Deltamodell aus Styro / Abachi

Bernd Langner

Moderator
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Hallo

Ich will ein Deltamodell als Styro / Abachi Konstruktion auslegen. Spannweite ca 1,3m Profildicke in der Mitte ca. 8cm. Als Antrieb soll ein 10ccm Methanoler herhalten.
Nun meine Frage wer hat so etwas schon mal umgesetzt. Mir geht es um die Befestigung des Motor am Styroblock. Es wird ja an der Spitze eine Rechteck ausgenommen wo der Motor eingebaut wird. Auf alle Fälle benötige ich einen Motorspant daran soll dann ein Kunststoffmotorträger befestigt werden. Natürlich kann man auch ein Sperrholzbrett als Motorträger vor den Motorspant leimen und auch noch in den Seitenraum befestigen.

Ein Plan des Modells habe ich in Rippenbauweise aber ich vermute mal mit dem 10cc wird das bespannte Modell nachher kräftig dröhnen was bei der Beplankten Variante nicht sein sollte.Bei der Holzbauweise ist der Motorspant aus 6mm Sperrholz ebenso der Motorträger.

Gruß Bernd
 

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Ich würde die Kräfte so gut es geht ins Holz übertragen.
Also den Motorspant nicht nur ins Rechteck kleben, sondern in den kompletten Frontabschnitt einen schlitz shcneiden und eine Holzplatte ( Motorspant ) einlassen. Zur gewichtsersparung und zur festigkeit kannste ja Löcher rein machen .
Dann ins Styro harzen. Das rechteck würde ich dann noch verschalen, und auf gute verklebung mit dem Spant achten.
Uch denkbar, die Kräfte mittels eingeklebten Kohlestäben ( von alten Drachen) ins Modell zu übertragen. Diese müssten dann gut mit dem Motorspant verharzt werden.

Grüße

Andrej
 
Gemischtbauweise ...

Gemischtbauweise ...

... würde ich hier machen. Wenn Du wirklich das Delta wegen Lärm in Styro machen möchtest, kanst Du die Tragflächen aus Styro/Balsa machen und den Rumpf würde ich aus Holz, wie im Bauplan bauen. Das ganze dann zusammenlharzen und noch einen Holm der ca 1/3 in die Flächen reinrag einharzen und dann hast Du etwas stabiles und vor alem in der Mitte den Platz für Tank, Motor, Empfängerakku und Anlage.
 
Das sollte halten

Das sollte halten

Hallo Bernd,

ich denke ich habe eine praktikable Lösung parat.
Das Ziel muss sein, die Massenkräfte und Momente, falls man mal auf dem Propeller landen muss, einzuleiten in die Struktur.
Bei der Dimensionierung, kann man sich ja gut am Plan orientieren, 6mm Sperrholz klingt gut.
Die Kraft vom Motorspant muss über zwei Halbrippen in den Flügel geleitet werden.
Dazu würde ich den Spant mit zwei Zapfen in die Rippen einlassen.
Die Rippen selbst würde ich wie bei einer Steckung in einem Styroflügel gestalten.
Die Skizze ist nicht maßstäblich, ich würde die Rippen bis zur dicksten Stelle des Wurzelprofils laufen lassen und dahinter dann mit einem Schwalbenschwanz auslaufen lassen.
Ein gerades Ende würde im Ernstfall (Propellerlandung) dein Furnier längs der Maßerung aufreißen.
Zwischen der Verzapfung und dem Schwalbenschwanz sind Erleichterungsbohrungen denkbar. Vorn einfach die Rippen abschneiden wie den Styrokern auch, dann kann man die Nasenleiste über die ganze Halbspannweite verkleben und verschleifen.
Das Verhältniss Länge zu Höhe des Schwalbenschwanzes weis ich grad nicht, am Sonntag könnte ich es in einem Buch nachschauen.

Ich hoffe es hilft und gefällt dir.
Schöne Grüße
Max
 

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Verzeihung...

Verzeihung...

Entschuldigung, dass ich zweimal in Folge poste.
Zweite Möglichkeit siehe unten. Bei dieser sollte man den nötigen Seitenzug kennen beim Bau.

Eine Kombination aus Möglichkeit eins und zwei ist auch denkbar, wird halt komplexer.

Max
 

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Ich würd's im Prinzip genau so machen wie Max, nur dass ich die Rippen rechts und links des Motorspantes noch weiter nach hinten gehen lassen würde, evtl. sogar bis zur Hinterkante. Und ich würde am Motorträger nicht auf halber Höhe den Zapfen vorsehen, sondern die Zapfen am größten Hebel positionieren, also oben und unten je einen auf jeder Seite.
Insgesamt wird so die seitliche Klebefläche zum Styro drastisch vergrößert wird und andererseits umfasst auch noch die Beplankung die Rippen von oben und unten.
Beplankung aus 1,5mm Balsa mittelhart müsste reichen (Durch die große Dicke beult die Beplankung ja nicht so schnell, zumal so ein Delta ja eine sehr niedrige Streckung hat). Ob ein Holm unbedingt nötig ist...? Mit Glasfaser unter der Beplankung wohl eher nicht oder... Man könnte aber zur Sicherheit auch einfach noch einen Querträger aus dem selben Sperrholz wie die beiden zentralen Rippen vorsehen, der vll. über 50% der Spw. reicht. Nur sollte der an seinen beiden Enden dann eben auch innen elliptisch ausgespart werden, um keine Sollbruchstelle zu erzeugen.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

Die Verzapfungen dort zu platzieren wo die größten Kräfte auftreten macht Sinn!


Ein Holm wird hier eigentlich nicht nötig, da aber im Mittelteil warscheinlich Empfänger und Tank Platz finden müssen, sollte doch auch ein Holm rein. Wie Jochen gezeichnet hat mit Schwalbenschwantz. Es reicht wenn er bis zur Hälfte der Halbspannweite reicht.
Glas dann nur in der Mitte unter +/- 45 Grad.
Eine Rippe die bis zur Endleiste reicht nimmt hinten kaum Kräfte auf oder leitet sie ein. Will man die Rippe hinten für Servobefestigungen nutzen, dann wäre 3mm Sperrholz bis hinten und vorderes Drittel aufgedoppelt auf 6mm eine Lösung.

Praxis:
Ich fliege eine Charter (Spw.: 1,5m) mit Styro/Balsaflächen. Die Streckung des Flügels ist wesentlich höher, das Profil hat eine relative Dicke von 12%. Die Abflugmasse liegt zwischen 1,5 udn 2kg.
Beplankt wurde mit 1,5er Balsa oben wie unten, dawischen nur Styro, kein Holm, kein Glas! Die Fläche ist bocksteif und fest, da biegt sich nichts.
Die Kräfte laufen nur in der Beklankung, das Styro ist ja nur formgebend.

Grüße Max
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo an Alle

Also das sind schon mal praktische Lösungen. Ich beplanke den Kern mit 0,8er Abachi das sollte reichen. In der Mitte muß ich dann die beiden Kerne zusammenkleben und mit einer Matte verstärken. Das ich die Kerne in einem Stück beplanken kann bezweifel ich mal etwas.
Holme benötige ich vermutlich nicht. Die im Plan eingezeichneten sind nur 3 x 5 aus Balsa mehr nicht.Die Endleiste ist 8 x8 mit 1,5er Balsabeplankung.
Hier mal der Plan im Ganzen

comp_Super Rochen.jpg

Die Servos werde ich in Schächte bauen direkt vor den Ruder wie beim Laser Arrow. Das Leitwerk werde ich vermutlich gegen zwei Einzelne wechseln da der Motor Heckauslaß hat und das Seitenleitwerk dem Resorohr im Weg ist.
Man Könnte auch eine Gemischtbauweise versuchen mit Styrodurrippen und normaler Beplankung mal sehen wie und was ich da mache noch ist alles in der Planungsphase.

Gruß Bernd
 
Die Draufsicht ist sehr hilfreich.
Bei dem Verhältniss von Tankaussparung zu Wurzeltiefe, in Verbindung mit einer Matte oben und unten, ist ein Holm wirklich überflüssig.
Dann würde ich wieder zu meiner ersten Variante tendieren. Wenn ein Fahrwerk mit rein soll, dann die Rippen wohl bis hinter das Hauptfahrwerk.

Willst du Höhe und Quer auch auf verschiedene Ruder legen?
Viel Erfolg Bernd, ich glaube so ein großes Delta bereitet eine Menge Flugspaß.

Grüße Max
 
Hallo Bernd,

0,8mm Abachi ist aber sehr schwer. M.m.n. sollte wenn Abachi, dann eher 0,4mm zum Einsatz kommen.
Der Vorteil des Super Rochens lag ja auch im geringen Gewicht.
Im Sandwich zu bauen hab ich mir auch überlegt, dabei hätte ich den Spant einfach auf die Stirnseite geklebt und eine Matte drüber - anschliessend beplankt. Das reisst auch ser beste 10er nicht ab...
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Martin

Ich baue den Rochen zum heizen. Der 10er Motor hat genug Dampf dafür und wenn ich das in Rippe baue wird es mächtig dröhnen.Der Laser Arrow
den ich zur Zeit fliege macht das jedenfalls und ich gehe davon aus das es an der offenen Rippenbauweise liegt.
Der 6,5er MVVS Quickie ist aber auch etwas Schuld daran das es so dröhnt ist nicht optimal ausgewuchtet.

comp_PA200132.jpg

Gruß Bernd
 
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