhang anzeigen 13027

Gruß

Marko
 
Hallo Marko,
joa Designe ist schon Hammer! Und auch schon geflogen?!?
Baue zurzeit auch ein Cocaine - Pro, werde Ihn aber mit dem Hacker C50 - Acro Competition befeuern! (Akkus: emcotecs neue Pro Light 10s 5000mAh)
Habe mich auch für ein Folienfinish endschieden, vielleich hast du es schon auf der F3A-Lorenz Seite gesehn! (LO-DA)
Da ich momentan noch einwenig in Prüfungsstress stecke bin ich leider noch nicht groß zum bauen gekommen, zum Glück ist es aber nicht mehr weit weg. Sobald ich dazu komme, kann ich hier auch gerne paar Detailfotos veröffentlichen!

Hast du dein Höhenruder mit zwei Servos angelengt?!? Ist dein Höhenruder noch abnehmbar?!?

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Danders
 
Hallo Christoph!

Das LO-DA-Design hab ich gesehen. Auch hübsch...

Meine beiden HLW-Hälften sind derzeit noch abnehmbar. Ich hab die Steckung unverändert belassen, so wie sie vom Hersteller vorgesehen ist. Allerdings gefällt mir die Klemmung auf den Rohren an Flügel und HLW überhaupt nicht.
Überlege derzeit noch, wie ich das anders machen kann. Eine Möglichkeit wären so kleine Zungen an der HLW-Wurzelrippe und eine Verschraubung mit der Rumpfseitenwand (ähnlich wie beim High-Society).
Beim Flügel wollte ich eigentlich das Rohr an der Stelle wo die Klemmschraube sitzt mit einem Hartholzklotz ausbüchsen und ein Gewinde einschneiden. Dummerweise ist das allerdings relativ weit innen am Steckungsrohr. Halte ich unter Gestigkeitsgründen für nicht optimal. Bliebe hier noch die Variante mit 2 Laschen, die in den Rumpf ragen und dort entweder miteinander oder an einem extra Brettchen im Rumpf verschraubt werden.

Höhenruder lenke ich über 2 Servos im Bereich der Kabinenhaube an. Als Gestänge dient jeweils ein 2mm-CFK-Stab in einer Bowdenzughülle, hinten über Kreuz laufend.

Erstflug kommt bei mir erst im Frühjahr.

Gruß

Marko
 
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